Trainingsrückstand

Mittlerweile geht es mir gesundheitlich wieder sehr viel besser und ich versuche zu meinem wöchentlichen Rhythmus zurück zu finden um meinen Trainingsrückstand irgendwie wettzumachen. Der gestrige Regen hatte den Pegel des Neckar ansteigen lassen und das Wasser war ziemlich trübe. Heute schien dafür die Sonne und OLYMPUS DIGITAL CAMERAich machte mich auf den Weg hinauf zum Blockwurf. Ich hatte die Kamera am Boot montiert und so gibt es wieder mal einen langweiligen Film. Immerhin schaffte ich es bis zum oberen Blockwurf, machte eine kleine Polingübung, eine wilde Abfahrt, die eigentlich gar nicht so wild war und fuhr ein paar Kehrwassermanöver. Zurück am Bootshaus half ich dann noch Klemens, Ruth und Axel die sich um das Brennholz der Paddelfreunde für die Grillsaison 2016 verdient machten. Nach eineinhalb Stunden Holzspalten und auflesen bekam ich jedoch lange Arme und ich verdrückte mich mit der Ausrede, dass ich ja so lange krank gewesen bin. 🙂 Edit: Das frisch gesägte, gespaltene und schön aufgestapelte Holz ist erst für die Grillsaison 2017 gedacht. Das habe ich gerade auf Axels  Paddelblog erfahren.


Winterpause

Jetzt war ich seit dem 10.1. nicht auf dem Wasser gewesen. Das sind 15 Tage. Das muss als, meinem hartnäckigen Gehuste geschuldete, Winterpause genügen. Der Pegel heute Morgen war leicht erhöht. Der Anleger war kurz davor, oder kurz nachdem, überspült zu werden. Am Kraftwerkskanal herrschte gute Strömung, das Kehrwasser war knackig. Ich drehte ein zwei Kurven und fuhr dann weiter hinauf zum Blockwurf. Die untere, kleine Schwelle war abgesoffen und der Blockwurf selbst sah ziemlich ideal aus zum Hinaufstaken. Ich die Stange mitgenommen, aber da ich schon ein Weilchen nicht mehr im Boot gestanden hatte und zwar warm, aber nicht wasserdicht bekleidet war, beließ ich es dabei mir die Idealroute anzusehen und ein bisschen darüber nachzudenken, ob ich da wohl wirklich mal hinauf komme. Ein mal hatte ich es zwar fast geschafft, aber eben nur fast. Heute war jedenfalls nicht der richtige Tag.

Licht und Schatten

Heute haben wir eine Tour unternommen, welche mir außerordentlich gut gefallen hat. Ich wage sogar zu behaupten, dass dies der schönste Abschnitt auf dem Neckar war, den ich bisher gepaddelt bin. Aber der Reihe nach. Am Wochenende hat es ja ordentlich Hochwasser gegeben, was meine Paddelfreunde am Sonntag für eine schöne Fahrt auf der Starzel genutzt hatten. Ich setzte, immer noch mit meiner Erkältung beschäftig, aus. Aber für den heutigen Feiertag, war eine ordentliche Portion Sonne angesagt und der Pegel des Neckars machte es möglich ihn ab Rottweil zu befahren. Axel hat seinen Bericht schon fertig, so dass ich gerne darauf verlinke. Was mich an unserer heutigen Strecke fasziniert hat, waren die Gegensätze. Der Neckar mäandert im tief eingeschnittenen Tal mal von der Sonnenseite in den Schatten und dann wieder zurück. Dieser stetige Wechsel machte es nicht einfach zu fotografieren, aber das eine oder andere Bild ist gelungen und gibt die Stimmung wieder.

Viele weitere Bilder gibt es hier.

