Ein wenig wie Indian Summer

Als wir uns gestern am Bootshaus verabschiedet haben (wir sanieren dort gerade das Dach), wurde ein Treffen um 10.00 Uhr am heutigen Sonntag verabredet. Ich sagte meine Teilnahme ab, da ich nachmittags Lorenz von einem SMV Wochenende auf der Alb abholen sollte. Als ich nach Hause kam und rumjammerte, dass ich nicht zum Paddeln mitkönnte sagte meine liebe Frau, geh du nur paddeln, ich hole den Bube. Ich organisierte mir dann natürlich gleich ein Mitfahrgelegenheit bei Axel. Erst hatte ich vor, mit dem Holzboot zu fahren, es lagert momentan im Bootshaus. Mit Axel hatte ich vereinbart, dass ich um 20 vor zehn zu ihm kommen würde. Morgens entschied ich mich dann aber um und wollte doch lieber den Prospector fahren, weil es noch nicht ganz klar war welche Strecke auf welchem Gewässer OLYMPUS DIGITAL CAMERAüberhaupt gepaddelt werden sollte. Da ich den Prospector in der Garage hängen hatte habe ich ihn mir kurzer Hand auf die Schultern geladen und mich auf den Weg zu Axel gemacht. Das sind ungefähr 500 Meter, an der Stuttgarter Straße schaltete die Fußgängerampel gerade auf rot als ich dort ankam. Ich lehnte das Boot gegen die Ampel um meine Schultern, auf denen auch noch mein Rucksack mit den Klamotten hing, zu entlasten. Axel wartete schon vor dem Haus. Schnell das Boot von den Schultern aufs Auto und ab ans Bootshaus. Dort trafen wir uns mit Klemens und Anita, Julia und Roland und Rolf. Wir waren also zu siebt, fünf Canadier und zwei Kajaks. Die Strecke war auch bald gefunden, es sollte auf k-P1060942dem Neckar von Sulz nach Horb gehen. Gut anderthalb Stunden später waren wir startklar. Zwei Autos standen in Horb, eines in Sulz. Ich hatte mir die Zeit bis die Autofahrer zurück waren mit etwas Poling vertrieben. Der kleine Schwall gleich bei der Einsatzstelle war dafür wie gemacht. Dann ging es los, durchs herbstliche Neckartal. Der Himmel war noch etwas wolkenverhangen, aber man konnte die Sonne schon spüren. Zu uns hatte sich noch ein Kajakfahrer gesellt, Martin. Er hatte sein Auto schon nach Horb gebracht und war mit dem Zug zurück gefahren.  Der Pegel war niedrig, so um die 60 cm in Horb. Ich nutzte viele Gelegenheiten zum Polen, dafür war der Pegel ideal. Das Wehr in Fischingen war komplett trocken, aber sehr bequem zu umtragen. In Fischingen hatte die Sonne es dann geschafft durch die Wolken zu dringen. Die OLYMPUS DIGITAL CAMERAschon etwas lichteren Laubwälder zeigten sich jetzt in tollen Farben. Auf dem anschliessenden Stück, vor der angekündigten Pause bei der alten Holzbrücke, bot sich mir noch mal ein herrliches Stück zum Staken. Als ich dann mit Verspätung bei der Pausenstation ankam, standen die Anderen schon auf der Brücke in der Sonne. Ich versuchte den kleinen Schwall vor der Brücke noch ein mal hinauf staken, jedoch hatte ich keinen Erfolg. Ich gesellt mich zu den Pausierern und packte mein Vesper aus. Nach der Pause versuchte ich es noch ein mal und die Pause zeigte Wirkung, dies mal kam ich hinauf, auch ein zweites und

ein drittes mal. Die Stelle war einigermaßen anspruchsvoll. Der Fluss war zweigeteilt, in der Mitte war eine sehr seichte Stelle über die man nicht hinweg kam. Ich fuhr jedes mal auf der OLYMPUS DIGITAL CAMERAlinken Seite hoch. Ein mal wurde ich, als ich schon fast oben war, seitlich versetzt und in den rechten Stromzug getrieben. Da wäre ich dann fast vor versammelter Mannschaft baden gegangen, aber nur fast. 🙂 Als ich genug hatte bot ich Axel mein Boot an und er tat es mir gleich. Er fuhr erst die linke Seite hinauf und die rechte hinunter, fuhr dort sehr elegant in ein kleines Kehrwasser und stakte dann die rechte Seite, bei der die Strömung sehr OLYMPUS DIGITAL CAMERAviel kräftiger war hinauf. Wir haben beschlossen, bei Gelegenheit bei der Holzbrücke einzusetzten und hinauf Richtung Fischingen zu staken. Nach der Pause kamen noch ein paar kleine spritzigen Stellen und dann ein etwas zu langes ruhigeres Stück, bevor wir zu den zwei Dettinger Sohlschwellen kamen. Der Rücklauf der Schwellen war entsprechend dem Wasserstand nicht erheblich und wir trafen auch alle die kleine Lücke in der Kante des ersten Absturzes. Die zweite Sohlschwelle hat keine so exakte Abbruchkante, ist aber k-P1070124auch nicht so hoch wie die obere. Nach ein paar weiteren kleinen spritzigen Schwällchen erreichten wir das lange Staustück, das das Wehr von Horb ankündigt. Unter der Brücke oberhalb des Wehres von Horb stiegen wir dann aus. Heute war dort wenig Radfahrerverkehr, was das Wegtragen der Boote erheblich erleichterte. Nachdem wir uns umgezogen und die Boote aufgeladen hatten, suchten wir das Kaffee beim Kreisverkehr gegenüber des Parkplatztes auf. Später nahm Martin Julia und Rolf, deren Auto ja noch in Sulz stand mit zurück. Wir anderen zockelten durch das Neckartal zurück nach Tübingen.

Hier gibt es noch mehr Bilder zu sehen und hier der Link zu Axels Bericht.

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