Tübinger Anpaddeln mit Keksen und Eis

Heute bin ich dem Bodenseehochnebel, der sich seit ein paar Tagen festgesetzt hat, entflohen und habe einen Ausflug nach Tübingen gemacht. Anlass war das alljährlich stattfindende Kaffeekränzchen an der Steinlachmündung, bei dem die übrig gebliebenen Weihnachtskekse vertilgst werden. Als Uhrzeit für den Treffpunkt war 13.30 angesetzt. Ich war schon etwas zeitiger da und nutzte das schöne Wetter um zuerst hinauf zum Blockwurf zu staken. Zwar hätte sich die Autofahrt auch ohne diese Zugabe gelohnt, aber ich wollte mich dort mal wieder sehen lassen. Als ich wieder zurück an den Anleger der Paddelfreunde kam, wurde gerade eingebootet. Ich wurde aufs herzlichste begrüßt und war auch ein Bisschen gerührt wie man sich über meine Anwesenheit freute. 🙂 Auf dem Weg hinunter zur Neckarinsel kamen wir immer wieder an dünnen Eischollen die sich dort am Ufer gebildet hatten vorbei. Als wir jedoch unter der Neckarbrücke 20170101_140057durch waren, sahen wir uns einer ziemlich geschlossene Eisdecke über den gesamten Fluss gegenüber. Axel peilte erst gar nicht die Steinlachmündung an, sondern blieb auf der sonnigen Seite des Neckars und so kämpften wir uns durch bis zu einer der Stellen, wo im Sommer immer die zahlreichen Stocherkähne liegen. Ich weiß ja schon, dass mein Boot auch als Eisbrecher einsetzbar ist, aber die letzten Meter hatten es besonders in sich. Aber es war ein großer Spaß und zahlreiche Spaziergänger waren sprachlos ob unserer Hartnäckigkeit. img_1644Als dann alle an Land waren wurde Kaffee gekocht und ich buk mir, in Ermangelung von Keksen (ich hatte alle brav schon vor Weihnachten aufgegessen) einen dicken Pfannkuchen, den ich mir dann mit Lorenz teilte. Er war nicht mit gepaddelt, aber er kam mit dem Rad. Es wurde ausgelassen geplaudert, gegessen und getrunken, Kaffee (Danke an Axel) und auch ein leckeres Likörchen (Danke an Andrea) wurden dargeboten. Als die Sonne zu sinken begann und es etwas kühler wurde beendeten wir unser sehr gemütliches Kaffeekränzchen. Auf dem Rückweg habe ich dann Verstärkung bekommen, Thomas, der auf dem Hinweg bei Axel und Ruth mitgepaddelt war 20170101_151841setzte sich zu mir ins Boot und legte so ordentlich los, dass wir bald alle ein und überholt hatten. Ob der Platz auf der sonnigen Seite des Neckars nur wegen der starken Eisbildung angelaufen wurde weiß ich nicht, ich finde ihn für einen solchen Anlass aber sehr viel geeigneter als den bisher immer angelaufenen Platz an der Steinlachmündung. Aber egal wo es im nächsten Jahr hingeht, ich sehe zu, dass ich wieder dabei bin. Aber bis dahin gibt es hoffentlich noch öfter die Gelegenheit mit den Paddelfreunden unterwegs zu sein, das Programm jedenfalls hat einiges zu bieten.

Das Durchbrechen der Eisschicht hat übrigens nicht die geringsten Spuren am Boot hinterlassen. 🙂 Canvas kann was!

Poling-Wochenende

Wie schon im letzten Jahr hatten wir uns für ein kleines Treffen der Polingfreunde verabredet.
Diesmal sollte das Treffen in der Schweiz, genauer an der Thur stattfinden. Ein Zeltplatz war schnell gefunden, der Campingplatz-Gütighausen. Eine ganz hervorragende Adresse für eine solche Unternehmung. Bisher schloss dieser Platz immer Ende September, doch ab diesem Jahr ist er bis Ende Oktober offen. Den Platz kenne ich schon sehr lange, bin aber die letzten Jahre nur immer daran vorbei gepaddelt. Den Fluss, die Thur, kenne ich natürlich auch schon lange, hat dort ausreichend, aber nicht zu viel Gefälle und schöne Kiesbankschwälle, vor Allem bei einem so niedrigen Wasserstand wie in diesem Jahr. Das Interesse war, sagen wir mal überschaubar, ich hatte aber auch keine Werbung gemacht, sondern nur die eingeladen, die auch im letzten Jahr am Neckar dabei waren. Und wie das dann halt so ist, kommt dem einen oder anderen was dazwischen, oder es gibt andere Angebote.