Ich war mit dem Gerrish unterwegs und hatte Axel und Ruth meinen Royalex-Prospector geliehen. Axel hat ein ganz nettes Bild von mir gemacht, an der Surfwelle unter der Autobahnbrücke der A 81. Ich glaube das ist ein Bild, welches ich in meine Galerie aufnehme.k-P1090215

Anpaddeln 2015

Heute war traditionell Anpaddeln in Tübingen. Ich wollte mich ja eigentlich vor der Paddelei drücken und zu Fuss zur Steinlachmündung gehen und dort am Kaffeekränzchen und dem Verzehren von restlichen Weihnachtsplätzchen beiwohnen, überwand aber meinen inneren Schweinehund. Meine Erkältung hatte sich seit letztem Jahr (gestern) zwar nicht erheblich gebessert, jedoch war es auch nicht schlimmer geworden. Wir trafen uns kurz vor zwei am Bootshaus und fuhren hinunter zur Steinlachmündung. Der Schnee am Bootshaus war nicht mehr so schön weiß und überall taute es. Vorausgesagt waren Temperaturen deutlich unter Null Grad, was aber nicht eintrat. k-P1080945Ich zählte 9 Boote, ausnahmslos Kanadier, was durch aus Sinn macht, den die Ausstiegstelle an der Steinlachmündung ist nicht gerade gut für Kajakfahrer geeignet. Es wurde ausgiebig geplaudert, Kaffee und Tee gekocht und getrunken und allerlei Backwerk feilgeboten. Richtig gemütlich wurde es allerdings nicht, weil erstens die versprochnene Sonne nicht zum Vorschein kam und ausserdem die Sauerei durch das nächtliche Geballere auf dem Schnee noch deutlicher zum Vorschein trat als sonst. Nach gut einer Dreiviertel Stunde machte ich mich auf den Rückweg und nahm Bettina mit, die zuvor bei Axel und Ruth im Boot mit hinunter gepaddelt war. Sie war zu Fuss am Bootshaus und wollte noch im Hellen nach Hause laufen. Als ich das Boot ins Bootshaus geräumt hatte, kamen auch die Anderen nach und nach an. Vermutlich hatte unser früher Aufbruch den Impuls zur Auflösung der Veranstaltung gegeben. Als dann alle Boote versorgt waren stellten wir noch Überlegungen zu Aktivitäten am kommenden Sonntag an. Eine Möglichkeit wäre es zur Eskimofahrt an die Reuss zu fahren, jedoch verspricht die Witterung steigende Pegel hier bei uns. Da könnte es auch sein, dass wir den weiten Weg zur Reuss scheuen und einen der wilderen Bäche in der näheren Umgebung aufsuchen.

Letzter Eintrag – Letzte Fahrt 2014

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMich plagt ja seit einiger Zeit eine äusserst lästige Erkältung, die mich vom Paddeln die letzten Tage ferngehalten hatte. Aber heute wollte ich es dann doch noch ein mal wissen, in diesem Jahr. Ich hatte jedoch nicht vor eine lange Anfahrt in Kauf zu nehmen und die Pegel liessen es auch nicht zu auf wilderes Wasser zu gehen. Daher hatte ich den Vorschlag gemacht, vom Bootshaus aus Neckar aufwärts zu paddeln, die Hindernisse wie unterer Blockwurf, oberer Blockwurf und das Hirschauer Wehr zu umtragen und soweit zu paddeln, wie wir Lust hatten.
So trafen wir uns zu zehnt gegen 13.00 Uhr am Bootshaus. Eckes hatte für jeden ein kleines Geschenk mitgebracht. Ein Bündel Kienspäne zum Feuermachen. Super! Vielen Dank noch mal!
Ich hatte die k-P1080865Polingstange dabei und war dadurch bei den seichten Stellen leicht im Vorteil, aber auch etwas wackelig auf den Beinen, da ich das kleine Holzboot gewählt hatte, was ja ziemlich rund ist. Beim oberen Blockwurf drehte ein Teil unserer Gruppe um, um am Bootshaus ein wärmendes Feuer vorzubereiten. Wir anderen überwanden den Blockwurf und das Wehr in einem, in dem wir unsere Boote über den verschneiten Radweg die gut 500 Meter hinter uns herzogen. Eckhard rettete noch ein Blesshuhn aus einer misslichen Lage. Es hatte sich mit dem Hals in einem Ast knapp über der Wasseroberfläche verfangen und wurde von der Strömung immer wieder unter Wasser gedrückt. Es bedankte sich für die selbstlose Rettung, in dem es im auf die Hand kackte und ihn biss. Na ja, es wird es nicht so böse gemeint haben. Auf dem seeartigen Stück oberhalb des Wehres fuhren wir noch bis zum Bühler Bach, unterhielten uns und beobachteten Eisvögel. Auf dem Rückweg überwanden wir unsere Hindernisse auf die gleiche Art wie auf dem Hinweg und als wir am Bootshaus ankamen brannte dort schon ein herrlich wärmendes Sylvesterfeuer. k-P1080892So dass war es jetzt für 2014. Allen die hier lesen einen Guten Rutsch!
Moment, einen hab ich noch:
Auch hier zum letzten mal in diesem Jahr der Link zu Axels Paddelblog, wo diese Fahrt auch schon dokumentiert ist.

