Kleine Fahrt mit großem Boot

Was ich gestern nicht erwähnt hatte war, dass ich unser großes Boot September, mit nach Tübingen genommen habe. Heute früh habe ich ihn dann ans Bootshaus gebracht und den Juni mit nach Hause genommen. Was ich vergessen hatte, heute fand die große Stocherkahneinlagerei statt. Jeden Herbst werden die Stocherkähne aus dem Wasser genommen und auf einem Teil der Wiese, die zum Bootshausgelände gehört eingelagert.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAWas ich nicht nachvollziehen konnte war, dass scheinbar alle Helfer dieser Aktion mit dem Auto kamen und es nicht für möglich hielten auf einem Parkplatz zu parken. Die ganze Straße zum Bootshaus war zugeparkt. Ich mogelte mich durch und fuhr bis zum unteren Tor zum Gelände der Paddelfreunde und stand dort notgedrungen etwas im Weg rum bis ich das eine Boot ab und das andere aufgeladen hatte. Am späten Nachmittag, als ich vermutete dass der meiste Rummel vorüber sei, bin ich dann mit dem Rad zum Bootshaus gefahren. Ich lud mir mein Boot auf die Schultern und schleppte es zum Anleger. Ich weiß nicht woran es liegt, aber ich OLYMPUS DIGITAL CAMERAhabe den Eindruck das Boot wird von Jahr zu Jahr schwerer. Ich mag es trotzdem. Der Neckar war gut eingeschenkt und wie bei Hochwasser üblich braun. Zu erst paddelte ich Richtung Kraftwerkskanal. Als ich in den flachen Bereich auf der Linken Seite kam, legte ich das Paddel weg und nahm die Stange zur Hand. Nach der Einmündung des Kraftwerskanal wird es für ein Stück noch mal richtig tief, so dass ich mit der Stange kaum noch auf den Grund kam. Ich nutzte die Stange daher wie ein Doppelpaddel, was für kurze zu überbrückende Strecken erstaunlich gut funktioniert. Ich stakte hinauf bis zum Blockwurf.
Die untere Schwelle war ziemlich OLYMPUS DIGITAL CAMERAabgesoffen, es herrschte gute Strömung, war aber unproblematisch zu überwinden. Ich legte dann die Stange wieder zur Seite und machte ein paar J-Ferries. In meinem Riesen-Kahn machte das einen Heidenspass und da ich ja alleine war, konnte ich auch niemandem im Weg herumfahren. Ich versuchte während einer Querung Fotos zu machen. Ich hielt die Kamera in der Druckhand und ließ den Finger auf dem Auslöser. Besonders spannend sind die paar scharfen Bilder, die so entstanden sind nicht geworden. Das nächste mal muss ich mal wieder das kleine Stativ mitnehmen und filmen. Als ich genug hatte, begab ich mich zurück zum Kraftwerskkanal und fuhr dort noch ein paar Kehrwassermanöver. Dann ließ ich mich zum Anleger zurück treiben.

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