Sonniger Nachmittag

Eigentlich sah es heute gar nicht nach Paddeln aus. Vormittags war es wolkig und ich hatte einiges zu erledigen. Irgendwann kam dann eine Whatsapp von Sabine und Charly, die immer noch auf der Suche nach Paddeljacken und Hosen waren. Sie waren auf dem Weg nach Oferdingen zum Kanu-Witt und wollten sich auf dem Rückweg mit mir treffen um noch mal eine Hose von mir zum Probieren auszuleihen. Ich sagte es wäre doch vielleicht eine günstige Gelegenheit eine Runde zu paddeln, „Sonniger Nachmittag“ weiterlesen

Fast schon kitschig

thumb_P1150100_1024Heute hatte es uns auf die Enz gezogen. Axel hatte schon zu Beginn der Woche per Mail kundgetan, dass er den Drang zu paddeln verspüre. Er stellte auch gleich Links zur Ein- bzw. Aussatzstelle zur Verfügung, so dass gleich jeder sehen konnte, was ihn erwartet. Der Flussabschnitt, von Vaihingen bis Bietigheim, den wir uns vorgenommen hatten weist keine spektakulären Passagen aus, die Strömung ist sehr mässig, es gibt zwei leicht zu umtragende Wehre, vor denen sich naturgemäß der Fluss für ein paar Kilometer staut. „Fast schon kitschig“ weiterlesen

Herbstlaub

L1110081Nachdem ich mich heute längere Zeit, notgedrungener Maßen mit unserer Hainbuchhecke auseinandergesetzt hatte, bin ich, als ich dann noch das ausgeliehene Werkzeug zurückgegeben hatte, noch zum Bootshaus geradelt. Ich fuhr hinunter in die Stadt. Es waren noch einige gut besetzte Stocherkähne unterwegs, aber es ging sehr beschaulich zu, nicht so rummelig wie manchmal im Sommer.  „Herbstlaub“ weiterlesen

Gruppen-Poling

Wie letzten November verabredet, trafen wir uns am gestrigen Sonntag um etwas Poling zu betreiben. Es waren nicht nur die „Locals“ vertreten, sondern es hatten sich auch alte und neue Bekannte auf den Weg gemacht. Für Internationalität sorgten Theo und Paul aus der Schweiz. 12115582_1078419912191056_3398003453508786170_nSie waren schon am Vortag angereist und nutzen den recht sonnigen Samstag, um zusammen mit Thomas, den Neckar von Sulz nach Horb zu paddeln und sich dann schon etwas vorzubereiten. Axel, der den Samstag Vormittag auf dem Motorrad verbrachte, erwischte sie beim Üben und machte natürlich gleich Meldung. 🙂  Axel, Ruth (die sich Bereit erklärt hatte das Lager zu hüten), Rolf und ich trafen uns dann am Sonntag um 9.00 Uhr am Bootshaus, luden allerhand Boote und Gestänge auf Axels Anhänger und machten uns auf den Weg zur Pfahljochbrücke bei Neckarhausen.  „Gruppen-Poling“ weiterlesen

Erste Herbsttour „Über Stock und Stein“

Heute hat es dann doch mal geklappt. Nach zwei Versuchen im letzten Jahr die mangels Masse ausgefallen waren, begaben wir uns heute auf die Lauchert. Wir waren zu zehn unterwegs. Axel und Ruth, Sabine und Charly,  Jolanda und ich im Tandem, Eckhard, Rolf und Lorenz im Solokanadier und last but nötig least Michl im Kajak. DSCN2392Wer jetzt aufgepasst hat, hat sicher gemerkt ich war mit beiden Kindern unterwegs, das hat es schon sehr lange nicht mehr gegeben. Mir hat es gut gefallen, den beiden offensichtlich auch. Die Lauchert ist wie ihr Schwesterbach die Lauter ein stark mäandernder Wiesenfluss. Auf einem nicht unerheblich langem Abschnitt wurde die Lauchert einem ökologischen Projekt unterzogen. DSCN2383Auf mehrere Kilometer wurden absichtlich Bäume in den Fluss gefällt, um so einen natürlichen Flusslauf zu simulieren und dadurch dafür zu sorgen, dass sich Biber hier wohlfühlen. Wenn die Biber gesteigerten Wert auf umgesägte Bäume hätten, könnten Sie das ja auch selbst tun. Aber sie fällen nur kleinere Bäume und bauen hier keine Staudämme. Ihre Behausungen sind Höhlen im weichen Ufer, Biberburgen gibt es an der Lauchert keine. Normalerweise stellen die gefällten Bäume für Kanufahrer Hindernisse dar, die umtragen werden müssen, dadurch wird das Ufer betreten. „Erste Herbsttour „Über Stock und Stein““ weiterlesen

