Frühsommer

Dieses Wochenende hatte ich Besuch von Jolanda. Den heutigen Sonntag haben wir dazu genutzt eine kleine Bootstour mit dem Guide zu machen. Den habe ich zur Zeit auch in Konstanz. Wir starteten vom Bootshaus des Kanu-Clubs und fuhren den Seerhein hinunter nach Ermatingen. Auf dem Rückweg machten wir eine ausgedehnte Pause, in der wir uns was zu Mittag zubereiteten, fotografierten, faulenzten und uns die Zeit vertrieben. Die Sonne hat schon richtig Kraft, aber es ging ein leichter Wind, so dass es nicht so warm wurde, wie angekündigt. Aber das störte uns nicht.

Poling-Wochenende

Wie schon im letzten Jahr hatten wir uns für ein kleines Treffen der Polingfreunde verabredet.
Diesmal sollte das Treffen in der Schweiz, genauer an der Thur stattfinden. Ein Zeltplatz war schnell gefunden, der Campingplatz-Gütighausen. Eine ganz hervorragende Adresse für eine solche Unternehmung. Bisher schloss dieser Platz immer Ende September, doch ab diesem Jahr ist er bis Ende Oktober offen. Den Platz kenne ich schon sehr lange, bin aber die letzten Jahre nur immer daran vorbei gepaddelt. Den Fluss, die Thur, kenne ich natürlich auch schon lange, hat dort ausreichend, aber nicht zu viel Gefälle und schöne Kiesbankschwälle, vor Allem bei einem so niedrigen Wasserstand wie in diesem Jahr. Das Interesse war, sagen wir mal überschaubar, ich hatte aber auch keine Werbung gemacht, sondern nur die eingeladen, die auch im letzten Jahr am Neckar dabei waren. Und wie das dann halt so ist, kommt dem einen oder anderen was dazwischen, oder es gibt andere Angebote.

Uns fünf Teilnehmern, Sabine, Charly, Marion, Paul und mir hat das Wochenende jedenfalls gefallen. Und wir waren sicher nicht das letzte mal an diesem Platz. Ich hatte nach langer Zeit mal wieder den Guide dabei, den ich erst am Wochenende zuvor aus Potsdam geholt hatte. Eine neue Haut hat er letztlich nicht bekommen, André meinte die Alte sei noch zu gut. Er hat die Haut überholt und das Boot hat einen neuen Schellackboden bekommen. Neben fleissigem Poling und Kehrwasserübungen kam natürlich auch das Ofenheizen und das Kochen am Lagerfeuer nicht zu kurz und geratscht wurde natürlich auch ausgiebig. Und obwohl das Treffen so klein war, hatten wir eine Novizin dabei, Marion versuchte sich zum ersten Mal im Poling und machte dabei eine gute Figur. Leider gibt es davon kein Foto.
Einen so niedrigen Pegel hatte ich bei der Thur noch nie gesehen, aber für unsere Aktivitäten war er gerade noch ausreichend. Auf manchen Kiesbankschwällen kam es zu leichten Bodenberührungen aber mit etwas Geduld und Geschick kam man überall hinauf und hinunter. Einzig die Stufe oberhalb des Campingplatzes haben wir beim Flussauffahren überhoben. Am zweiten Tag sind Paul, Charly und Sabine, diese sogar stehend, auch wieder hinunter gefahren.

Erste Bodenseeausfahrt 2015

Prospector und Guide auf dem StegSeit der Eisfahrt im November war ich nicht mehr auf dem Bodensee gepaddelt. Für heute habe ich mich mit Leonhard verabredet. Um Elf war ich bereits am Bootshaus und zerrte schon mal die Boote auf den Steg. Leonhard kam dann gegen Halbzwölf und wir begaben uns aufs Wasser. Der Bodensee hat momentan noch einen sehr niedrigen Pegel, das Wasser war klar wie immer, aber nicht ganz. Vielleicht hatte ich auch nur den Eindruck, da auch das Wetter etwas trüb war. Aber ab und zu blinzelte die Sonne und so paddelten wir gemütlich dem Schweizer UferOLYMPUS DIGITAL CAMERA folgend, Richtung Untersee. Gegenüber vom Kuhhorn hat es ein paar kahle Bäume. – Witzbold werden die meisten jetzt denken, Mitte März sind doch die Bäume fast alle kahl. Aber diese werden es vermutlich auch bleiben. Sie dienen den unzählig vielen Kormoranen als Sitz und Ausschau, wenn sie auf Fischfang gehen. Sie kacken diese Bäume regelrecht zu Grunde. „Erste Bodenseeausfahrt 2015“ weiterlesen

