Prospectoren unter sich

Nachdem ich heute Vormittag schon mit Axel am Bootshaus Umstrukturierungen vorgenommen hatte, bin ich am Nachmittag noch mal hin gefahren. Ich traf dort auf Sabine und Charly, die gerade ihren neuen Prospector einlagern wollten. Ich überredete sie, trotz des Hochwassers mit mir paddeln zu gehen. So kam es zu einer spontanen, kleinen, anstrengenden, aber sehr spassigen Jungfernfahrt, mit dem noch namenlosen Boot. Wir kämpften uns hinauf bis zum unteren Blockwurf. Wir nutzten die rar gewordenen Kehrwässer, so gut es ging und kamen ziemlich erhitzt oben an.

Der Blockwurf war ein einziger großer Schwall mit einigen hohen, stehenden Wellen im Auslauf. Ich versuchte ein paar mal in einer der Wellen zu surfen, wurde aber nicht gehalten. Ich machte anstatt dessen ein paar J-Ferries, was sehr lustig war. Sabine und Charly traversierten eifrig hin und her um sich an ihr neues Boot zu gewöhnen. Die Fahreigenschaften des Bootes lobten sie sehr, was mich nicht wunderte, schliesslich haben sie ja jetzt das gleiche Boot wie ich. Einige der Feiertagsspaziergänger blieben stehen und schauen uns zu.  Auf dem Rückweg peilten Charly und Sabine dann jedes Kehrwasser an, welches erkennbar war. Am Bootshaus legten wir unsere beiden Prospectoren nebeneinander erst auf die Wiese, dann ins Bootshaus. 🙂
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Licht und Schatten

Heute haben wir eine Tour unternommen, welche mir außerordentlich gut gefallen hat. Ich wage sogar zu behaupten, dass dies der schönste Abschnitt auf dem Neckar war, den ich bisher gepaddelt bin. Aber der Reihe nach. Am Wochenende hat es ja ordentlich Hochwasser gegeben, was meine Paddelfreunde am Sonntag für eine schöne Fahrt auf der Starzel genutzt hatten. Ich setzte, immer noch mit meiner Erkältung beschäftig, aus. Aber für den heutigen Feiertag, war eine ordentliche Portion Sonne angesagt und der Pegel des Neckars machte es möglich ihn ab Rottweil zu befahren. Axel hat seinen Bericht schon fertig, so dass ich gerne darauf verlinke. Was mich an unserer heutigen Strecke fasziniert hat, waren die Gegensätze. Der Neckar mäandert im tief eingeschnittenen Tal mal von der Sonnenseite in den Schatten und dann wieder zurück. Dieser stetige Wechsel machte es nicht einfach zu fotografieren, aber das eine oder andere Bild ist gelungen und gibt die Stimmung wieder.

Viele weitere Bilder gibt es hier.

Ich war mit dem Gerrish unterwegs und hatte Axel und Ruth meinen Royalex-Prospector geliehen. Axel hat ein ganz nettes Bild von mir gemacht, an der Surfwelle unter der Autobahnbrücke der A 81. Ich glaube das ist ein Bild, welches ich in meine Galerie aufnehme.k-P1090215

Sonntags Nachmittagskaffee mit Paddeln

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeute sind wir zu sechst nach Binzwangen an unsere Park- and Playstelle gefahren. Axel, seine Frau Ruth, sein Hund Røskwa, Eckhard, Klemens und ich. Klemens war nur mitgekommen um zu fotografieren, Ruth ging mit Røskwa spazieren und genoss die Sonne, als der Nebel sich kurz nach unserer Ankunft auflöste. Das war so ca. 14.00 Uhr. Axel, Eckhard und ich zogen uns um und trugen die Boote für die erste wilde Abfahrt nach oben. Ich hatte wie schon die letzten beiden Male den Prospector gewählt. Axel hatte vor unserer Abfahrt noch versucht mich zu überreden mal doch ein anständiges Wildwasserboot, zum Beispiel die neue Vereins Viper, zu nehmen, aber ich blieb stur. „Sonntags Nachmittagskaffee mit Paddeln“ weiterlesen

