Aprilwetter am 1. Mai

Eigentlich hatten wir geplant das Wochenende inklusive Feier- und Brückentag an der Thur zu verbringen. Vorgesehen war herrliches Sonnenschein-Wetter kombiniert mit ausreichendem Wasserstand.
Na ja, so ist das halt bei Sportarten die im Freien stattfinden, es klappt halt nicht immer so wie man sich das wünscht. Auf Grund des als ziemlich durchwachsenen angesagten Wetters, haben wir unsere Fahrt abgesagt und als Trost sind wir gestern bei Regen, Sonne und Gewitter von Tübingen nach Oferdingen gepaddelt.

Es war das zweite Mal, dass ich diese Strecke gefahren bin. Auch beim letzten Mal regnete es. Da wir trotz der ungemütlichen Umstände zu zwölft unterwegs waren, gestalteten sich das Umtragen der Wehre als zeitraubende Aktionen. Beim ersten, dem Tübinger Stadtwehr, teilten wir uns sogar auf,  neun von uns nahmen die rechte etwas beschwerlichere, aber kürzere Umtragestrecke, drei von uns, darunter auch ich, die etwas längere, aber nicht so steile linke Seite. Eine wirkliche Zeitersparnis brachte das vermutlich nicht, aber der Linke Weg gefällt mir deutlich besser. Die Gefahr mit dem Boot auf den Schultern, auf rutschigen Betonplatten auszurutschen und zu stürzen, ist dort nicht so groß. Beim zweiten Wehr, von den Stadtwerken Reutlingen, mussten wir alle rechts umtragen. Die Einstiegsstelle ist dort auch recht unwegsam, die Boote wurden die steile Böschung hinunter geseilt und wir rutschten teilweise auf dem Hosenboden hinterher oder tasteten uns vorsichtig über bemooste Steine nach unten. Mittlerweile waren dunkle Regenwolken aufgezogen und es war auch schon entferntes Gewittergrollen zu hören.  Das Grollen kam schnell näher und wir beschlossen den Fluss zu verlassen, bevor uns das Gewitter erreichen würde. Geschützt vor Regen und Blitz pausierten wir unter der Brücke der B27. Wir teilten Kekse und Würstchen und warteten auf das nachlassen des Regens. Als das Schlimmste vorüber war setzten wir unsere Fahrt bei leicht erhöhtem Pegel fort. Es war auch einiges an kleinerem und grösserem Treibholz im Fluss unterwegs. Es regnete jetzt nicht mehr so kräftig und teilweise sah es fast so aus als wolle die Sonne wieder scheinen. Das nächste Wehr war bald erreicht und ich telefonierte kurz mit Anke, dass wir bis ca. 18.00 Uhr in Oferdingen sein würden. Sie hatte sich bereit erklärt für Rückhohldienste  bereit zu stehen.
Als wir dann beim Kanu-Witt in Oferdingen ankamen ging alles ganz schnell. Zwei Autos waren schon zuvor hier abgestellt worden, Anke und Axels Frau Ruth kamen mit jeweils einem Weiteren und so fand jeder einen Platz für sich und sein Boot. Zuvor musste ich noch den Dachträger montieren, als ich damit fertig war hörte es dann auch auf zu regnen. Als wir die Boote wieder ins Bootshaus getragen hatten schien die Sonne. Aprilwetter am 1. Mai. 🙂