Volle Konzentration

Der Titel passt einfach am besten zu diesem Bild. 🙂

Da die Pegel der Flüsse in der näheren Umgebung alle so wenig Wasser führen, dass an Wildwasserfahren nicht zu denken ist und wir die lange Anreise, zum Beispiel zum Vorderrhein, für dieses Wochenende scheuten, blieb uns eigentlich gar nichts anderes übrig, als wieder einmal nach Binzwangen an die Donau zu fahren und uns dort auf der Riegelrampe zu vergnügen. Ich war schon etwas früher als die Anderen losgefahren, da ich die Boote schon am Samstag aufgeladen hatte. Eckhard und Wolfgang waren auch schon da und jede Menge Leihbootfahrer, die unsere Ausstiegsstelle als Einstiegstelle nutzen wollten. Der Parkplatz war einigermaßen überfüllt und vor den Ausgabefahrzeugen für Paddel, Tonnen und Schwimmwesten standen Horden von Paddelwilligen. Ich mogelte mich durch und parkte auf der Wiese. Auch der Pegel der Donau war ziemlich im Keller, der obere Abschnitt des Donautals, deswegen auch für Kanuten gesperrt, was den enormen Andrang hier in Binzwangen erklärte. Wolfgang und Eckes waren schon ein paar mal die Rampe hinunter gefahren. Ich sputete mich mit umziehen und schaute das ich auch schnell aufs Wasser käme.
Bedingt durch den niedrigen Pegel, war relativ wenig Wasserdruck vorhanden, doch dafür kamen auch mehr Steine zum Vorschein. Ich absolvierte zwei Abfahrten bis die restlichen Mitstreiter für heute eintrafen.
Wie ich in meinen vergangenen Berichten von Binzwangen schon öfter erwähnt habe, hatte ich ja schon länger den Plan, dieses Stück der Donau (eigentlich ja ein Wanderbach) mal mit meinem kleinen Holzboot (eigentlich ein Wanderboot) zu befahren, deswegen hatte ich nicht nur den XL11 sondern auch den Juni mitgebracht. Ich machte dann zunächst noch zwei Abfahrten mit dem Wildwasserboot, bei denen ich darauf achtete möglichst nicht zu enge Kurven zu fahren und auf keinen Fall einen Stein zu berühren. Ich fuhr erst die Linke Seite runter, dann die rechte. Die rechte Seite schien mir geeigneter. So wechselte ich dann beim Rauftragen auf halber Strecke das Boot. Ich hatte es vorsorglich mit großen Auftriebskörpern versehen. Da ich die Strecke ja schon öfter mit dem Prospector runtergefahren war wusste ich ja schon, dass es kein Problem sein würde, jedoch im oberen Teil der rechten Seite musste ich schon etwas aufpassen und die richtige Route wählen.
Schön langsam,  Slowmotion. Klemens hat eine ganz nette Bilderserie davon angefertigt. Vielen Dank!

Etwas blöd war, dass ich das Boot diese Woche frisch geölt hatte und so nicht den richtigen halt hatte, aber kein Problem, ich kam bei beiden Abfahrten ohne Grund- oder Steinkontakt hinunter.
Danach war erstmal Mittagspause angesagt und ich schnorrte mir etwas von Ruths und Axels Paprika-Huhn-Eintopf, der natürlich stilecht für Kanadierpaddler im Dutschoven gegart wurde.
Sabine und Charly hatten ihre beiden neuen, gebrauchten Holmes dabei und machten gute Figur darin. Jan testete sein neues Kajak. Ruth und Andrea wagten ihre ersten wilden Abfahrten auf unserer Park and Play Strecke. Alle anderen beteiligten schlugen sich wacker, gelegentliche Schwimmeinlagen inbegriffen.

Nach der Pause machte ich noch eine Abfahrt im XL11 und legte zum Abschluss auch noch eine Schwimmrunde ein. Ich weiß nicht genau wie es gegangen ist, irgendwie kam ich mit zu viel Schwung in ein Kehrwasser hatte einen übergriffenen Ziehschlag angesetzt und kenterte dann offside, nein eigentlich onside, aber ich hatte ja mein Paddelblatt auf der anderen Seite des Bootes, also doch offside…
Na egal, ich lag jedenfalls drin. 🙂 Ich setzte erst etwas unmotiviert zu einer Rolle an, liess es dann aber gleich sein, da ich mich so liederlich festgegurtet hatte, dass ich ohnehin schon fast rausgefallen war. Ich hatte gleich Boden unter den Füssen, mein Boot in der einen, das Paddel in der anderen Hand. Da das Ganze am Ende der Strecke stattgefunden hatte war die Strömung nicht so kräftig und ich bugsierte das Boot ein Stückchen nach oben, setzte es auf einen Stein und stieg wieder ein. Ich hatte dann etwas Mühe dann wieder von dem Stein runter zu kommen und turnte, als es mir schliesslich gelungen war noch ein Bisschen in der Welle und dem Kehrwasser, in dem ich zuvor gekentert war rum, beschloss aber dann, dass es für heute genug gewesen sei.

Die Bilder habe ich bis auf eines alle bei Klemens gestohlen, bei meiner Kamera hat wieder einmal der Akku aufgegeben.

Share on Google+Share on FacebookTweet about this on TwitterEmail this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.