Soča

Nach gut achtstündiger Fahrt kamen wir zusammen mit Ruth und Axel auf unserem Campingplatz in Bovec an. Wir waren nicht zusammen gefahren, hatten uns aber unterwegs drei mal zu kurzen Pausen getroffen und waren die letzten 20 Kilometer dann doch im Konvoi gefahren. Den Rest des Nachmittages verbrachten wir mit Zeltaufbauten und Lager einrichten, dem sich eine gemütliche kleine Wanderung, über mehrere Hängebrücken, über die Koritnica und die Soča anschloss. Als dann die früher Angereisten von ihrer Tagestour zurück kamen, gab es natürlich ein großes Hallo. Lange hielt ich es diesen Abend nicht aus, immerhin waren wir gegen vier Uhr früh gestartet. „Soča“ weiterlesen

Volle Konzentration

Der Titel passt einfach am besten zu diesem Bild. 🙂

Da die Pegel der Flüsse in der näheren Umgebung alle so wenig Wasser führen, dass an Wildwasserfahren nicht zu denken ist und wir die lange Anreise, zum Beispiel zum Vorderrhein, für dieses Wochenende scheuten, blieb uns eigentlich gar nichts anderes übrig, als wieder einmal nach Binzwangen an die Donau zu fahren und uns dort auf der Riegelrampe zu vergnügen. Ich war schon etwas früher als die Anderen losgefahren, da ich die Boote schon am Samstag aufgeladen hatte. Eckhard und Wolfgang waren auch schon da und jede Menge Leihbootfahrer, die unsere Ausstiegsstelle als Einstiegstelle nutzen wollten. „Volle Konzentration“ weiterlesen

Vorderrhein

thumb_P1120891_1024nein nein, ich bin nicht mit einem meiner Holzboote zum Vorderrhein gefahren. Es wären auch genug andere Paddler dabei gewesen, die mich von einer Befahrung damit abgehalten hätten. 🙂

Aber ich hatte ja schon geschrieben, dass ich über das neueste Boot in meiner Flotte, dem kleinen verratzten Wildwasserkanadier berichten würde. Nachdem ich ja mit diesem Boot schon die eine oder andere kleine Ausfahrt unternommen hatte, stand nun am vergangenen Wochenende der Vorderrhein auf dem Programm. „Vorderrhein“ weiterlesen

Sommer

Die letzten Wochen war hier wieder mal Sendepause. Es gibt aber trotzdem ein paar Dinge zu berichten. Wie jedes Jahr Mitte Juni, fand auch Dieses wieder der Bodensee-Kanu-Marathon statt. Nein ich habe wieder nicht teilgenommen, sondern bin den ganzen Tag nur rumgesessen und habe Startnummern aufgeschrieben, Listen erstellt, Urkunden … Bemerkenswert ist ein Film, der von einer Drohne aus gedreht wurde, er Zeigt den Start der 245 Boote.

Gefilmt von Sebastian Mattes 

Dann haben diverse Freitags- und Dienstagstrainings stattgefunden, allerdings meist bei sehr wenig Wasser. „Sommer“ weiterlesen

Langes Wochenende an der Bregenzer Ache

Im Laufe des vergangenen Donnerstag Vormittags machte ich mich mit Lorenz auf den Weg nach Doren im Bregenzer Wald. Den Ablass der Bregenzer Ache, wie immer an Fronleichnam, wollten wir nicht mitmachen, so hatten wir keinen Zeitdruck. Wir trafen so gegen 14.00 Uhr ein, richteten uns häuslich ein und machten uns rund zwei Stunden später auf die erste der drei Abfahrten nach Kennelbach. Es war recht warm, die Sonne ging erst spät unter und so viel es gar nicht auf, dass wir erst gegen 20.00 Uhr wieder zurück am Campingplatz waren. Eine Beschreibung unserer Aktivitäten spare ich mir, denn Axel hat schon über alle drei Tage, an denen wir gepaddelt sind berichtet und auch auf der Seite der Paddelfreunde findet sich ein Bericht der Jugendgruppe, der sich Lorenz für einen Tag angeschlossen hatte.

Ich hatte drei Boote mit dabei, meinen neuen alten XL 11, der mir sehr viel Spass machte, Axels ME, den ich am dritten Tag im Tandem mit Lorenz und da der an diesem Tag öfter ausstieg und den Fluss schwimmend bewältigte, auch solo paddelte. Und meinen „Stocherkahn“, den Prospector hatte ich auch mit dabei, der kam aber nur am Abend des zweiten Tages für eine kurze Poling-Aktion vor der Haustüre zum Einsatz.