Uns fünf Teilnehmern, Sabine, Charly, Marion, Paul und mir hat das Wochenende jedenfalls gefallen. Und wir waren sicher nicht das letzte mal an diesem Platz. Ich hatte nach langer Zeit mal wieder den Guide dabei, den ich erst am Wochenende zuvor aus Potsdam geholt hatte. Eine neue Haut hat er letztlich nicht bekommen, André meinte die Alte sei noch zu gut. Er hat die Haut überholt und das Boot hat einen neuen Schellackboden bekommen. Neben fleissigem Poling und Kehrwasserübungen kam natürlich auch das Ofenheizen und das Kochen am Lagerfeuer nicht zu kurz und geratscht wurde natürlich auch ausgiebig. Und obwohl das Treffen so klein war, hatten wir eine Novizin dabei, Marion versuchte sich zum ersten Mal im Poling und machte dabei eine gute Figur. Leider gibt es davon kein Foto.
Einen so niedrigen Pegel hatte ich bei der Thur noch nie gesehen, aber für unsere Aktivitäten war er gerade noch ausreichend. Auf manchen Kiesbankschwällen kam es zu leichten Bodenberührungen aber mit etwas Geduld und Geschick kam man überall hinauf und hinunter. Einzig die Stufe oberhalb des Campingplatzes haben wir beim Flussauffahren überhoben. Am zweiten Tag sind Paul, Charly und Sabine, diese sogar stehend, auch wieder hinunter gefahren.

Wochenende in Tübingen

OLYMPUS DIGITAL CAMERADieses Wochenende stand mein erster Besuch seit meinem Wegzug aus Tübingen an. Zwar ist in der Ferienzeit kein Freitagstraining, aber trotzdem kamen einigen Paddelfreunde zum Bootshaus. Nach einem Kaffeekränzchen machte ich mich zusammen mit Sabine auf den Weg hinauf zum Blockwurf um ein Bisschen Poling zu betreiben. Der Pegel war günstig und ich wagte wieder einmal den Versuch den unteren Blockwurf hinauf zu staken. Fast wäre es mir gelungen. Fast. OLYMPUS DIGITAL CAMERAEigentlich war ich schon ganz oben, da habe ich mich auf der letzten Bootslänge verfahren und beim Versuch wieder auf die richtige Route zu gelangen, geriet ich quer vor einen Stein und – fiel aus dem Boot. Gut dass ich den Neopren dabei hatte. Er lag sicher im Auto und blieb trocken. Im Gegensatz zu meiner Jeans. Es gibt von dieser Aktion auch Bilder, auf diese habe ich aber momentan keinen Zugriff, aber ich reiche sie bei Gelegenheit nach. Als wir wieder am IMG_0782Bootshaus und ich wieder trocken war, kamen die Kinder vorbei und es wurde gegrillt. Der Samstag verlief ohne Paddelereignisse. Heute, Sonntag Früh kam dann Jolanda mit auf eine Neckarinselrunde. Wir fuhren hinunter bis zum Stadtwehr, auf dessen Kante ein Kühlschrank hing. Wir mutmaßten, dass er bei einer der zahlreichen Veranstaltungen der letzten Tage und Wochen, wohl in den Neckar gekippt worden sein OLYMPUS DIGITAL CAMERAmusste. Wir konnten nichts weiter ausrichten, denn hinter dem Kühlschrank ging es 4 Meter senkrecht nach unten. Wir beschlossen zurück zu paddeln und zu überlegen, wen wir wohl am besten informieren sollten. Auf dem Hinweg waren wir den linken Neckararm gepaddelt, auf dem Rückweg wählten wir den Rechten. Kurz hinter der Neckarbrücke hing in den Ästen einer Trauerweide der nächste OLYMPUS DIGITAL CAMERAKühlschrank. Er war etwa vom Ufer entfernt und wir bugsierten ihn etwas näher ans Land, dass er von dort vielleicht etwas besser zu bergen sei. Keine zweihundert Meter oberhalb hing dann der dritte und auf unserer kurzen Tour der letzte Kühlschrank. Es war mit Bierwerbung versehen, aber es war kein Bier mehr drin. OLYMPUS DIGITAL CAMERAAber nur weil Kühlschränke keinen Alkohol mehr enthalten muss man sie ja noch lange nicht in den Fluss werfen. Zurück am Bootshaus trafen wir zufällig auf Norbert, der Umweltbeauftragter der Paddelfreunde ist. Ich erzählte ihm von unseren Begegnungen mit den Küchengeräten und er erklärte sich bereit die entsprechenden Stellen beim Regierungspräsidium, denn das ist für den Neckar zuständig, zu informieren.

