Tübinger Anpaddeln mit Keksen und Eis

Heute bin ich dem Bodenseehochnebel, der sich seit ein paar Tagen festgesetzt hat, entflohen und habe einen Ausflug nach Tübingen gemacht. Anlass war das alljährlich stattfindende Kaffeekränzchen an der Steinlachmündung, bei dem die übrig gebliebenen Weihnachtskekse vertilgst werden. Als Uhrzeit für den Treffpunkt war 13.30 angesetzt. Ich war schon etwas zeitiger da und nutzte das schöne Wetter um zuerst hinauf zum Blockwurf zu staken. Zwar hätte sich die Autofahrt auch ohne diese Zugabe gelohnt, aber ich wollte mich dort mal wieder sehen lassen. Als ich wieder zurück an den Anleger der Paddelfreunde kam, wurde gerade eingebootet. Ich wurde aufs herzlichste begrüßt und war auch ein Bisschen gerührt wie man sich über meine Anwesenheit freute. 🙂 Auf dem Weg hinunter zur Neckarinsel kamen wir immer wieder an dünnen Eischollen die sich dort am Ufer gebildet hatten vorbei. Als wir jedoch unter der Neckarbrücke 20170101_140057durch waren, sahen wir uns einer ziemlich geschlossene Eisdecke über den gesamten Fluss gegenüber. Axel peilte erst gar nicht die Steinlachmündung an, sondern blieb auf der sonnigen Seite des Neckars und so kämpften wir uns durch bis zu einer der Stellen, wo im Sommer immer die zahlreichen Stocherkähne liegen. Ich weiß ja schon, dass mein Boot auch als Eisbrecher einsetzbar ist, aber die letzten Meter hatten es besonders in sich. Aber es war ein großer Spaß und zahlreiche Spaziergänger waren sprachlos ob unserer Hartnäckigkeit. img_1644Als dann alle an Land waren wurde Kaffee gekocht und ich buk mir, in Ermangelung von Keksen (ich hatte alle brav schon vor Weihnachten aufgegessen) einen dicken Pfannkuchen, den ich mir dann mit Lorenz teilte. Er war nicht mit gepaddelt, aber er kam mit dem Rad. Es wurde ausgelassen geplaudert, gegessen und getrunken, Kaffee (Danke an Axel) und auch ein leckeres Likörchen (Danke an Andrea) wurden dargeboten. Als die Sonne zu sinken begann und es etwas kühler wurde beendeten wir unser sehr gemütliches Kaffeekränzchen. Auf dem Rückweg habe ich dann Verstärkung bekommen, Thomas, der auf dem Hinweg bei Axel und Ruth mitgepaddelt war 20170101_151841setzte sich zu mir ins Boot und legte so ordentlich los, dass wir bald alle ein und überholt hatten. Ob der Platz auf der sonnigen Seite des Neckars nur wegen der starken Eisbildung angelaufen wurde weiß ich nicht, ich finde ihn für einen solchen Anlass aber sehr viel geeigneter als den bisher immer angelaufenen Platz an der Steinlachmündung. Aber egal wo es im nächsten Jahr hingeht, ich sehe zu, dass ich wieder dabei bin. Aber bis dahin gibt es hoffentlich noch öfter die Gelegenheit mit den Paddelfreunden unterwegs zu sein, das Programm jedenfalls hat einiges zu bieten.

Das Durchbrechen der Eisschicht hat übrigens nicht die geringsten Spuren am Boot hinterlassen. 🙂 Canvas kann was!

Traditionsfahrt: Allerheiligen auf dem Hochrhein

img_1167Vor neun Jahren haben Leonhard und ich an Allerheiligen ein sehr schönes Wochenende auf dem Hochrhein verbracht. Ein ganzes Wochenende sollte es in diesem Jahr nicht sein, aber Marion und ich haben gestern einen herrlichen Herbsttag zwischen Mammern und Schaffhausen verbracht. Eigentlich hatten Weiterlesen

Poling-Wochenende

Wie schon im letzten Jahr hatten wir uns für ein kleines Treffen der Polingfreunde verabredet.
Diesmal sollte das Treffen in der Schweiz, genauer an der Thur stattfinden. Ein Zeltplatz war schnell gefunden, der Campingplatz-Gütighausen. Eine ganz hervorragende Adresse für eine solche Unternehmung. Bisher schloss dieser Platz immer Ende September, doch ab diesem Jahr ist er bis Ende Oktober offen. Den Platz kenne ich schon sehr lange, bin aber die letzten Jahre nur immer daran vorbei gepaddelt. Den Fluss, die Thur, kenne ich natürlich auch schon lange, hat dort ausreichend, aber nicht zu viel Gefälle und schöne Kiesbankschwälle, vor Allem bei einem so niedrigen Wasserstand wie in diesem Jahr. Das Interesse war, sagen wir mal überschaubar, ich hatte aber auch keine Werbung gemacht, sondern nur die eingeladen, die auch im letzten Jahr am Neckar dabei waren. Und wie das dann halt so ist, kommt dem einen oder anderen was dazwischen, oder es gibt andere Angebote.

Uns fünf Teilnehmern, Sabine, Charly, Marion, Paul und mir hat das Wochenende jedenfalls gefallen. Und wir waren sicher nicht das letzte mal an diesem Platz. Ich hatte nach langer Zeit mal wieder den Guide dabei, den ich erst am Wochenende zuvor aus Potsdam geholt hatte. Eine neue Haut hat er letztlich nicht bekommen, André meinte die Alte sei noch zu gut. Er hat die Haut überholt und das Boot hat einen neuen Schellackboden bekommen. Neben fleissigem Poling und Kehrwasserübungen kam natürlich auch das Ofenheizen und das Kochen am Lagerfeuer nicht zu kurz und geratscht wurde natürlich auch ausgiebig. Und obwohl das Treffen so klein war, hatten wir eine Novizin dabei, Marion versuchte sich zum ersten Mal im Poling und machte dabei eine gute Figur. Leider gibt es davon kein Foto.
Einen so niedrigen Pegel hatte ich bei der Thur noch nie gesehen, aber für unsere Aktivitäten war er gerade noch ausreichend. Auf manchen Kiesbankschwällen kam es zu leichten Bodenberührungen aber mit etwas Geduld und Geschick kam man überall hinauf und hinunter. Einzig die Stufe oberhalb des Campingplatzes haben wir beim Flussauffahren überhoben. Am zweiten Tag sind Paul, Charly und Sabine, diese sogar stehend, auch wieder hinunter gefahren.

Kurzurlaub in Kanada

Um der Hektik des Alltags zu entfliehen haben Marion und ich uns letzten Mittwoch auf den Weg gemacht einen Kurzurlaub in der Abgeschiedenheit zu verbringen. Unsere Wahl viel auf eine Insel, die nur mit dem Kanu erreichbar und scheinbar sehr einsam ist. Hier ein paar Impressionen.

 

Abendausfahrt mit Kater

IMG_0791Geplant war eigentlich eine kleine Tour mit Abendessen auf dem Wasser in stiller Zweisamkeit. Hat auch alles geklappt, war auch sehr schön. Aber wir waren zu dritt. 🙂 Marions Kater hatte zu Hause randaliert und lauthals im Treppenhaus getönt, so dass sie entweder mit ihm zu Hause bleiben musste, oder ihn mitnehmen. Er beruhigte sich diesmal sehr schnell, wollte unterwegs auch nicht aussteigen. Fast schien es, als geniesse er die Unternehmung.