Ein wenig wie Indian Summer

Als wir uns gestern am Bootshaus verabschiedet haben (wir sanieren dort gerade das Dach), wurde ein Treffen um 10.00 Uhr am heutigen Sonntag verabredet. Ich sagte meine Teilnahme ab, da ich nachmittags Lorenz von einem SMV Wochenende auf der Alb abholen sollte. Als ich nach Hause kam und rumjammerte, dass ich nicht zum Paddeln mitkönnte sagte meine liebe Frau, geh du nur paddeln, ich hole den Bube. Ich organisierte mir dann natürlich gleich ein Mitfahrgelegenheit bei Axel. Erst hatte ich vor, mit dem Holzboot zu fahren, es lagert momentan im Bootshaus. Mit Axel hatte ich vereinbart, dass ich um 20 vor zehn zu ihm kommen würde. Morgens entschied ich mich dann aber um und wollte doch lieber den Prospector fahren, weil es noch nicht ganz klar war welche Strecke auf welchem Gewässer OLYMPUS DIGITAL CAMERAüberhaupt gepaddelt werden sollte. Da ich den Prospector in der Garage hängen hatte habe ich ihn mir kurzer Hand auf die Schultern geladen und mich auf den Weg zu Axel gemacht. Das sind ungefähr 500 Meter, an der Stuttgarter Straße schaltete die Fußgängerampel gerade auf rot als ich dort ankam. Ich lehnte das Boot gegen die Ampel um meine Schultern, auf denen auch noch mein Rucksack mit den Klamotten hing, zu entlasten. Axel „Ein wenig wie Indian Summer“ weiterlesen

Feiertags-Training

Offiziell war am heutigen Feiertag kein Training. Aber Axel hatte per Mail zu einem speziellen Feiertagstraining eingeladen. Es bestand darin, vom Bootshaus aus Neckar abwärts in die Stadt zu paddeln um dort einen Biergarten aufzusuchen. Wir trafen uns um fünf am Bootshaus. Ich war den ganzen Tag zu Hause geblieben, da mich Halsschmerzen plagten. Aber am Nachmittag war es angenehm warm und ich wollte mich auf jeden Fall etwas bewegen. Wir waren eine ganz stattliche Anzahl von Trainingswilligen. Vier Tandemkanadier, einer davon mit vier Personen, ein Solokanadier und ein Kajakfahrer. Wir entschieden uns für die Lokalität bei der Steinlachmündung, rückten dort Tische und Stühle zurecht und gaben unsere Bestellung auf.

Wir verbrachten dort rund anderthalb Stunden. Als es langsam kühl wurde, machten wir uns auf den Rückweg. Ich aber erst, nach dem ich noch kurz die Steinlach hinauf bis zur zweiten Brücke gestakt hatte. Ich fuhr dann hinter den anderen her, quatschte noch kurz mit Jolanda, die zusammen mit Jonas auf der Mauer oberhalb der Neckarbrücke saß und Pizza aß und sputete mich noch vor Anbruch der Dunkelheit am Bootshaus zu sein. Das letzte Stück von der großen Straßenbrücke bis zum Bootshaus fuhr ich mit der Polingstange und konnte so meinen Rückstand auf die Anderen wieder wettmachen. Axel hat ein etwas unscharfes aber ziemlich cooles Foto von mir gemacht. Sein Bericht und noch mehr Bilder wie immer auf seinem Paddelblog.k-P1060808x

Kurze Feierabendrunde hinauf zum Blockwurf. Der niedrige Pegel lässt die untere Stufe wieder deutlicher werden. Hier zwei Bilder zum Vergleich. Das Erste ist beim Sicherheitstreffen aufgenommen, das Zweite ist von heute Abend. Ich habe etwas Poling betrieben, danach noch ein paar Kehrwasserübungen beim Kanal gefahren. Ein lauer Spätsommerabend mit erstaunlich wenig Leuten auf dem Wasser.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Poling für Alle