Schon wieder 23. Dezember

Heute Vormittag habe mich mit Axel zu einer kleinen vorweihnachtlichen Paddelei getroffen.
Seit meinem letzten Eintrag vor über einer Woche, war ich nicht mehr auf dem Wasser gewesen. Das lag nicht am vorweihnachtlichen Stress, sondern viel mehr an einer fetten Erkältung. Nun, wir fuhren hinauf zum Blockwurf, machten dort ein paar Polingübungen und fotografierten uns wie üblich gegenseitig. Ich benötigte noch unbedingt ein Foto für meinen kleinen Jahresrückblick, der mit dem Blockwurf zu tun hat. Dann, auf dem Rückweg beim Kraftwerkskanal absolvierten wir noch das ein oder andere Kehrwassermanöver. Der Angler der dort in der Nähe sein Glück versuchte, ertrug es mit Fassung, aber wir strapazierten seine Geduld auch nicht all zu lange.
Ja, schnell ging dieses Jahr zu Ende, während ich das hier schreibe habe ich mal nach gesehen, was ich denn am 23. Dezember vergangenen Jahres so gemacht habe. Das Gewässer war ein anderes, aber das Wetter war ziemlich das gleiche. Sonne und frühlingshafte Temperaturen. Von wegen weiße Weihnachten, ich denke daran muss man sich gewöhnen.

Wassermangel

Ursprünglich war für den heutigen Samstag geplant gewesen zur Heißen Herzen Fahrt auf der Enz zu gehen. Die Wetterprognose hatte aber im Laufe der Woche für den Samstagnachmittag ergiebigen Regen in der Region um Vaihingen vorgesehen. Darauf hatten wir keine Lust und so verbrachten wir den Vormittag und den frühen Nachmittag auf dem Neckar, von Tübingen abwärts bis Oferdingen zum Kanu-Witt. Eigentlich hatte er Pegel in Kirchentellinsfurt genügend Wasser gemeldet, aber irgendwie war das eine Fehlinformation. Wir hatten unterwegs einige seichte Stellen zu überwinden, einige Grundberührungen zu verzeichnen, drei Wehre zu umtragen, eine Kaffeepause und jede Menge Kekse, bei schönem Sonnenschein. Sollte der angekündigte Regen für steigende Pegel sorgen, geht es morgen vermutlich zum Wildwassern.

Ich hatte das Kunststoffboot genommen, da es beim Umtragen der Wehre ein zwei Stellen gibt, an denen man das Boot einfach die Böschung hinunter rutschen lassen muss. Das war mir dann bei den seichten Stellen gerade recht.

Etwas of Topic
Als ich grade nach Hause kam berichtete mir Lorenz von zwei Wildschweinen die bei uns im Garten randaliert hätten. Erst dachte ich er will mir einen Bären aufbinden, aber er zeigte mir die Spuren die sie an der Terrassentüre hinterlassen haben. Die Tiere waren wohl in Panik und rannten blindlings durch die Galgenbergstrasse. Etwas unterhalb bei einem im Sommer fertiggestellten Neubau sind sie wohl gegen die Wand gerannt und haben die Dämmung hinter der Fassade beschädigt. Das gehe ich mir jetzt ansehen.