Ruhiger Samstagnachmittag

L1110265Auch heute zog es uns auf den Neckar, hinauf in Richtung der Blockwurfschwälle. Jedoch ohne viel Trappergedöns.
Wir hatten uns auf 12 Uhr verabredet, Ruth, Axel, Sabine und ich. Die Stimmung war nicht so ausgelassen wie sonst, die Ereignisse in Paris, der vergangenen Nacht machen wohl heute jeden nachdenklich.
Axel hatte sich in voller Montur ausgerüstet, er wollte den neuen Explorer, der als ausgezeichnetes Poling-Kanu bekannt ist, testen. Ruth machte sich in entgegengesetzter Richtung auf den Weg, sie wollte zunächst eine Runde um die Neckarinsel drehen. Sie würde dann später zu uns stoßen. „Ruhiger Samstagnachmittag“ weiterlesen

Lokale Trappertour

L1110138Nachdem wir gestern bei strahlendem Sonnenschein die Bootshausputzete absolviert hatten, hatten wir uns für heute, späten Vormittag verabredet. Wir hatten eine kleine Neckarpaddelei mit ordentlich „Trappergedöns“, hinauf zum oberen Blockwurf im Sinn. Ähnlich wie letzten Samstag. So machten wir uns kurz nach elf zu acht auf den Weg. Røskwa, Ruth und Axel im Teamcanadier, Charly und Sabine im Tandem, Rolf, Roland und ich in Solobooten. Wir umtrugen den unteren Blockwurf, aber die kleine Schnelle darunter, die es beim momentanen Pegel ganz schön in sich hat, wurde schon eifrig bestakt.

Wie wir gestern schon bemerkt hatten, wurden die Ufer freigeschnitten, nicht nur ein Bisschen, so wie wir das an den Umtragestellen gemacht hatten, sondern richtig heftig mit schwerem Gerät. Wir erkannten sogar spuren von Baggern oder sonstigem Gerät, mit dem die Uferböschung und so wie es aussah, auch der Fluss selbst befahren worden war. Warum der Bewuchs so radikal entfernt werden muss, ist uns nicht so recht klar, bei Gelegenheit werden wir Wolfgang befragen, der kennt sich ja mit so etwas aus. Um zu unserer Kiesbank vom letzten Sonntag zu gelangen galt es ebenfalls die kleine Stufe unterhalb des großen Blockwurfs zu überwinden. Dies wurde von verschiedenen Personen mit unterschiedlichen Techniken versucht, mehr oder weniger erfolgreich. Als sich dann alle auf der Kiesbank versammelt waren, Rolf hatte auf der gegenüberliegenden Flussbett noch trockenes Brennholz gesammelt, wurden die diversen Kochgeräte angeheizt. Plötzlich einkehrende Stille, zeugte dann bald davon, dass jeder mit Kauen beschäftigt war. 🙂 Nach dem Essen wurden dann noch Polingübungen angestellt. Roland stellte sich zum ersten mal in seinen Kanadier, es wird wohl nicht das letzte mal gewesen sein.

