Wittenberge – Dömitz

OLYMPUS DIGITAL CAMERAFrüh morgens war es sonnig, jedoch zogen bald wieder Wolken auf und der Wind fing wieder an zu wehen. Wir schauten, dass wir zeitig los kamen. Unsere Bamberger Zeltnachbarn waren spät aus der Stadt zurück gekommen und konnten erst später starten. Unsere Tagesziele waren die gleichen, Dömitz. Sollte der Wind zu heftig sein würden wir Gorleben anlaufen. Gleich das erste Stück als wir wieder hinaus auf die Elbe fuhren ging genau nach Westen, in die Richtung aus der der Wind kam. Ich hatte immer das Gefühl es sei mehr Gefälle im Fluss, wenn sich die Wellen gegen den Wind aufbauten. Wir fuhren meist am linken Ufer um etwas Abdeckung vor dem Wind zu haben. Ich wählte die Rute so, dass wir meist im Schnittwasser zwischen den Kehrwässern der Buhnen und der Hauptströmung fuhren. Das hatte den Vorteil, dass dort die Wellen nicht zu sehr bremsten. Ab und zu wechselten wir auch die Flusseite oder kürzten durch die Innenkurven ab. Wir arbeiteten mit allen Tricks um den Wind zu überlisten. Wenn die Elbe einen entsprechenden Bogen macht und wir Windstille haben ruhen wir uns aus und lassen uns treiben, haben wir Rückenwind, was selten der Fall ist, segeln wir mit Hilfe des Schirms. Ein mal wurde der Wind so heftig, dass wir im Kehrwasser einer Buhne in Deckung gehen mussten.

Es regnete und stürmte und es wurde kalt. Heute war es echt hart. Aber wir haben es geschafft, kaputt und ziemlich müde erreichten wir nach rund 50 Kilometern die Schleuse von Dömitz, über die wir zu unseren Zeltplatz bei einer kleinen Marina gelangten. Wir trafen dort das Paar mit dem Leihkanadier wieder, die wir schon vor zwei Tagen getroffen hatten. Sie hatten ein mal wild gezeltet und ein mal auf einem Campingplatz übernachtet. Wir kochten im Dunkeln, da wir zuerst noch einen kleinen Stadtrundgang gemacht hatten. Andere Gäste des kleinen Zeltplatzes hatten gegrillt und hatten noch Hühnchen übrig, welches sie uns als Vorspeise überliessen. Ich lies mich nicht lange bitten. Die Bamberger sind diesen Abend nicht mehr angekommen.

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