Misslungenes Filmprojekt

Heute Spätnachmittag bin ich, als die Sonne sich kurz noch mal blicken ließ zum Bootshaus geradelt. Ich wollte das mit dem Filmen beim Poling noch mal probieren. Ich nahm diesmal das große Boot. Zum einen, weil sich damit besser staken lässt und zum anderen, weil die Kamera dort weiter von mir entfernt ist und ich mir nicht wie im letzten Video den Kopf abschneide. Ich stakte hinauf zum Blockwurf, montierte die Kamera und legte los. Die Rampe stakend zu überwinden, war mir wie gewöhnlich nicht möglich. Ich stocherte ein wenig im untern Drittel herum und beschloss dann zu umtragen und zum oberen Blockwurf zu fahren. „Misslungenes Filmprojekt“ weiterlesen

Kleine Fahrt mit großem Boot

Was ich gestern nicht erwähnt hatte war, dass ich unser großes Boot September, mit nach Tübingen genommen habe. Heute früh habe ich ihn dann ans Bootshaus gebracht und den Juni mit nach Hause genommen. Was ich vergessen hatte, heute fand die große Stocherkahneinlagerei statt. Jeden Herbst werden die Stocherkähne aus dem Wasser genommen und auf einem Teil der Wiese, die zum Bootshausgelände gehört eingelagert.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAWas ich nicht nachvollziehen konnte war, dass scheinbar alle Helfer dieser Aktion mit dem Auto kamen und es nicht für möglich hielten auf einem Parkplatz zu parken. Die ganze Straße zum Bootshaus war zugeparkt. Ich mogelte mich durch und fuhr bis zum unteren Tor zum Gelände der Paddelfreunde und stand dort notgedrungen etwas im Weg rum bis ich das eine Boot ab und das andere aufgeladen hatte. Am späten Nachmittag, als ich vermutete dass der meiste Rummel vorüber sei, bin ich dann mit dem Rad zum Bootshaus gefahren. Ich lud mir mein Boot auf die Schultern und schleppte es zum Anleger. Ich weiß nicht woran es liegt, aber ich OLYMPUS DIGITAL CAMERAhabe den Eindruck das Boot wird von Jahr zu Jahr schwerer. Ich mag es trotzdem. Der Neckar war gut eingeschenkt und wie bei Hochwasser üblich braun. Zu erst paddelte ich Richtung Kraftwerkskanal. Als ich in den flachen Bereich auf der Linken Seite kam, legte ich das Paddel weg und nahm die Stange zur Hand. Nach der Einmündung des Kraftwerskanal wird es für ein Stück noch mal richtig tief, so dass ich mit der Stange kaum noch auf den Grund kam. Ich nutzte die Stange daher wie ein Doppelpaddel, was für kurze zu überbrückende Strecken erstaunlich gut funktioniert. Ich stakte hinauf bis zum Blockwurf.
Die untere Schwelle war ziemlich OLYMPUS DIGITAL CAMERAabgesoffen, es herrschte gute Strömung, war aber unproblematisch zu überwinden. Ich legte dann die Stange wieder zur Seite und machte ein paar J-Ferries. In meinem Riesen-Kahn machte das einen Heidenspass und da ich ja alleine war, konnte ich auch niemandem im Weg herumfahren. Ich versuchte während einer Querung Fotos zu machen. Ich hielt die Kamera in der Druckhand und ließ den Finger auf dem Auslöser. Besonders spannend sind die paar scharfen Bilder, die so entstanden sind nicht geworden. Das nächste mal muss ich mal wieder das kleine Stativ mitnehmen und filmen. Als ich genug hatte, begab ich mich zurück zum Kraftwerskkanal und fuhr dort noch ein paar Kehrwassermanöver. Dann ließ ich mich zum Anleger zurück treiben.

