Prospectoren unter sich

Nachdem ich heute Vormittag schon mit Axel am Bootshaus Umstrukturierungen vorgenommen hatte, bin ich am Nachmittag noch mal hin gefahren. Ich traf dort auf Sabine und Charly, die gerade ihren neuen Prospector einlagern wollten. Ich überredete sie, trotz des Hochwassers mit mir paddeln zu gehen. So kam es zu einer spontanen, kleinen, anstrengenden, aber sehr spassigen Jungfernfahrt, mit dem noch namenlosen Boot. Wir kämpften uns hinauf bis zum unteren Blockwurf. Wir nutzten die rar gewordenen Kehrwässer, so gut es ging und kamen ziemlich erhitzt oben an.

Der Blockwurf war ein einziger großer Schwall mit einigen hohen, stehenden Wellen im Auslauf. Ich versuchte ein paar mal in einer der Wellen zu surfen, wurde aber nicht gehalten. Ich machte anstatt dessen ein paar J-Ferries, was sehr lustig war. Sabine und Charly traversierten eifrig hin und her um sich an ihr neues Boot zu gewöhnen. Die Fahreigenschaften des Bootes lobten sie sehr, was mich nicht wunderte, schliesslich haben sie ja jetzt das gleiche Boot wie ich. Einige der Feiertagsspaziergänger blieben stehen und schauen uns zu.  Auf dem Rückweg peilten Charly und Sabine dann jedes Kehrwasser an, welches erkennbar war. Am Bootshaus legten wir unsere beiden Prospectoren nebeneinander erst auf die Wiese, dann ins Bootshaus. 🙂
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Freitagstraining am Samstag

Heute Nachmittag war einiges los am Bootshaus. Als ich dort ankam waren Sabine und Charly, Axel und Angi schon kräftig am werkeln. Axel organisierte Kanadierplätze um. Einige Boote die bisher im Dachgebälk lagerten wurden vorsichtig, damit die Staubschicht nicht zu sehr verletzt wurde, herunter genommen und in ein provisorisches Zwischenlager gebracht. Von dort sollen sie dann bald in ein Endlager hinter dem Bootshaus verbracht werden, wenn sie nicht zuvor von ihren Eigentümern abgeholt oder verkauft wurden. Sabine und Angie kümmerten sich um defekte Auftriebskörper und Charly machte sich um den Caper, das riesige Wildwasserkanu verdient. Birte war gerade vom Paddeln gekommen und machte sich auch an den Auftriebskörpern zu schaffen. Lorenz kam später als ich und wir testeten kurz den ME von Axel, den man sowohl als Solo-, als auch als Tandemboot betreiben kann. Wir passten gut hinein und kamen gut zurecht, so dass wir uns das Boot bei nächster Gelegenheit mal für eine wildere Fahrt ausleihen werden. Als wir dann vom Arbeiten genug hatten, feuerten wir die neu restaurierte Grillstelle an. Die Runde wurde größer und bald bruzelte allerhand Grillgut über dem Feuer. Gestärkt und voller Tatendrang zog es uns dann aufs Wasser, Charly und Sabine im Caper, Matthias im Probe 12, Axel im Independence, Lutz und Andrea in Kajaks und Lorenz und ich im Prospektor.

Wir führen hoch zum Kanal und übten ein bisschen Kehrwasserfahren. Lange hielten wir es jedoch nicht aus, das Wetter wurde ungemütlich. Es hielt aber noch bis zurück zum Boothaus, die ersten Regentropfen erwischten uns erst auf dem Nachhauseweg. 

 

Mohnkuchen im Mohnbachtal

OLYMPUS DIGITAL CAMERANach dem ich ja gestern in trauter Zweisamkeit mit Leonhard auf dem weiten Untersee unterwegs war, stand heute als Kontrast die Nagold auf dem Programm. Wir waren vierzehn Paddelfreunde aus Tübingen, es waren sechs Kajakfahrer, drei Tandem- und zwei Solokanadier unterwegs. Im Tal der Nagold war es kühl und es ging ein lausiger Wind. Der Pegel war nicht üppig aber spritzig. Unsere Strecke von Ernstmühl bis Monbachtal erforderte keine Umtragungen und bot den einen oder anderen Schwall, „Mohnkuchen im Mohnbachtal“ weiterlesen