P9260001Für das heutige Freitagstraining hatte Axel das Angebot gemacht, einen Einführungskurs fürs Canoe-Poling zu belegen. Das Angebot richtete sich an alle potentiellen Teilnehmer des Freitagstraining. Dass dieses Angebot nicht die Wahnsinnsresonanz haben würde hatte sich Axel sicher auch gedacht, aber dass gerade mal vier Interessenten kamen, fand ich auch enttäuschend. Einer der vier war Rolf, der nun alles andere als ein Poling-Einsteiger ist, der zweite war René und ich war auch mit von der Partie. Wir fuhren hinauf zum Blockwurf, vorbei am Kraftwerkskanal, aus dem heute wieder Wasser kam, am Samstag war das Kraftwerk noch abgestellt gewesen. Der Pegel im alten Neckarbett war dem entsprechend niedrig. René experimentierte mit Axels Prospector, den er als gewöhnungsbedürftig bezeichnete. Dafür kam er aber erstaunlich gut zurecht. Wir stocherten im Auslauf des Blockwurfs hin und her. Ich versuchte mich wieder mal darin den Blockwurf zu überwinden. Zuerst legte ich das Boot quer vor einen Stein rechts im Auslauf.

Der Wasserdruck war natürlich geringer und die Geschwindigkeit auch, allerdings kamen auch mehr Steine zum Vorschein. Der zweite Versuch war erfolgreicher. Ich kam relativ gut hinauf, blieb aber das eine oder andere mal an einem Stein hängen. Vor allem der dicke Brocken im oberen Drittel hatte es mir angetan. Ich fiel einmal rückwärts ins Boot, konnte mich aber schnell wieder aufrappeln und hinstellen. Ich kam bis unter die obere Kante des Blockwurfs. Dort fuhr ich mich am linken Ufer fest und bei dem Versuch wieder flott zu kommen wurde ich dann wieder den ganzen Blockwurf nach unten gespült.

Axel probierte auch den Blochkwurf zu meistern, so wie er es im Juni getan hatte, war aber nach einer Woche Krankheit noch nicht Fit genug. k-P1060730Wir saßen dann noch kurze Zeit auf den Steinen unterhalb des Blockwurfs und unterhielten uns, beschlossen dann aber zurück zum Bootshaus zu fahren. Ich tauschte mit René das Boot, er wollte auch meinen Prospector mal testen. Beim Kraftwerkskanal trafen wir auf eine Gruppe Kajaker, die dort Kehrwassertraining betrieben und kurz vor dem Anleger kam uns Wolfgang entgegen, der es nicht rechtzeitig geschafft hatte zum Training zu kommen. Er war der Vierte im Polingtraining, den hatte ich bis her noch unterschlagen. Ich bot ihm an noch mal mit ihm hinauf zu fahren und etwas Poling mit ihm zu üben. Oberhalb des Kraftwerkskanals angekommen, erläuterte ich Wolfgang die Grundtechniken des Polings und er setzte das einwandfrei um. Nach etwa einer halben Stunde hatten wir genug und wir machten uns auf den Weg zum Bootshaus, wo schon das Grillfeuer auf uns wartete.

Hier noch der Link zu Axels Bericht von heute Abend.

Eyach bis Bieringen

Der Regen die letzten beiden Tage hatte die Pegel in der näheren Umgebung ansteigen lassen. Zu Diskussion standen Fahrten auf der Steinlach oder der Erms. Wenn wir gleich morgens losgefahren wären hätte das auch gereicht. Allerdings stellte sich im Laufe des gestrigen Abends und heute morgen heraus, dass viele der potentiellen Mittpaddler keine oder erst Nachmittags OLYMPUS DIGITAL CAMERAZeit hatten. So wurde es wieder ein mal eine Fahrt auf dem Neckar. Ich holte Axel um 14.00 Uhr von zu Hause ab. Ich hatte das Holzboot schon auf dem Dach. Axel hatte die neue Vereinsviper zu Hause, da er noch daran gearbeitet hatte. Wir fuhren nach Bieringen, wo wir am Parkplatz mit Julia und Roland verabredet waren. „Eyach bis Bieringen“ weiterlesen