Paddeln mit Liveübertragung

Heute habe ich eine sehr schöne Nachmittagstour auf dem Bodensee gemacht.
Erst sah es danach aus, als würden die Wolken Überhand gewinnen, aber nach und nach setzte sich doch die Sonne durch, bevor sie unter ging. Eigentlich wollte ich mich mit Leonhard treffen, aber der Arme musste noch arbeiten. Ich fuhr den Seerhein hinunter Richtung Gottlieben und versorgte ihn mit Handybildern. Nach dem ich ihn mit diversen Impressionen versorgt hatte, kam von ihm ein Bild zurück, ein Schreibtisch mit einem Stapel Ordner. Jetzt hatte ich fast ein schlechtes Gewissen. Ich fuhr weiter bis Triboltingen und eigentlich wäre es nicht mehr weit gewesen bis auf die Reichenau, ich hätte ihn abholen können. Ein zweites Paddel hatte ich dabei. Aber ich musste wieder zurück, den Rest der Familie in der Stadt auflesen und dann wieder nach Hause fahren. Aber ich gebe nicht auf, demnächst werden wir wieder ein mal gemeinsam paddeln gehen. Am Bootshaus habe ich mich dann noch zum ersten mal in das neu installierte elektronische Fahrtenbuch eingetragen. Es geht ganz fix und die Auswertung am Ende des Jahres ist natürlich ein Kinderspiel, vor allem weil man nicht mehr als Hieroglyphenforscher  tätig sein muss. 🙂

Spätsommer am Bodensee

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeute stand mal wieder ein Besuch in Konstanz an und ich nutzte die Gelegenheit den Guide dort wieder ins Bootshaus zu legen und den Prospector nach Tübingen zu holen. Allerdings nicht ohne mit dem Guide noch eine Runde zu paddeln. Ich fuhr den Seehrhein hinunter Richtung Untersee und begutachtete die Fischerbank, die ich im vergangenen Februar zu erklimmen versucht hatte. Heute wäre mir dies Zweifels ohne gelungen, aber ich hatte nicht wirklich Lust, mich mit Entenkacke einzusauen. So Paddelte ich weiter, vorbei an Gottlieben und hinunter zu der Stelle an der sich der Seerhein weitet und in den Untersee übergeht. OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch fotografierte alte und neue Biberspuren und freute mich über das klare Wasser und den Sonnenschein. Teilweise sind ganz schön dicke Bäume angenagt und ich bin gespannt wann der nächste ins Wasser gestürzt da liegt, wenn ich vorbei komme. Unterhalb eines kleinen Kiesstrandes wurde vor Jahren eine Palisade ins Wasser gebaut. Sie soll vermutlich wie ein Kehrwasser wirken. Beim momentanen Bodenseepegel ist sie aber vollkommen überspült. Das rote Dreieck signalisiert die „Untiefe“, wichtig für Boote mit OLYMPUS DIGITAL CAMERAmehr Tiefgang als meines. 🙂 Das Wetter war herrlich heute Nachmittag, die Sonne schien, es war warm, der leichte Dunst lässt hoffen, dass es ein paar Tage so bleiben könnte. Nach den regnerischen und trüben Tagen der letzten Woche, kostete ich das voll aus. Beim Fahrwasserzeichen Nummer 22, der Wendemarke meiner früheren Hausstrecke machte OLYMPUS DIGITAL CAMERAich kehrt und paddelte, von leichtem Westwind unterstützt gegen die Strömung zurück zum Bootshaus. Unterwegs traf ich Hansi im Rennkajak, der dann auch ziemlich zeitgleich mit mir am Steg ankam. Ich traf ihn aber auf seinem Hinweg 🙂 Am Bootshaus traf ich dann noch Bärbel und Martin und verquatschte mich ein wenig. Ich sputete mich dann noch in die überfüllte Stadt, wobei die Konstanzer jetzt lachen und sagen, war doch nix los, komm mal am Samstag. Ich traf mich mit Lorenz und Anke und wir suchten noch ein paar Geschäfte auf, trafen noch den ein oder anderen Bekannten und machten uns dann bald auf den nach Hause Weg.