Erste Bodenseeausfahrt 2015

Prospector und Guide auf dem StegSeit der Eisfahrt im November war ich nicht mehr auf dem Bodensee gepaddelt. Für heute habe ich mich mit Leonhard verabredet. Um Elf war ich bereits am Bootshaus und zerrte schon mal die Boote auf den Steg. Leonhard kam dann gegen Halbzwölf und wir begaben uns aufs Wasser. Der Bodensee hat momentan noch einen sehr niedrigen Pegel, das Wasser war klar wie immer, aber nicht ganz. Vielleicht hatte ich auch nur den Eindruck, da auch das Wetter etwas trüb war. Aber ab und zu blinzelte die Sonne und so paddelten wir gemütlich dem Schweizer UferOLYMPUS DIGITAL CAMERA folgend, Richtung Untersee. Gegenüber vom Kuhhorn hat es ein paar kahle Bäume. – Witzbold werden die meisten jetzt denken, Mitte März sind doch die Bäume fast alle kahl. Aber diese werden es vermutlich auch bleiben. Sie dienen den unzählig vielen Kormoranen als Sitz und Ausschau, wenn sie auf Fischfang gehen. Sie kacken diese Bäume regelrecht zu Grunde. „Erste Bodenseeausfahrt 2015“ weiterlesen

Neuer Lesestoff

Da für heute um 11 Uhr die Mitgliederversammlung der Paddelfreunde anberaumt war und ich davor noch auf Wasser wollte, machte ich mich schon um kurz nach 9.00 Uhr auf den Weg zum Bootshaus. Es war zwar kühl, aber die Sonne schien und bereitete mir gute Laune. Am Bootshaus traf ich auf Axel, der schon Ausrüstungsgegenstände, die er, am später stattfindenden Paddelflohmarkt anbieten wollte auf Gelände schaffte. Ich hielt mich nicht lange auf, und paddelte hinauf zum Blockwurf und machte dort ein paar Polingübungen im Auslauf. „Neuer Lesestoff“ weiterlesen

Trainingsrückstand

Mittlerweile geht es mir gesundheitlich wieder sehr viel besser und ich versuche zu meinem wöchentlichen Rhythmus zurück zu finden um meinen Trainingsrückstand irgendwie wettzumachen. Der gestrige Regen hatte den Pegel des Neckar ansteigen lassen und das Wasser war ziemlich trübe. Heute schien dafür die Sonne und OLYMPUS DIGITAL CAMERAich machte mich auf den Weg hinauf zum Blockwurf. Ich hatte die Kamera am Boot montiert und so gibt es wieder mal einen langweiligen Film. Immerhin schaffte ich es bis zum oberen Blockwurf, machte eine kleine Polingübung, eine wilde Abfahrt, die eigentlich gar nicht so wild war und fuhr ein paar Kehrwassermanöver. Zurück am Bootshaus half ich dann noch Klemens, Ruth und Axel die sich um das Brennholz der Paddelfreunde für die Grillsaison 2016 verdient machten. Nach eineinhalb Stunden Holzspalten und auflesen bekam ich jedoch lange Arme und ich verdrückte mich mit der Ausrede, dass ich ja so lange krank gewesen bin. 🙂 Edit: Das frisch gesägte, gespaltene und schön aufgestapelte Holz ist erst für die Grillsaison 2017 gedacht. Das habe ich gerade auf Axels  Paddelblog erfahren.


Rekonvaleszenz

Meine Winterpause wurde nun doch erheblich länger, als ich ursprünglich dachte. Ende Januar war ich über das Wochenende an der Sportschule in Albstadt, um meine Trainer-C Lizenz zu verlängern. Diese ist schon länger abgelaufen und ich muss die ein oder andere Weiterbildung machen. Nach diesem Wochenende, an dem ich geraume Zeit im Schwimmbad der Sportschule zubrachte, raffte mich die Grippe dahin und ich verbrachte eine Woche röchelnd auf dem Sofa. „Rekonvaleszenz“ weiterlesen

Winterpause

Jetzt war ich seit dem 10.1. nicht auf dem Wasser gewesen. Das sind 15 Tage. Das muss als, meinem hartnäckigen Gehuste geschuldete, Winterpause genügen. Der Pegel heute Morgen war leicht erhöht. Der Anleger war kurz davor, oder kurz nachdem, überspült zu werden. Am Kraftwerkskanal herrschte gute Strömung, das Kehrwasser war knackig. Ich drehte ein zwei Kurven und fuhr dann weiter hinauf zum Blockwurf. Die untere, kleine Schwelle war abgesoffen und der Blockwurf selbst sah ziemlich ideal aus zum Hinaufstaken. Ich die Stange mitgenommen, aber da ich schon ein Weilchen nicht mehr im Boot gestanden hatte und zwar warm, aber nicht wasserdicht bekleidet war, beließ ich es dabei mir die Idealroute anzusehen und ein bisschen darüber nachzudenken, ob ich da wohl wirklich mal hinauf komme. Ein mal hatte ich es zwar fast geschafft, aber eben nur fast. Heute war jedenfalls nicht der richtige Tag.

