Dreikönig

Das Mistwetter die letzten Tage hatte uns heute einen schönen Neckarpegel beschert.
Wir paddelten von Sulz nach Horb. Das Wetter war vorbildlich, morgens Frost, mittags Sonne, abends setzte dann leichter Regen ein, aber da waren wir schon im Kaffee. Ich war mit Lorenz im Gerrish unterwegs, den ich gestern noch mit Auftriebskörpern versehen hatte. Das wäre allerdings  nicht notwendig gewesen, wir luden nicht mal beim Befahren der beiden Sohlschwellen bei Dettingen nennenswert Wasser ein. Ich hatte ganz vergessen, wie trocken das Boot selbst bei Tandembesatzung läuft. Ich war wieder ein mal mehr sehr angetan von unserem kleinen Holzboot. Wir übten auch diverse Kehrwasseranfahrten, was bei der flotten Strömung auch sehr gut klappte.

Sohlschwelle

Das obere Bild ist von Axel, es zeigt uns auf der Kante der ersten Sohlschwelle bei Dettingen. Das untere Bild ist von Klemens aufgenommen, vielleicht eine Sekunde später, von der anderen Seite des Flusses.

copy-Sohlschwelle.jpg

Wir hatten beim Autoversetzten die beiden Sohlschwellen angesehen, allerdings nur in langsamen Vorbeifahrt. Die obere machte uns allen den Eindruck, dass sie einen nicht zu verachtenden Rücklauf hatte. Die Fallhöhe war, auf Grund des erhöhten Wasserstandes aber nicht sehr beträchtlich, was man auf dem unteren Bild sehr gut erkennt. Ich war die beiden Stufen im vergangenen Jahr mit dem Wildwasserboot schon einmal gefahren und hatte daher keine Bedenken mit unserem immerhin 4,60 Meter langen Boot.

Nachtrag: Es war auch nicht im Geringsten ein Problem. Bei einem höheren Wasserstand wird der Rücklauf aber unter Umständen etwas giftiger und man sollte sich gut überlegen, ob man das Risiko einer Befahrung in Kauf nimmt. Oberhalb der Stufen steht in etwa 400 Metern Abstand ein Warnschild, welches auf die beiden Stufen hinweist und die Aufforderung macht, diese beiden Stufen zu Umtragen. Wenn man bedenkt, dass hier im Sommer Menschen mit ausgeliehenen Booten und nur rudimentären Paddelkenntnissen unterwegs sind, ist das fast ein Bisschen wenig. Es gibt auch keine erkennbare Ausstiegstelle, oder wenigstens ein weiteres Schild: Hier aussteigen. So könnte es jemandem, der die Örtlichkeit nicht kennt, passieren, dass er denkt: „Na da kommt sicher noch die Ausstiegstelle“ und dann …
Also am besten, gleich beim Schild aussteigen und die Stufen anschauen. Dann, gesunden Menschenverstand auf „on“ und die eigenen Fähigkeiten richtig einschätzen. Wenn man sich nicht sicher ist – umtragen.
Wenn gefahren werden soll, absichern!  – Wie?  – Wer diese Frage stellt sollte auf jeden Fall umtragen!

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