Auf dem Hochrhein

Gestern unternahmen wir eine Ausfahrt auf dem Hochrhein.
Meine bisherigen Fahrten auf dem Hochrhein starteten sonst entweder in Konstanz oder, wenn es etwas kürzer sein sollte im Mammern. Von der gegenüberliegenden Seite, auf der Höri war ich noch nie gestartet. Also trotz der vielen Touren die ich auf dieser Strecke des Rheins schon gemacht hatte ein Novum. Unser Startort also Wangen. Es ging ein leichter Wind, der auch schon den ein oder anderen Segler auf Wasser lockte. Der Pegel des Bodensees ist war sehr niedrig und so dauerte es bis nach Öhningen, als wir einen leichten Stromzug wahrnahmen. Was mich auf dem Hochrhein immer wieder beeindruckt ist das Farbenspiel der Bäume. Egal ob sich im Herbst das Laub verfärbt, oder sich wie zur Zeit in verschieden Grüntönen präsentiert, es ist immer wieder aufs neue ein Hingucker. Vielleicht bin ich dort auch besonders aufmerksam, oder es liegt daran, dass mir die Strecke ausserordentlich gut gefällt.

Pause machten wir, nach dem wir die beiden Brücken unterhalb von Stein am Rhein passiert hatten, links auf einer Kiesbank am Ufer. Wir hatten jede Menge Auswahlmöglichkeiten, nicht wie im Sommer, wenn erstens die Kiesbänke auf Grund des höheren Pegels langsam verschwinden und zweites viel mehr Menschen am Ufer des Rhein anzutreffen sind. Ich hatte die Feuerbox dabei und Würstchen, seit langem wieder ein mal. Wir schauten interessiert zu, wie die Schaffhausen flussab an uns vorbei zog, das Wasser erst weg saugte und danach aufs Ufer warf. Wir hatten die Boote eigentlich weit genug hochgezogen, nur Klemens´und meines lagen etwas unterhalb in einer kleinen Bucht. Zuerst passierte aber nichts, die Schaffhausen war schon lange ausser Sicht, wurde die Kleine Bucht urplötzlich noch einmal vom Wasser gefüllt und fast hätte die zurücklaufende Strömung unsere Boote mitgenommen. Anfängerfehler 🙂 Ich war aber schneller.

Nach der Pause folgte dann mein Lieblingsstück auf diesem Abschnitt. Eine langezogene S-Kurve, die ein beträchtliches Gefälle aufweist. Es kommt zwar zu keiner Schwallbildung aber es ist herrlich den Kiesgrund unter sich durchsausen zu sehen. k-P1030820Vorbei an der Bibermühle und am Restaurant Schupfen und wir hatten das Strandbad von Gailingen schon in Sicht. Hier sollte es Kaffee geben. Bevor wir das Ziel erreichten, kam uns abermals ein Kursschiff entgegen. Genau im richtigen Moment, denn kurz vor Gailingen bauen sich, immer wenn ein größeres Schiff bergauf fährt, herrliche Wellen auf. Ein kleines Bisschen kamen wir zu spät und die höchste Spitze war schon überschritten. Dennoch hatten wir unseren Spass. Ein paar Minuten später legten wir am Kiesstrand vom Strandbad an. Axel lud mich auf einen Kaffee ein, als Revanche für die Grillwurst in der Mittagspause. Klemens drehte eine Runde mit meinem Gerrish.

Der dritte und letzten Abschnitt, unter der Holzbrücke  von Dissenhofen durch, vorbei an Katharinenthal auf der linken und bald darauf an der Rheinwiese der Schaffhauser Kanuten auf der rechten Seite, brachte uns dann an unseren Ausstieg, gegenüber von Büsingen, kurz oberhalb von Altparadies. Die auch wieder ein Novum, diesen Ausstieg kannte ich noch nicht. Ein kleiner Kiesstrand mit Freibad, wenige Gehminuten entfernt der Parkplatz mit den Autos. Ein sehr guter Platz für die Beendigung der Fahrt, das letzte Stück bis Schaffhausen ist oft etwas dröge und die Parkplatzsituation in der Stadt ist auch etwas angespannt.

 Die Bilder sind von Axel, Klemens und mir. Hier der Link zu Axels Bericht.