Kurze Polingrunde

Um kurz vor Fünf bin ich heute zum Bootshaus gefahren. Zuvor hatte ich Axel per Mail Bescheid gegeben, dass ich etwas paddeln wollte. Am Bootshaus war Niemand und so zog ich alleine Los. Vermutlich war Axel noch beim Arbeiten oder hatte meine Mail nicht gelesen. Der Wasserstand war gestiegen, aber nicht all zu hoch. Ich stakte zunächst hinauf zum Kraftwerkskanal, legte aber dort, angesichts der kräftigen Strömung, die dort herrschte die Stange bei Seite und fuhr mittels Paddel ein paar Kehrwassermanöver. Das kann ich dort mit meinem großen Boot selten tun, erstens liegt es ja oft in Konstanz und zweitens ist dort, wenn Training ist meist etwas wenig Platz für solche Dickschiffe. Um so mehr kostete ich es aus. Als ich genug davon hatte stakte ich weiter zum unteren Blockwurf. Als ich dort ankam, kam mir gerade Axel entgegen, allerdings nicht auf dem Wasser, sondern auf dem Radweg. Er fuhr auf dem Rad, in der Hand hielt er die Spitze seinen Bootes, welches er auf dem Bootswagen hinter sich her rollerte. Er hatte es aber eilig und war nach einem kurzen Hallo schnell hinter den Büschen verschwunden. Ich versuchte mich noch ein wenig darin, die raue Rampe mittels der Polingstange zu überwinden, hatte aber keinen besonderen Erfolg. Ein mal schaffte ich es bis fast in die Mitte, wurde dann aber wieder rückwärts hinunter gespült.

So drehte ich um, polte bis zum Kanal hinunter, kniete mich wieder hin und holte in der Strömung des Kanals Schwung und trödelte zum Bootshaus hinunter. Am Anleger traf ich Erdmann, der mir erzählte, dass er beim Paddeln Fortschritte mache und bald mal wieder eine Übungsrunde mit uns paddeln wolle. Am Bootshaus war dann noch Angi, die bedauerte dass ihr geliebter Quake an der Soca sei und nun mit dem Probe 12 vorlieb nehmen musste. Es waren auch noch zwei Interessenten da, die wurden aber schon von Angi informiert. Wir unterhielten uns noch kurz über lange Boote und dann trollte ich mich nach Hause.

Während ich nun das hier geschrieben habe, hat Axel ebenfalls berichtet, das Ergebnis befindet sich hier.

Der frühe Vogel …

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeute Früh hat es nicht geregnet und es wehte auch nur ein zartes Lüftchen. Ich bin trotzdem Paddeln gegangen. Gegen halbneun bin ich, bei wolkenlosem Himmel, vom Bootshaus aus Richtung Kraftwerkskanal aufgebrochen. Dort war einigermaßen Strömung, vermutlich wurde der Strom für morgendliche Kaffeekochen benötigt. Ich fuhr weiter bis zum unteren Blockwurf, stakte die untere Stufe hinauf und stocherte dann etwas im Auslauf des Blockwurfes herum. Dabei stellte ich fest, dass der Guide das am geeignetsten meiner Boote für diese Art der Fortbewegung ist. Den Gerrish hatte ich ja an Ostern OLYMPUS DIGITAL CAMERAschon als nicht so sehr geeignet eingestuft, aber auch der Prospector liegt mir nicht so. Mit den beiden anderen Booten hätte ich sicher nach so einer langen Poling-Pause ein oder vielleicht sogar zwei Anläge nehmen müssen. Mit dem Guide kam ich mit ein mal Abstoßen und ein zweites mal Nachsetzten hinauf. Das kann jemand anderem natürlich genau anders herum gehen. Das Wasser des Neckars war erstaunlich klar, das Bisschen Regen die letzten Tage hatte wohl noch nicht genügend Sand in den Fluss gespült um ihn trüb werden zu lassen. Ich stakte dann zurück bis zum Kraftwerkskanal, drehte eine Runde im Kehrwasser und ließ mich dann zum Anleger zurücktreiben. Heute bin ich niemanden auf dem Wasser begegnet, ausser ein paar Wasservögeln. Ich war aber auch schon um halbzehn auf dem Nachhauseweg.

Entzugserscheinungen

Als es heute Nachmittag nach Regen aussah und der Wind etwas auffrischte, machte ich mich auf den Weg zum Bootshaus. Ich war schon seit Mittwoch nicht mehr auf dem Wasser und wurde langsam kribbelig. Ausserdem dachte ich, ich hätte bei dieser Witterung den Neckar für mich alleine. Dachte ich, – Pustekuchen. Horden von Stocherkähnen waren unterwegs. Es waren bestimmt mehr Kähne auf dem Wasser, als uns die letzten zwei Wochen auf der Elbe begegnet waren. OK, das ist leicht übertrieben. Aber das Schlimmste war, dass die Kähne von singenden Touristen besetzt waren, die sich allem Anschein nach das Wetter schön getrunken hatten. Ich mogelte mich durch so gut es ging, ignorierte dümmliche Kommentare und schaute, dass ich auf die offene Wasserfläche vor dem Stadtwehr kam.