Sommerende

Zum Abschluss der Schulferien bin ich mit meiner Tochter Jolanda für eine Woche nach Berlin gefahren. Da ich meist unerträglich bin, wenn ich kein Boot in meiner Nähe habe, hatte sie vorgeschlagen den Guide mit zu nehmen und mit diesem auf den Berliner Gewässern auch zu paddeln. Wir hatten uns einen Zeltplatz ausgesucht, auf dem Jolanda schon im letzten Jahr gewesen war, während ich mit Lorenz die Elbe hinunter geschippert bin. Am Teltowkanal gelegen, mit einer Busanbindung nach Wannsee und somit einem S-Bahnanschluss, also fast mitten in Berlin. 🙂 „Sommerende“ weiterlesen

Soča

Nach gut achtstündiger Fahrt kamen wir zusammen mit Ruth und Axel auf unserem Campingplatz in Bovec an. Wir waren nicht zusammen gefahren, hatten uns aber unterwegs drei mal zu kurzen Pausen getroffen und waren die letzten 20 Kilometer dann doch im Konvoi gefahren. Den Rest des Nachmittages verbrachten wir mit Zeltaufbauten und Lager einrichten, dem sich eine gemütliche kleine Wanderung, über mehrere Hängebrücken, über die Koritnica und die Soča anschloss. Als dann die früher Angereisten von ihrer Tagestour zurück kamen, gab es natürlich ein großes Hallo. Lange hielt ich es diesen Abend nicht aus, immerhin waren wir gegen vier Uhr früh gestartet. „Soča“ weiterlesen

Volle Konzentration

Der Titel passt einfach am besten zu diesem Bild. 🙂

Da die Pegel der Flüsse in der näheren Umgebung alle so wenig Wasser führen, dass an Wildwasserfahren nicht zu denken ist und wir die lange Anreise, zum Beispiel zum Vorderrhein, für dieses Wochenende scheuten, blieb uns eigentlich gar nichts anderes übrig, als wieder einmal nach Binzwangen an die Donau zu fahren und uns dort auf der Riegelrampe zu vergnügen. Ich war schon etwas früher als die Anderen losgefahren, da ich die Boote schon am Samstag aufgeladen hatte. Eckhard und Wolfgang waren auch schon da und jede Menge Leihbootfahrer, die unsere Ausstiegsstelle als Einstiegstelle nutzen wollten. „Volle Konzentration“ weiterlesen

Vorderrhein

thumb_P1120891_1024nein nein, ich bin nicht mit einem meiner Holzboote zum Vorderrhein gefahren. Es wären auch genug andere Paddler dabei gewesen, die mich von einer Befahrung damit abgehalten hätten. 🙂

Aber ich hatte ja schon geschrieben, dass ich über das neueste Boot in meiner Flotte, dem kleinen verratzten Wildwasserkanadier berichten würde. Nachdem ich ja mit diesem Boot schon die eine oder andere kleine Ausfahrt unternommen hatte, stand nun am vergangenen Wochenende der Vorderrhein auf dem Programm. „Vorderrhein“ weiterlesen

Sommer

Die letzten Wochen war hier wieder mal Sendepause. Es gibt aber trotzdem ein paar Dinge zu berichten. Wie jedes Jahr Mitte Juni, fand auch Dieses wieder der Bodensee-Kanu-Marathon statt. Nein ich habe wieder nicht teilgenommen, sondern bin den ganzen Tag nur rumgesessen und habe Startnummern aufgeschrieben, Listen erstellt, Urkunden … Bemerkenswert ist ein Film, der von einer Drohne aus gedreht wurde, er Zeigt den Start der 245 Boote.