Wir sind nicht nur gepaddelt und gepolt, sondern sind auch geschwommen, haben Rettungsübungen mit Wurfsack und angeseiltem Schwimmer absolviert. Lorenz hat mit Axels Skeeter und der eingebauten Lenzpumpe mache Leute zum Lachen gebracht, einige hat er auch verärgert. Zum Beispiel die am Ufer Grillenden, denen er versuchte das Feuer zu löschen. Ausserdem hat er noch einen Fussgänger, der in einer Gruppe, an einer seichten Stelle den Fluss queren wollte, über den Haufen gefahren. Er hat gesagt es sei keine Absicht gewesen. Wer´s glaubt .. Ach ja, mutig von Felsen sind wir auch gesprungen.

Der Donnerstag noch sehr überfüllte Zeltplatz leerte sich dann am Samstag Abend, auch die Tübinger Gruppe reduzierte sich etwas. Wir blieben noch, bauten dann in Windeseile, das vorsorglich schon eingepackte Tarp wieder auf und saßen dort in lustiger Runde während des Gewitters. Am Sonntag Morgen schien wieder die Sonne, wir verpackten nach einem ausgedehnten Frühstück unseren Krempel, luden die Boote auf und machten uns auf den Weg nach Hause.

Update

Ja, ich habe schon lange nichts mehr hier geschrieben, ich weiß. Momentan bin ich mit vielen anderen Dingen beschäftigt, aber trotzdem ein kurzes Update. Meine Holzboote vernachlässige ich in letzter Zeit etwas, ich habe mich momentan mehr den kürzeren Kunststoff-Booten zugewandt. So war ich vor einiger Zeit zusammen mit Lorenz und noch über 20 anderen Tübingern für ein Wochenende in Hüningen auf dem Wildwasserkanal. DSCN0498Zuletzt war ich 2004 dort gewesen, damals noch im Kajak. Beim Ausflug mit Lorenz hatten wir den Probe 14 als Tandem und den Probe 12, als Soloboot mitgenommen. Zu Beginn fuhren wir im Tandem, was aber nur ca. eine halbe Stunde lang gut ging, dann hatten wir bereits Krach miteinander bekommen. Als Lorenz Ärger über mich und meine ständigen Kommentare von hinter verflogen war erklärte er mir, er wolle künftig lieber im Soloboot fahren.

Was er dann auch ziemlich erfolgreich gemacht hat. Anfangs fuhr ich dann noch alleine im 14er, was aber auf dem doch relativ schmalen Gewässer in dem es nur so von Paddlern wimmelte nicht so der Bringer war. Ich beschränkte mich dann aufs Fotografieren und wechselte mich mit Paddeln dann mit Lorenz ab, wenn ihm die Lust verging, was aber relativ selten der Fall war.

Was sonst noch berichtenswert ist, ist der Süllrandworkshop, den wir am Samstag nach dem Vatertag veranstaltet haben. Allerdings gibt es hierüber schon eine sehr ausführlichen Bericht von Axel, auf den ich hier ja immer wieder gerne verweise.

IMG_0117Ach ja, und weil ich momentan mehr auf kurze, robuste Boote stehe, habe ich mir über Karsten einen ziemlich verratzten Wildwasserkanadier besorgt. Es ist ein XL 11, von Indien Canoe. Ein eher behäbiges Boot, aber ich kam gut damit zurecht.  Mit seinen 11 Fuss, ist er gerade mal 3,35 Meter lang, bzw. kurz. Es hat einen flachen Rundboden, ist also nicht eine so moderne Kiste. Eigentlich also auch ein Klassiker. Mit ein bisschen Phantasie passt er also auch irgendwie zu dieser Seite hier und ich werde über die künftigen Erlebnisse mit ihm berichten.  Jetzt wird er erst ein mal etwas aufgemöbelt. 🙂

Prospectoren unter sich

Nachdem ich heute Vormittag schon mit Axel am Bootshaus Umstrukturierungen vorgenommen hatte, bin ich am Nachmittag noch mal hin gefahren. Ich traf dort auf Sabine und Charly, die gerade ihren neuen Prospector einlagern wollten. Ich überredete sie, trotz des Hochwassers mit mir paddeln zu gehen. So kam es zu einer spontanen, kleinen, anstrengenden, aber sehr spassigen Jungfernfahrt, mit dem noch namenlosen Boot. Wir kämpften uns hinauf bis zum unteren Blockwurf. Wir nutzten die rar gewordenen Kehrwässer, so gut es ging und kamen ziemlich erhitzt oben an.