Dort tauschte ich meinen Flies gegen die Regenjacke und begab mich auf den Rückweg. Zuerst wollte ich noch ein Stück in die Steinlach hinein, da dort aber einige Schwäne Schutz gesucht hatten, drehte ich nach den herunterhängenden Ästen der großen Platane wieder um. Hätte ich die Schwäne gestört oder verscheucht, hätte es sicher noch mehr blödsinnige Äusserungen gegeben. So blieb ich tapfer und kämpfte mich zwischen den Kähnen durch. Im tieferen der beiden Neckararme wurde es dann ruhiger, einige hatten doch den Regen gescheut. Andere hingen unter den Brücken rum und sangen dort. Vielleicht war ich nur zu lange weg, aber es ging mir erheblich auf den Wecker. Oberhalb der großen Straßenbrücke hatte ich den Neckar dann wirklich für mich alleine, ich hätte gleich nach oben fahren sollen.

Dömitz – Neu Darchau

OLYMPUS DIGITAL CAMERAUnser Ziel für heute war Hitzacker, die Strecke würde überschaubar bleiben, auch wenn uns der Wind wieder zu schaffen machen sollte. Zuerst mussten wir wieder durch die Schleuse nach unten in die Elbe. Bereits in der Schleusenkammer fing es wieder an zu regnen. Der Schleusenwärter fragte uns ob wir bei einem solchen Wetter nichts besseres zu tun hätten als Kanu zu fahren. Ein echtes Motivationsgenie. Er sagte uns noch, dass für Nachmittags Starkregen angesagt wäre. Das beeindruckte uns jedoch nicht sehr, weil bisher hatten wir fast jeden Tag Starkregen. Raus auf die Elbe und wieder im Wind.OLYMPUS DIGITAL CAMERA Bis Hitzacker war es jedoch nicht so weit und wir liessen es richtig laufen. In Hitzacker angekommen, mussten wir jedoch feststellen, dass im Hafen überhaupt nichts mehr los war. Die Einfahrt in den Hafen war versandet und der Hafen war so gut wie leer, kein Hafenmeister weit und breit. Über die hohe Mauer, die den Ort vor Hochwasser schützen soll hinweg schauten Spaziergänger auf uns herab während wir durch den Hafen paddelten. Ich sagte zu Lorenz: „Das ist hier ein Bisschen wie im Zoo, lass uns abhauen.“ „Dömitz – Neu Darchau“ weiterlesen

Wittenberge – Dömitz

OLYMPUS DIGITAL CAMERAFrüh morgens war es sonnig, jedoch zogen bald wieder Wolken auf und der Wind fing wieder an zu wehen. Wir schauten, dass wir zeitig los kamen. Unsere Bamberger Zeltnachbarn waren spät aus der Stadt zurück gekommen und konnten erst später starten. Unsere Tagesziele waren die gleichen, Dömitz. Sollte der Wind zu heftig sein würden wir Gorleben anlaufen. Gleich das erste Stück als wir wieder hinaus auf die Elbe fuhren ging genau nach Westen, in die Richtung aus der der Wind kam. Ich hatte immer das Gefühl es sei mehr Gefälle im Fluss, wenn sich die Wellen gegen den Wind aufbauten. Wir fuhren meist am linken Ufer um etwas Abdeckung vor dem Wind zu haben. Ich wählte die Rute so, dass wir meist im Schnittwasser zwischen den Kehrwässern der Buhnen und der Hauptströmung fuhren. Das hatte den Vorteil, dass dort die Wellen nicht zu sehr bremsten. Ab und zu wechselten wir auch die Flusseite oder kürzten durch die Innenkurven ab. „Wittenberge – Dömitz“ weiterlesen