Gefilmt von Sebastian Mattes 

Dann haben diverse Freitags- und Dienstagstrainings stattgefunden, allerdings meist bei sehr wenig Wasser. „Sommer“ weiterlesen

Langes Wochenende an der Bregenzer Ache

Im Laufe des vergangenen Donnerstag Vormittags machte ich mich mit Lorenz auf den Weg nach Doren im Bregenzer Wald. Den Ablass der Bregenzer Ache, wie immer an Fronleichnam, wollten wir nicht mitmachen, so hatten wir keinen Zeitdruck. Wir trafen so gegen 14.00 Uhr ein, richteten uns häuslich ein und machten uns rund zwei Stunden später auf die erste der drei Abfahrten nach Kennelbach. Es war recht warm, die Sonne ging erst spät unter und so viel es gar nicht auf, dass wir erst gegen 20.00 Uhr wieder zurück am Campingplatz waren. Eine Beschreibung unserer Aktivitäten spare ich mir, denn Axel hat schon über alle drei Tage, an denen wir gepaddelt sind berichtet und auch auf der Seite der Paddelfreunde findet sich ein Bericht der Jugendgruppe, der sich Lorenz für einen Tag angeschlossen hatte.

Ich hatte drei Boote mit dabei, meinen neuen alten XL 11, der mir sehr viel Spass machte, Axels ME, den ich am dritten Tag im Tandem mit Lorenz und da der an diesem Tag öfter ausstieg und den Fluss schwimmend bewältigte, auch solo paddelte. Und meinen „Stocherkahn“, den Prospector hatte ich auch mit dabei, der kam aber nur am Abend des zweiten Tages für eine kurze Poling-Aktion vor der Haustüre zum Einsatz.

Wir sind nicht nur gepaddelt und gepolt, sondern sind auch geschwommen, haben Rettungsübungen mit Wurfsack und angeseiltem Schwimmer absolviert. Lorenz hat mit Axels Skeeter und der eingebauten Lenzpumpe mache Leute zum Lachen gebracht, einige hat er auch verärgert. Zum Beispiel die am Ufer Grillenden, denen er versuchte das Feuer zu löschen. Ausserdem hat er noch einen Fussgänger, der in einer Gruppe, an einer seichten Stelle den Fluss queren wollte, über den Haufen gefahren. Er hat gesagt es sei keine Absicht gewesen. Wer´s glaubt .. Ach ja, mutig von Felsen sind wir auch gesprungen.

Der Donnerstag noch sehr überfüllte Zeltplatz leerte sich dann am Samstag Abend, auch die Tübinger Gruppe reduzierte sich etwas. Wir blieben noch, bauten dann in Windeseile, das vorsorglich schon eingepackte Tarp wieder auf und saßen dort in lustiger Runde während des Gewitters. Am Sonntag Morgen schien wieder die Sonne, wir verpackten nach einem ausgedehnten Frühstück unseren Krempel, luden die Boote auf und machten uns auf den Weg nach Hause.

Grüne Boote

Am Freitag beim Après-Training hatten wir uns für Sonntag 9.30 am Bootshaus verabredet. Ein festes Ziel hatten wir noch nicht ins Auge gefasst, das wollten wir spontan entscheiden. So entschieden wir, Ruth und Axel, Sabine und Charly, Jolanda und ich, uns heute früh, wieder ein mal mehr für den Neckar. Zur Disposition hätten noch gestanden die Brenz mit dem Eselsburgber Tal und die Enz, mit dem Bromberg, den es zu übertragen gilt, auf dem es aber eine Grillstelle gibt. Die Enz mit der Grillstelle kam nicht in die engere Wahl, weil wir befürchteten, dass dort zu viel Rummel sei und die Benz, wegen der doch sehr langen Anreise von anderthalb Stunden Autobahnfahrt.  So verbrachten wir einen herrlichen Sonn(en)tag auf dem Neckar und zwar zwischen Sulz und Horb. Der Pegel war niedrig, aber ausreichend.

