Wer wagt gewinnt!

Ich hatte Corina schon seit Wochen vom Hochrhein vorgeschwärmt und erzählt wie schön es dort ist, wenn sich im Herbst das Laub bunt verfärbt und die Sonne die Farben so richtig zum Leuchten bringt. Für dieses Wochenende war ja auch goldenes Oktoberwetter angesagt und so starteten wir Sonntag morgen um Acht, im Nebel. Auch als ich Corina samt Boot und Gepäck in Mammern zurückgelassen hatte und das Auto nach Schaffhausen brachte herrschte immer noch dicke Nebelsuppe. Ebenso als ich mit dem Zug zurück nach Mammern kam und wir lospaddelten. Der Wetterbericht hatte für mittags Sonne angesagt, aber mir kamen langsam Zweifel. Von Mammern aus querten wir den See in Richtung Öhningen und schlichen dann dort dem Ufer entlang nach Stein am Rhein. Als wir Stein passiert hatten schien es so, als käme doch langsam die Sonne durch. Bei Galligen bzw. Dissenhofen hatte sie es dann geschafft. Und wie erwartet bekamen wir jede Menge buntes Laub und allerhand blauen Himmel zu sehen. Wir machten bei den Schaffhausen Kanuten auf der Rheinwiese Pause, kochten auf dem Künzi und genossen die Sonne. Den Rest der Strecke Liesen wir uns fast ausschließlich treiben, fotografierten, beobachteten stochernde (stachelnde) Schaffhausen mit ihren Nachen und liessen es uns gut gehen. Wir hatten einen herrlichen Indian Summer Tag.

 

Frühsommer

Dieses Wochenende hatte ich Besuch von Jolanda. Den heutigen Sonntag haben wir dazu genutzt eine kleine Bootstour mit dem Guide zu machen. Den habe ich zur Zeit auch in Konstanz. Wir starteten vom Bootshaus des Kanu-Clubs und fuhren den Seerhein hinunter nach Ermatingen. Auf dem Rückweg machten wir eine ausgedehnte Pause, in der wir uns was zu Mittag zubereiteten, fotografierten, faulenzten und uns die Zeit vertrieben. Die Sonne hat schon richtig Kraft, aber es ging ein leichter Wind, so dass es nicht so warm wurde, wie angekündigt. Aber das störte uns nicht.

Poling-Wochenende

Wie schon im letzten Jahr hatten wir uns für ein kleines Treffen der Polingfreunde verabredet.
Diesmal sollte das Treffen in der Schweiz, genauer an der Thur stattfinden. Ein Zeltplatz war schnell gefunden, der Campingplatz-Gütighausen. Eine ganz hervorragende Adresse für eine solche Unternehmung. Bisher schloss dieser Platz immer Ende September, doch ab diesem Jahr ist er bis Ende Oktober offen. Den Platz kenne ich schon sehr lange, bin aber die letzten Jahre nur immer daran vorbei gepaddelt. Den Fluss, die Thur, kenne ich natürlich auch schon lange, hat dort ausreichend, aber nicht zu viel Gefälle und schöne Kiesbankschwälle, vor Allem bei einem so niedrigen Wasserstand wie in diesem Jahr. Das Interesse war, sagen wir mal überschaubar, ich hatte aber auch keine Werbung gemacht, sondern nur die eingeladen, die auch im letzten Jahr am Neckar dabei waren. Und wie das dann halt so ist, kommt dem einen oder anderen was dazwischen, oder es gibt andere Angebote.

Uns fünf Teilnehmern, Sabine, Charly, Marion, Paul und mir hat das Wochenende jedenfalls gefallen. Und wir waren sicher nicht das letzte mal an diesem Platz. Ich hatte nach langer Zeit mal wieder den Guide dabei, den ich erst am Wochenende zuvor aus Potsdam geholt hatte. Eine neue Haut hat er letztlich nicht bekommen, André meinte die Alte sei noch zu gut. Er hat die Haut überholt und das Boot hat einen neuen Schellackboden bekommen. Neben fleissigem Poling und Kehrwasserübungen kam natürlich auch das Ofenheizen und das Kochen am Lagerfeuer nicht zu kurz und geratscht wurde natürlich auch ausgiebig. Und obwohl das Treffen so klein war, hatten wir eine Novizin dabei, Marion versuchte sich zum ersten Mal im Poling und machte dabei eine gute Figur. Leider gibt es davon kein Foto.
Einen so niedrigen Pegel hatte ich bei der Thur noch nie gesehen, aber für unsere Aktivitäten war er gerade noch ausreichend. Auf manchen Kiesbankschwällen kam es zu leichten Bodenberührungen aber mit etwas Geduld und Geschick kam man überall hinauf und hinunter. Einzig die Stufe oberhalb des Campingplatzes haben wir beim Flussauffahren überhoben. Am zweiten Tag sind Paul, Charly und Sabine, diese sogar stehend, auch wieder hinunter gefahren.

Erste Bodenseeausfahrt 2015

Prospector und Guide auf dem StegSeit der Eisfahrt im November war ich nicht mehr auf dem Bodensee gepaddelt. Für heute habe ich mich mit Leonhard verabredet. Um Elf war ich bereits am Bootshaus und zerrte schon mal die Boote auf den Steg. Leonhard kam dann gegen Halbzwölf und wir begaben uns aufs Wasser. Der Bodensee hat momentan noch einen sehr niedrigen Pegel, das Wasser war klar wie immer, aber nicht ganz. Vielleicht hatte ich auch nur den Eindruck, da auch das Wetter etwas trüb war. Aber ab und zu blinzelte die Sonne und so paddelten wir gemütlich dem Schweizer UferOLYMPUS DIGITAL CAMERA folgend, Richtung Untersee. Gegenüber vom Kuhhorn hat es ein paar kahle Bäume. – Witzbold werden die meisten jetzt denken, Mitte März sind doch die Bäume fast alle kahl. Aber diese werden es vermutlich auch bleiben. Sie dienen den unzählig vielen Kormoranen als Sitz und Ausschau, wenn sie auf Fischfang gehen. Sie kacken diese Bäume regelrecht zu Grunde. „Erste Bodenseeausfahrt 2015“ weiterlesen