Inzell – Linz

Als ich aufwachte fühlte sich mein Rücken etwas besser, jedoch machte ich mir sorgen ob die heutige Etappe mit 54 km bis Linz nicht etwas zu heftig werden würde.
Wir kamen aber wieder schnell aufs Wasser und der Morgen war noch angenehm kühl.
Heute hatten wir wieder zwei Staustufen vor uns und die Strömung war kaum spürbar. Die Rampe der Umsetzanlage Aschach war so beschaffen, dass wir das Boot im Wasser auf den Wagen bekamen und auch im Unterwasser mit dem Wagen soweit in Wasser fahren konnten bis es wieder schwamm. Und das alles ohne das Gepäck auszuladen. Das war natürlich super und sparte uns Zeit und Energie. Mein Rücken war begeistert. Die zweite Staustufe des Tages bei Ottensheim wurde überwunden in dem man vor dem Wehr in einen Nebenarm übersetzte. Die Rampe beim Ausstieg war wieder so wie die erste, also einfach zu bewältigen, jedoch beim Wiedereinstieg musste das Gepäck dann doch raus. Im Nebenarm befand sich die Regattastrecke des Kanuleistungszentrum von Oberösterreich, was uns aber nicht davon abhielt ganz gemütlich weiter zu paddeln, immer Richtung Linz.
Zurück in der Donau bemerkten wir wie wir Fahrt aufnahmen, die Strömung half mit den Rest unserer Strecke gut zu bewältigen. Bei Donaukilometer 2134 legten wir an einer Schotterrampe an und hatten einige Mühe das Boot aus dem Wasser zubekommen. Ein Familienvater der dort mit seinen Jungs Enten füttern wollte war sehr hilfsbereit, was die Sache echt erleichterte. Dann mit dem Boot über einen Verkehrsübungsplatz für Radfahrer gerollert, über den äusseren Hochwasserdamm und schon waren wir auf dem Gelände des Kanu und Ruderverein Linz, mit einem riesigen Bootshaus und super Duschen. Die Platz- und Bootshauswartin versorgte uns mit reichlich Informationen was den weiteren Streckenverlauf, den Wasserstand und die daraus resultierende Fliessgeschwindigkeit anging. Sie meinte in einem Tag bis nach Grein zu gelangen sei mit dem Kanadier zwar sportlich, aber durch aus zu schaffen. Unserem Vorhaben nach einem weiteren Tag Pause in Grein, dann in zwei Tagen bis Tulln zu kommen, erteilte sie aber eher eine Absage. Der Donau fehle es einfach an Wasser. Als wir uns zu Hause meldeten erfuhren wir zu dem, dass unser Auto nicht mehr zu starten war. Anke und Jolanda wollten eigentlich Tags darauf Richtung Tulln losfahren, unterwegs ein mal übernachten und uns dann am Donnerstag in Tulln erwarten. Jetzt musste erst ein mal das Auto repariert werden. Das war zwar ärgerlich und würde auch wieder teuer werden, jedoch verschaffte es uns etwas Spielraum was unseren Zeitplan anging. Wir beschlossen den letzten Teilabschnitt von Grein bis Tulln in drei anstatt in zwei Tagen zu bewältigen.
Aber zuerst stand am nächsten Tag die Strecke von Linz nach Grein an.

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