Es gab genug Möglichkeiten Kehrwässer anzufahren oder in den harmlosen Schwallpassagen Surfversuche zu unternehmen. Die Pause mit ordentlich Trappergedöns wie Firebox, Dutchoven, Cowboy-Kaffee etc., ausgedehnt und ziemlich gechillt. Gegen Ende der Pause machte ich ein paar Lining-Übungen und treidelte mein Boot den kleinen Schwall bei der Holzbrücke hinauf und hinunter. Einmal nahm dann Jolanda Platz im Boot und ließ sich, quasi als Ballast von mir durch das Schwällchen treideln. Unterhaltsam war es auch, konnten wir doch bei verschiedenen Leihboot-Paddlern unterschiedliche Techniken beobachten. Manche kosteten das Angebot voll aus, in dem sie den ganzen Fluss im Zickzack befuhren. Wir waren in drei grünen Prospectoren unterwegs, zwei davon baugleich, der von Charly und Sabine mit noch sehr wenigen Kratzern und einem sehr liebevoll angefertigten Holzsüllrand.

Sonntagsfahrt

Nachdem ich gestern das kleine Holzboot wieder im Bootshaus eingelagert habe, bin ich heute Morgen zum Bootshaus geradelt und habe versucht die Vernachlässigung des Selben, wieder etwas wett zu machen. Ich bin hinunter zum Stadtwehr gepaddelt. Das habe ich schon sehr lange nicht mehr gemacht. Dabei bin ich abwechslungsweise mal den rechten, tieferen Neckararm hinunter und den Linken wieder hinauf gepaddelt. Normaler Weise mache ich das immer umgekehrt, ich weiß aber eigentlich nicht warum. Der neurotische Schwan war auch zugegen, hat aber nur dicke Backen gemacht und mich ansonsten in Ruhe gelassen. Vereinzelt waren auch schon Stocherkähne unterwegs, aber bevor es richtig voll wurde war ich längst wieder am Bootshaus. Dort traf ich niemanden an, aber das ist nicht verwunderlich, schliesslich ist ein langes Wochenende, was viele dazu nutzen wegzufahren.

Update

Ja, ich habe schon lange nichts mehr hier geschrieben, ich weiß. Momentan bin ich mit vielen anderen Dingen beschäftigt, aber trotzdem ein kurzes Update. Meine Holzboote vernachlässige ich in letzter Zeit etwas, ich habe mich momentan mehr den kürzeren Kunststoff-Booten zugewandt. So war ich vor einiger Zeit zusammen mit Lorenz und noch über 20 anderen Tübingern für ein Wochenende in Hüningen auf dem Wildwasserkanal. DSCN0498Zuletzt war ich 2004 dort gewesen, damals noch im Kajak. Beim Ausflug mit Lorenz hatten wir den Probe 14 als Tandem und den Probe 12, als Soloboot mitgenommen. Zu Beginn fuhren wir im Tandem, was aber nur ca. eine halbe Stunde lang gut ging, dann hatten wir bereits Krach miteinander bekommen. Als Lorenz Ärger über mich und meine ständigen Kommentare von hinter verflogen war erklärte er mir, er wolle künftig lieber im Soloboot fahren.

Was er dann auch ziemlich erfolgreich gemacht hat. Anfangs fuhr ich dann noch alleine im 14er, was aber auf dem doch relativ schmalen Gewässer in dem es nur so von Paddlern wimmelte nicht so der Bringer war. Ich beschränkte mich dann aufs Fotografieren und wechselte mich mit Paddeln dann mit Lorenz ab, wenn ihm die Lust verging, was aber relativ selten der Fall war.

Was sonst noch berichtenswert ist, ist der Süllrandworkshop, den wir am Samstag nach dem Vatertag veranstaltet haben. Allerdings gibt es hierüber schon eine sehr ausführlichen Bericht von Axel, auf den ich hier ja immer wieder gerne verweise.