Der Blockwurf war ein einziger großer Schwall mit einigen hohen, stehenden Wellen im Auslauf. Ich versuchte ein paar mal in einer der Wellen zu surfen, wurde aber nicht gehalten. Ich machte anstatt dessen ein paar J-Ferries, was sehr lustig war. Sabine und Charly traversierten eifrig hin und her um sich an ihr neues Boot zu gewöhnen. Die Fahreigenschaften des Bootes lobten sie sehr, was mich nicht wunderte, schliesslich haben sie ja jetzt das gleiche Boot wie ich. Einige der Feiertagsspaziergänger blieben stehen und schauen uns zu.  Auf dem Rückweg peilten Charly und Sabine dann jedes Kehrwasser an, welches erkennbar war. Am Bootshaus legten wir unsere beiden Prospectoren nebeneinander erst auf die Wiese, dann ins Bootshaus. 🙂
IMG_0012.JPG

Licht und Schatten

Heute haben wir eine Tour unternommen, welche mir außerordentlich gut gefallen hat. Ich wage sogar zu behaupten, dass dies der schönste Abschnitt auf dem Neckar war, den ich bisher gepaddelt bin. Aber der Reihe nach. Am Wochenende hat es ja ordentlich Hochwasser gegeben, was meine Paddelfreunde am Sonntag für eine schöne Fahrt auf der Starzel genutzt hatten. Ich setzte, immer noch mit meiner Erkältung beschäftig, aus. Aber für den heutigen Feiertag, war eine ordentliche Portion Sonne angesagt und der Pegel des Neckars machte es möglich ihn ab Rottweil zu befahren. Axel hat seinen Bericht schon fertig, so dass ich gerne darauf verlinke. Was mich an unserer heutigen Strecke fasziniert hat, waren die Gegensätze. Der Neckar mäandert im tief eingeschnittenen Tal mal von der Sonnenseite in den Schatten und dann wieder zurück. Dieser stetige Wechsel machte es nicht einfach zu fotografieren, aber das eine oder andere Bild ist gelungen und gibt die Stimmung wieder.

Viele weitere Bilder gibt es hier.

Ich war mit dem Gerrish unterwegs und hatte Axel und Ruth meinen Royalex-Prospector geliehen. Axel hat ein ganz nettes Bild von mir gemacht, an der Surfwelle unter der Autobahnbrücke der A 81. Ich glaube das ist ein Bild, welches ich in meine Galerie aufnehme.k-P1090215

Sonntags Nachmittagskaffee mit Paddeln

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeute sind wir zu sechst nach Binzwangen an unsere Park- and Playstelle gefahren. Axel, seine Frau Ruth, sein Hund Røskwa, Eckhard, Klemens und ich. Klemens war nur mitgekommen um zu fotografieren, Ruth ging mit Røskwa spazieren und genoss die Sonne, als der Nebel sich kurz nach unserer Ankunft auflöste. Das war so ca. 14.00 Uhr. Axel, Eckhard und ich zogen uns um und trugen die Boote für die erste wilde Abfahrt nach oben. Ich hatte wie schon die letzten beiden Male den Prospector gewählt. Axel hatte vor unserer Abfahrt noch versucht mich zu überreden mal doch ein anständiges Wildwasserboot, zum Beispiel die neue Vereins Viper, zu nehmen, aber ich blieb stur. „Sonntags Nachmittagskaffee mit Paddeln“ weiterlesen

