Herausforderungen

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeute bin ich früher zum Bootshaus gefahren, aber nicht so früh wie Axel.
Am Bootshaus traf ich René, der gerade Richtung oberen Neckar aufbrach. Er hatte das Fahrrad dabei, um zum Auto zurück zu kommen. Ich überlegte kurz, ob ich meine Pläne ändern sollte und mich ihm anschliessen, hatte aber nur eine kleine Flasche Wasser dabei und war auch sonst nicht für eine Tagestour ausgerüstet.  Ausserdem wollte ich noch die Auftriebskörper in den Prospector einbauen, bevor ich lospaddelte. Ich hatte nichts wildes vor, ich finde es nur sinnvoll, wenn sie im Boot sind. Ausserdem bieten sie auch die Möglichkeit, die Paddel zu fixieren, wenn ich das Boot kopfüber zum Wasser trage. Die Iso-Matten auf denen ich knie habe ich schon länger mit doppelseitigem Klebeband fixiert. So bin ich recht schnell auf dem Wasser und muss nicht hin und her laufen bis ich meinen Kram am Wasser habe. Ich packte auch die Polingstange mit ein. Ich ließ die Paddel auch dann gleich an ihrem Ort und stakte vom Anleger aus los. Ich versuchte wie schon am letzten Donnerstag, das Blockwurfwehr zu überwinden. Nach dem zweiten vergeblichen Versuch, entschied ich mich zu laufen und stakte dann oberhalb weiter. Mittlerweile hatte der Akku in meinem Fotoapparat aufgegeben, deshalb gibt es nur dieses eine Bild. So musste ich mich nicht aufs knipsen konzentrieren und konnte in aller Ruhe vor mich hin Polen. Der obere Blockwurf war bald erreicht. Wie auch am Unteren gibt es im Auslauf eine kleine Stufe. Die bei diesem Wehr ist jedoch etwas verwinkelt und hatte sich durch die verschiedenen Hochwässer wieder ein wenig verändert. Allerdings ist die Stelle nicht so lang wie der untere Blockwurf, also zum Üben viel geeigneter. In der Mitte liegt ein Stein, auf den man, wenn man nicht aufpasst drauf getrieben werden kann, wenn man es nicht schafft, die Stelle hinauf zu staken. Ich denke es war mehr ei Werk des Zufalls, aber ich kam die Stufe ziemlich locker hinauf. Man schien es mir anzusehen, dass ich mich freute, den ein am Ufer sitzender Spaziergänger kommentierte meine Fahrt mit: „Herausforderungen eines Mannes“. Ich erzählte ihm von meinen missglückten Versuchen, einen Kilometer weiter unten und er meinte ich hätte ja wohl eine Alternative Lösung gefunden. 🙂 Ich drehte und fuhr die Stufe auch im Stehen wieder hinunter und machte mich auf den Rückweg. Den unteren Blockwurf fuhr ich dann im Knien, trotz des niedrigen Wasserstandes ohne nennenswerte Bodenkontakte. Ich habe beschlossen nun wieder häufiger zum oberen Blockwurf zu fahren um dort Poling-Übungen anzustellen.

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