Kurzer Paddelnachmittag

Heute Nachmittag fuhr ich mit dem Rad zum Bootshaus. Ich hatte einen Weg genommen, der mich nicht zuerst am Neckar entlang führte und so war ich einigermaßen überrascht ob des Wasserstandes. Es musste doch kräftig geregnet haben, letzte Nacht.
Aber egal, jetzt schien die Sonne. Ich habe seit dem letzten Sonntag den Guide im Bootshaus liegen. Ich hatte ihm morgens, als wir zur Donau aufgebrochen sind, dort eingelagert und den Prospector mitgenommen, der hängt jetzt in der Garage. Der Gerrish liegt noch im Keller, mal sehen was ich als nächstes für eine Tauschaktion starte. Aber zurück zu heute Nachmittag. Ich machte mich auf den Weg Richtung Kraftwerkskanal, gegen die Strömung. Der Anleger am Bootshaus war satt überspült, also gut eingeschenkt der Neckar. Es ging aber besser als ich zuerst befürchtet hatte, die Kehrwässer am Rand waren so ausgeprägt, dass sich gut gegenan fahren ließ.

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Aus dem Kanal kam kräftig Wasser, das Kehrwasser war ziemlich knackig.
Ich ließ zuerst den Kanal rechts liegen und fuhr noch hinauf zum ersten Blockwurf. Die untere kleine Stufe, die sonst oft für Polingübungen nutze, war komplett abgesoffen. Dort waren nur noch ein paar Wellen vorhanden. So fuhr ich bis direkt unter den Schwall der Blockwurfschwelle. Ich ärgerte mich, dass ich meine Stiefel nicht mitgenommen hatte, so könnte ich jetzt überheben und den Schwall hinuntersausen. Aber mit Straßenschuhen über die glitschigen Steine zu stolpern hielt ich dann doch nicht für eine so gute Idee.

wood-and-canvas Canoe, guide

Also blieb ich im Boot und surfte ein wenig in der Welle direkt unterhalb des Schwalls. Es war ziemlich viel Druck vorhanden und das große Boot reagierte schön auf die Strömung. Ich fuhr ein paar sogenannte Jet-Ferries und querte den Bach immer wieder von einer Seite zur anderen. Als ich genug hatte und kurz in einem der Kehrwässer pausierte, entdeckte ich ein ziemlich ausgewaschenes Brett, was ich nicht schwimmen lassen konnte. Irgendetwas wird mir schon einfallen, was ich damit anfangen kann, wenn es erst wieder trocken ist. Etwas später fand ich noch einen Fussball, mit dem es mir ebenso ging, mittlerweile liegen acht in der Garage.

wood-and-canvas Canoe, guide

Auf dem Rückweg zum Bootshaus, machte ich am Kraftwerkskanal noch ein paar Kehrwasserübungen. Zum Glück war ich alleine, so war genug Platz für mein großes Boot. Als ich dann wieder am Anleger war nahm die Bewölkung zu und die Sonne verabschiedete sich. Hoffentlich nicht für zu lange.

wood-and-canvas Canoe, guide

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