Park and Play

Axel hatte über seinen Stechpaddler und Wildwasserverteiler zu einem Ausflug nach Binzwangen an der Donau eingeladen. Zum vereinbarten Treffpunkt kamen immerhin drei Interessenten. Das machte aber nichts, für drei Personen und drei Boote reicht ein Auto und da wir nicht vorhatten eine Längere Strecke in ein und dieselbe Richtung zu paddeln, mussten wir uns auch wegen der Umsetzterei keine Gedanken machen. So fuhren also Klemens, Axel und ich quer über die Schwäbische Alb nach Binzwangen an der Donau.
Auf dem Parkplatz war schon einiges Los, schliesslich ist das nicht nur die Abstellmöglichkeit für unseren „Playspot“, sondern auch für die hier einsetzen201405Jun_15  06.07.2014 Binzwangen_6429den Leihbootfahrer. Wir ergatterten aber noch ein Plätzchen zwischen zwei Fahrzeugen. Es war schon ziemlich heiß und wir kamen bereits beim Umziehen ins Schwitzen. Bei unserem letzten Besuch war es deutlich frischer, das war allerdings auch im Februar gewesen. Was auch etwas nervig war, waren die vielen Bremsen, allerdings piesackten sie uns nur wenn wir an Land waren. Das fand ich ziemlich anständig von ihnen, erschlagen habe ich aber trotzdem welche. Der Wasserstand war einiges niedriger als beim letzten mal, kein Wunder, woher soll es auch kommen – das Wasser. Ich hatte wie schon im Winter den Prospector mit genommen, eigentlich ein viel zu großes Boot für die vielen kleinen Kehrwässer. L1100354Aber die erste Abfahrt gelang mir ganz gut, ich erreichte jedes Kehrwasser, das ich wollte. Ich musste aber schon ein Bisschen was dafür tun. Klemens und Axel, waren natürlich mit ihren kurzen Dingern erheblich im Vorteil, aber ich hatte es ja so gewollt. Bei der zweiten Runde beschloss ich meine Abfahrt zu Filmen. Ich nahm dann wie zuvor das oberste Kehrwasser, querte die Stromzunge und erreichte das Zweite. Da trödelte ich etwas herum und … na ja, das kann man dann im Film sehen. Auf jeden Fall hatte ich das Boot zwar verlassen, aber nicht losgelassen, das Paddel auch nicht und so setzte ich meine Fahrt relativ schnell wieder fort. Ich verzichtete aber darauf jedes einzelne Kehrwasser anzufahren, sondern fuhr relativ gerade aus durch, so gut es halt ging. Natürlich wollte ich das nicht auf mir sitzen lassen und filmte auch meine dritte Abfahrt. Danach montierten wir die Kamera auf Axels Boot.
Wir hatten ständig Zuschauer, entweder Spaziergänger, oder Kunden des Kanuverleihers die ihre Fahrt hier starteten. Nach der vierten oder fünften Abfahrt verspürten wir Hunger und L1100376legten beim Hochtragen eine Pause ein um zu vespern. Gestärkt ging es dann weiter, jedoch wurden die Arme jetzt beim Boot auf die Schultern laden schon etwas länger. Nach der siebten oder achten Abfahrt musste ich dann unterwegs das Boot noch mal abladen, ich kaschierte diesen Schwächeanfall damit, dass ich die anderen Beiden fotografierte.
Als ich dann nach der nächsten Fahrt bei den beiden ankam, sagte ich dass ich zwar gerne noch ein paar mal Paddeln würde, aber auf keinen Fall mein Boot noch einmal hinauf schleppen. Axel und Klemens ging es ähnlich und so beschlossen wir unser Training zu beenden. Nach dem wir umgezogen waren kochten wir Kaffee und aßen mitgebrachten Kuchen. Gegen 15.15 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück quer über die Alb nach Tübingen. Ein gelungener Paddeltag. Ich war erstaunt wie gut ich die „Slalomstrecke“ hinunter kam und auch die kleine Schwimmeinlage war nicht problematisch. Ich habe mir fest vorgenommen dieses Stück auch mal mit dem kleinen Holzboot zu befahren.

Ach ja, ich bin ja noch den Film schuldig. Also hier bitte schön, die Helden von Binzwangen. 🙂

Das mit der Kenterung war natürlich Absicht, sonst hätte ich das nicht gefilmt! Ich wollte endlich mal eine Kenterung mit Selbstrettung, Bootsleerung und Wiedereinstieg filmisch festhalten. 😉

Nachtrag: Axel hat einen ergänzenden Beitrag auf seinem Paddelblog und ich entsetzliche Nackenschmerzen vom Boot tragen. Vielleicht sollte ich doch einmal über ein ergonomisches Tragejoch nachdenken.