Als es dann langsam etwas kühler wurde, schliesslich haben wir ja November, packten wir unseren Kram zusammen und machten uns auf den Rückweg. Den unteren Blockwurf brauchten wir nicht zu umtragen, der momentane Wasserstand macht eine Befahrung, wenn auch mit gelegentlichem leichten Steinkontakt, möglich.L1110220

Sonniger Nachmittag

Eigentlich sah es heute gar nicht nach Paddeln aus. Vormittags war es wolkig und ich hatte einiges zu erledigen. Irgendwann kam dann eine Whatsapp von Sabine und Charly, die immer noch auf der Suche nach Paddeljacken und Hosen waren. Sie waren auf dem Weg nach Oferdingen zum Kanu-Witt und wollten sich auf dem Rückweg mit mir treffen um noch mal eine Hose von mir zum Probieren auszuleihen. Ich sagte es wäre doch vielleicht eine günstige Gelegenheit eine Runde zu paddeln, „Sonniger Nachmittag“ weiterlesen

Gruppen-Poling

Wie letzten November verabredet, trafen wir uns am gestrigen Sonntag um etwas Poling zu betreiben. Es waren nicht nur die „Locals“ vertreten, sondern es hatten sich auch alte und neue Bekannte auf den Weg gemacht. Für Internationalität sorgten Theo und Paul aus der Schweiz. 12115582_1078419912191056_3398003453508786170_nSie waren schon am Vortag angereist und nutzen den recht sonnigen Samstag, um zusammen mit Thomas, den Neckar von Sulz nach Horb zu paddeln und sich dann schon etwas vorzubereiten. Axel, der den Samstag Vormittag auf dem Motorrad verbrachte, erwischte sie beim Üben und machte natürlich gleich Meldung. 🙂  Axel, Ruth (die sich Bereit erklärt hatte das Lager zu hüten), Rolf und ich trafen uns dann am Sonntag um 9.00 Uhr am Bootshaus, luden allerhand Boote und Gestänge auf Axels Anhänger und machten uns auf den Weg zur Pfahljochbrücke bei Neckarhausen.  „Gruppen-Poling“ weiterlesen

Langes Wochenende an der Bregenzer Ache

Im Laufe des vergangenen Donnerstag Vormittags machte ich mich mit Lorenz auf den Weg nach Doren im Bregenzer Wald. Den Ablass der Bregenzer Ache, wie immer an Fronleichnam, wollten wir nicht mitmachen, so hatten wir keinen Zeitdruck. Wir trafen so gegen 14.00 Uhr ein, richteten uns häuslich ein und machten uns rund zwei Stunden später auf die erste der drei Abfahrten nach Kennelbach. Es war recht warm, die Sonne ging erst spät unter und so viel es gar nicht auf, dass wir erst gegen 20.00 Uhr wieder zurück am Campingplatz waren. Eine Beschreibung unserer Aktivitäten spare ich mir, denn Axel hat schon über alle drei Tage, an denen wir gepaddelt sind berichtet und auch auf der Seite der Paddelfreunde findet sich ein Bericht der Jugendgruppe, der sich Lorenz für einen Tag angeschlossen hatte.

Ich hatte drei Boote mit dabei, meinen neuen alten XL 11, der mir sehr viel Spass machte, Axels ME, den ich am dritten Tag im Tandem mit Lorenz und da der an diesem Tag öfter ausstieg und den Fluss schwimmend bewältigte, auch solo paddelte. Und meinen „Stocherkahn“, den Prospector hatte ich auch mit dabei, der kam aber nur am Abend des zweiten Tages für eine kurze Poling-Aktion vor der Haustüre zum Einsatz.

Wir sind nicht nur gepaddelt und gepolt, sondern sind auch geschwommen, haben Rettungsübungen mit Wurfsack und angeseiltem Schwimmer absolviert. Lorenz hat mit Axels Skeeter und der eingebauten Lenzpumpe mache Leute zum Lachen gebracht, einige hat er auch verärgert. Zum Beispiel die am Ufer Grillenden, denen er versuchte das Feuer zu löschen. Ausserdem hat er noch einen Fussgänger, der in einer Gruppe, an einer seichten Stelle den Fluss queren wollte, über den Haufen gefahren. Er hat gesagt es sei keine Absicht gewesen. Wer´s glaubt .. Ach ja, mutig von Felsen sind wir auch gesprungen.