Standart-Abendprogramm

OLYMPUS DIGITAL CAMERADa es ab morgen Nachmittag regnen soll, habe ich mich heute um Fünf noch ein mal auf den Weg gemacht zum Bootshaus. Ich paddelte hinauf zum Kanal und wechselte dort das Werkzeug. Der Wasserstand im alten Neckarverlauf ist so niedrig, dass man ständig Grundberührung mit dem Paddel hat. Der Neckar hat sich auch etwas eingetrübt, so dass man die Steine, die dort liegen nicht, oder nur kaum sehen kann. Dann nehme ich lieber gleich die Polingstange. Ich hatte keinen Elan den Blockwurf zu umtragen und versuchte mich wieder darin in hinauf zu staken. Ich probierte erst eine Weile im Auslauf den Bug zu OLYMPUS DIGITAL CAMERAkontrollieren. Als ich das Gefühl hatte, das Boot gut unter Kontrolle zu haben, legte ich vorsichtig zu und stakte ein, zwei Bootslängen nach vorn. Ich kam relativ entspannt hinter einem fetten Stein, links der Mitte in ein Kehrwasser. Dort ist der Schwall relativ eben. Ich versuchte noch weiter zu kommen, das nächste Stück ist dann wieder steiler. Ich kam bis über die Mitte des Blockwurf hinaus und parkte dort dann auf einem Stein, den ich nicht gesehen hatte. Ich brauchte eine Weile bis ich wieder unten war und ließ mich dann rückwärts den Schwall hinunter treiben. Das Spielchen wiederholte ich vier oder fünf mal und blieb aber immer an der gleichen Stelle hängen. Aber immerhin, ich kam ein Stück weiter als sonst.

Herausforderungen

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeute bin ich früher zum Bootshaus gefahren, aber nicht so früh wie Axel.
Am Bootshaus traf ich René, der gerade Richtung oberen Neckar aufbrach. Er hatte das Fahrrad dabei, um zum Auto zurück zu kommen. Ich überlegte kurz, ob ich meine Pläne ändern sollte und mich ihm anschliessen, hatte aber nur eine kleine Flasche Wasser dabei und war auch sonst nicht für eine Tagestour ausgerüstet.  Ausserdem wollte ich noch die Auftriebskörper in den Prospector einbauen, bevor ich lospaddelte. Ich hatte nichts wildes vor, ich finde es nur sinnvoll, wenn sie im Boot sind. Ausserdem bieten sie auch die Möglichkeit, die Paddel zu fixieren, wenn ich das Boot kopfüber zum Wasser trage. Die Iso-Matten auf denen ich knie habe ich schon länger mit doppelseitigem Klebeband fixiert. So bin ich recht schnell auf dem Wasser und muss nicht hin und her laufen bis ich meinen Kram am Wasser habe. Ich packte auch die Polingstange mit ein. Ich ließ die Paddel auch dann gleich an ihrem Ort und stakte vom Anleger aus los. Ich versuchte wie schon am letzten Donnerstag, das Blockwurfwehr zu überwinden. Nach dem zweiten vergeblichen Versuch, entschied ich mich zu laufen und stakte dann oberhalb weiter. Mittlerweile hatte der Akku in meinem Fotoapparat aufgegeben, deshalb gibt es nur dieses eine Bild. „Herausforderungen“ weiterlesen

Kurze Polingrunde

Um kurz vor Fünf bin ich heute zum Bootshaus gefahren. Zuvor hatte ich Axel per Mail Bescheid gegeben, dass ich etwas paddeln wollte. Am Bootshaus war Niemand und so zog ich alleine Los. Vermutlich war Axel noch beim Arbeiten oder hatte meine Mail nicht gelesen. Der Wasserstand war gestiegen, aber nicht all zu hoch. Ich stakte zunächst hinauf zum Kraftwerkskanal, legte aber dort, angesichts der kräftigen Strömung, die dort herrschte die Stange bei Seite und fuhr mittels Paddel ein paar Kehrwassermanöver. Das kann ich dort mit meinem großen Boot selten tun, erstens liegt es ja oft in Konstanz und zweitens ist dort, wenn Training ist meist etwas wenig Platz für solche Dickschiffe. Um so mehr kostete ich es aus. Als ich genug davon hatte stakte ich weiter zum unteren Blockwurf. Als ich dort ankam, kam mir gerade Axel entgegen, allerdings nicht auf dem Wasser, sondern auf dem Radweg. Er fuhr auf dem Rad, in der Hand hielt er die Spitze seinen Bootes, welches er auf dem Bootswagen hinter sich her rollerte. Er hatte es aber eilig und war nach einem kurzen Hallo schnell hinter den Büschen verschwunden. Ich versuchte mich noch ein wenig darin, die raue Rampe mittels der Polingstange zu überwinden, hatte aber keinen besonderen Erfolg. Ein mal schaffte ich es bis fast in die Mitte, wurde dann aber wieder rückwärts hinunter gespült.