Mittagspausen-Surf

René hat mir dankenswerter Weise sein Filmchen, von meinem Surf an der Mittagsrast-Welle zur Verfügung gestellt.
Mit dem relativ langen ME sieht das sehr entspannt aus – War es auch 🙂

Sonnenscheint(h)ur

k-P1040864Die Nacht war zwar kurz, aber sehr erholsam. Nach dem Frühstück verliessen uns unsere Gastgeber, sie waren zu einer Radtour verabredet und mussten erst noch zum Bahnhof um ein Stück mit dem Zug zu fahren. Zwei Erwachsen, vier Kinder, sechs Fahrräder, in Schweizer Bahnen kein Problem. Wir brachen bald nach ihnen auf. Der Ablauf war der selbe wie gestern, mein Auto an der Ausstiegstelle abstellen und dann zum Einstieg, der diesmal aber nicht Bütschwil hieß sondern Lütisburg. Das Wetter war herrlich, blauer Himmel, kein Wölkchen.
Die Pegel der Sitter und des Neckers waren nicht ausreichend und ich weiß auch nicht ob ich wirklich scharf darauf gewesen wäre den Necker zu befahren. Der Pegel der Thur war zwar auch ein Stück gefallen, aber mit 20 m3 immer noch gut.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAAuf dem Stück nach der Brücke von Lütisburg musste man sich seine Route schon gut suchen, aber ich musste hier auch schon aussteigen und laufen. Davon waren wir weit entfernt. Wie schon Tags zuvor wurde fleissig gespielt und geübt, bei einer Surfwelle hielten wir uns geraume Zeit auf. Dort machten wir praktischer Weise auch Mittagspause. Wir vesperten in Schichten, irgendjemand hockte immer in der Welle. Man hätte zwecks alberner Fotos sogar surfend sein Wurstbrot essen können, aber diese Idee kam mir erst gerade. Oberhalb dieser ziemlich idealen Welle war eine Zweite Welle, beziehungsweise eine kleine Walze. Auch hier versuchte ich mein Glück, hatte aber keines. Doch irgendwie schon. Es gelang mir nämlich nicht das Boot senkrecht zur Welle auszurichten sondern surfte nur quer musste ordentlich Stützen, bekam das Boot abgefüllt und konnte mich nur durch einen beherzten Ziehschlag offside heraus manövrieren. Bilder gibt es von dieser Situation keine, Axel hatte mich zwar fotografiert wie ich in die Welle hineinfuhr, dann aber offenbar den Foto weggelegt und ob meiner Schräglage lieber zum Wurfsack gegriffen. Der war aber nicht notwendig. 🙂 Aber viellicht ist es auch gut, dass es keine Bilder davon gibt, ich habe sicher keine besonders gute Figur gemacht. Hier eine Auswahl von Bildern von coolen Surfern.

Im Märchengarten-Schwall versuchten wir, wieder erfolglos die Welle zu erwischen und hielten uns nicht all zu lange auf.

„Sonnenscheint(h)ur“ weiterlesen

Sehr spontan, sehr schön ..

Wie verabredet trafen wir uns um 8.00 Uhr am Bootshaus und luden die Boote auf. Roland hatte bereits vier Kajaks auf seinem Dach. Bei ihm fuhren Julia und Hannah mit, ausserdem wollten sie unterwegs noch Christian einsammeln. Bei René wurden die drei Kanadier aufgeladen, Axel fuhr bei René mit, ich fuhr den Hinweg alleine. Wir verabredeten eine Kaffee- und Pinkelpause auf der Raststätte Hegau. k-P1040620Nach rund zweieinhalb Stunden kamen wir schliesslich in Schwarzenbach an, besichtigten den Brückenschwall und die davor liegende Ausstiegstelle, zogen uns um und fuhren mit zwei Autos weiter nach Bütschwil. Die Thur hatte so viel Wasser, dass es gut möglich war die Strecke von Bütschwil aus zu fahren, was nicht immer möglich ist. Der erste Teil der Strecke, von dort bis nach Lütisburg ist etwas einfacher aber sehr von einem guten Wasserstand abhängig. Es wir so gegen 12.00 Uhr gewesen sein, als wir dann aufs Wasser kamen. Leider Hatte ich meinen Fotoapparat im Auto liegen gelassen 🙁 , daher gibt es vom ersten Tag nur Bilder die ich bei Axel geklaut habe. k-P1040671Das Schöne an der Thur zwischen Bütschwil und Schwarzenbach ist, es fängt sehr sachte an, es gibt aber auch auf dem ersten etwas leichteren Stück genügend Stellen um Kehrwässer anzufahren und kleinere Steingärten, durch die man sich seinen Weg suchen kann, ohne ständig Gefahr zu laufen vor einem Stein hängen zu bleiben. Einen vernünftigen Pegel vorausgesetzt. Unserer lag bei ca. 25 m3/s (Pegel Jonschwil). Ich kam mit dem ME gut zurecht, er hat einen leichten Rundboden und das mag ich sehr. Wobei ich mich erst an die Sitzposition auf dem Sattelsitz gewöhnen musste, das ist doch sehr anders als in einem mit Bänkchen ausgestatteten Boot, auf dem man mal etwas die Position verändern kann. „Sehr spontan, sehr schön ..“ weiterlesen

