Noch mehr Indian Summer

Letzten Sonntag hatte Rolf den Vorschlag gemacht auf die Donau zu gehen. Ausnahmsweise mal nicht nach Binzwangen zu unserer Spiel- und Übungsstelle, sondern eine Wanderfahrt von Riedlingen nach Rechtenstein. Mir kam das sehr entgegen, nach der Dachdeckaktion beim Bootshaus der Paddelfreunde, stand mir der Sinn nicht nach großer Anstrengung. Um 9.30 Uhr trafen sich alle, die mit wollten am Bootshaus. Eine andere Gruppe, denen die Anfahrt zu weit war, trafen sich, um das Hochwasser nutzend, den oberen Neckar zu befahren und eine weitere Gruppe plante auch zur Donau zu fahren, aber nach Binzwangen. OLYMPUS DIGITAL CAMERAWir liessen uns nicht beirren und hielten an unserem Plan fest. Ich hatte das kleine Holzboot aufgeladen und hatte noch Platz auf dem Dach. So lud ich Sabine und Charly ein, bei mir mit zu fahren. Gegen 11 Uhr waren wir in Riedlingen und beschlossen dort angesichts des schönen Wetters, unsere Autos nicht nach Rechtenstein, sondern nach Obermarchtal zu stellen, um unsere Strecke etwas zu verlängern. OLYMPUS DIGITAL CAMERAMit von der Partie waren Rolf, Eckhard, Wolfgang und ich in Solokanadiern, Axel und Ruth im Tandem, Joachim mit Nadja und Hannah, sowie Sabine und Charly, die Wolfgangs Töchter „ausgeliehen“ hatten. Die Donau hatte einen leicht erhöhten Pegel, der Nebel war verschwunden, der Himmel blau, die Sonne schien … ja ich hör schon auf.
Wir hatten einen herrlichen Paddeltag. Die Strecke ist nicht besonders anspruchsvoll, aber sehr schön und abwechslungsreich. Immer wieder kamen wir an Felsformationen vorbei. Viele kleine Donaudurchbrüche, nicht so spektakulär wie zwischen Beuron und Hausen, oder bei Kehlheim, aber trotzdem bemerkenswert.

 In Zwiefaltendorf machten wir eine ausgedehnte Pause, während der vier verschiedene Kochgelegenheiten angefeuert wurden und unter anderem Kaffee zubereitet, sowie Würstchen und Kartoffeln angebraten wurden. Wir hatten nur ein einziges Wehr zu umftragen, das in Rechtenstein. Gemeinsam war das schnell erledigt und ich sputete mich wieder aufs Wasser zukommen um den Fels, der in Mitten der Donau liegt und über den eine Brücke führt, zu umrunden. OLYMPUS DIGITAL CAMERAUnterhalb der Brücke stand ein Fliegenfischer, der sehr kunstvoll seine Leine auswarf. Das erinnerte mich wieder an den Film, „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ und dass ich versprochen hatte ihn Axel auszuleihen. Das letzte Stück unserer Fahrt war dann nur noch kurz. Oberhalb des Wehres von Obermarchtal, setzten wir auf der linken Flusseite aus und mussten dann die Boote über einen Fussgängersteg auf die rechte Seite zu unseren Autos tragen. Wir nahmen noch Jochen und seine Familie mit zu ihrem Auto, das noch an der Einstiegstelle in Riedlingen stand. Axel hatte ihr Boot schon als Drittes auf sein Autodach geladen und nahm es gleich mit nach Tübingen. Gegen 18.00 Uhr waren wir wieder zurück nach einer entspannten Fahrt über die Alb, bei Abendsonne.

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