So drehte ich um, polte bis zum Kanal hinunter, kniete mich wieder hin und holte in der Strömung des Kanals Schwung und trödelte zum Bootshaus hinunter. Am Anleger traf ich Erdmann, der mir erzählte, dass er beim Paddeln Fortschritte mache und bald mal wieder eine Übungsrunde mit uns paddeln wolle. Am Bootshaus war dann noch Angi, die bedauerte dass ihr geliebter Quake an der Soca sei und nun mit dem Probe 12 vorlieb nehmen musste. Es waren auch noch zwei Interessenten da, die wurden aber schon von Angi informiert. Wir unterhielten uns noch kurz über lange Boote und dann trollte ich mich nach Hause.

Während ich nun das hier geschrieben habe, hat Axel ebenfalls berichtet, das Ergebnis befindet sich hier.

Der frühe Vogel …

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeute Früh hat es nicht geregnet und es wehte auch nur ein zartes Lüftchen. Ich bin trotzdem Paddeln gegangen. Gegen halbneun bin ich, bei wolkenlosem Himmel, vom Bootshaus aus Richtung Kraftwerkskanal aufgebrochen. Dort war einigermaßen Strömung, vermutlich wurde der Strom für morgendliche Kaffeekochen benötigt. Ich fuhr weiter bis zum unteren Blockwurf, stakte die untere Stufe hinauf und stocherte dann etwas im Auslauf des Blockwurfes herum. Dabei stellte ich fest, dass der Guide das am geeignetsten meiner Boote für diese Art der Fortbewegung ist. Den Gerrish hatte ich ja an Ostern OLYMPUS DIGITAL CAMERAschon als nicht so sehr geeignet eingestuft, aber auch der Prospector liegt mir nicht so. Mit den beiden anderen Booten hätte ich sicher nach so einer langen Poling-Pause ein oder vielleicht sogar zwei Anläge nehmen müssen. Mit dem Guide kam ich mit ein mal Abstoßen und ein zweites mal Nachsetzten hinauf. Das kann jemand anderem natürlich genau anders herum gehen. Das Wasser des Neckars war erstaunlich klar, das Bisschen Regen die letzten Tage hatte wohl noch nicht genügend Sand in den Fluss gespült um ihn trüb werden zu lassen. Ich stakte dann zurück bis zum Kraftwerkskanal, drehte eine Runde im Kehrwasser und ließ mich dann zum Anleger zurücktreiben. Heute bin ich niemanden auf dem Wasser begegnet, ausser ein paar Wasservögeln. Ich war aber auch schon um halbzehn auf dem Nachhauseweg.

Abendrunde

Ich hatte jetzt meinen Ellbogen eine Woche geschont und wollte daher eine kleine Feierabendrunde drehen. Als ich gegen halbsechs zum Bootshaus kam, war ausser mir niemand da. Ich packte mein Boot, samt Polingstange ein und ging auf Wasser. Zunächst paddelte ich auf meiner, nicht so sehr trainierten, rechten Seite um den Ellbogen möglichst nur auf Zug zu belasten. OLYMPUS DIGITAL CAMERA Ich trödelte am Ufer entlang und beobachtete eine Bisamratte, oder ein Nutria, wie sie über den Fluss zockelte und ein Bündel Blätter transportierte. Ich belästigte das Tier, in dem ich es fotografierte. Es erwiderte mein Geknipste mit einen grimmigen Blick. Ich fuhr dann hoch bis zum Krafwerkskanal, an dem so gut wie keine Strömung herrschte und lies mich dann mehr oder weniger treiben, am Anleger der Paddelfreunde vorbei bis zur Neckarinselspitze. Dort dreht ich um und polte hinauf zum Anleger. Gerade als ich ausgestiegen war kam René mit Ali, einem potentiellen Kanadierinfizierten, um eine kleine Trainingseinheit zu geben. OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch sagte ich käme noch ein Stückchen mit und stellte mich wieder ins Boot. Klemens kam mit dem Fahrrad auch noch vorbei, hatte aber keine Ambitionen sein Boot zu holen. Wir quatschten während René und Ali die Boote holten und er kam dann auf die Idee auch noch in mein Boots zu stehen.