IMG_0117Ach ja, und weil ich momentan mehr auf kurze, robuste Boote stehe, habe ich mir über Karsten einen ziemlich verratzten Wildwasserkanadier besorgt. Es ist ein XL 11, von Indien Canoe. Ein eher behäbiges Boot, aber ich kam gut damit zurecht.  Mit seinen 11 Fuss, ist er gerade mal 3,35 Meter lang, bzw. kurz. Es hat einen flachen Rundboden, ist also nicht eine so moderne Kiste. Eigentlich also auch ein Klassiker. Mit ein bisschen Phantasie passt er also auch irgendwie zu dieser Seite hier und ich werde über die künftigen Erlebnisse mit ihm berichten.  Jetzt wird er erst ein mal etwas aufgemöbelt. 🙂

Osterferienausklangsausflug zur oberen Donau

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAxel hatte in weiser Voraussicht schon vor Donnerstag zur heutigen Ausfahrt eingeladen und die Berechtigungsscheine für die Strecke der Donau von Hausen im Tal nach Laiz bestellt. Diese Prozedur und das Abfragen des Pegels am Abend vor der geplanten Fahrt gehören jetzt schon seit einigen Jahren zu den Spielregeln, wenn man dieses Stück der Donau befahren will. Lorenz und ich reisten nicht aus Tübingen an, wir waren bei meinen Eltern gewesen und hatten dort übernachtet. So hatten wir nur einen Anreiseweg von knapp einer halben Stunde und waren die ersten in Hausen. Wir mussten aber nicht sehr lange warten da kamen nach und nach alle an. Gerade als wir die Autos nach Laiz bringen wollten kam einer der Donautal-Ranger und wollte unsere Berechtigungsscheine sehen. Er klärte uns noch über eine Sperrung der Straße im Donautal auf und sagte uns eine Umleitung an. Diese Sperrung der Straße im Donautal ging mir dann aber den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf. Zwar war die Umleitung, die wir genommen hatten nicht weit gewesen, jedoch führte sie nicht an der Donau entlang. Für Motorradfahrer schien es die Sperrung jedoch nicht zu geben, schliesslich brausten sie mit enormem Getöse oft neben uns her und wir genossen auf unserer Fahrt immer die Abschnitte besonders, wo wir fern der Straße paddelten.

Wir hatten drei Wehre zu überwinden, das erste in Neumühle OLYMPUS DIGITAL CAMERArumtrugen wir alle, das zweite umtrugen alle, ausser Christian, Axel und ich. Und das letzte in Dietfuhrt rutschten Christian und ich ebenfalls hinunter. Lorenz ist jeweils oberhalb ausgestiegen, wir waren ohne Nässe- und Kälteschutz unterwegs und er hatte keine Lust auf eine nasse Hose. Nicht so Axel, er befuhr das zweite Wehr in Gutenstein, genau dort, wo die Welle unterhalb des Wehres am höchsten war. Seine Jeans flatterte dann in der P1100432folgenden Mittagspause in der Sonne um wieder etwas trockener zu werden. Wir zelebrierten die Pause wieder mit Anfeuern von diversen Kochgeräten und dem Zubereiten von verschiedenem Grillgut und Gemüse, aber auch ganz normale Vesperbrote kamen zum Zuge. Lorenz und ich hatten seit langem mal wieder Eier mit dabei und so habe es bei uns zum Abschluss Spiegeleierbrote. Vollgefressen und etwas träge setzten wir unsere Fahrt fort. Abgesehen von den Wehren ist die Strecke technisch nicht besonders anspruchsvoll, landschaftlich dafür umso reizvoller. Immer wieder treten die Felsen der Schwäbischen Alb dicht an die Ufer das Tal weitet sich zwar ab und zu, doch eigentlich ist die ganze Strecke ein durchgehender Donaudurchbruch, der sich nicht vor seinem größeren Bruder bei Weltenburg, oder seinem noch größeren, den Djerdap, verstecken braucht. Gegen 16.00 Uhr erreichten wir Laiz, verluden die Boote und machten uns auf den Nachhauseweg.

