Novemberblau

Heute sind wir auf der Blau gepaddelt. Andrea hatte die Tour vorgeschlagen und organisiert. Wie sie das mit dem Wetter hinbekommen hat, weiß ich nicht, ich bin jeden Falls den ganzen Tag im T-Shirt gefahren. Wir waren in neun Booten unterwegs. Drei Tandem Kanadier, zwei Solo Kanadier und vier Kajakfahrer. OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch hatte Sabine und Charly meinen Prospector geliehen und die beiden, wie schon vor 14 Tagen, im Auto mitgenommen. Ich selbst hatte das kleine Holzboot dabei. Vor dem Start sind wir in Blaubeuren zum Blautopf gelaufen und haben und haben die enorme Quelle und vor allem die Farbe des Wassers bestaunt. Danach sind wir zur Einsatzstelle, ein paar hundert Meter unterhalb  der Quelle, gefahren, haben die Boote abgeladen und sind dann, die Mit- und Beifahrer zurücklassend zur Aussetztstelle gefahren. Jan hat dann die Fahrer mit zurück genommen, sein Kajak sollte am Nachmittag einen Platz auf einem der anderen Autos finden. Wieder zurück, ging es dann endlich los. OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Blau hatte zwar nicht mehr die Farbe wie im Quelltopf, war aber glasklar. Sie war relativ seicht, aber nicht so, dass es zu Grundberührungen gekommen ist. Im Tal der Blau gibt es immer wieder die typischen Kalksteinfelsen der Schwäbischen Alb zu sehen. Die Strömung war gleichmäßig und flott. Die Blau hielt aber keine nennenswerten Schwierigkeiten für uns bereit. Ein schöner Wander-Wiesen-Bach. Nach ca. einer Stunde Paddelei, kamen wir zu einem kleinen Wehr, welches teilweise verfallen ist. Allerdings waren die Schütze alle soweit herunter gelassen, dass man nicht drunter durch paddeln konnte. Also musste umtragen werden. Alle stiegen auf der Linken Seite aus. Ausser ich. Ich entdeckte gegenüber des Ausstiegs einen OLYMPUS DIGITAL CAMERAkleinen Kanal, der auch etwas Strömung aufwies. Ich paddelte hinein und gelangte so in den eigentlichen Wehrkanal. Die Strömung war nicht besonders stark und ich wagte mich noch etwas weiter vor. Den Einlass in die Mühle habe ich nicht gesehen, aber ein weiteres Wehr, mit halb offenen Schützen. Da der Kanal rechts und links befestigt war und ich keine Lust hatte irgend wo hängen zu bleiben fuhr ich ein Stück zurück und übertrug über eine Wiese und kam genau gegenüber der Einstiegstelle der Anderen aus dem Gebüsch. Wirklich was gespart hatte ich nicht, aber wie sagt man so schön, wer vom Weg abkommt, lernt die Gegend kennen.OLYMPUS DIGITAL CAMERA Im Anschluss an das Wehr mäanderte die Blau durch das breite Tal, selbst wenn wir in Linkskurven in den Schatten des südlichen Hangs kamen war es angenehm warm. Die meiste Zeit paddelten wir jedoch in der Novembersonne. In einer solchen Aussenkurve legten wir eine Mittagsrast ein. Wir hatten wieder diverse Kochgelegenheiten dabei und hielten uns geraume Zeit damit auf Kaffee zu kochen und sogar süße Brötchen mit Quittengelé zu backen. Es gab auch noch für jeden ein Schlückchen Sekt, Corinna und Henning hatten ihr neues Boot dabei und darauf musste natürlich angestossen werden.OLYMPUS DIGITAL CAMERA Mittlerweile war mir dann im Schatten doch etwas kühl geworden und ich war froh darüber die Fahrt in der Sonne fortsetzten zu können. Kurz vor dem Ende unserer Fahrt kamen wir an ein weiteres Wehr. Rechts war das teilweise zerfallene Wehr, links die Fischtreppe. Das Wehr hatte im oberen Teil eine schräge Rampe und dann einen ca. 1 – 1,5 Meter hohen Absturz. Ich verwendete keinen Gedanken daran das Wehr zu befahren, aus Schaden wird man klug.OLYMPUS DIGITAL CAMERA Leonie jedoch, in ihrem Wildwasserkajak fuhr gleich zweimal. Danach kamen noch ein paar Windungen und wir erreichten Herrlingen, unser Ziel. Wir hatten unsere Boote ein Stück weit zu tragen und während wir so mit Boote tragen und befestigen beschäftigt waren hat Sabine ein Bad in der Blau genommen, ganz freiwillig, am 1. November.

Hier gibt es noch mehr Bilder zusehen. Klick und hier Axels Bericht auf seinem Paddelblog.

 Hier noch der kurze Film, den ich am Arnegger Wehr gedreht habe.

Arnegger Wehr from Matthias Zürcher on Vimeo.