Der Donnerstag noch sehr überfüllte Zeltplatz leerte sich dann am Samstag Abend, auch die Tübinger Gruppe reduzierte sich etwas. Wir blieben noch, bauten dann in Windeseile, das vorsorglich schon eingepackte Tarp wieder auf und saßen dort in lustiger Runde während des Gewitters. Am Sonntag Morgen schien wieder die Sonne, wir verpackten nach einem ausgedehnten Frühstück unseren Krempel, luden die Boote auf und machten uns auf den Weg nach Hause.

Mohnkuchen im Mohnbachtal

OLYMPUS DIGITAL CAMERANach dem ich ja gestern in trauter Zweisamkeit mit Leonhard auf dem weiten Untersee unterwegs war, stand heute als Kontrast die Nagold auf dem Programm. Wir waren vierzehn Paddelfreunde aus Tübingen, es waren sechs Kajakfahrer, drei Tandem- und zwei Solokanadier unterwegs. Im Tal der Nagold war es kühl und es ging ein lausiger Wind. Der Pegel war nicht üppig aber spritzig. Unsere Strecke von Ernstmühl bis Monbachtal erforderte keine Umtragungen und bot den einen oder anderen Schwall, „Mohnkuchen im Mohnbachtal“ weiterlesen

Neuer Lesestoff

Da für heute um 11 Uhr die Mitgliederversammlung der Paddelfreunde anberaumt war und ich davor noch auf Wasser wollte, machte ich mich schon um kurz nach 9.00 Uhr auf den Weg zum Bootshaus. Es war zwar kühl, aber die Sonne schien und bereitete mir gute Laune. Am Bootshaus traf ich auf Axel, der schon Ausrüstungsgegenstände, die er, am später stattfindenden Paddelflohmarkt anbieten wollte auf Gelände schaffte. Ich hielt mich nicht lange auf, und paddelte hinauf zum Blockwurf und machte dort ein paar Polingübungen im Auslauf. „Neuer Lesestoff“ weiterlesen

Trainingsrückstand

Mittlerweile geht es mir gesundheitlich wieder sehr viel besser und ich versuche zu meinem wöchentlichen Rhythmus zurück zu finden um meinen Trainingsrückstand irgendwie wettzumachen. Der gestrige Regen hatte den Pegel des Neckar ansteigen lassen und das Wasser war ziemlich trübe. Heute schien dafür die Sonne und OLYMPUS DIGITAL CAMERAich machte mich auf den Weg hinauf zum Blockwurf. Ich hatte die Kamera am Boot montiert und so gibt es wieder mal einen langweiligen Film. Immerhin schaffte ich es bis zum oberen Blockwurf, machte eine kleine Polingübung, eine wilde Abfahrt, die eigentlich gar nicht so wild war und fuhr ein paar Kehrwassermanöver. Zurück am Bootshaus half ich dann noch Klemens, Ruth und Axel die sich um das Brennholz der Paddelfreunde für die Grillsaison 2016 verdient machten. Nach eineinhalb Stunden Holzspalten und auflesen bekam ich jedoch lange Arme und ich verdrückte mich mit der Ausrede, dass ich ja so lange krank gewesen bin. 🙂 Edit: Das frisch gesägte, gespaltene und schön aufgestapelte Holz ist erst für die Grillsaison 2017 gedacht. Das habe ich gerade auf Axels  Paddelblog erfahren.


Rekonvaleszenz

Meine Winterpause wurde nun doch erheblich länger, als ich ursprünglich dachte. Ende Januar war ich über das Wochenende an der Sportschule in Albstadt, um meine Trainer-C Lizenz zu verlängern. Diese ist schon länger abgelaufen und ich muss die ein oder andere Weiterbildung machen. Nach diesem Wochenende, an dem ich geraume Zeit im Schwimmbad der Sportschule zubrachte, raffte mich die Grippe dahin und ich verbrachte eine Woche röchelnd auf dem Sofa. „Rekonvaleszenz“ weiterlesen