Geschenke

OLYMPUS DIGITAL CAMERAGestern hatte ich aus gegebenem Anlass einige Besucher empfangen. Wie das dann bei solchen Ereignissen ist, bringen die Gäste auch Geschenke mit. Ich zähle jetzt aber nicht, auf was ich alles zum Geburtstag bekommen habe, keine Angst, aber zwei Dinge Passen gut hier her. „Geschenke“ weiterlesen

Viel Wind, viel Wasser

IMG_20150110_115129Nicht genug, dass der Pegel des Neckars heute wieder enorm hoch war, nein es musste auch noch ordentlich Winden. Die günstigste Zeit um mir etwas Bewegung zu verschaffen, schien mir über Mittag. So radelte ich gegen halbzwölf zum Bootshaus. Zu Hause hatte ich noch überlegt, mal wieder eine Neckarinselrunde zu drehen, als ich aber die Strömung sah, überlegte ich es mir anders. Ich startete flussaufwärts Richtung Kraftwerkskanal. Das hört sich jetzt einfach an, ist es ja eigentlich auch, aber heute hatte ich ja mit der Gegenströmung und dem Wind zu kämpfen. Kaum dass ich mich aus „Viel Wind, viel Wasser“ weiterlesen

Licht und Schatten

Heute haben wir eine Tour unternommen, welche mir außerordentlich gut gefallen hat. Ich wage sogar zu behaupten, dass dies der schönste Abschnitt auf dem Neckar war, den ich bisher gepaddelt bin. Aber der Reihe nach. Am Wochenende hat es ja ordentlich Hochwasser gegeben, was meine Paddelfreunde am Sonntag für eine schöne Fahrt auf der Starzel genutzt hatten. Ich setzte, immer noch mit meiner Erkältung beschäftig, aus. Aber für den heutigen Feiertag, war eine ordentliche Portion Sonne angesagt und der Pegel des Neckars machte es möglich ihn ab Rottweil zu befahren. Axel hat seinen Bericht schon fertig, so dass ich gerne darauf verlinke. Was mich an unserer heutigen Strecke fasziniert hat, waren die Gegensätze. Der Neckar mäandert im tief eingeschnittenen Tal mal von der Sonnenseite in den Schatten und dann wieder zurück. Dieser stetige Wechsel machte es nicht einfach zu fotografieren, aber das eine oder andere Bild ist gelungen und gibt die Stimmung wieder.

Viele weitere Bilder gibt es hier.

Ich war mit dem Gerrish unterwegs und hatte Axel und Ruth meinen Royalex-Prospector geliehen. Axel hat ein ganz nettes Bild von mir gemacht, an der Surfwelle unter der Autobahnbrücke der A 81. Ich glaube das ist ein Bild, welches ich in meine Galerie aufnehme.k-P1090215

