Fast schon kitschig

thumb_P1150100_1024Heute hatte es uns auf die Enz gezogen. Axel hatte schon zu Beginn der Woche per Mail kundgetan, dass er den Drang zu paddeln verspüre. Er stellte auch gleich Links zur Ein- bzw. Aussatzstelle zur Verfügung, so dass gleich jeder sehen konnte, was ihn erwartet. Der Flussabschnitt, von Vaihingen bis Bietigheim, den wir uns vorgenommen hatten weist keine spektakulären Passagen aus, die Strömung ist sehr mässig, es gibt zwei leicht zu umtragende Wehre, vor denen sich naturgemäß der Fluss für ein paar Kilometer staut. Die Ufer sind meist bewaldet und daher ist dieser Flussabschnitt ideal für eine Herbstfahrt. Das Herbstlaub, das schon ordentlich verfärbt ist, war der eigentliche Star des Tages. Es war sehr idyllisch durch das ruhige Wasser zu gleiten und die Teppiche aus bunten Blättern, die darauf trieben, zu zerteilen. P1000074Ich hatte heute Andreas eingeladen mit mir im Tandem zu fahren, da er Interesse bekundet hatte und Lorenz nicht mit von der Partie war. Von Zeit zu Zeit unterbrachen kleine, ich nenne es mal Schwällchen, diese Idylle. Der Pegel war wie momentan überall äusserst niedrig, so dass es immer wieder zu leichten Grundberührungen kam. Auf einer auch äusserst verwunschen wirkenden Lichtung machten wir eine ausgedehnte Mittagspause, vielen Dank Sabine, für das ausgezeichnete Chili. Wir waren ausschliesslich in thumb_P1150138_1024Kanadiern unterwegs, insgesamt sieben Boote, sechs Tandems und ein tapferer Solopaddler. Nach der zweiten Umtragung kamen wir an einer Kiesbank vorbei oberhalb der ein Kleiner Eichenwald lag. Es mutete gleich schon so an, als ob diese ein guter Platz zum Verweilen sein könnte. An einem Baum hing ein Schild, auf dem „Achtung Bootsfahrer“ zu lesen stand. Den Rest konnte man vom Wasser aus nicht entziffern. Ich blödelte gleich los:“ Da steht sicher: Wenn sie das nicht lesen können, haben sie kein Fernglas zur Hand.“ Die Kiesbank zog sich entlang einer weiten Kurve, an deren Ende dann eine Garnitur Bierbänke am Ufer lag. In deren Nähe stand wieder ein Baum mit dem selben Schild. Jetzt wollten wir aber Bescheid wissen und Andreas und ich legten an. Andreas machte sich dann auf zu Fuss über die Kiesbank, bis er das Kleingedruckte lesen konnte. Dort stand dann sinngemäß, dass man das Ufer nicht betreten dürfe und auch kein Feuer machen, nicht Lagern und auch keinen Müll ablagern. thumb_P1150175_1024Wir überlegten dann kurz ob die Biergarnitur, die einen sehr neuwertigen Eindruck machte, wohl als Müll durchgehen würde und ob wir sie nicht besser mitnehmen sollten. Andreas meine nur, er hätte ja eh schon etwas verbotenes getan, weil er zum Lesen des Schildes ausgestiegen und das Ufer betreten hatte. Wir liessen die Bierbänke wo sie waren und setzten unseren Weg fort. Bald hatten wir dann auch das Wehr bei der Rommelsmühle in Bietigheim erreicht. Hier war unser Ausflug zu Ende. Nachdem alles verladen war und wir Charly und Sabine zu ihrem Auto gebracht und diverse Passanten nach einer Möglichkeit Kaffe trinken zu gehen befragt hatten, setzten wir das noch in die Tat um. Gegen 17.00 Uhr waren wir dann wieder in Tübingen und es wurde schon langsam dunkel. Ja es war Zeitumstellung heute.

Die Bilder habe ich bei Axel und Rolf geklaut, da ich heute keine Kamera dabei hatte.

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