Linz – Grein

Wieder zwei Kraftwerke, zwei Staustrecken, zwei Umtragestellen. Wir waren schon früh auf dem Wasser, passierten in morgendlicher Ruhe den Hafen und das Industriegebiet von Linz.
Die beiden Umsetzanlagen waren wieder so konzipiert wie die am Tag zuvor. Vor dem Wehr wurde ins Altwasser übersetzt, nach dem Wehr fuhren wir zurück in die Donau. Beim Kraftwerk von Abwinden hatten wir sowohl an der Ausstieg, als auch an der Einstiegstelle eine Rampe die das Befahren mit voll beladenem Boot ermöglichte.
Wir waren dazu übergegangen unsere Mittagsrast nicht mehr am Ufer zuverbringen sondern im Boot. Die Plätze an den Staustufen waren oft nicht so sehr einladend und extra irgendwo zu halten um ein Brot zu essen war uns zu lästig. So drehte sich Lorenz im Boot vorne einfach um, kramte im Küchensack unsere vorbereitete Verpflegung hervor und wir liessen uns wärend der Pause einfach weitertreiben. Mittels Paddel wurden Käsebrote hin und her transportiert und ab und zu auch ein Steuerschlag gemacht.
Der Tag war unglaublich heiß. Über Mittag suchten wir wieder den Schatten der Bäume am Ufer.
Beim Umsetzen am Nachmittag, bei der Staustufe Wallsee, hatten wir nicht so viel Glück wie am Vormittag. Das Unterwasser war ziemlich verschlammt, das Altwasser sah ein bisschen aus wie ein Priel im Wattenmeer bei Ebbe. So deutlich war der niedrige Wasserstand der Donau noch nie sichtbar und spürbar geworden wie hier. Kurz vor dem Ende des Altarms, bei Wallsee lag ein Freibad mit Wiese und Kiosk und wir holten uns erst mal ein Eis. Bei einen kurzen Gespräch mit der Frau im Kiosk, sagte sie mir, dass der Donau momentan mindestens zwei Meter Wasser fehlten.

Nach dem wir uns im Schatten ein wenig erholt hatten sprangen wir noch kurz in Wasser um uns etwas abzukühlen. Als wir wieder zurück auf der Donau waren blieben uns noch ca. zehn Kilometer bis Grein. Es war schon Nachmittag und die Sonne hatte etwas an Kraft verloren. Ausserdem kamen wir wieder in etwas hügeligere Landschaft und so konnten wir auch hier wieder etwas den Schatten suchen.
So gegen 18.00 Uhr hatten wir Grein erreicht, im Hafen für Sportboote gab es eine bequeme Rampe und so rollerten wir schnurstracks zum Campingplatz in Grein.
Geschafft 54 Kilometer, eine satte Leistung.
Als wir das Zelt aufgestellt hatten spurteten wir noch zum Hofer (Aldi), der um 19.00 zumachte. Wir mussten schon wieder einkaufen. Ja, wer viel paddelt hat auch Hunger. Diesen Abend wurde es wieder spät, was nicht tragisch war, am nächsten Morgen könnten wir ja ausschlafen.

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