Anpaddeln 2015

Heute war traditionell Anpaddeln in Tübingen. Ich wollte mich ja eigentlich vor der Paddelei drücken und zu Fuss zur Steinlachmündung gehen und dort am Kaffeekränzchen und dem Verzehren von restlichen Weihnachtsplätzchen beiwohnen, überwand aber meinen inneren Schweinehund. Meine Erkältung hatte sich seit letztem Jahr (gestern) zwar nicht erheblich gebessert, jedoch war es auch nicht schlimmer geworden. Wir trafen uns kurz vor zwei am Bootshaus und fuhren hinunter zur Steinlachmündung. Der Schnee am Bootshaus war nicht mehr so schön weiß und überall taute es. Vorausgesagt waren Temperaturen deutlich unter Null Grad, was aber nicht eintrat. k-P1080945Ich zählte 9 Boote, ausnahmslos Kanadier, was durch aus Sinn macht, den die Ausstiegstelle an der Steinlachmündung ist nicht gerade gut für Kajakfahrer geeignet. Es wurde ausgiebig geplaudert, Kaffee und Tee gekocht und getrunken und allerlei Backwerk feilgeboten. Richtig gemütlich wurde es allerdings nicht, weil erstens die versprochnene Sonne nicht zum Vorschein kam und ausserdem die Sauerei durch das nächtliche Geballere auf dem Schnee noch deutlicher zum Vorschein trat als sonst. Nach gut einer Dreiviertel Stunde machte ich mich auf den Rückweg und nahm Bettina mit, die zuvor bei Axel und Ruth im Boot mit hinunter gepaddelt war. Sie war zu Fuss am Bootshaus und wollte noch im Hellen nach Hause laufen. Als ich das Boot ins Bootshaus geräumt hatte, kamen auch die Anderen nach und nach an. Vermutlich hatte unser früher Aufbruch den Impuls zur Auflösung der Veranstaltung gegeben. Als dann alle Boote versorgt waren stellten wir noch Überlegungen zu Aktivitäten am kommenden Sonntag an. Eine Möglichkeit wäre es zur Eskimofahrt an die Reuss zu fahren, jedoch verspricht die Witterung steigende Pegel hier bei uns. Da könnte es auch sein, dass wir den weiten Weg zur Reuss scheuen und einen der wilderen Bäche in der näheren Umgebung aufsuchen.

Letzter Eintrag – Letzte Fahrt 2014

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMich plagt ja seit einiger Zeit eine äusserst lästige Erkältung, die mich vom Paddeln die letzten Tage ferngehalten hatte. Aber heute wollte ich es dann doch noch ein mal wissen, in diesem Jahr. Ich hatte jedoch nicht vor eine lange Anfahrt in Kauf zu nehmen und die Pegel liessen es auch nicht zu auf wilderes Wasser zu gehen. Daher hatte ich den Vorschlag gemacht, vom Bootshaus aus Neckar aufwärts zu paddeln, die Hindernisse wie unterer Blockwurf, oberer Blockwurf und das Hirschauer Wehr zu umtragen und soweit zu paddeln, wie wir Lust hatten.
So trafen wir uns zu zehnt gegen 13.00 Uhr am Bootshaus. Eckes hatte für jeden ein kleines Geschenk mitgebracht. Ein Bündel Kienspäne zum Feuermachen. Super! Vielen Dank noch mal!
Ich hatte die k-P1080865Polingstange dabei und war dadurch bei den seichten Stellen leicht im Vorteil, aber auch etwas wackelig auf den Beinen, da ich das kleine Holzboot gewählt hatte, was ja ziemlich rund ist. Beim oberen Blockwurf drehte ein Teil unserer Gruppe um, um am Bootshaus ein wärmendes Feuer vorzubereiten. Wir anderen überwanden den Blockwurf und das Wehr in einem, in dem wir unsere Boote über den verschneiten Radweg die gut 500 Meter hinter uns herzogen. Eckhard rettete noch ein Blesshuhn aus einer misslichen Lage. Es hatte sich mit dem Hals in einem Ast knapp über der Wasseroberfläche verfangen und wurde von der Strömung immer wieder unter Wasser gedrückt. Es bedankte sich für die selbstlose Rettung, in dem es im auf die Hand kackte und ihn biss. Na ja, es wird es nicht so böse gemeint haben. Auf dem seeartigen Stück oberhalb des Wehres fuhren wir noch bis zum Bühler Bach, unterhielten uns und beobachteten Eisvögel. Auf dem Rückweg überwanden wir unsere Hindernisse auf die gleiche Art wie auf dem Hinweg und als wir am Bootshaus ankamen brannte dort schon ein herrlich wärmendes Sylvesterfeuer. k-P1080892So dass war es jetzt für 2014. Allen die hier lesen einen Guten Rutsch!
Moment, einen hab ich noch:
Auch hier zum letzten mal in diesem Jahr der Link zu Axels Paddelblog, wo diese Fahrt auch schon dokumentiert ist.

Rückblick 2014

Für dieses Jahr habe ich mich auch dazu entschlossen einen Jahresrückblick zu machen. Ich mache das in der Form, dass ich Bilder von jenem Ort zeige an dem ich mich in diesem Jahr geraume Zeit rumgetrieben habe. Dem unteren Blockwurf bei Neckarkilometer 246,5.