Flussfahrt mit Ente

Zur heutigen Fahrt auf der Jagst hatte ich mich bei Ruth und Axel zum Mitfahren eingeladen. Wobei dass nicht genug war, Axel hatte auch gestern schon mein Boot im Bootshaus geholt und aufgeladen. Auf dem Weg heute früh kamen sie mir dann auch noch entgegen und luden mich ein. Ein Rundumservice also. Die Fahrt nach Krautheim, ganz im Norden unseres Bundeslandes dauerte rund eindreiviertel Stunden. Die Strecke die Axels Navi vorgab, war etwas abenteuerlich und gipfelte darin, das wir auf einem Schotterweg durch den Wald fuhren. In Krautheim angekommen luden wir zunächst die Boote ab und die Autofahrer machten sich auf den Weg nach Berlichingen unser Ziel für die heutige Fahrt. Gegen elf waren sie zurück und wir brachen auf. Der Pegel der Jagst lag so um die 50 cm. Unter 40 cm ist die Befahrung nicht zulässig.OLYMPUS DIGITAL CAMERA Die Jagst mäandert ganz munter durch ihr Tal. Immer wieder sorgen kleine Schwällchen für Abwechslung. Wir waren neun Personen in sechs Booten, drei Tandem- und drei Solokanadier. Das Wetter war grau in grau, aber es blieb den ganzen Tag über trocken. Angela hatten für jeden eine kleine weihnachtliche Quitscheente mitgebracht. Wir hatten sie mit Ducktape an unseren Süllrändern befestigt, womit sonst, und somit das vielseitig nutzbare Klebeband endlich mal dafür genutzt für was es ursprünglich gedacht war. OLYMPUS DIGITAL CAMERANach rund zwei Drittel der Strecke erreichten wir das erste Wehr, welches wir rechts umtrugen. Bei dieser Gelegenheit legten wir eine kleine Rast ein und aßen unser mitgebrachtes Vesper. Auf unser Trappergedöns, wie wir zur Zeit immer sagen, hatten wir verzichtet und so musste die Pause ohne offenes Feuer über die Bühne gehen. Stefan bereitete auf dem Gaskocher Glühwein. k-P1080445Axel, Ruth und mir wurde die Pause etwas zu lange, vom Rumstehen hatten wir kalte Füsse bekommen und so setzten wir unsere Fahrt bald fort und hatten das zweite Wehr bereits überwunden, als der Rest der Truppe dort ankam. Wir halfen ihnen noch beim Umtragen und gemeinsam machten wir uns auf die letzten anderthalb Kilometer bis Berlichingen. OLYMPUS DIGITAL CAMERADort angekommen brachte Jörg Stefan zu seinem Auto nach Krautheim und als sie zurückkehrten machten wir uns auf den Weg nach Kloster Schöntal, um dort noch auf den Weihnachtsmarkt im Klosterhof zu besuchen. Eigentlich wollten wir die knapp zwei Kilometer zu Fuss zurück legen. Wir waren ziemlich durchgefroren und als wir einen Schuttlebus zum Weihnachtsmarkt an der Straße halten sahen, stiegen wir spontan ein. Im Bus war es angenehm warm, wir machten es uns gemütlich, lang könnte die Fahrt ja nicht dauern. Der Bus nahm jedoch nicht die direkte Route, sondern klapperte noch einige Dörfer in der näheren Umgebung ab. Der Bus wurde immer voller und es wurde uns bewusst, zu Fuss wären wir sicher schneller gewesen. Auf dem Markt herrschte reges Treiben. Nachdem wir ein zwei Stände abgeklappert und das eine oder andere konsumiert hatten, brachen Axel, Ruth und ich auf, wir hatten ja noch einen längeren Rückweg vor uns. k-P1080510Der Rest der Truppe blieb noch dort, sie wollten an der Jagst übernachten und planten für morgen einen weiteren Abschnitt zu paddeln. Für den Rückweg zum Auto nahmen wir wieder den Bus, der diesmal direkt fuhr. Gegen 19.45 Uhr waren wir zurück in Tübingen.

Hier wie immer, der Link zu Axels Bericht auf seinem Paddelblog

Freitagshochwasser

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIrgendwie ist zur Zeit immer am Freitagnachmittag Hochwasser.
Ich fuhr schon zeitig zum Bootshaus, denn mittlerweile wird es gegen 16.30 Uhr schon dunkel und ungemütlich auf dem Wasser. Eigentlich wollte ich mal wieder eine Runde um die Neckarinsel fahren, als ich jedoch zum Bootshaus kam, erzählte mir Karsten, Klemens und Anita seien auch auf dem Wasser. Ich vermutete sie oben am Kanal oder am Blockwurf. Da ich ein geselliger Mensch bin, bin ich natürlich hinauf gefahren und habe meine Inselrunde auf ein ander mal verschoben. Allerdings war ich natürlich nicht für Schwallbefahrungen oder ähnliches gekleidet. Ich hatte Jeans an und meine Wanderstiefel. Als Kniematte hatte ich eines meiner Schaffelle dabei. Die Polingstange liess ich im Bootshaus, da ich mein Boot und den sonstigen Kram nicht durch das untere Tor bequem zum Neckar tragen konnte, sondern da dieses kaputt war, „Freitagshochwasser“ weiterlesen

Brigach und Breg ..