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Er hat es dann aber doch nicht gemacht, wir hatten ja auch nur eine Stange zur Verfügung gehabt. Ich fuhr dann mit den beiden Trainingswilligen noch ein Stückchen den Neckar rauf, drehte dann aber bald um und machte mich auf den Heimweg. Am Bootshaus benutzte ich wieder einmal seit langem Axels Bootsablage, die ist seit neuestem wieder aufgebaut. 🙂 Bevor ich nach Hause radelte unterhielt ich mich noch mit Karsten, er bekommt am Wochenende jede Menge Besuch und plant mit dem eine Fahrt auf dem Neckar, vielleicht ab Horb, oder so etwas in die Richtung. Vielleicht schliesse ich mich an.

Tieffliegende Golfbälle

k-P1050082Heute Nachmittag bin ich mit Axel zum Golfplatz bei Sulzau gefahren. Wir parkten auf dem Parkplatz der Golfer und zogen uns dort auch um. Nein wir hatten keine Golfausrüstung dabei. Wir zogen uns unsere Neoprenkleidung an und setzten die Wildwasserhelme auf. Das ist dort auf dem Neckar auch kein Fehler, wegen der Golfbälle die dort teils von links nach rechts oder umgekehrt geschlagen werden. Wir machten uns auf den Weg hinauf zum verfallenen Wehr unterhalb der Weitenburg. Die Strecke eigenet sich hervorragend zum Polingtraining. Die Strömung ist kräftig, aber es gibt keine unfairen Stellen. k-P1050092Insgesamt ist die Strecke ca. zwei Kilometer lang und es gibt ungefähr fünf bis sechs kleine Schwälle unterschiedlichster Schwierigkeiten. Ich kam ganz gut zurecht, mal stakte ich vor, mal Axel und wir fotografierten uns gegenseitig. Als wir unser Ziel das verfallene Wehr und die davor liegende Schwallstück erreichten nahmen die Schwierigkeiten natürlich zu. Bis ca. 50 Meter unterhalb des ehemaligen Wehres kam ich ohne nennenswerte Probleme voran. Ich setzte dann an das letzte Stück, das mit dem meisten Gefälle, in Angriff zu nehmen. Mir gelang es jedoch nicht das Boot in der Strömung richtig auszurichten und es versetzte mich stark auf die Linke Seite, dort hin wo der Schwall am kräftigsten ist. Dort gibt es auch ein kleines Kehrwasser. Mein erster Gedanke war, in dieses k-P1050106Kehrwasser zu fahren. Mein zweiter Gedanke war, das sei eine blöde Idee, wie solle ich dort wieder weg kommen. Unterhalb des Kehrwassers ist ein Gebüsch, unter das das Wasser strömt. Genau dort hin wurde ich getrieben, während ich überlegte. Dann ging es ganz schnell und ich lag im Bach, unter dem Boot. Das Boot hatte ich gleich wieder im Griff und auch festen Boden unter den Füssen. Die Polingstange war weg. Ich suchte sie im Wasser unterhalb der Stelle, an der ich gekentert war, aber Axel, der mittlerweile die andere Seite des Flusses erreicht hatte fand sie im Gebüsch. „Tieffliegende Golfbälle“ weiterlesen

Poling Training am Freitag Abend

OLYMPUS DIGITAL CAMERAGestern Abend im Freitagstraining war richtig viel los. Ein Tandem Kanadierkurs und das schöne Wetter hatte jede Menge Paddelfreunde zum Start ins Wochenende ans Bootshaus gelockt. Axel und ich fuhren ausgerüstet mit unseren Prospectoren und den Poling-Stangen hinauf zum kleinen Blockwurf. Wir waren, wie schon so oft „underdressed“, mir fehlte anständiges Schuhwerk und Helme hatten wir beide nicht an. Aber trotzdem versuchten wir uns an der Überwindung des Blockwurfes. Mir gelang es jedoch nur immer im unteren Drittel ein Stück weit hinauf zu fahren, dann versetzte mich die Strömung, meist nach rechts, wo ich auf einem Stein hängen blieb und zusehen musste wie ich wieder hinunter kam. Vermutlich liegt es daran, dass ich zu schwungvoll an die Sache rangehe und dann nicht die Möglichkeit habe zu korrigieren. Ich muss gelassener werden! Axel besitzt diese Gelassenheit. Ich bin ja eigentlich kein neidischer Mensch, aber gestern Abend sah ich gebannt zu wie er sich diesen Schwall, sehr entspannt hinauf gearbeitet hat. Zum Glück war ich nicht so gebannt, dass ich nicht vergessen habe zu fotografieren. Meinen allergrößten Respekt!