Letzter Eintrag – Letzte Fahrt 2014

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMich plagt ja seit einiger Zeit eine äusserst lästige Erkältung, die mich vom Paddeln die letzten Tage ferngehalten hatte. Aber heute wollte ich es dann doch noch ein mal wissen, in diesem Jahr. Ich hatte jedoch nicht vor eine lange Anfahrt in Kauf zu nehmen und die Pegel liessen es auch nicht zu auf wilderes Wasser zu gehen. Daher hatte ich den Vorschlag gemacht, vom Bootshaus aus Neckar aufwärts zu paddeln, die Hindernisse wie unterer Blockwurf, oberer Blockwurf und das Hirschauer Wehr zu umtragen und soweit zu paddeln, wie wir Lust hatten.
So trafen wir uns zu zehnt gegen 13.00 Uhr am Bootshaus. Eckes hatte für jeden ein kleines Geschenk mitgebracht. Ein Bündel Kienspäne zum Feuermachen. Super! Vielen Dank noch mal!
Ich hatte die k-P1080865Polingstange dabei und war dadurch bei den seichten Stellen leicht im Vorteil, aber auch etwas wackelig auf den Beinen, da ich das kleine Holzboot gewählt hatte, was ja ziemlich rund ist. Beim oberen Blockwurf drehte ein Teil unserer Gruppe um, um am Bootshaus ein wärmendes Feuer vorzubereiten. Wir anderen überwanden den Blockwurf und das Wehr in einem, in dem wir unsere Boote über den verschneiten Radweg die gut 500 Meter hinter uns herzogen. Eckhard rettete noch ein Blesshuhn aus einer misslichen Lage. Es hatte sich mit dem Hals in einem Ast knapp über der Wasseroberfläche verfangen und wurde von der Strömung immer wieder unter Wasser gedrückt. Es bedankte sich für die selbstlose Rettung, in dem es im auf die Hand kackte und ihn biss. Na ja, es wird es nicht so böse gemeint haben. Auf dem seeartigen Stück oberhalb des Wehres fuhren wir noch bis zum Bühler Bach, unterhielten uns und beobachteten Eisvögel. Auf dem Rückweg überwanden wir unsere Hindernisse auf die gleiche Art wie auf dem Hinweg und als wir am Bootshaus ankamen brannte dort schon ein herrlich wärmendes Sylvesterfeuer. k-P1080892So dass war es jetzt für 2014. Allen die hier lesen einen Guten Rutsch!
Moment, einen hab ich noch:
Auch hier zum letzten mal in diesem Jahr der Link zu Axels Paddelblog, wo diese Fahrt auch schon dokumentiert ist.

Schon wieder 23. Dezember

Heute Vormittag habe mich mit Axel zu einer kleinen vorweihnachtlichen Paddelei getroffen.
Seit meinem letzten Eintrag vor über einer Woche, war ich nicht mehr auf dem Wasser gewesen. Das lag nicht am vorweihnachtlichen Stress, sondern viel mehr an einer fetten Erkältung. Nun, wir fuhren hinauf zum Blockwurf, machten dort ein paar Polingübungen und fotografierten uns wie üblich gegenseitig. Ich benötigte noch unbedingt ein Foto für meinen kleinen Jahresrückblick, der mit dem Blockwurf zu tun hat. Dann, auf dem Rückweg beim Kraftwerkskanal absolvierten wir noch das ein oder andere Kehrwassermanöver. Der Angler der dort in der Nähe sein Glück versuchte, ertrug es mit Fassung, aber wir strapazierten seine Geduld auch nicht all zu lange.
Ja, schnell ging dieses Jahr zu Ende, während ich das hier schreibe habe ich mal nach gesehen, was ich denn am 23. Dezember vergangenen Jahres so gemacht habe. Das Gewässer war ein anderes, aber das Wetter war ziemlich das gleiche. Sonne und frühlingshafte Temperaturen. Von wegen weiße Weihnachten, ich denke daran muss man sich gewöhnen.

Polingübungen

OLYMPUS DIGITAL CAMERADa der Neckarpegel gestern, in der Stunde in der ich unterwegs war, um ca 10 cm gesunken war, dachte ich mir heute Vormittag müsste er soweit gefallen sein, dass ich mal wieder versuchen könnte die raue Rampe hinauf zu staken. Das erzählte ich auch Axel, der gerade von einer Runde um die Neckarinsel zurück kam, als ich aufbrach. Er hatte keine Zeit mich zu begleiten und wünschte mir viel Erfolg. Als ich oben ankam, war mir gleich klar, dass ich das gar nicht erst zu versuchen brauchte. Der Pegel schien mir unverändert. Wahrscheinlich lief jetzt weniger Wasser durch das Kraftwerk, so dass sich der insgesamt niedrigere Pegel hier nicht bemerkbar machte. „Polingübungen“ weiterlesen