Hier gibt es wie so oft mehr Bilder von Axel und hier auch noch welche von mir. Axels Bericht findet sich hier.

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Drei mal grün und einmal gelb …

so waren wir heute unterwegs auf dem Neckar, von Mühlen nach Bieringen. Axel und Ruth in ihrem grünen Prospector, Sabine und Charly in ihrem, immer noch namenlosen, neuen, grünen Prospector, Jolanda und ich in unserem, ebenfalls grünen Prospector, nur Eckhard tanzte aus der Reihe. Ein mal, weil er solo unterwegs war und ausserdem fuhr er nicht in einem Prospector und obendrein war sein Boot auch noch gelb. Der Himmel war bewölkt und es ging ein etwas unangenehmer Wind, aber es war erträglich. Wir setzten in Mühlen unterhalb des Wehres ein. Das Wehr Mühlen zwei, befuhren Eckhard und Axel, der aber nicht ohne zuvor Ruth aussteigen zu lassen.

Das Wehr bei der Eyachmündung umtrugen wir wie immer alle, aber schön der Reihe nach, denn der Wasserstand machte es unmöglich, die Boote beim Einstieg nebeneinander hin zu legen. Das letzte Wehr auf der Strecke bei Brörstlingen, befuhren Eckhard und Jolanda und ich. Wir luden im Rücklauf ordentlich Wasser ein, konnten es aber auf der folgenden Insel in Ruhe aus dem Boot befördern, denn hier machten wir Mittagspause.

Wir hatten seit langem wieder ein mal Trappergedöns mitgenommen und so wurden so gleich zwei Feuerboxen eingeheizt, Kaffe gekocht und Würstchen gebrutzelt. Nach der Pause war es dann nicht mehr weit bis zum verfallenen Wehr unterhalb der Weitenburg, welches ein satter Schwall mit hohen Wellen war. Danach noch die Strecke durch den Golfplatz, wo man sich zuerst vor den Bällen von rechts und dann vor den Bällen von Links in Acht nehmen soll. In Bieringen bei der Starzelmündung standen unsere Autos. Nach dem Umziehen und Boote verladen, trennten sich unsere Wege, Eckhard fuhr mit uns direkt nach Tübingen, Axel und Ruth brachten erst noch Sabine und Charly zu ihrem Auto nach Mühlen.

Prospectoren unter sich

Nachdem ich heute Vormittag schon mit Axel am Bootshaus Umstrukturierungen vorgenommen hatte, bin ich am Nachmittag noch mal hin gefahren. Ich traf dort auf Sabine und Charly, die gerade ihren neuen Prospector einlagern wollten. Ich überredete sie, trotz des Hochwassers mit mir paddeln zu gehen. So kam es zu einer spontanen, kleinen, anstrengenden, aber sehr spassigen Jungfernfahrt, mit dem noch namenlosen Boot. Wir kämpften uns hinauf bis zum unteren Blockwurf. Wir nutzten die rar gewordenen Kehrwässer, so gut es ging und kamen ziemlich erhitzt oben an.

Der Blockwurf war ein einziger großer Schwall mit einigen hohen, stehenden Wellen im Auslauf. Ich versuchte ein paar mal in einer der Wellen zu surfen, wurde aber nicht gehalten. Ich machte anstatt dessen ein paar J-Ferries, was sehr lustig war. Sabine und Charly traversierten eifrig hin und her um sich an ihr neues Boot zu gewöhnen. Die Fahreigenschaften des Bootes lobten sie sehr, was mich nicht wunderte, schliesslich haben sie ja jetzt das gleiche Boot wie ich. Einige der Feiertagsspaziergänger blieben stehen und schauen uns zu.  Auf dem Rückweg peilten Charly und Sabine dann jedes Kehrwasser an, welches erkennbar war. Am Bootshaus legten wir unsere beiden Prospectoren nebeneinander erst auf die Wiese, dann ins Bootshaus. 🙂
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Freitagstraining am Samstag