Wie schon gesagt waren meine Versuche nicht erfolgreich, aber ich weiß jetzt dass es geht. So werde ich weiter üben, üben, üben. Hier noch ein Filmchen von einem meiner verunglückten Versuchen. Man beachte bitte, das elegant auf den Süllrand gelegte Knie, das hat doch Potential. 🙂

Unterbodenschutz

L1100076Da ich den Guide am GOC-Treffen im flachen Wasser auf der Nahe, beim Poling nicht besonders zart behandelt habe, lasse ich ihm etwas Pflege angedeihen. Teilweise war der Schellack etwas abgeplatzt und ein paar Kratzer habe ich mir auch reingefahren. Ich habe den vorhanden Schellack runtergeschliffen und einen Anstrich mit Ölfarbe aufgebracht. Wenn dieser trocken ist, werde ich wieder eine Schutzschicht aus Schellack aufbringen. Ich überlege, ob ich nicht dieses Mal einen Versuch machen soll und dem Schellack etwas Graphitpulver beimengen werde, um eine etwas stabilere Abriebschicht zu bekommen. Ich könnte natürlich auch in Zukunft nur noch bei ausreichender Wassertiefe paddeln und mein Boot mehr schonen, aber irgendwie ist das wider meiner Natur. Vermutlich werde ich das Boot aber in den nächsten ein oder zwei Jahren neu bespannen.

GOC-Treffen

Über die Osterfeiertage bin ich zusammen mit Axel zum GOC-Treffen nach Bad Kreuznach gereist. Ich bin kein Mitglied des GOC (German Open Canoe), wurde aber als Gast sehr freundlich aufgenommen. Das Programm dort sah neben Touren auf den Gewässern vor Ort, verschiedene Workshops, einen Tag der Krämer und Händler und einen Kanu-Slalom-Wettbewerb vor. Am Donnerstag Nachmittag holte ich Axel in Stuttgart von der Arbeit ab. Seinen Anhänger hatte er am Vorabend bei mir deponiert. So zuckelten wir die rund 250 km in die Pfalz. In Bad Kreuznach lagerten wir am Rand des Kurparks beim Bootshaus der Kanuabteilung des VFl. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, standesgemäß jeder in seinem Tipi, paddelten wir die Nahe erst ein Stück flussauf und dann hinunter zum Schrägwehr, um mögliche Poling-Spots zu erkunden. Axel hatte im Programm einen Poling-Workshop angeboten, an dem ich natürlich teilnehmen wollte. Im Unterwasser des Schrägwehrs liegt eine kleine aber feine Slalomstrecke für Kanuten. Über eine Eingangsstufe neben der Fischtreppe erreicht man sie.

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Darüber aber später mehr. Jetzt muss ich erst ein mal das ganze Gerödel auspacken, sortieren und wieder einpacken, da es nächste Woche für ein paar Tage an die Thur geht. „GOC-Treffen“ weiterlesen

Endlich kurze Hose

GuideDas ist der zweite Eintrag für heute. Ich hatte heute Vormittag als ich zum Bootshaus gefahren bin Axel eine SMS geschickt. Als ich vom Paddeln zurück war las ich seine Antwort, dass er Nachmittag zusammen mit seinem Bruder aufs Wasser wollte. Sie planten beim oberen Blockwurf nach Treibholzstücken zu suchen. Axels Bruder braucht diese für Kunstobjekte.