Park and Play

Axel hatte über seinen Stechpaddler und Wildwasserverteiler zu einem Ausflug nach Binzwangen an der Donau eingeladen. Zum vereinbarten Treffpunkt kamen immerhin drei Interessenten. Das machte aber nichts, für drei Personen und drei Boote reicht ein Auto und da wir nicht vorhatten eine Längere Strecke in ein und dieselbe Richtung zu paddeln, mussten wir uns auch wegen der Umsetzterei keine Gedanken machen. So fuhren also Klemens, Axel und ich quer über die Schwäbische Alb nach Binzwangen an der Donau.
Auf dem Parkplatz war schon einiges Los, schliesslich ist das nicht nur die Abstellmöglichkeit für unseren „Playspot“, sondern auch für die hier einsetzen201405Jun_15  06.07.2014 Binzwangen_6429den Leihbootfahrer. Wir ergatterten aber noch ein Plätzchen zwischen zwei Fahrzeugen. Es war schon ziemlich heiß und wir kamen bereits beim Umziehen ins Schwitzen. Bei unserem letzten Besuch war es deutlich frischer, das war allerdings auch im Februar gewesen. Was auch etwas nervig war, waren die vielen Bremsen, allerdings piesackten sie uns nur wenn wir an Land waren. Das fand ich ziemlich anständig von ihnen, erschlagen habe ich aber trotzdem welche. Der Wasserstand war einiges niedriger als beim letzten mal, kein Wunder, woher soll es auch kommen – das Wasser. Ich hatte wie schon im Winter den Prospector mit genommen, eigentlich ein viel zu großes Boot für die vielen kleinen Kehrwässer. L1100354Aber die erste Abfahrt gelang mir ganz gut, ich erreichte jedes Kehrwasser, das ich wollte. Ich musste aber schon ein Bisschen was dafür tun. Klemens und Axel, waren natürlich mit ihren kurzen Dingern erheblich im Vorteil, aber ich hatte es ja so gewollt. Bei der zweiten Runde beschloss ich meine Abfahrt zu Filmen. Ich nahm dann wie zuvor das oberste Kehrwasser, querte die Stromzunge und erreichte das Zweite. Da trödelte ich etwas herum und … na ja, das kann man dann im Film sehen. Auf jeden Fall hatte ich das Boot zwar verlassen, aber nicht losgelassen, das Paddel auch nicht und so setzte ich meine Fahrt relativ schnell wieder fort. Ich verzichtete aber darauf jedes einzelne Kehrwasser anzufahren, sondern fuhr relativ gerade aus durch, so gut es halt ging. Natürlich wollte ich das nicht auf mir sitzen lassen und filmte auch meine dritte Abfahrt. Danach montierten wir die Kamera auf Axels Boot.
Wir hatten ständig Zuschauer, entweder Spaziergänger, oder Kunden des Kanuverleihers die ihre Fahrt hier starteten. Nach der vierten oder fünften Abfahrt verspürten wir Hunger und L1100376legten beim Hochtragen eine Pause ein um zu vespern. Gestärkt ging es dann weiter, jedoch wurden die Arme jetzt beim Boot auf die Schultern laden schon etwas länger. Nach der siebten oder achten Abfahrt musste ich dann unterwegs das Boot noch mal abladen, ich kaschierte diesen Schwächeanfall damit, dass ich die anderen Beiden fotografierte.
Als ich dann nach der nächsten Fahrt bei den beiden ankam, sagte ich dass ich zwar gerne noch ein paar mal Paddeln würde, aber auf keinen Fall mein Boot noch einmal hinauf schleppen. Axel und Klemens ging es ähnlich und so beschlossen wir unser Training zu beenden. Nach dem wir umgezogen waren kochten wir Kaffee und aßen mitgebrachten Kuchen. Gegen 15.15 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück quer über die Alb nach Tübingen. Ein gelungener Paddeltag. Ich war erstaunt wie gut ich die „Slalomstrecke“ hinunter kam und auch die kleine Schwimmeinlage war nicht problematisch. Ich habe mir fest vorgenommen dieses Stück auch mal mit dem kleinen Holzboot zu befahren.