Tangermünde -Havelberg

Der Titel verrät es schon, es wurde nichts aus Arneburg, aber der Reihe nach. Zu erst ein mal haben wir ausgeschlafen. Allerdings nicht so lange wie die Jungs und Mädels der Jugendgruppe, sie wollten nicht mehr weiter. Wir wollten noch einmal einen Spaziergang durch die Stadt machen und Lorenz wollte natürlich noch einmal zum Fahrradladen. OLYMPUS DIGITAL CAMERADieses mal war auch der Besitzer des Rades da, der Juniorchef. Er hatte das Rad vor Jahren erstanden, nach dem es ein Vater seinem 10 jährigen Sohn schenken wollte, der es aber nicht haben wollte. Der Mann hatte es in den 70ern gekauft und eingelagert. Das Rad ist also wie neu. Lange Rede kurzer Sinn, Lorenz hat das Rad gekauft und es wird ihm per Post zugeschickt. Er durfte dann natürlich noch eine Runde damit Fahren und OLYMPUS DIGITAL CAMERAder Papa eine Runde mit dem Hochrad, das der Ladenbesitzer vor ein paar Jahren selbst gebaut hatte. Mitterweile stand die ganze Belegschaft des Familienbetriebs vor dem Laden. Alle waren ganz aus dem Häuschen wie Lorenz sich über sein neues Rad freute.
Gegen 12.15 Uhr legten wir dann vom Anleger des Rudervereins ab und verabschiedeten uns von Tangermünde. Gegen 14.00 Uhr erreichten wir nach zwei Regenschauern Arneburg und beschlossen, dass es das für heute nicht gewesen sein soll. Also würden wir auch wie die Familie aus Bamberg nach Havelberg paddeln. „Tangermünde -Havelberg“ weiterlesen

Magdeburg – Rogätz

In unserer Flussbeschreibung hieß es in Magdeburg beim Dom, links Domfelsen, rechts fahren. Ich hatte das gelesen und zur Kenntnis genommen, aber nicht weiter darüber nachgedacht. Wir unterquerten erst eine alte Hubbrücke die heute nur noch ein Technikdenkmal ist und bewunderten den 1200 Jahre alten Dom, auf den wir dann zutrieben. Die Strömung war ganz ordentlich, irgendwie mehr als sonst. Dann fiel mir das mit dem „Domfelsen“ wieder ein. „Magdeburg – Rogätz“ weiterlesen

Aken – Magdeburg

Der Tag begann windstill. Vor dem Start verlief immer Alles ähnlich. Zu erst Frühstück, Lorenz packte dann die Schlafsäcke und die Lumas ein, während ich den Küchen- und den Klamottensack richtete. Danach packten wir gemeinsam das Zelt ein. Wir waren recht flott und schafften es mittlerweile, wenn wir wollten in einer Stunde. Heute führte unsere Strecke nach Magdeburg, bzw. in einen Vorort namens Fermersleben. Die Nachmittagsstunden hatten wir wieder Gegenwind und lange  Abschnitte ohne nennenswerte Kurven, was ziemlich ermüdend war. In Fermersleben kamen wir bei einem Wassersportverein mit einem kleinen Hafen unter. Wir bezahlten unsere Zeltgebühr beim Hafenmeister, von dem wir auch den Schlüssel zum Sanitärgebäude bekamen. Für die Übernachtung hatten wir die enorme Summe von drei Euro zu bezahlen – zusammen. Gegen Abend setzte Regen ein und wir verkrochen uns früh ins Zelt.

Coswig – Aken

OLYMPUS DIGITAL CAMERAUnsere neuen Freunde aus Berlin wollten heute nur bis Dessau und dort ihre Fahrt beenden. Lorenz und ich hatten vor eine etwas weitere Etappe zu paddeln und starteten recht zeitig, mit einsetzendem Regen. Kurz nach dem Start begegnete und das Milkaschiff, eine Werbeaktion. Ob so viele Kunden geworben werden können wage ich zu bezweifeln, aber vielleicht täusche ich mich ja. Der Wind wurde wieder kräftiger und wir hatten ordentlich zu schaufeln, dafür blieben wir aber trocken. OLYMPUS DIGITAL CAMERAWir kamen natürlich auch am Ziel unserer Mitpaddler von gestern vorbei und bewunderten die Bootshäuser. Gegen Abend wurde der Wind dann kräftiger und unsere Arme länger, bis wir dann nach 41 Kilometern in Aken beim Köthener Kanu Club anlegten. Wir liefen dann noch in den Ort um ein paar Besorgungen zu machen. Wir kochten vor dem Zelt und genossen später die Duschen im Bootshaus. OLYMPUS DIGITAL CAMERA