Freitags(hochwasser)training

OLYMPUS DIGITAL CAMERADer Regen hatte dem Neckar einen erhöhten Pegel beschert. Mich scherte es wenig, ich wollte etwas Poling betreiben. Da es mittlerweile relativ zeitig dunkelt, machte ich mich um viertel vor vier schon auf den Weg zum Bootshaus. Obwohl eigentlich kein Training mehr ist waren relativ viele Trainingswillige da und machten sich fertig um aufs Wasser zu gehen. Die Kanadierfraktion war schwach vertreten, ausser Rolf und mir war sonst nur noch ein weiterer Kanadier auf dem Wasser. Rolf war schon voraus gefahren und kam mir bereits entgegen als ich noch auf dem Weg zum Blockwurf war. Es herrsche dort kräftige Strömung, er hätte dort nicht zu verrichten, so wie er gekleidet sei. Er wolle noch eine Runde um die Neckarinsel drehen. Ich stocherte weiter zum Blockwurf, sah ein, dass das mit dem Poling nicht so toll werden würde und fuhr ein paar Seilfähren. Dann zerrte ich mein Boot über die Steine den Blockwurf hinauf und begab mich auf eine kurze wilde Abfahrt.

Dann begab ich mich zurück zum Kraftwerkskanal, wo die Jugend am trainieren war. Rolf war dort hängen geblieben und schaute dem Treiben zu. René war auch noch gekommen, aber er war zu Fuss da. Wir plauderten noch eine Weile und machten uns dann auf den Rückweg. Am Bootshaus war es kühl und ungemütlich, es brannte auch kein Feuer. Die Sommesaison scheint wirklich zu Ende zu sein. 🙁

Flussauf – Flussab mit Herbstlaub

Gestern auf der Blau hatten Axel und ich vereinbart, heute auf den Neckar zum Poling zu gehen. Wir hatten schon länger geplant, von der alten Holzbrücke bei Neckarhausen nach Fischingen zu staken.

Eckhard, der beim neulich von Axel angebotenen Polingtraining, keine Zeit hatte, war auch mit von der Partie. Anita und Klemens waren etwas frustriert, da ihnen alle potentiellen Mitpaddler für etwas wilderes abhanden gekommen waren. Axel schlug ihnen vor, von Sulz aus Neckar abwärts zu paddeln und dann von uns zurück zu ihrem Auto gebracht zu werden. So zusagen eine Sternfahrt. So trafen wir uns kurz vor zwei an der Brücke. Eckhard hatte gerade abgeladen und Klemens und Anita waren bereits nach Sulz gefahren. Wir zogen uns um und machten uns auf den Weg. Axel, Eckhard und ich auf dem Fluss, Ruth und Røskwa zu einem Spaziergang.  „Flussauf – Flussab mit Herbstlaub“ weiterlesen

Misslungenes Filmprojekt

Heute Spätnachmittag bin ich, als die Sonne sich kurz noch mal blicken ließ zum Bootshaus geradelt. Ich wollte das mit dem Filmen beim Poling noch mal probieren. Ich nahm diesmal das große Boot. Zum einen, weil sich damit besser staken lässt und zum anderen, weil die Kamera dort weiter von mir entfernt ist und ich mir nicht wie im letzten Video den Kopf abschneide. Ich stakte hinauf zum Blockwurf, montierte die Kamera und legte los. Die Rampe stakend zu überwinden, war mir wie gewöhnlich nicht möglich. Ich stocherte ein wenig im untern Drittel herum und beschloss dann zu umtragen und zum oberen Blockwurf zu fahren. „Misslungenes Filmprojekt“ weiterlesen

