Lange und kurze Boote

OLYMPUS DIGITAL CAMERAGestern ist nach langer Zeit Lorenz mal wieder mit mir paddeln gegangen. Um der großen Hitze auszuweichen haben wir uns bereistem 9.00 Uhr mit Axel getroffen. Im Schatten der Platanen auf der Neckarinsel ging es hinunter Richtung Stadt. Der Neckar war spiegelglatt und ausser uns noch kaum andere Wasserfahrzeuge unterwegs. Wir fuhren hinunter bis zum Stadtwehr, hier machte sich, auf der großen offenen Wasserfläche, bereits die Hitze wieder bemerkbar. Selbst dem neurotischen Stadtwehrschwan, der einen sonst immer k-P1050496xsofort attackiert, war es zu mühsam in die Gänge zu kommen. Wir fuhren noch beim Stocherkahn der Paddelfreunde vorbei und Axel inspizierte die im Frühjahr durchgeführten Ausbesserungsarbeiten. Gegen 10.00 Uhr waren wir zurück am Bootshaus. Wir versorgten unsere Boote verabschiedeten uns und verabredeten uns für den späten Nachmittag zu einer zweiten Trainingseinheit.

Gegen 17.00 Uhr fuhr ich dann wieder zum Bootshaus. Diesmal nahm ich den Quake, einen der kürzesten Canadier den es im Bootshaus der Paddelfreunde gibt. Das war natürlich erst mal ein ziemliches Geeiere. Das Boot hat einen flachen Boden und dreht sich wie ein Kreisel. Aber ich kam dann doch relativ schnell zurecht und fuhr zusammen mit Klemens Richtung Krafwerkskanal.P1050513 Anita war schon vorgefahren, nicht im Kajak, sondern in Klemens´Podigy. Ich war also nicht alleine in unbekanntem Boot. Axel holte uns in seiner neu Restaurierten Viper ein und zum Schluss kam René mit seinem gerade neu, gebraucht erworbenen Detonator. Unterwegs sahen wir wieder die Bisamratte, diesmal schwamm sie rotzfrech am Ufer hin und her und ließ sich von uns nicht stören. Am Kanal war wenig Strömung, aber für einfache Kehrwasserübungen reichte es aus. Der Quake ist natürlich schon auf Grund seiner Abmessungen sehr handlich. Es gelang mir damit problemlos das in oberste kleine Kehrwasser zu gelangen. Fahrtechnisch wäre dies auch mit jedem anderen Boot kein Problem, aber der Platz reicht, zum Beispiel für meinen Prospector einfach nicht aus. Klemens und René übten dann fleißig die Rolle. Es wurden Boote getauscht. So probierte ich auch kurz die Viper und etwas ausführlicher Klemens Prodigy, welcher mir gut gefiel. In seinen Holms passte ich nicht rein. Die Sonne brannte immer noch erbarmungslos und mir wurde es im Neo ordentlich warm. Zu rollen traute ich mich aber nicht, meine letzte Kajakrolle liegt schon wieder einige Zeit zurück, so kippte ich dann einfach um und stieg aus. Selbst vollgelaufen konnte ich den Quake schwimmend gut transportieren, aber es waren ja auch keine erschwerten Bedingungen.. 🙂 Zwischen drin sahen wir dann noch eine Ratte, sie kam den Kanal runter getrieben. Sie war ziemlich aufgedunsen und ziemlich tot. Axel und ich fuhren dann irgendwann zurück zum Anleger, wo wir vergeblich versuchten erst seinen Independence  und dann meinen Prospector durch Ausschütteln leer zu machen.

Wir versuchten dabei ein Video zu imitieren, welches zur Zeit auf Youtube für Begeisterung sorgt. Auch wenn es uns nicht gelang, zwei positive Nebenaspekte hatte die Übung, unsere Boote wurden wieder einmal von Innen gereinigt und ich übte wieder einmal den Heel-hook Einstieg, bei dem man sich an der mittleren Ducht mit dem, dem Boot zugewandten Bein, rückenschwimmend einhängt und sich dann, mit dem gegenüberliegenden Arm, über das Boot, die andere Seite des Süllrandes greifend, ins Boot schwingt. Axel fungierte auf der anderen Seite des Bootes als Gegengewicht. Zum Abschluss probierte ich dann noch quer zum Anleger liegend auszusteigen, in dem ich im Boot ganz nach hinten rutschte, so dass der Bug weit aus dem Wasser rausragte, den Bug auf dem Anleger auflegte, dann aufstand und nach vorn aus dem Boot rauslief. Das ist natürlich auch abgeschaut, und zwar hier, bei 10.30 geht es los. Von mir gibt es auch einen Film, der ist zwar in Farbe, aber lange nicht so beeindruckend.