So machte ich mich also am Nachmittag noch mal auf den Weg ans Bootshaus, dank der sommerlichen Temperaturen in kurzer Hose, T-Shirt und Flip-Flops. Ich stakte hinauf zum ersten Blockwurf und überwand diesen watend, das Boot über die bemoosten Steine schiebend. Unterhalb des Blockwurfes traf ich auf Frank, der ein Bierchen geniessend, im Fluss ankerte. Ich schaute mir den Blockwurf genau an und erdachte mir eine mögliche Route für eine eventuelle Abfahrt auf dem Rückweg. Ich polte weiter hinauf zum oberen Blockwurf, wo ich Axel und seinen Bruder traf. Sie waren schon wieder auf dem Rückweg, wollten jedoch noch diverse Schwemmholzhaufen inspizieren. Ich schaute mir die Schwelle unterhalb des großen Blockwurfes an. Ich hatte ja schon öfter hier meine Polingkünste ausprobiert, eher mit keinem bis wenigem Erfolg. Die Schwelle sah auch heute etwas verwinkelt aus. In der Mitte lag ein Stein, rechts davon erschien es mir möglich hinauf zu gelangen. Ich ging die Sache ganz sachte an, versuchte mich eigentlich nur mich in der Strömung zu halten und den Bug zu kontrollieren. Als mir das scheinbar mühelos gelang setzte ich mit ein zwei kräftigen Schüben an und schwups war ich oben. Null Problemo. OLYMPUS DIGITAL CAMERAAlso scheint die Überei in letzter Zeit doch etwas gebracht zu haben. 🙂 Ich fuhr die Stufe auch wieder im Stehen hinunter und gesellte mich wieder zu den Holzsammlern. In einem ziemlich großen Haufen Treibholz fanden wir eine Eichenbohle, sie war ca. zwei Meter lang und 50 cm breit. Die Dicke variierte von rund 12 bis 20 cm. Die Bohle war so schwer, dass wir beschlossen sie nicht im Boot transportieren zu wollen. Wir warfen sie ins Wasser und hoffen, dass sie in ein paar Tagen weiter unten irgendwo angetrieben wird und wir sie wiederfinden. Man könnte gut eine Sitzfläche für eine Bank daraus machen, oder Grillholz.

Bad kamen wir dann zum untern Blockwurf. Ich stieg aus um die Abfahrt von Axel und Jochen zu dokumentieren. Sie fuhren etwas weiter rechts, als ich mir das beim Hinweg ausgedacht hatte und es rumpelte auch ein Bisschen. Ich bleib bei meiner ersonnen Route und fuhr, wie Axel danach bemerkte, ziemlich geschmeidig, hinunter.
Meine Abfahrt wurde aus unterschiedlichen Blickwinkeln abgelichtet, vielen Dank an Axel und Jochen. 🙂

Sonn(en)tag Abend Runde

Heute waren irgendwie ganz viele Leute unterwegs. Ist ja auch bei dem Wetter kein Wunder. Schon auf dem Hinweg zum Bootshaus sah ich die Leute in ihren Vorgärten grillen, chillen und die Neckarinsel sah aus wie die Liegewiese im Strandbad. Es ist Frühling, hoffentlich bleibt er. Am Bootshaus gab es Kaffee und Kuchen, es sah nach Kindergeburtstag aus. Am Anleger und auf dem Neckar waren auch diverse Wasserfahrzeuge im Einsatz. Stocherkähne, Kajaks, Standupboards und Kanadier. René starte gleich von der Treppe aus.

Ich hatte natürlich wieder meine Polingstange dabei und legte auch gleich stehend ab. Ich polte neben René her bis zum Kraftwerkskanal, er blieb dort und ich machte noch eine kurze Stippvisite am Blockwurf, fotografierte und Stakte dann wieder hinunter zum Kanal, um mich noch ein Bisschen mit René zu unterhalten. Ein paar Fussballer hatten ihren Ball in den Neckar geschossen und René hatte sich schon in Bewegung gesetzt um ihn ihnen rauszufischen, als einer bereits seiner Kleider entledigt einen Kopfsprung in den Fluss machte. Zur Zeit ist der Neckar ja recht klar und man kann bis auf den Grund sehen, aber er ist auch nicht tief. Na ja, tief genug schien es gewesen zu sein, der er kam unbeschadet wieder an die Oberfläche. Nach dem wir eine Weile gequatscht hatten machte ich mich auf den  Rückweg.

