Einsames Polingtraining

Wie gestern angekündigt, wollte ich heute wieder nach dem Pegel am Blockwurf sehen. Es hatten sich für 17.00 Uhr noch andere Paddelwillige angemeldet, als ich jedoch zum Bootshaus kam, waren dort nur Birte und Karsten ihre Wildwasserboote für ihren Urlaub in Griechenland am fitten. Axel kam auch, er wollte aber nur am Anleger etwas das Paddeln auf der rechten Seite testen, da er seit unserer letzten Tour am Mittwoch unter Schmerzen im Ellbogengelenk leidet. UDie Schmerzen kommen von einem Tennisellbogen, dieser rührt allerdings nicht vom Paddeln, wie man hier nachlesen kann. Mich plagt seit Wochen ein sogenannter Golferellbogen, das ist ein Überbleibsel unseres Umzuges und der Renovierungsarbeiten. Vielleicht sollte ich den Arm auch mal etwas schonen. Zum Schluss kam auch noch Gerrit, er kam aber bereits zurück vom Paddeln. – Also stocherte ich alleine los, nach dem ich mich noch etwas verquatsch hatte.

Die Sonne war schon hinter dem Spitzberg verschwunden. Ich stakte mittig im Fluss, so wie es schien waren heute auch keine Angler am Ufer. Kurz bevor ich den Kraftwerkskanal erreichte versetzte ich das Boot etwas ans, gegen die Fliessrichtung linke Ufer, um nicht mitten in der Strömung des Ausflusses fahren zu müssen. Ich war schon fast vorbei und wollte gerade herzhaft mit der Stange abstossen, um das Letzte Stück bis in den ruhigeren Bereich oberhalb des Kanals zu gelangen, da sah ich doch zwei Schnüre blitzen. Ich versetzte so gut es ging nach rechts hin zur Stromzunge des Kanals und mogelte mich an den Schnüren vorbei. Der Angler sah es gelassen, er kannte mich ja schon von gestern. 🙂 Wenn das Freitagstraining wieder Fahrt aufnimmt, in ein paar Wochen, wird er sich eh einen anderen Platz suchen. Das ruhige Stück bis zum Blockwurf kam mir zu gestern nicht verändert vor. Im Bereich der unteren kleinen Stufe, die ich so sehr vermisse erahnte ich eine leichte Stromzunge und die Steine schienen mir etwas weniger überspült. Die kleine Insel in der Mitte ist aber auf jeden Fall verschwunden. Ich machte ein Foto, und vergleiche es mal mit einem vom letzten Sommer. P7190006kl

Die Bilder sind natürlich von unterschiedlichen Standorten aufgenommen und daher schlecht zu vergleichen. Ich denke mal der Pegel ist noch zu hoch, um zu sehen in wie weit sich das Flussbett hier verändert hat, es macht mir aber auf jeden Fall Spass das zu beobachten.
Ich habe dann im Anschluss das gleiche kleine Polingprogramm wie gestern Abend veranstaltet, auf Grund der fortgeschrittenen Uhrzeit machte ich mich jedoch bald auf den Rückweg. Die Kehrwasserübungen am Kanal fielen aus, ich fuhr die ganze Strecke zurück im Stehen, das Paddel hätte ich heute gar nicht mitnehmen müssen. Als ich am Bootshaus ankam war niemand mehr da, auch bei den Stocherkahnleuten, die die letzten Tage schon eifrig an ihren Kähnen gewerkelt hatten, war schon Feierabend.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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