Fussballabend auf dem Wasser

OLYMPUS DIGITAL CAMERAGestern habe ich mit Lorenz zusammen einen Ausflug nach Konstanz gemacht. Wir hatten einiges zu erledigen und trafen uns, als wir unsere Termine abgearbeitet hatten zum Afterworkpaddeln mit Leonhard. Wir starteten kurz nach dem Anpfiff des Viertelfinales Frankreich gegen Deutschland und fuhren auf der wohl breitesten Fanmile in Konstanz, dem Seerhein Richtung alte Rheinbrücke. Auf der Höhe des Brigantinus, der ersten der Freiluftübertragungsstätten, an der wir vorbei kamen, fiel das erste Tor. Die Druckwelle des Jubelgeschreis hätte uns fast aus dem Boot gepustet! Es war unverkennbar welche Mannschaft das Tor erzielt hatte. 🙂 Die Übertragung war so laut, dass der Ton auch noch bei der nächsten Public Viewing Station, der Strandbar bei der HTWG zu hören war. Leider war auch hier die Leinwand nicht für vorbeifahrende Kanuten aufgestellt und wir sahen nicht besonders viel. Ein Bisschen erinnerte es mich an zu Hause, da ist der Bildschirm auch nicht sehr groß. Zwischen der Strandbar und dem Restaurant Seerhein herrschte dann fast gespenstige Stille und auch unter der Rheinbrücke hindurch, vorbei am Inselhotel, dem Stadtgarten bis zur Imperia, waren wir fast im Off. Aber es schien kein weiteres Tor gefallen zu sein, das hätten wir sicher gehört. An der Hafeneinfahrt unterhalb der Imperia liegt die alte Fähre Konstanz, auf der eine Freiluftbar eingerichtet ist und wen wunderts, auch hier gab es Public Viewing. OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Sicht war auch nicht optimal, aber wir hatten offensichtlich nicht viel verpasst. Eigentlich hätten wir noch die Leinwand der Hafenhalle bauchen wollen, jedoch darf man den Hafen am Bahnhof in Konstanz nur unter Motor befahren. Selbst Segelboote, die dort einen Liegeplatz haben, müssen vor dem Hafen die Segel reffen und den Motor anwerfen. Lorenz sagte noch er könne täuschend echt das Brummen eines Dieselmotors imitieren und wir sollen uns nicht so anstellen, aber wir blieben für die letzten Minuten der ersten Halbzeit an unserer jetzigen Position. Wir hatten uns, entsprechen für einen Fussballabend mit Chips und Käsewürfeln ausgerüstet, das Bier hatten wir durch Apfelschorle ersetzt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADen Geräuschen nach, schien es eine äusserst nervenaufreibende Partie zu sein, mit einigen Chancen sowohl für die eine, als auch für die andere Mannschaft. In der Halbzeitpause machten wir uns auf den Rückweg und auf der Höhe der Strandbar war bereits wieder angepfiffen. Während wir dann unsere Boote verräumten lauschten wir der Übertragung des Brigantinus, die wohl zum Ziel hatte wirklich die halbe Stadt zu beschallen. Wir verabschiedeten uns von Leonhard und hörten die letzten Minuten des Spiel im Radio auf dem Nachhauseweg.

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