Abendliche Polingsession

Heute bin ich kurz bevor die Sonne hinterm Spitzberg verschwunden ist, mit dem Rad zum Bootshaus gefahren. Als ich dann aufs Wasser kam, war sie gerade weg. Ich machte noch schnell ein Foto und fuhr dann hinauf zum Blockwurf. 28.10.2014Ich hatte das kleine Boot genommen und die Polingstange eingepackt. Und ich hatte auch das kleine Klemmstativ und den Foto zum Filmen dabei. Unterhalb der kleinen Stufe montierte ich die Kamera dann am Heck des Bootes und machte meine üblichen kleinen Übungen. Ich war die letzte Zeit mehr mit dem Prospektor und zuletzt mit dem Guide beim Poling gewesen und das Boot fühlte sich sehr gewöhnungsbedürftig an. Es ist ja eh nur bedingt fürs Staken geeingnet, aber man gewöhnt sich dran. Einmal verklemmte sich die Stange zwischen Boot und einem Stein, flussab, was mich kurz in die Bredouille brachte. Ist aber nix passiert. Gekleidet war ich mal wieder nicht fürs Nasswerden und auch die restliche Ausrüstung war lückenhaft.
Entstanden ist ein kleines Filmchen was ich zusammengeschnitten und mit Musik versehen habe.

Poling-28-10-2014 from Matthias Zürcher on Vimeo.

Auf dem Rückweg ließ ich die Kamera noch bis zum Kraftwerkskanal weiterlaufen. Dann sputete ich mich zurück zu kommen, die Jeans war dich ein wenig nass geworden. Am Bootshaus machten sich gerade ein paar Kanu-Polospieler fürs Training bereit. Ob sie, bis sie auf Wasser kamen, noch was gesehen haben weiß ich nicht. 🙂

Kleine Fahrt mit großem Boot

Was ich gestern nicht erwähnt hatte war, dass ich unser großes Boot September, mit nach Tübingen genommen habe. Heute früh habe ich ihn dann ans Bootshaus gebracht und den Juni mit nach Hause genommen. Was ich vergessen hatte, heute fand die große Stocherkahneinlagerei statt. Jeden Herbst werden die Stocherkähne aus dem Wasser genommen und auf einem Teil der Wiese, die zum Bootshausgelände gehört eingelagert.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAWas ich nicht nachvollziehen konnte war, dass scheinbar alle Helfer dieser Aktion mit dem Auto kamen und es nicht für möglich hielten auf einem Parkplatz zu parken. Die ganze Straße zum Bootshaus war zugeparkt. Ich mogelte mich durch und fuhr bis zum unteren Tor zum Gelände der Paddelfreunde und stand dort notgedrungen etwas im Weg rum bis ich das eine Boot ab und das andere aufgeladen hatte. Am späten Nachmittag, als ich vermutete dass der meiste Rummel vorüber sei, bin ich dann mit dem Rad zum Bootshaus gefahren. Ich lud mir mein Boot auf die Schultern und schleppte es zum Anleger. Ich weiß nicht woran es liegt, aber ich OLYMPUS DIGITAL CAMERAhabe den Eindruck das Boot wird von Jahr zu Jahr schwerer. Ich mag es trotzdem. Der Neckar war gut eingeschenkt und wie bei Hochwasser üblich braun. Zu erst paddelte ich Richtung Kraftwerkskanal. Als ich in den flachen Bereich auf der Linken Seite kam, legte ich das Paddel weg und nahm die Stange zur Hand. Nach der Einmündung des Kraftwerskanal wird es für ein Stück noch mal richtig tief, so dass ich mit der Stange kaum noch auf den Grund kam. Ich nutzte die Stange daher wie ein Doppelpaddel, was für kurze zu überbrückende Strecken erstaunlich gut funktioniert. Ich stakte hinauf bis zum Blockwurf.
Die untere Schwelle war ziemlich OLYMPUS DIGITAL CAMERAabgesoffen, es herrschte gute Strömung, war aber unproblematisch zu überwinden. Ich legte dann die Stange wieder zur Seite und machte ein paar J-Ferries. In meinem Riesen-Kahn machte das einen Heidenspass und da ich ja alleine war, konnte ich auch niemandem im Weg herumfahren. Ich versuchte während einer Querung Fotos zu machen. Ich hielt die Kamera in der Druckhand und ließ den Finger auf dem Auslöser. Besonders spannend sind die paar scharfen Bilder, die so entstanden sind nicht geworden. Das nächste mal muss ich mal wieder das kleine Stativ mitnehmen und filmen. Als ich genug hatte, begab ich mich zurück zum Kraftwerskkanal und fuhr dort noch ein paar Kehrwassermanöver. Dann ließ ich mich zum Anleger zurück treiben.