Und immer wieder die Donau

Eigentlich wollten Axel und ich heute auf die Lauchert. Die ist ab 15. März wieder gesperrt und wir wollten die Gelegenheit noch nutzen. Ausser uns fand diese Idee wohl niemand sehr attraktiv und es kristallisierte sich heraus, dass die Donau befahren werden sollte. Da es im Landkreis Sigmaringen einige Beschränkungen, Kontingentierungen und die Regelung mit den Befahrungsscheinen, die gekauft werden müssen gibt, hatten wir uns für einen Abschnitt entschieden, auf dem wir, so es und auch wirklich gelungen ist, diesen sehr unübersichtlichen Regularien ausweichen konnten. L1090870 „Und immer wieder die Donau“ weiterlesen

Weidenkätzchen-Tour

Mitte Februar auf der Schwäbischen Alb, überall Weidenkätzchen! Eigentlich hatte ich mich ja auf eine ähnliche Wintertour wie im letzten Jahr gefreut, aber was nicht sein soll, ist auch nicht.
Das einzige, was wie im Winter war, war meine Erkältung.
Die Highlights, ein ziemlich cooler Reiher und mehrere Eisvögel.
Die Rahmenbedingungen, viele Menschen in Booten, dafür dass es ordentlich geregnet hatte relativ wenig Wasser und eben unzählige Weidenkätzchen.
Das Wetter, na ja, geht so. „Weidenkätzchen-Tour“ weiterlesen

Hausbach

Steinlach1

Als Anwohner der Steinlachallee war ich schon länger begierig darauf, die Namensgeberin zu paddeln. Der Regen der letzten beiden Tage hatte den Pegel der Steinlach ordentlich steigen lassen. Also machten wir uns zu fünft auf den Weg, zwei in Kajaks, drei in Kanadiern. Die Einstiegstelle in Dußlingen war schnell erreicht, quasi fast vor der Haustüre. Ein Auto hatten wir am Ziel beim Finanzamt in der Steinlachallee stehen lassen. Die Steinlach ist ein schnell fliessender Kleinfluss mit zahlreichen kleinen und größeren Naturstufen. Ich fuhr wie schon auf der Eyach im Probe 12. Als ich bald nach dem Einstieg hinter ein paar Stüfchen ein Kehrwasser ansteuerte, hielt ich mich an einem Stein, der etwas vom Gras überwuchert wurde fest. Als ich mir den Stein etwas näher anschaute, viel mir auf, dass er ein eigenwilliges Muster hatte. Mir fiel ein, im Flussführer wurde erwähnt, dass es in Ofterdingen Versteinerungen zu finden geben soll. Das ist zwar einige Kilometer oberhalb der Stelle, aber eine Versteinerung war es trotzdem – allerhand! Die beiden etwas verzwickteren Stufen schauten wir uns zunächst vom Land an. Sie waren problemlos zu befahren. Wir hatten unterwegs auch einen Baumverhau zu überwinden. Es hatte hier wohl Windbruch gegeben, einige Bäume wurden auch herausgeschnitten, jedoch an uns arme Paddler hatte niemand gedacht. Wir trugen es mit Fassung. Die Schwierigkeiten nahmen ab, die Naturstufen wurden kleiner, gelegentlich luden kleine Surfwellen zum Verweilen ein. Am Ortseingang von Tübingen mussten wir ein Steilwehr mit enormem Rücklauf umtragen. Gleich nach dem Wehr gab es noch einen Abfall, den wir noch mitnahmen. Danach ist die Steinlach kanalisiert. Bedingt durch den Wasserstand gab es jedoch ein paar Wellen und auch ein paar Kehrwässer hatten sich dort gebildet, wo die Uferbefestigung schadhaft ist und das Hochwasser sich Platz verschafft. Am Fussballfeld sorgte unsere Vorbeifahrt wir für willkommene Abwechslung. Noch zwei drei Brücken und wir fuhren bei uns am Haus vorbei. Leider schaute grade niemand zum Fenster raus. Wir hatten uns angekündigt und zum Kaffee angemeldet, jedoch hinkten wir ca. eine Stunde unserem Zeitplan hinterher. Nach dem wir dann am Finanzamt ausgestiegen und die Autos in Dußlingen geholt hatten, gab es jedoch nicht nur den versprochenen Kaffee, sondern auch super Schokokuchen. Herz was willst du mehr! Vielen Dank fürs Kuchenbacken!