Hier noch das zur Zeit übliche Bild des Blockwurfs mit der unteren kleinen Schwelle. Axels Insel kommt langsam wieder zum Vorschein. Sie hat zwar gelitten, ist aber in Grundzügen noch vorhanden. 🙂

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Seltsame Gerüche

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch war heute eigentlich den ganzen Tag im und ums Haus unterwegs gewesen. Gegen halbsechs habe ich mich dann aufs Rad geschwungen und bin zum Bootshaus gefahren. Am Bootshaus sah ich im neu verteilen Kies, Reifenspuren an Axels Stammabstellplatz. Wir hatten uns wohl verpasst. Ich schnappte mir mein Boot und den üblichen Krempel und paddelte flussauf los. Der Pegel war abermals um einiges gesunken seit letzter Woche. Woher sollte das Wasser auch kommen. Am Kraftwerkskanal war auch eher tote Hose, die Leute scheinen keinen Strom zu brauchen. Kein Wunder bei dem Wetter, da wird der Grill angeworfen und auf der Terrasse gesessen. Es lag auch ein Hauch von Grilfeuer in der Luft, durchsetzt mit Düften der diversen lösungsmittelhaltigen Substanzen, den die Stocherkahnleute auf ihre Boote aufbrachten. Als ich dann weiter hinauf in Richtung Blockwurf fuhr veränderte sich der Geruch in Stallgeruch. Ich dachte, da kommen wohl irgendwelche Reiter den Radweg entlang. Dann roch es Plötzlich nach … Katzenpisse. Ich beschloss lieber nicht mehr auf die Gerüche zu achten, sondern lieber auf das Vogelgezwitscher.

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Mittlerweile war ich an der kleinen Stufe unterhalb der rauen Rampe angekommen, stand auf und stakte sie hinauf. Sie war immer noch ziemlich mickerig, aber immerhin wieder da. Unterhalb der Rampe machte ich erst zwei Fotos und polte dann ein wenig hin und her. Fuhr wieder zurück, die kleine Schwelle hinunter, drehte und fuhr noch mal hinauf. Das wiederholte ich ein paar mal. Die Strömung war schwach, das machte mir aber nichts aus, ich wollte ja nur üben.

Als ich keine Lust mehr hatte stakte ich zurück, fuhr am Kraftwerkskanal noch ein paar Kehrwasserschleifen und Seilfähren, so gut das eben bei der geringen Strömung ging. Zurück am Bootshaus versorgte ich mein Boot und radelte durch die Stadt wieder nach Hause. In der Südstadt viel mir dann ein Plakat eines Zirkus auf. Da erinnerte ich mich wieder an die seltsamen Gerüche. Vermutlich steht der Zirkus auf dem Festplatz und der Wind hat den Duft der Zirkuswelt zu mir herüber geblasen.

Blockwurf

Ich habe mal eine Galerie von Bildern zusammen gestellt, die den Wasserstand am ersten Blockwurf oberhalb des Bootshauses der Paddelfreunde dokumentiert. Es sind Bilder ganz unterschiedlicher Qualität und auch von unterschiedlichen Standorten aus. Die Bilder sind im Zeitraum eines Jahres entstanden. Mal sehen, vielleicht bekomme ich es hin mir einen festen Standort zu suchen und regelmäßig ein Foto von dort aus zu machen.

Angler

Als ich heute zum Anleger am Bootshaus kam war gerade ein Angler dabei seinen Köder auszuwerfen. Er wollte, glaube ich schon das Weite suchen, als ich mit dem Boot auf dem Buckel die Stufen zum Fluss herunter kam, aber ich sagte ihm ich bräuchte eh noch einen Moment, bis ich meinen Kram zusammen hätte.

„Angler“ weiterlesen

Fünf Portagen

BildFür den heutigen herrlichen Frühlingstag hatte Axel über seinen Stechpaddelverteiler nochmals für die Lauchert eingeladen. Es zeichnete sich jedoch schon im Vorfeld ab, dass die Fahrt mangels Interesse nicht stattfinden würde. Ich hatte heute auch keine rechte Lust erst mit dem Auto zufahren, um dann paddeln zu können,  hatte mir aber vorgenommen um 9.00 Uhr am Bootshaus zu sein. Für diese Zeit war das Treffen für die Lauchertinteressenten anberaumt. Birte und Karsten planten nach Binzwangen, zur Übungsstrecke an die Donau zu fahren. Ich hatte vor, den Neckar oberhalb des Hirschauer Wehrs zu erkunden. Axel war gekommen um eventuellen Lauchtertfahrern die Ein- und Aussatzstelle zu beschreiben. Es kamen aber keine Interessenten. Doch einer, Lorenz kam auch noch angeradelt, er wollte mich begleiten. Axel machte ein Foto von uns als wir ablegten.

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