.. bringen die Donau zu Weg. Das haben wir heute überprüft. Zu acht in sechs Kanadiern waren wir unterwegs, von Donaueschingen bis nach Geisingen. Ruth und Axel, Sabine und Charly in Tandem-Booten, Andreas (der sonst eher im Kajak unterwegs ist), Rolf, Eckhard und ich in Solobooten. Wir setzten etwas oberhalb des Zusammenflüssen der beiden Quellflüsse in die Brigach ein. Die Donauquelle, besser gesagt der Ursprung, denn eine echte Quelle, wie zum Beispiel bei der Blau, ist es ja nicht, ist eher umspektakulär. OLYMPUS DIGITAL CAMERAEin schlichter Stein mit der Zahl 2779 weist darauf hin, wie weit es noch bis zum schwarzen Meer ist. Soweit wollten wir heute nicht, 17 Kilometer waren uns genug. Die ersten paar hundert Meter der Donau waren vor kurzem renaturiert worden. Hinter den neuen Buhnen aus Kalkstein gab es kleine Kehrwässer, die wir eifrig anfuhren. Nach dem Örtchen Pfohren machte sich schon bald der Stau des ersten der beiden Wehre bemerkbar. Nach ca. 7 Kilometer erreichten wir es, rumtrugen und da wir gerade mal aus den Booten draußen waren machten wir bei einer umgestürzten Weide Mittagsrast. OLYMPUS DIGITAL CAMERAWie schon an der Blau hatten wir wieder diverse Kochgelegenheiten dabei. Ich hatte die Pfanne und die Feuerbox dabei. Axel und Rolf hatten Kaffeebereiter und Eckhard seinen Holzvergaserkocher dabei. Die Pause zog sich beträchtlich in die Länge, da Rolfs Espressomaschine erst nicht so recht auf Touren kommen wollte.  Die Donau mäanderte danach durch das breite Tal, mal floss sie ganz flott und machte viele Kehren, mal war sie träger. Wir sahen viele Biberspuren und einen Eingang zu einem Biberbau. Ich dachte eigentlich, Biber legen ihre Eingänge immer unter Wasser an, aber hier im Uferschlamm lag die Höhle darüber.

Die Größe der Öffnung und die Nähe zum Wasser wies aber schon auf einen Biber hin. Kurz vor dem Ausstieg kamen wir zum zweiten Wehr auf unserer Strecke, welches wir ebenfalls links umtrugen, aber eine Pause machten wir diesmal nicht. Das Stück nach dem Wehr war kurz, unterbrochen von einem kleinen Schwall nach einer Eisenbahnbrücke. Kurz vor unserer Ausstiegstelle kam dann noch ein kleiner Schwall. Das Wetter war nicht so, wie wir es uns erhofft hatten, der gestrige Samstag hatte uns Hoffnung auf viel Sonnenschein gemacht. Aber für Anfang-Mitte November war es ganz in Ordnung, wir jammern auf hohem Niveau.

Hier noch die Links zu Axels und meinem Webalbum und wie immer zu Axels Paddelblog.

Freitags(hochwasser)training

OLYMPUS DIGITAL CAMERADer Regen hatte dem Neckar einen erhöhten Pegel beschert. Mich scherte es wenig, ich wollte etwas Poling betreiben. Da es mittlerweile relativ zeitig dunkelt, machte ich mich um viertel vor vier schon auf den Weg zum Bootshaus. Obwohl eigentlich kein Training mehr ist waren relativ viele Trainingswillige da und machten sich fertig um aufs Wasser zu gehen. Die Kanadierfraktion war schwach vertreten, ausser Rolf und mir war sonst nur noch ein weiterer Kanadier auf dem Wasser. Rolf war schon voraus gefahren und kam mir bereits entgegen als ich noch auf dem Weg zum Blockwurf war. Es herrsche dort kräftige Strömung, er hätte dort nicht zu verrichten, so wie er gekleidet sei. Er wolle noch eine Runde um die Neckarinsel drehen. Ich stocherte weiter zum Blockwurf, sah ein, dass das mit dem Poling nicht so toll werden würde und fuhr ein paar Seilfähren. Dann zerrte ich mein Boot über die Steine den Blockwurf hinauf und begab mich auf eine kurze wilde Abfahrt.