Mehr Infos, Bilder und auch ein Video auf Axels Paddelblog!

Nagold am 10.03.2013

Für Sonntag war eine Fahrt auf der Nagold angesagt. Der Pegel meldete Hochwasser.

Von Ernstmühl bis Dillweißenstein bei Pforzheim sollte es gehen. Die Nagold ist ein Kleinfluss des nördlichen Schwarzwaldes. Sie ist rund 86 km lang und Mündet in die Enz. Wir waren 17 Paddler, 8 Kanadierfahrer und 9 Kajakfahrer. Um das Gedränge auf dem Bach etwas einzuschränken hatten wir beschlossen in zwei Gruppen zu fahren. Die Kajakfahrer voraus, die Kanadier hinterher. Das war ein guter Plan. Leider ging er nicht ganz auf, den beim ersten Schwall, der zum Spielen einlud waren wir alle wieder zusammen. Die Nagold ist jedoch nicht so eng wie die Große Lauter, die wir vor drei Wochen befuhren, so dass man genug Platz zum Ausweichen hat.

Auch Baum- und Strauchhindernisse begegneten uns keine. Das Hochwasser, der Pegel war auf 1,20 gestiegen, hatte ich mir etwas wuchtiger vorgestellt. Ich war solo unterwegs, im Prospector. Lorenz hatte diese Woche etwas gekränkelt und wegen der miesen Wetteraussichten blieb er zu Hause. So mies wurde das Wetter dann aber nicht, gelegentlich ein kurzer Nieselregen und gegen Ende der Fahrt sogar Sonne. Bei der Pause in Monbachtal verabschiedeten wir uns von fünf unserer Mittpaddler, die dort ein Auto abgestellt hatten.
OLYMPUS DIGITAL CAMERATermine am Abend liessen es ihnen nicht zu, die ganze Strecke bis Dillweißenstein, immerhin fast 18 km mit zu fahren. Die drei Wehre die zu umtragen waren machten uns keinerlei Schwierigkeiten, jedoch hält das bei einer großen Gruppe doch immer auf und so war es nicht verwunderlich, dass wir erst gegen 16.00 Uhr am Ziel ankamen. Bis dann die Boote verladen, der Kaffe in Monbachtal getrunken und der Weg nach Hause geschafft war, war es bereits sieben Uhr Abends.

Wie immer, sehr gut dokumentiert hier der Bericht von Axel, auch mit dem Hinweis auf weitere Bilder.

Große Lauter

k-170113_0481Gestern ging es nun endlich auf die Große Lauter. Die Wetteraussichten versprachen grau in grau, was sie auch hielten. Die Große Lauter ist ein kleiner, flott fließender Bach durch Feld und Wiesen, von denen wir wegen des Schnees nicht zusehen bekamen. Die Straße die den Bach begleitet ist nicht störend, zumindest war das gestern so. Gelegentlich mussten wir die Köpfe einziehen, der niedrigen Brücken wegen.

Unsere Strecke, von Buttenhausen bis Indelhausen ist eigentlich kein Wildwasser, aber die engen teilweise 180° Kehren erfordern schon einigermaßen Fahrtechnik. „Große Lauter“ weiterlesen

Starzel mit Startschwierigkeiten

Der  Dauerregen die letzten beiden Tage hat die Bäche ordentlich voll gemacht. Axel hatte in weiser Voraussicht für heute auf die Starzel eingeladen. Eigentlich hätten wir im Prospector fahren können, aber Lorenz wollte gerne noch mal im Probe 14 paddeln, den wir schon auf der Erms gefahren hatten. Der sei cooler.
Nicht so cool war, dass wir dann unsere Schwimmwesten nicht aus dem Prospector genommen hatten und das erst merkten, als wir uns in Bieringen umzogen. Glücklicherweise merkten wir das während einer Unterhaltung mit einem Radfahrer, der zufällig gerade vorbei gekommen war und sich erkundigte was wir vorhatten.

