Horb – Bieringen die Zweite

Nach dem die Fahrt letzten Sonntag allen ausgezeichnet gefallen hatte und Stefan, für den wir die Fahrt eigentlich angezettelt hatten, weil er diese Strecke für den GOC als Tour anbieten will, die Strecke aber nicht kannte, keine Zeit hatte, bot ich ihm spontan an, die Fahrt am heutigen Samstag zu wiederholen. Der Pegel war etwas höher, 95 cm in Horb, als am letzten Sonntag. Aus Tübingen war ausser mir nur René mit von der Partie. Wir trafen uns um neun am Bootshaus, was eindeutig zu früh war. Der Zeitpuffer, den man einrechnen muss ist umgekehrt proportional zur Zahl der Teilnehmer. Gegen 9.40 Uhr waren wir in Bieringen und warteten dort auf Michael.

Bevor der aber kam, kam erst einmal Eckhard. Er hatte meine Email auch gelesen, sich aber zusätzlich noch mit zwei Paddelkollegen verabredet. Der Wetterbericht sagte auch ein paar Sonnenstunden voraus, was auch eintrat. Wir starteten in zwei Gruppen, Eckhard war mit seinen zwei Paddelkumpels schon unterwegs, als wir zu sechst, vier Solokanadier und zwei Kajaks in Horb einsetzten.
Bei der ersten S-Kurve an deren Auslauf ein sattes Kehrwasser liegt hatten wir sie bereits eingeholt, da sie dort eifrig Kehrwasser fahren übten. So waren wir nun zu neunt, sieben Kanadier und zwei Kajaks.

Michael und seine Tochter Marie waren die beiden Kajakfahrer in der Gruppe, wobei Marie heute keinen besonders glücklichen Eindruck in ihrem Boot machte. Sie kam einfach nicht besonders gut zurecht und so beschloss sie, beim ersten Wehr in Mühlen ihr Kajak dort zu deponieren und stieg zu mir in den Kanadier. Aber erst nach dem ich das Wehr hinunter gerutscht war.
Ich hatte wie schon am Sonntag den Gerrish gewählt, der funktioniert ja sowohl im Solo- als auch im Tandembetrieb.
Angela, wieder in ihrem Black-Forest-Angel, beschloss das Wehr ebenfalls zu befahren. Begleitet von unseren Ratschlägen und guten Wünschen machte sie sich entschlossen auf den Weg, aber vielleicht nicht entschlossen genug, ich hatte den Eindruck sie war etwas zu langsam angefahren. Jedenfalls kenterte sie im Auslauf des Wehrs. Glücklicherweise hatte sie ihren neuen Trockenanzug an. Sie war schnell wieder an Land, es waren genug Helfer da.

Stefan Beim nächsten Wehr ließ ich Marie oben aussteigen, wechselte auf den vorderen Sitz und drehte mich um,  in meine Soloposition und fuhr das Schrägwehr hinunter. Leider fühlte sich diese Abfahrt nicht so geschmeidig an wie die zuvor. Das Wehr hat erst einen etwas steileren Absturz und läuft danach schräg aus. Vermutlich habe ich hier die Macke ins Boot gefahren, die ich nun morgen erst einmal im Hellen begutachten und notgedrungen auch reparieren werden muss. Na ja, dann habe ich wieder etwas zu berichten. Die sonst auf dieser Strecke reichlich vorhandenen kleinen Kehrwässer und Spielstellen waren alle im hohen Neckarpegel ziemlich abgesoffen und nach dem wir unter der wirklich beindruckend hohen Autobahnbrücke der A81 durchgefahren waren, erreichten wir bald die Mündung der Eyach und somit das einzige Wehr auf der Strecke, welches nicht befahren werden kann. Die Ausstiegstelle an diesem Wehr liegt zwischen dem Einlauf des Wehrkanals, der Fischtreppe und der Wehrkrone. Eine niedrige Betonmauer an der man längs anlegen muss. Vorne geht es dann das Wehr runter, hinter einem zieht die Strömung in den Wehrkanal und die Fischtreppe. Für große Gruppen ist dies sicher nicht ideal, wir wussten aber darum und hielten Abstand, um einer nach dem Anderen auszusteigen. Das Umtragen dort ist etwas mühsam, parallel zur Fischtreppe muss man sich über grobe Steinbrocken seinen Weg suchen. Alle packten mit an, so ging diese Aktion schnell von statten.
Das dritte Schrägwehr ließ nicht lange auf sich warten, Marie und ich erledigten die gleiche Prozedur wie beim Zweiten. Den letzten größeren Schwall, das verfallene Holzwehr, kurz bevor man in den Bereich des Golfplatzes kommt, wurde ohne besondere Vorkommnisse von allen Teilnehmern befahren. Auf dem Golfplatz herrschte reger Betrieb, wieso auch nicht, es schien ja die Sonne. Die Golfer grüßten freundlich, wir grüßten zurück. Gefahr von über den Fluss geschlagenen Bällen bestand keine, auch wenn an zwei Brücken entsprechende Warnschilder hängen. Vom Ende des Golfplatzes war es dann auch nicht mehr weit nach Bieringen zur Mündung der Starzel, unserem Ziel.

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Michael hatte morgens sein Auto hier stehen lassen. Nach dem wir umgezogen waren fuhren wir zurück nach Horb, verabschiedeten uns, ich fuhr zurück nach Bieringen um mit René, dem inzwischen schon etwas kalt geworden war, unsere Boote aufzuladen und dann nach Hause zufahren.

Ich habe für die restlichen Bilder ein Webalbum angelegt.

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