Schon wieder 23. Dezember

Heute Vormittag habe mich mit Axel zu einer kleinen vorweihnachtlichen Paddelei getroffen.
Seit meinem letzten Eintrag vor über einer Woche, war ich nicht mehr auf dem Wasser gewesen. Das lag nicht am vorweihnachtlichen Stress, sondern viel mehr an einer fetten Erkältung. Nun, wir fuhren hinauf zum Blockwurf, machten dort ein paar Polingübungen und fotografierten uns wie üblich gegenseitig. Ich benötigte noch unbedingt ein Foto für meinen kleinen Jahresrückblick, der mit dem Blockwurf zu tun hat. Dann, auf dem Rückweg beim Kraftwerkskanal absolvierten wir noch das ein oder andere Kehrwassermanöver. Der Angler der dort in der Nähe sein Glück versuchte, ertrug es mit Fassung, aber wir strapazierten seine Geduld auch nicht all zu lange.
Ja, schnell ging dieses Jahr zu Ende, während ich das hier schreibe habe ich mal nach gesehen, was ich denn am 23. Dezember vergangenen Jahres so gemacht habe. Das Gewässer war ein anderes, aber das Wetter war ziemlich das gleiche. Sonne und frühlingshafte Temperaturen. Von wegen weiße Weihnachten, ich denke daran muss man sich gewöhnen.

Wassermangel

Ursprünglich war für den heutigen Samstag geplant gewesen zur Heißen Herzen Fahrt auf der Enz zu gehen. Die Wetterprognose hatte aber im Laufe der Woche für den Samstagnachmittag ergiebigen Regen in der Region um Vaihingen vorgesehen. Darauf hatten wir keine Lust und so verbrachten wir den Vormittag und den frühen Nachmittag auf dem Neckar, von Tübingen abwärts bis Oferdingen zum Kanu-Witt. Eigentlich hatte er Pegel in Kirchentellinsfurt genügend Wasser gemeldet, aber irgendwie war das eine Fehlinformation. Wir hatten unterwegs einige seichte Stellen zu überwinden, einige Grundberührungen zu verzeichnen, drei Wehre zu umtragen, eine Kaffeepause und jede Menge Kekse, bei schönem Sonnenschein. Sollte der angekündigte Regen für steigende Pegel sorgen, geht es morgen vermutlich zum Wildwassern.

Ich hatte das Kunststoffboot genommen, da es beim Umtragen der Wehre ein zwei Stellen gibt, an denen man das Boot einfach die Böschung hinunter rutschen lassen muss. Das war mir dann bei den seichten Stellen gerade recht.

Etwas of Topic
Als ich grade nach Hause kam berichtete mir Lorenz von zwei Wildschweinen die bei uns im Garten randaliert hätten. Erst dachte ich er will mir einen Bären aufbinden, aber er zeigte mir die Spuren die sie an der Terrassentüre hinterlassen haben. Die Tiere waren wohl in Panik und rannten blindlings durch die Galgenbergstrasse. Etwas unterhalb bei einem im Sommer fertiggestellten Neubau sind sie wohl gegen die Wand gerannt und haben die Dämmung hinter der Fassade beschädigt. Das gehe ich mir jetzt ansehen.