Dann begab ich mich zurück zum Kraftwerkskanal, wo die Jugend am trainieren war. Rolf war dort hängen geblieben und schaute dem Treiben zu. René war auch noch gekommen, aber er war zu Fuss da. Wir plauderten noch eine Weile und machten uns dann auf den Rückweg. Am Bootshaus war es kühl und ungemütlich, es brannte auch kein Feuer. Die Sommesaison scheint wirklich zu Ende zu sein. 🙁

Flussauf – Flussab mit Herbstlaub

Gestern auf der Blau hatten Axel und ich vereinbart, heute auf den Neckar zum Poling zu gehen. Wir hatten schon länger geplant, von der alten Holzbrücke bei Neckarhausen nach Fischingen zu staken.

Eckhard, der beim neulich von Axel angebotenen Polingtraining, keine Zeit hatte, war auch mit von der Partie. Anita und Klemens waren etwas frustriert, da ihnen alle potentiellen Mitpaddler für etwas wilderes abhanden gekommen waren. Axel schlug ihnen vor, von Sulz aus Neckar abwärts zu paddeln und dann von uns zurück zu ihrem Auto gebracht zu werden. So zusagen eine Sternfahrt. So trafen wir uns kurz vor zwei an der Brücke. Eckhard hatte gerade abgeladen und Klemens und Anita waren bereits nach Sulz gefahren. Wir zogen uns um und machten uns auf den Weg. Axel, Eckhard und ich auf dem Fluss, Ruth und Røskwa zu einem Spaziergang.  „Flussauf – Flussab mit Herbstlaub“ weiterlesen

Novemberblau

Heute sind wir auf der Blau gepaddelt. Andrea hatte die Tour vorgeschlagen und organisiert. Wie sie das mit dem Wetter hinbekommen hat, weiß ich nicht, ich bin jeden Falls den ganzen Tag im T-Shirt gefahren. Wir waren in neun Booten unterwegs. Drei Tandem Kanadier, zwei Solo Kanadier und vier Kajakfahrer. OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch hatte Sabine und Charly meinen Prospector geliehen und die beiden, wie schon vor 14 Tagen, im Auto mitgenommen. Ich selbst hatte das kleine Holzboot dabei. Vor dem Start sind wir in Blaubeuren zum Blautopf gelaufen und haben und haben die enorme Quelle und vor allem die Farbe des Wassers bestaunt. Danach sind wir zur Einsatzstelle, ein paar hundert Meter unterhalb  der Quelle, gefahren, haben die Boote abgeladen und sind dann, die Mit- und Beifahrer zurücklassend zur Aussetztstelle gefahren. „Novemberblau“ weiterlesen

Misslungenes Filmprojekt

Heute Spätnachmittag bin ich, als die Sonne sich kurz noch mal blicken ließ zum Bootshaus geradelt. Ich wollte das mit dem Filmen beim Poling noch mal probieren. Ich nahm diesmal das große Boot. Zum einen, weil sich damit besser staken lässt und zum anderen, weil die Kamera dort weiter von mir entfernt ist und ich mir nicht wie im letzten Video den Kopf abschneide. Ich stakte hinauf zum Blockwurf, montierte die Kamera und legte los. Die Rampe stakend zu überwinden, war mir wie gewöhnlich nicht möglich. Ich stocherte ein wenig im untern Drittel herum und beschloss dann zu umtragen und zum oberen Blockwurf zu fahren. „Misslungenes Filmprojekt“ weiterlesen