Heute Nachmittag war einiges los am Bootshaus. Als ich dort ankam waren Sabine und Charly, Axel und Angi schon kräftig am werkeln. Axel organisierte Kanadierplätze um. Einige Boote die bisher im Dachgebälk lagerten wurden vorsichtig, damit die Staubschicht nicht zu sehr verletzt wurde, herunter genommen und in ein provisorisches Zwischenlager gebracht. Von dort sollen sie dann bald in ein Endlager hinter dem Bootshaus verbracht werden, wenn sie nicht zuvor von ihren Eigentümern abgeholt oder verkauft wurden. Sabine und Angie kümmerten sich um defekte Auftriebskörper und Charly machte sich um den Caper, das riesige Wildwasserkanu verdient. Birte war gerade vom Paddeln gekommen und machte sich auch an den Auftriebskörpern zu schaffen. Lorenz kam später als ich und wir testeten kurz den ME von Axel, den man sowohl als Solo-, als auch als Tandemboot betreiben kann. Wir passten gut hinein und kamen gut zurecht, so dass wir uns das Boot bei nächster Gelegenheit mal für eine wildere Fahrt ausleihen werden. Als wir dann vom Arbeiten genug hatten, feuerten wir die neu restaurierte Grillstelle an. Die Runde wurde größer und bald bruzelte allerhand Grillgut über dem Feuer. Gestärkt und voller Tatendrang zog es uns dann aufs Wasser, Charly und Sabine im Caper, Matthias im Probe 12, Axel im Independence, Lutz und Andrea in Kajaks und Lorenz und ich im Prospektor.

Wir führen hoch zum Kanal und übten ein bisschen Kehrwasserfahren. Lange hielten wir es jedoch nicht aus, das Wetter wurde ungemütlich. Es hielt aber noch bis zurück zum Boothaus, die ersten Regentropfen erwischten uns erst auf dem Nachhauseweg. 

 

Mohnkuchen im Mohnbachtal

OLYMPUS DIGITAL CAMERANach dem ich ja gestern in trauter Zweisamkeit mit Leonhard auf dem weiten Untersee unterwegs war, stand heute als Kontrast die Nagold auf dem Programm. Wir waren vierzehn Paddelfreunde aus Tübingen, es waren sechs Kajakfahrer, drei Tandem- und zwei Solokanadier unterwegs. Im Tal der Nagold war es kühl und es ging ein lausiger Wind. Der Pegel war nicht üppig aber spritzig. Unsere Strecke von Ernstmühl bis Monbachtal erforderte keine Umtragungen und bot den einen oder anderen Schwall, „Mohnkuchen im Mohnbachtal“ weiterlesen

Erste Bodenseeausfahrt 2015

Prospector und Guide auf dem StegSeit der Eisfahrt im November war ich nicht mehr auf dem Bodensee gepaddelt. Für heute habe ich mich mit Leonhard verabredet. Um Elf war ich bereits am Bootshaus und zerrte schon mal die Boote auf den Steg. Leonhard kam dann gegen Halbzwölf und wir begaben uns aufs Wasser. Der Bodensee hat momentan noch einen sehr niedrigen Pegel, das Wasser war klar wie immer, aber nicht ganz. Vielleicht hatte ich auch nur den Eindruck, da auch das Wetter etwas trüb war. Aber ab und zu blinzelte die Sonne und so paddelten wir gemütlich dem Schweizer UferOLYMPUS DIGITAL CAMERA folgend, Richtung Untersee. Gegenüber vom Kuhhorn hat es ein paar kahle Bäume. – Witzbold werden die meisten jetzt denken, Mitte März sind doch die Bäume fast alle kahl. Aber diese werden es vermutlich auch bleiben. Sie dienen den unzählig vielen Kormoranen als Sitz und Ausschau, wenn sie auf Fischfang gehen. Sie kacken diese Bäume regelrecht zu Grunde. „Erste Bodenseeausfahrt 2015“ weiterlesen