Flussfahrt mit Ente

Zur heutigen Fahrt auf der Jagst hatte ich mich bei Ruth und Axel zum Mitfahren eingeladen. Wobei dass nicht genug war, Axel hatte auch gestern schon mein Boot im Bootshaus geholt und aufgeladen. Auf dem Weg heute früh kamen sie mir dann auch noch entgegen und luden mich ein. Ein Rundumservice also. Die Fahrt nach Krautheim, ganz im Norden unseres Bundeslandes dauerte rund eindreiviertel Stunden. Die Strecke die Axels Navi vorgab, war etwas abenteuerlich und gipfelte darin, das wir auf einem Schotterweg durch den Wald fuhren. In Krautheim angekommen luden wir zunächst die Boote ab und die Autofahrer machten sich auf den Weg nach Berlichingen unser Ziel für die heutige Fahrt. Gegen elf waren sie zurück und wir brachen auf. Der Pegel der Jagst lag so um die 50 cm. Unter 40 cm ist die Befahrung nicht zulässig.OLYMPUS DIGITAL CAMERA Die Jagst mäandert ganz munter durch ihr Tal. Immer wieder sorgen kleine Schwällchen für Abwechslung. Wir waren neun Personen in sechs Booten, drei Tandem- und drei Solokanadier. Das Wetter war grau in grau, aber es blieb den ganzen Tag über trocken. Angela hatten für jeden eine kleine weihnachtliche Quitscheente mitgebracht. Wir hatten sie mit Ducktape an unseren Süllrändern befestigt, womit sonst, und somit das vielseitig nutzbare Klebeband endlich mal dafür genutzt für was es ursprünglich gedacht war. OLYMPUS DIGITAL CAMERANach rund zwei Drittel der Strecke erreichten wir das erste Wehr, welches wir rechts umtrugen. Bei dieser Gelegenheit legten wir eine kleine Rast ein und aßen unser mitgebrachtes Vesper. Auf unser Trappergedöns, wie wir zur Zeit immer sagen, hatten wir verzichtet und so musste die Pause ohne offenes Feuer über die Bühne gehen. Stefan bereitete auf dem Gaskocher Glühwein. k-P1080445Axel, Ruth und mir wurde die Pause etwas zu lange, vom Rumstehen hatten wir kalte Füsse bekommen und so setzten wir unsere Fahrt bald fort und hatten das zweite Wehr bereits überwunden, als der Rest der Truppe dort ankam. Wir halfen ihnen noch beim Umtragen und gemeinsam machten wir uns auf die letzten anderthalb Kilometer bis Berlichingen. OLYMPUS DIGITAL CAMERADort angekommen brachte Jörg Stefan zu seinem Auto nach Krautheim und als sie zurückkehrten machten wir uns auf den Weg nach Kloster Schöntal, um dort noch auf den Weihnachtsmarkt im Klosterhof zu besuchen. Eigentlich wollten wir die knapp zwei Kilometer zu Fuss zurück legen. Wir waren ziemlich durchgefroren und als wir einen Schuttlebus zum Weihnachtsmarkt an der Straße halten sahen, stiegen wir spontan ein. Im Bus war es angenehm warm, wir machten es uns gemütlich, lang könnte die Fahrt ja nicht dauern. Der Bus nahm jedoch nicht die direkte Route, sondern klapperte noch einige Dörfer in der näheren Umgebung ab. Der Bus wurde immer voller und es wurde uns bewusst, zu Fuss wären wir sicher schneller gewesen. Auf dem Markt herrschte reges Treiben. Nachdem wir ein zwei Stände abgeklappert und das eine oder andere konsumiert hatten, brachen Axel, Ruth und ich auf, wir hatten ja noch einen längeren Rückweg vor uns. k-P1080510Der Rest der Truppe blieb noch dort, sie wollten an der Jagst übernachten und planten für morgen einen weiteren Abschnitt zu paddeln. Für den Rückweg zum Auto nahmen wir wieder den Bus, der diesmal direkt fuhr. Gegen 19.45 Uhr waren wir zurück in Tübingen.

Hier wie immer, der Link zu Axels Bericht auf seinem Paddelblog

Bodensee-Eisfahrt

k-P1080278Heute fand wie immer am vorletzten Sonntag im November die Bodensee-Eisfahrt statt. Insgesamt nahmen an dieser Fahrt von Konstanz nach Iznang, um die 200 Kanuten in ca. 150 Booten teil. Es waren unzählig viele Kajaks, ein paar Großkanadier, ein Drachenboot, ein Stand-Up Paddler und ein paar wenige Tandem- und Solokanadier unterwegs. Wir waren mit zwei Tandem- einem Solokanadier und einem Kajak angereist und hatten um die Fahrerei und das Autoversetzten zu reduzieren, beschlossen nicht wie offiziell vorgesehen, von Konstanz nach Iznang zu paddeln, sondern bei der Landestelle Reichenau, wo überreicher Weise eine Pause eingelegt wird, umzukehren und wieder zurück nach Konstanz zu paddeln. „Bodensee-Eisfahrt“ weiterlesen

Polingübungen

OLYMPUS DIGITAL CAMERADa der Neckarpegel gestern, in der Stunde in der ich unterwegs war, um ca 10 cm gesunken war, dachte ich mir heute Vormittag müsste er soweit gefallen sein, dass ich mal wieder versuchen könnte die raue Rampe hinauf zu staken. Das erzählte ich auch Axel, der gerade von einer Runde um die Neckarinsel zurück kam, als ich aufbrach. Er hatte keine Zeit mich zu begleiten und wünschte mir viel Erfolg. Als ich oben ankam, war mir gleich klar, dass ich das gar nicht erst zu versuchen brauchte. Der Pegel schien mir unverändert. Wahrscheinlich lief jetzt weniger Wasser durch das Kraftwerk, so dass sich der insgesamt niedrigere Pegel hier nicht bemerkbar machte. „Polingübungen“ weiterlesen