Ach ja, ich bin ja noch den Film schuldig. Also hier bitte schön, die Helden von Binzwangen. 🙂

Das mit der Kenterung war natürlich Absicht, sonst hätte ich das nicht gefilmt! Ich wollte endlich mal eine Kenterung mit Selbstrettung, Bootsleerung und Wiedereinstieg filmisch festhalten. 😉

Nachtrag: Axel hat einen ergänzenden Beitrag auf seinem Paddelblog und ich entsetzliche Nackenschmerzen vom Boot tragen. Vielleicht sollte ich doch einmal über ein ergonomisches Tragejoch nachdenken.

Mittagspausen-Surf

René hat mir dankenswerter Weise sein Filmchen, von meinem Surf an der Mittagsrast-Welle zur Verfügung gestellt.
Mit dem relativ langen ME sieht das sehr entspannt aus – War es auch 🙂

Sonnenscheint(h)ur

k-P1040864Die Nacht war zwar kurz, aber sehr erholsam. Nach dem Frühstück verliessen uns unsere Gastgeber, sie waren zu einer Radtour verabredet und mussten erst noch zum Bahnhof um ein Stück mit dem Zug zu fahren. Zwei Erwachsen, vier Kinder, sechs Fahrräder, in Schweizer Bahnen kein Problem. Wir brachen bald nach ihnen auf. Der Ablauf war der selbe wie gestern, mein Auto an der Ausstiegstelle abstellen und dann zum Einstieg, der diesmal aber nicht Bütschwil hieß sondern Lütisburg. Das Wetter war herrlich, blauer Himmel, kein Wölkchen.
Die Pegel der Sitter und des Neckers waren nicht ausreichend und ich weiß auch nicht ob ich wirklich scharf darauf gewesen wäre den Necker zu befahren. Der Pegel der Thur war zwar auch ein Stück gefallen, aber mit 20 m3 immer noch gut.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAAuf dem Stück nach der Brücke von Lütisburg musste man sich seine Route schon gut suchen, aber ich musste hier auch schon aussteigen und laufen. Davon waren wir weit entfernt. Wie schon Tags zuvor wurde fleissig gespielt und geübt, bei einer Surfwelle hielten wir uns geraume Zeit auf. Dort machten wir praktischer Weise auch Mittagspause. Wir vesperten in Schichten, irgendjemand hockte immer in der Welle. Man hätte zwecks alberner Fotos sogar surfend sein Wurstbrot essen können, aber diese Idee kam mir erst gerade. Oberhalb dieser ziemlich idealen Welle war eine Zweite Welle, beziehungsweise eine kleine Walze. Auch hier versuchte ich mein Glück, hatte aber keines. Doch irgendwie schon. Es gelang mir nämlich nicht das Boot senkrecht zur Welle auszurichten sondern surfte nur quer musste ordentlich Stützen, bekam das Boot abgefüllt und konnte mich nur durch einen beherzten Ziehschlag offside heraus manövrieren. Bilder gibt es von dieser Situation keine, Axel hatte mich zwar fotografiert wie ich in die Welle hineinfuhr, dann aber offenbar den Foto weggelegt und ob meiner Schräglage lieber zum Wurfsack gegriffen. Der war aber nicht notwendig. 🙂 Aber viellicht ist es auch gut, dass es keine Bilder davon gibt, ich habe sicher keine besonders gute Figur gemacht. Hier eine Auswahl von Bildern von coolen Surfern.

Im Märchengarten-Schwall versuchten wir, wieder erfolglos die Welle zu erwischen und hielten uns nicht all zu lange auf.

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