Er wohnt in Bieringen, ist Paddler und hat uns ausgeholfen.
An dieser Stelle herzlichen Dank!
Nach dem wir alle umgezogen waren, deponierten wir die trockene Kleider bei uns im Auto. Das ließen wir in Bieringen stehen. Unseren Einsatzort Rangendingen erreichten wir innerhalb 20 Minuten.

Die Starzel ist ein kleiner Bach, nur bei ordentlich Hochwasser überhaupt befahrbar. Sie windet sich durch ein einsames Waldtal. Nur ein mal kreuzt eine Straße. Es gibt auch keinen Begleitweg, so dass man eigentlich ganz alleine unterwegs ist. Der Schwierigkeitsgad wird mit WW I-II angegeben. Sie ist nicht sonderlich verlockt, hat aber viele enge Kehren und mit Baumhindernissen ist zu rechen.

Wir waren zu neunt unterwegs, vier Kajakfahrer, drei Solokanadierfahrer und Lorenz und ich im Tandem. Auf der ersten Hälfte der Strecke hatte Lorenz sehr kalte Hände bekommen und als wir das erste mal wegen eine Baums aus dem Boot mussten war er ziemlich verzweifelt. Ich versuchte ihn dazu zu bringen sich zu bewegen. Aber wie das so ist, wenn Väter etwas sagen,  – das zählt nicht.
Clemens hingegen motivierte ratzfatz zu einem Wettrennen und als ich dann noch mit Schokolade ankam konnte er schon wieder lachen.

Wir hatten auf unserer ca. 12 km langen Strecke drei Wehre zu umtragen, eines oder zwei hätten wir evtl. befahren können, wir hatten aber keinerlei Risikobereitschaft verspürt. Nach dem 2. Wehr fanden wir nicht direkt einen Einstieg und liefen eine ganze Weile am Fluss entlang um eine geeignete Stelle zu finden, als René, der uns einwenig voraus war, zurückkam mit dem Meldung eines weiteren Baumhindernisses. Da hatte sich die Lauferei gelohnt und wir konnten uns das erneute Aus- und wieder Einsteigen sparen.

Mittlerweile war die Sonne etwas herausgekommen. Lorenz Stimmung war wieder ganz gut. Die Strecke war abwechslungsreich und spritzig, wir kamen gut zurecht. Bis auf die Hände hatten wir auch warm, steckten wir doch in unseren neuen Paddelhosen die gestern gerade noch rechtzeitig angekommen waren. Beim dritten Wehr gibt es eine Fischtreppe, die man das Boot ganz prima hinunter treideln kann. Eigentlich könnte man sie auch fahren, aber das Wasser war schon ein Stück gefallen und die Steine waren schon wieder sichtbar. Langsam kamen wir schon in den Bereich von Bieringen, unserem Zielort. Auf dem letzten Stück vor der Mündung in den Neckar, gibt die Starzel noch mal richtig Gas. Ein paar kleine Stufen und Schwälle. Dann die Mündung und gleich danach die Ausstiegstelle beim Parkplatz. Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt, umziehen, die Autos in Rangendingen holen. In der Zwischenzeit hat Lorenz die ausgeliehene Schwimmweste zurückgebracht. Dann nach Hause, zuvor noch die Boote ins Bootshaus gebracht.
Ach ja, das beste zum Schluss, Lorenz bekommt Paddelhandschuhe!

Die Fotos von uns hat Axel gemacht. Hier der Link zu seinem Paddelbolg

Silvester-Tour

Heute ging es zum Jahresabschluss auf die Erms. Unsere Strecke führte von Metzingen nach Neckartenzlingen. Eigentlich wollten wir auf die Starzel, aber die hatte zu wenig Wasser. Wir waren zwei Kajakfahrer und 5 Kanadierpaddler.
Ich fuhr mit Lorenz zusammen im Probe 14, also wieder ein Wildwasserkanu und kein Wood-and-Canvas Boot. Aber für nächsten Sonntag auf der Reuss haben wir fest vor wieder mal mit einem Holzboot unterwegs zu sein.

Hier ein paar Bilder von heute. Die untere Serie zeigt uns beim Befahren des zweiten Wehres. (Vielen Dank an Axel für die Bilder) Das erste des Tages war unfahrbar, das zweite befanden wir nach genauem Ansehen für fahrbar.