Trainingsrückstand

Mittlerweile geht es mir gesundheitlich wieder sehr viel besser und ich versuche zu meinem wöchentlichen Rhythmus zurück zu finden um meinen Trainingsrückstand irgendwie wettzumachen. Der gestrige Regen hatte den Pegel des Neckar ansteigen lassen und das Wasser war ziemlich trübe. Heute schien dafür die Sonne und OLYMPUS DIGITAL CAMERAich machte mich auf den Weg hinauf zum Blockwurf. Ich hatte die Kamera am Boot montiert und so gibt es wieder mal einen langweiligen Film. Immerhin schaffte ich es bis zum oberen Blockwurf, machte eine kleine Polingübung, eine wilde Abfahrt, die eigentlich gar nicht so wild war und fuhr ein paar Kehrwassermanöver. Zurück am Bootshaus half ich dann noch Klemens, Ruth und Axel die sich um das Brennholz der Paddelfreunde für die Grillsaison 2016 verdient machten. Nach eineinhalb Stunden Holzspalten und auflesen bekam ich jedoch lange Arme und ich verdrückte mich mit der Ausrede, dass ich ja so lange krank gewesen bin. 🙂 Edit: Das frisch gesägte, gespaltene und schön aufgestapelte Holz ist erst für die Grillsaison 2017 gedacht. Das habe ich gerade auf Axels  Paddelblog erfahren.


Torgau – Elster

Für den heutige Tag standen nur 45 Kilometer auf dem Programm. Wir ließen uns Zeit mit dem Aufstehen und dem Packen und waren so gegen 10.00 Uhr auf dem Wasser. Auch der heutige Tag brachte uns Sonnenschein und nur leichten Wind. Auf einem Frachter der uns überholte lagen zwei Rotorblätter einer Windkraftanlage, wohin die wohl unterwegs waren?OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Gegen Nachmittag frischte der Wind auf und kam, wie sollte es anders sein aus Westen, die Richtung in die wir hauptsächlich unterwegs waren. Zwar macht die Elbe immer wieder große Schleifen die uns dann auch hin und wieder Rückenwind bescherten, aber auf den Stücken die direkt im Wind lagen bauten sich schon kleinere Wellen auf, die uns ein klein wenig den Schwung nahmen. Kurz vor unserem Ziel in Elster lag noch eine Gierfähre, die gerade am anderen Ufer beladen wurde. Von unten kam ein Frachtschiff entgegen. Da die Fähre nicht ablegen würde bevor der Lastkahn vorbeigefahren war langten wir ordentlich zu um auch noch an der Fähre vorbei zu kommen. Nach der Fähre war rechts der Schiffsanleger von Elster. Genau als der Frachter auf dessen Höhe war, waren wir es auch. Es waren noch ca. 5 Meter Platz zwischen dem AnlegerFloss und dem Kahn, der gut beladen eine ordentliche Welle schob, und zuvor natürlich erst ein mal das Wasser wegsaugte. Wildwasser auf der Elbe, ich hätte es nicht geglaubt. Wir hatten natürlich auch ordentlich Tempo, da wir ja noch schnell an der Fähre vorbei wollten. Es war ein kurzer wilder Ritt über die Wellen. Der Skipper grinste, wirklich gefährlich war es auch nicht gewesen. Schöpfen mussten wir trotzdem.

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Gegen späten Nachmittag kamen auch die kajakfahrenden Nachbern von gestern Abend aus Torgau an. Eine Familie aus Berlin, mit zwei Söhnen Thies und Jost. Lorenz verstand sich auf anhieb gut mit den beiden und auch ich hatte mit den Eltern jede Menge zu quatschen. Lorenz und ich beschlossen hier unseren ersten Ruhetag zu verbringen, es sollte der einzige bleiben und erst Montag mit den Berlinern zusammen weiter zu paddeln. Ach ja und morgen war ja Sonntag, das sollten wir doch Besuch von unserem Shuttleteam bekommen. Per SMS gaben wir unseren genauen Standort durch. Das Gelände der Vereins ist herrlich, eine baumbestandene große Wiese stand uns zur Verfügung.

Schmilka – Dresden

IMG_0888Nach dem gemeinsamen Frühstück machten wir uns mit dem Boot auf dem Dach auf den Weg nach Schmilka, unweit der Tschechischen Grenze. Die Fahrt dauerte etwa eine Stunde, da man dort durch die ganzen kleinen Ortschaften zockeln muss. Die letzten Kilometer fuhren wir hinter einem Anhänger eines Dresdner Kanuverleihers her, der uns sicher zu unserer Einsatzstelle lotste. Nachdem wir unser Boot und das Tagesgepäck abgeladen hatten, wir hatten ja Zelt und die meiste Ausrüstung in Dresden gelassen, verabschiedeten wir unsere Damen und alle brachen auf. Wir Flussab und Anke und Jolanda Richtung Berlin. Auf ihrer Rückreise am kommenden Sonntag wollten wir sie nochmals treffen. Es war leicht bewölkt, die Elbe hatte einen guten Wasserstand und strömte flott dahin. OLYMPUS DIGITAL CAMERAWir genossen die Fahrt durch das Elbsandsteingebirge. Wir bewunderten die Berge, fotografierten die Raddampfer und nahmen uns vor den ersten Gierfähren in Acht. Gegen Nachmittag trafen wir einen Vater mit seiner Tochter in einem Faltboot und unterhielten uns eine Weile und paddelten neben einander her. Das Wetter wurde immer sonniger und zahlreiche Paddler in Leihkanus oder Schlauchbooten waren unterwegs. Am späten Nachmittag kamen wir sehr entspannt in Dresden an, machten uns fertig für einen Landgang und gingen in der Nähe des Bootshauses bei einer kleinen Gartengaststätte Abendessen.

Mittagspausen-Surf

René hat mir dankenswerter Weise sein Filmchen, von meinem Surf an der Mittagsrast-Welle zur Verfügung gestellt.
Mit dem relativ langen ME sieht das sehr entspannt aus – War es auch 🙂

Canoeman’s Holiday (1956)

Bei Chestnut Canoe auf Facebook wurde ein Film aus den 1950 er Jahren gepostet.
Ein Ehepaar lässt seine Kinder zu Hause zurück, um ohne sie ein Wochenende auf dem Fluss zu verbringen. Sie werden von zwei Guides betreut und in zwei großen Wood-and-Canvas Canoes transportiert. Zwar finde ich es verwerflich seine Kinder nicht mit zum Paddeln zu nehmen und auch, dass die beiden Canoes teilweise mit Motor angetrieben werden finde ich persönlich nicht nachahmenswert, aber wie die beiden Guides, einer gekleidet in Hemd und Jackett stehend die Stromschnellen hinunterfahren finde ich schon sehenswert.

Der Film ist ein Typisches Produkt der 50er Jahre, natürlich mit Happyend. 🙂