Abendliche Polingsession

Heute bin ich kurz bevor die Sonne hinterm Spitzberg verschwunden ist, mit dem Rad zum Bootshaus gefahren. Als ich dann aufs Wasser kam, war sie gerade weg. Ich machte noch schnell ein Foto und fuhr dann hinauf zum Blockwurf. 28.10.2014Ich hatte das kleine Boot genommen und die Polingstange eingepackt. Und ich hatte auch das kleine Klemmstativ und den Foto zum Filmen dabei. Unterhalb der kleinen Stufe montierte ich die Kamera dann am Heck des Bootes und machte meine üblichen kleinen Übungen. Ich war die letzte Zeit mehr mit dem Prospektor und zuletzt mit dem Guide beim Poling gewesen und das Boot fühlte sich sehr gewöhnungsbedürftig an. Es ist ja eh nur bedingt fürs Staken geeingnet, aber man gewöhnt sich dran. Einmal verklemmte sich die Stange zwischen Boot und einem Stein, flussab, was mich kurz in die Bredouille brachte. Ist aber nix passiert. Gekleidet war ich mal wieder nicht fürs Nasswerden und auch die restliche Ausrüstung war lückenhaft.
Entstanden ist ein kleines Filmchen was ich zusammengeschnitten und mit Musik versehen habe.

Poling-28-10-2014 from Matthias Zürcher on Vimeo.

Auf dem Rückweg ließ ich die Kamera noch bis zum Kraftwerkskanal weiterlaufen. Dann sputete ich mich zurück zu kommen, die Jeans war dich ein wenig nass geworden. Am Bootshaus machten sich gerade ein paar Kanu-Polospieler fürs Training bereit. Ob sie, bis sie auf Wasser kamen, noch was gesehen haben weiß ich nicht. 🙂

Donaufahrt 1989

Motiviert durch den Bericht von Christoph, der in diesem Jahr die gesamte Strecke der TID gepaddelt ist und ein paar aktuellen, eigenen Befahrungen der Donau, habe ich mir meinen Bericht von 1989 noch ein mal vorgenommen.
Ich habe die ein oder andere Ergänzung gemacht, ohne den ursprünglichen Text stark zu verändern.

Entstanden war die Idee mit der Donaubefahrung während einer Paddeltour auf dem Rhein, von Konstanz nach Schaffhausen, im Sommer 1988. Helmut Mende ein konstanzer Kanu-Club-Urgestein erzählte mir von der TID. Der Tour International Danubien. Damals gab es ja noch kein Internet und deshalb besorgte ich mir die Unterlagen per Post, las im Kanu-Sport und unterhielt mich mit anderen Paddlern, die die Fahrt schon mitgemacht hatten. Es galt diverse Visa zu beantragen und ich beschäftigte mich schon geraume Zeit vor Beginn der Reise mit „Probepacken“. Da ich in diesem Jahr meinen Zivildienst beendet hatte, hatte ich Zeit und daher beschlossen die Fahrt nicht am offiziellen Startort Ingolstadt zu beginnen, sondern schon ein paar Tage früher und alleine aufzubrechen.

Dieser Reisebericht entstand in den Monaten nach der Fahrt, also vor 25 Jahren. Er wurde von mir im Eigenverlag als kleines Büchlein veröffentlicht.  Das Büchlein ist schon seit langem vergriffen.
Es kommen darin einige Staaten und Währungen vor, die es nicht mehr gibt. Auch einige Personen die erwähnt werden leben nicht mehr.

9. Juni 1989, Laiz, Binzwangen

Vor der Abfahrt in Laiz

Endlich war es soweit. Morgens um 9 Uhr holte mich Heinz ab. Er hatte sich bereit erklärt, mich zum Start meiner Donaufahrt zu bringen. Mein gesamtes Gepäck hatte im Kofferraum seines Autos Platz gefunden. Das Faltboot wurde aufs Dach geladen und ab ging die Post. Zuerst fuhren wir nach Beuron, denn ich wollte versuchen so nah wie möglich dem Ursprung der Donau zu starten. Etwa einen Monat zuvor hatten wir eine Vereinsausfahrt von Beuron bis Laiz gemacht. Doch der Wasserstand machte das Einsetzen dort unmöglich. „Donaufahrt 1989“ weiterlesen

