Eyach bis Bieringen

Der Regen die letzten beiden Tage hatte die Pegel in der näheren Umgebung ansteigen lassen. Zu Diskussion standen Fahrten auf der Steinlach oder der Erms. Wenn wir gleich morgens losgefahren wären hätte das auch gereicht. Allerdings stellte sich im Laufe des gestrigen Abends und heute morgen heraus, dass viele der potentiellen Mittpaddler keine oder erst Nachmittags OLYMPUS DIGITAL CAMERAZeit hatten. So wurde es wieder ein mal eine Fahrt auf dem Neckar. Ich holte Axel um 14.00 Uhr von zu Hause ab. Ich hatte das Holzboot schon auf dem Dach. Axel hatte die neue Vereinsviper zu Hause, da er noch daran gearbeitet hatte. Wir fuhren nach Bieringen, wo wir am Parkplatz mit Julia und Roland verabredet waren. Pünktlich um 15.00 Uhr OLYMPUS DIGITAL CAMERAhatten wir unsere Kanadier auf Rolands Auto geladen und fuhren Richtung Eyach. Da wir schon recht spät dran waren hatten wir beschlossen hinter dem Wehr bei Eyach einzusetzen. Der Neckar war braun und schnell, doch der Schein trog. So sehr hoch war der Pegel nicht und es waren noch jede Menge Kehrwässer vorhanden. Das Wehr von k-P1060577Börstlingen liess nicht lange auf sich warten und meine drei Paddelfreunde rutschten es hinunter. Ich erinnerte mich meiner guten Vorsätze vom Januar, mit dem Holzboot keine Wehre mehr zu befahren und umtrug. Die Ausstiegstelle ist dort eher bescheiden. An einem ca. 1 Meter kurzen Stück Mauer vor dem Einlauf in die Fischtreppe, legte ich an, k-P1060600stand auf und kletterte aus dem Boot. Wie dort ein Kajakfahrer, der das Wehr nicht befahren möchte aussteigen soll kann ich mir nicht recht vorstellen. Die Einstiegstelle war kein Bisschen besser, jede Menge Brennnesseln und eine steile, schmierige Böschung. Ich konnte auch nicht seitlich einsteigen sondern musste über das Heck ins Boot klettern und dann nach vorne k-P1060625laufen. Rolland stabilisierte dabei meinen Bug und sorgte dafür, dass sich mein Boot nicht selbstständig machte. Nach der Börstlingen Insel, wo sich die beiden Neckararme vereinen hielten wir uns ein Bisschen auf und machten Kehrwasserübungen und Surfversuche. Beim verfallenen Wehr unterhalb der Weitenburg warteten herrliche Wellen auf uns. Etwas unterhalb war eine kleine Surfwelle in der wir uns eine Weile herumtrieben. Ich liess mich dann etwas hinunter treiben und wechselte dann mal wieder das Besteck und stakte wieder ein Stück nach oben bis zur Surfwelle, in der Julia und Roland mit ihren Kajaks noch am OLYMPUS DIGITAL CAMERAspielen waren. In Sulzau trafen wir eine weitere Kanadiergruppe aus Esslingen, die ihr Standquartier in Horb auf dem Camping hatten. Nach der Golfplatzstrecke war es dann nicht mehr weit bis Bieringen. Unter der Brücke vor der Starzelmündung war ein herrliches Kehrwasser, was uns noch mal die Gelegenheit für einige Manöver gab. Zum Schluss stakte ich dann noch die Starzel hinauf bis zur Brücke, über die man den Parkplatz erreicht und dem, bei diesem Pegel, ersten unüberwindlichen Hindernis. Axel und Julia warteten dann am Parkplatz während ich Roland zu seinem Auto an der Einsatzstelle brachte. Obwohl die Strecke kurz ist, waren wir doch 20 Minuten unterwegs. Bis dann alles verpackt und aufgeladen war, war es 18:30 Uhr und gegen sieben waren wir dann wieder in Tübingen. Solche Halbtagestouren sollte man öfter machen. Wie so oft, hier der Link zu Axels Bericht.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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