Voll gechillt

Jolanda und ich waren heute alleine. Nach dem wir morgens noch Erledigungen erledigten, machten wir uns um die Mittagszeit auf den Weg zum Bootshaus. Zuerst fuhren wir hinunter in die Stadt. Es waren mehrere Hochzeitsgesellschaften unterwegs. Einige am Land beim Fotoshooting, andere in Stocherkähnen. Wir fuhren zum Stadtwehr und warfen einen Blick über die Kante.OLYMPUS DIGITAL CAMERA Jolanda erzählte, vor kurzem sei ein Tretboot dem Wehr zu nahe gekommen und die Feuerwehr sei zu einem Rettungseinsatz ausgerückt. So etwas wollten wir natürlich nicht provozieren und hielten uns nicht all zu lange dort auf. Wir inspizierten kurz die Steinlachmündung, kamen jedoch nicht weit, da ich keine Polingstange mitgenommen hatte. Wir fuhren dann den tieferen Neckararm zurück. Als wir am Anleger ankamen beschlossen wir aber, es sei noch nicht genug und setzten unsere Paddelei fort. Wir fuhren hinauf zum Kraftwerkskanal, die Strömung war mäßig. Auf dem Weg hinauf beobachteten wir einen Eisvogel. Er flog immer wieder ein Stück weiter und wartete dann auf uns, um dann wieder ein Stück davon zu fliegen. OLYMPUS DIGITAL CAMERADas ging so bis zum Blockwurf. Wir versuchten paddelnd die kleine Stufe zu überwinden, gaben es aber gleich wieder auf, es war zu flach und wir wollten unsere Paddel nicht ruinieren. Der Eisvogel flog hinauf zu den Steinen des Blockwurfs und wir verloren ihn aus den Augen. Wir blödelten ein wenig herum und Jolanda machte Unterwasseraufnahme mit unserem Foto.  Besonders zufrieden war sie mit OLYMPUS DIGITAL CAMERAdem Ergebnis nicht, obwohl schon ein paar lustige Aufnahmen dabei waren. Wir machten uns über unsere mitgebrachten Schokoreiswaffeln her. Die Schokolade war mittlerweile in der Wärme schon etwas klebrig geworden und wir sauten uns entsprechend ein. Plötzlich war auch der Eisvogel wieder da. Er flog wieder vor uns her, immer auf Abstand bedacht, nun aber in die andere Richtung.Wir ließen uns bis zum Kanal zurücktreiben, dort unterbrachen wir unser Picknick und ich fuhr ein paar Kehrwassermanöver. Danach ließen wir uns hinunter zum Bootshaus treiben. Beim Aussteigen nervte uns eine Drohne, die ferngesteuert über uns kreiste. Sie kam zuerst von der nördlichen Seite des Neckars, kurvte dann über das Freibad und dann OLYMPUS DIGITAL CAMERAüber uns. Das Geräusch erinnerte entfernt an eine Elektrosense, ein ähnlich nerviges Gerät. Wir erwogen die Möglichkeit über einen Eintritt in einen Schützenverein, verwarfen die Idee aber gleich wieder. Auf dem Gelände des Bootshauses waren Mitglieder der Jugendgruppe gerade dabei eine Aktion für die „Ice Bucket Challenge“ vor zu bereiten. Wir machten uns schnell vom Acker, bevor wir kaltes Wasser übergekippt bekamen. Wir fuhren nach Hause um nach so viel Sport ein Bisschen zu grillen. Ich warf auf der Terrasse die Firebox an und wir verbrachten einen gemütlichen Nachmittag im Garten. Voll gechillt.