Noch mehr Indian Summer

Letzten Sonntag hatte Rolf den Vorschlag gemacht auf die Donau zu gehen. Ausnahmsweise mal nicht nach Binzwangen zu unserer Spiel- und Übungsstelle, sondern eine Wanderfahrt von Riedlingen nach Rechtenstein. Mir kam das sehr entgegen, nach der Dachdeckaktion beim Bootshaus der Paddelfreunde, stand mir der Sinn nicht nach großer Anstrengung. Um 9.30 Uhr trafen sich alle, die mit wollten am Bootshaus. „Noch mehr Indian Summer“ weiterlesen

Ein wenig wie Indian Summer

Als wir uns gestern am Bootshaus verabschiedet haben (wir sanieren dort gerade das Dach), wurde ein Treffen um 10.00 Uhr am heutigen Sonntag verabredet. Ich sagte meine Teilnahme ab, da ich nachmittags Lorenz von einem SMV Wochenende auf der Alb abholen sollte. Als ich nach Hause kam und rumjammerte, dass ich nicht zum Paddeln mitkönnte sagte meine liebe Frau, geh du nur paddeln, ich hole den Bube. Ich organisierte mir dann natürlich gleich ein Mitfahrgelegenheit bei Axel. Erst hatte ich vor, mit dem Holzboot zu fahren, es lagert momentan im Bootshaus. Mit Axel hatte ich vereinbart, dass ich um 20 vor zehn zu ihm kommen würde. Morgens entschied ich mich dann aber um und wollte doch lieber den Prospector fahren, weil es noch nicht ganz klar war welche Strecke auf welchem Gewässer OLYMPUS DIGITAL CAMERAüberhaupt gepaddelt werden sollte. Da ich den Prospector in der Garage hängen hatte habe ich ihn mir kurzer Hand auf die Schultern geladen und mich auf den Weg zu Axel gemacht. Das sind ungefähr 500 Meter, an der Stuttgarter Straße schaltete die Fußgängerampel gerade auf rot als ich dort ankam. Ich lehnte das Boot gegen die Ampel um meine Schultern, auf denen auch noch mein Rucksack mit den Klamotten hing, zu entlasten. Axel „Ein wenig wie Indian Summer“ weiterlesen

Feiertags-Training

Offiziell war am heutigen Feiertag kein Training. Aber Axel hatte per Mail zu einem speziellen Feiertagstraining eingeladen. Es bestand darin, vom Bootshaus aus Neckar abwärts in die Stadt zu paddeln um dort einen Biergarten aufzusuchen. Wir trafen uns um fünf am Bootshaus. Ich war den ganzen Tag zu Hause geblieben, da mich Halsschmerzen plagten. Aber am Nachmittag war es angenehm warm und ich wollte mich auf jeden Fall etwas bewegen. Wir waren eine ganz stattliche Anzahl von Trainingswilligen. Vier Tandemkanadier, einer davon mit vier Personen, ein Solokanadier und ein Kajakfahrer. Wir entschieden uns für die Lokalität bei der Steinlachmündung, rückten dort Tische und Stühle zurecht und gaben unsere Bestellung auf.

Wir verbrachten dort rund anderthalb Stunden. Als es langsam kühl wurde, machten wir uns auf den Rückweg. Ich aber erst, nach dem ich noch kurz die Steinlach hinauf bis zur zweiten Brücke gestakt hatte. Ich fuhr dann hinter den anderen her, quatschte noch kurz mit Jolanda, die zusammen mit Jonas auf der Mauer oberhalb der Neckarbrücke saß und Pizza aß und sputete mich noch vor Anbruch der Dunkelheit am Bootshaus zu sein. Das letzte Stück von der großen Straßenbrücke bis zum Bootshaus fuhr ich mit der Polingstange und konnte so meinen Rückstand auf die Anderen wieder wettmachen. Axel hat ein etwas unscharfes aber ziemlich cooles Foto von mir gemacht. Sein Bericht und noch mehr Bilder wie immer auf seinem Paddelblog.k-P1060808x

Kurze Feierabendrunde hinauf zum Blockwurf. Der niedrige Pegel lässt die untere Stufe wieder deutlicher werden. Hier zwei Bilder zum Vergleich. Das Erste ist beim Sicherheitstreffen aufgenommen, das Zweite ist von heute Abend. Ich habe etwas Poling betrieben, danach noch ein paar Kehrwasserübungen beim Kanal gefahren. Ein lauer Spätsommerabend mit erstaunlich wenig Leuten auf dem Wasser.OLYMPUS DIGITAL CAMERA