Magdeburg – Rogätz

In unserer Flussbeschreibung hieß es in Magdeburg beim Dom, links Domfelsen, rechts fahren. Ich hatte das gelesen und zur Kenntnis genommen, aber nicht weiter darüber nachgedacht. Wir unterquerten erst eine alte Hubbrücke die heute nur noch ein Technikdenkmal ist und bewunderten den 1200 Jahre alten Dom, auf den wir dann zutrieben. Die Strömung war ganz ordentlich, irgendwie mehr als sonst. Dann fiel mir das mit dem „Domfelsen“ wieder ein. Da wir ganz in der Nähe des Doms waren könnte der dann ja auch auftauchen. Ich dachte eigentlich dass uns ein Felsen erwartet der aus dem Wasser schaut, aber da waren nur ein paar heftige Wellen links der Strommitte. Rechts fahren war da zu lesen gewesen, aber rechts kam uns ein Schubverband mit einem Baggerschiff entgegen.

Na ja, wenn es nicht extra im Flussführer gestanden hätte wären wir vermutlich über die Domfelsen hinweg gefahren, so hielten wir uns scharf rechts davon und ich versuchte so gut es ging zu fotografieren, während Lorenz von vorne steuerte. Die letzten Tage hatten sich an unseren Händen Schwielen gebildet. Lorenz schmerzten zwei Finger, das war der Tribut, den der viele Gegenwind forderte. OLYMPUS DIGITAL CAMERAAm frühen Nachmittag waren wir dann bereits in Rogätz und meldeten uns telefonisch bei jemanden vom Kanu Club an. Wir sollen uns einfach ein Plätzchen auf der Wiese aussuchen, er komme dann später wegen Schlüssel und Zeltgebühr. So unkompliziert lief das immer ab. Entweder es war schon jemand da, oder kam später vorbei. Wir vertrieben uns die Zeit im Ort und gingen mal wieder einkaufen. Als wir zurück kamen waren noch zwei weitere Zelte da, eine dreiköpfige Familie mit einem Ally-Kanadier und einem Puch-E65 und ein weiteres Tandemteam in einem Puch RZ 85. Die Familie war wie wir in Schmilka gestartet, das Tandem Team kam von der Unstrut, Saale und wollte weiter nach Frankfurt/Oder. Sie würden morgen nur noch ein kleines Stück die Elbe befahren und dann bei Paray den Verbindungskanal zum Elbe-Hafel Kanal nehmen, um dann quer durch Berlin bis zur Oder zu paddeln. Faszinierend!
Die Bamberger Familie kündigte noch ein Gruppe Jugendlicher mit zwei Betreuern an. Eine Gruppe schwer Erziehbarer war uns angekündigt. Als sie dann kamen waren sie sehr müde und eher schwer in Ordnung, wie ich fand. OLYMPUS DIGITAL CAMERA

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