Fahrten im März und April

IMG_0517Nach ganz langer Zeit endlich mal wieder aufs Wasser.
Kurze Runde am Freitag Nachmittag, hinauf zum Kanal. Ein zwei Kehrwassermanöver und dann wieder zurück. Am Bootshaus noch einen Schnack mit Karsten und Axel, die gerade wieder einen Süllrand anfertigen. Das scheint echt Kreise zu ziehen. 🙂

Am 20.3. fand die Rheinfahrt des Bodensee-Kanu-Rings statt. In den letzten Jahren startete die Fahrt immer beim Campingplatz Schupfen und führte nach Schaffhausen. „Fahrten im März und April“ weiterlesen

einen satten Pegel ..

hatte der Neckar heute.

Wir trafen uns um elf am Bootshaus, kramten unsere Boote und Ausrüstung zusammen und machten uns zu siebt auf den Weg, gegen die ganz beachtliche Strömung hinauf zum Kraftwerkskanal und zum unteren Blockwurf. Axel und Ruth, Sabine und Charly waren in Tandemkanadiern unterwegs, Klemens im Solowildwasserkanadier, Anita im Kajak und ich hatte das kleine Holzboot genommen. Auf dem Hinweg querten wir die Stromzunge, die aus dem Kanal kam nur und hielten uns nicht lange auf. Die kleine Stufe unterhalb des Blockwurfwehres war komplett abgesoffen und am Auslauf der Rampe standen ein paar Surfwellen, die jedoch nicht einfach anzufahren waren. Wir versuchten ein paar

Surfmanöver zu fahren was dem einen oder anderen mal besser, mal schlechter gelang. Ich trug dann irgendwann mein Boot nach oben und eröffnete dann den Reigen mit ein paar Abfahrten. Nach meiner zweiten Abfahrt bot ich Sabine an auch mal mit meinem Boot runter zu rauschen, was sie anfänglich nicht wollte. Sie hatte Bedenken irgendwo dagegen zu rumpeln und dann sei das Boot kaputt. Ich entgegnete ihr, wenn du einen Stein findest, gegen den du fahren kannst, so kannst du das gerne auch mit meinem Boot machen. Also fuhr sie erst alleine und danach dann gleich noch ein zweites Mal, diesmal mit mir im Team. Klemens und Anita unternahmen auch diverse Abfahrten, die anderen schauten uns zu, kommentierten und fotografierten. Als es uns dann langsam zu ungemütlich wurde, schliesslich waren nicht alle ausreichend fürs spritziges Wasser gekleidet, machten wir uns auf den Rückweg zum Bootshaus, aber nicht ohne noch ein paar Kehrwassermanöver am Kraftwerkskanal zu absolvieren. Auf dem Weg zum Bootshaus trafen wir auf Birte und Karsten, die mit den Fahrrädern Richtung Kanal gefahren waren und sehen wollten ob wir dort irgendwo am Kaffeekochen seien. Das waren wir nicht, sondern den Kaffee gab es am Bootshaus.

Bodenseeeisfahrt 2015

IMG_0356So wie schon 2012 hatten wir dieses Jahr den Plan, die Bodenseeeisfahrt auf zwei Tage zu verteilen. Der Plan sah vor, am Samstag mit dem Auto nach Iznang zu fahren, es dort stehen zu lassen, nach Konstanz zu paddeln und am Sonntag, im Rahmen der offiziellen Eisfahrt wieder nach Iznang zu paddeln. Anders als vor drei Jahren wollten wir die Fahrt allerdings mit vollem Tourengepäck unternehmen und außerdem wollten Lorenz und ich nicht alleine fahren sondern hatten Sabine und Charly dafür gewinnen können, uns zu begleiten. Damit das mit dem Gepäck nicht zu viel werden würde, hatten wir beschlossen zu viert im Tipi zu nächtigen. Damit es auch schön gemütlich würde hatten wir allerdings „Bodenseeeisfahrt 2015“ weiterlesen

Ruhiger Samstagnachmittag

L1110265Auch heute zog es uns auf den Neckar, hinauf in Richtung der Blockwurfschwälle. Jedoch ohne viel Trappergedöns.
Wir hatten uns auf 12 Uhr verabredet, Ruth, Axel, Sabine und ich. Die Stimmung war nicht so ausgelassen wie sonst, die Ereignisse in Paris, der vergangenen Nacht machen wohl heute jeden nachdenklich.
Axel hatte sich in voller Montur ausgerüstet, er wollte den neuen Explorer, der als ausgezeichnetes Poling-Kanu bekannt ist, testen. Ruth machte sich in entgegengesetzter Richtung auf den Weg, sie wollte zunächst eine Runde um die Neckarinsel drehen. Sie würde dann später zu uns stoßen. „Ruhiger Samstagnachmittag“ weiterlesen

Lokale Trappertour

L1110138Nachdem wir gestern bei strahlendem Sonnenschein die Bootshausputzete absolviert hatten, hatten wir uns für heute, späten Vormittag verabredet. Wir hatten eine kleine Neckarpaddelei mit ordentlich „Trappergedöns“, hinauf zum oberen Blockwurf im Sinn. Ähnlich wie letzten Samstag. So machten wir uns kurz nach elf zu acht auf den Weg. Røskwa, Ruth und Axel im Teamcanadier, Charly und Sabine im Tandem, Rolf, Roland und ich in Solobooten. Wir umtrugen den unteren Blockwurf, aber die kleine Schnelle darunter, die es beim momentanen Pegel ganz schön in sich hat, wurde schon eifrig bestakt.

Wie wir gestern schon bemerkt hatten, wurden die Ufer freigeschnitten, nicht nur ein Bisschen, so wie wir das an den Umtragestellen gemacht hatten, sondern richtig heftig mit schwerem Gerät. Wir erkannten sogar spuren von Baggern oder sonstigem Gerät, mit dem die Uferböschung und so wie es aussah, auch der Fluss selbst befahren worden war. Warum der Bewuchs so radikal entfernt werden muss, ist uns nicht so recht klar, bei Gelegenheit werden wir Wolfgang befragen, der kennt sich ja mit so etwas aus. Um zu unserer Kiesbank vom letzten Sonntag zu gelangen galt es ebenfalls die kleine Stufe unterhalb des großen Blockwurfs zu überwinden. Dies wurde von verschiedenen Personen mit unterschiedlichen Techniken versucht, mehr oder weniger erfolgreich. Als sich dann alle auf der Kiesbank versammelt waren, Rolf hatte auf der gegenüberliegenden Flussbett noch trockenes Brennholz gesammelt, wurden die diversen Kochgeräte angeheizt. Plötzlich einkehrende Stille, zeugte dann bald davon, dass jeder mit Kauen beschäftigt war. 🙂 Nach dem Essen wurden dann noch Polingübungen angestellt. Roland stellte sich zum ersten mal in seinen Kanadier, es wird wohl nicht das letzte mal gewesen sein.

Als es dann langsam etwas kühler wurde, schliesslich haben wir ja November, packten wir unseren Kram zusammen und machten uns auf den Rückweg. Den unteren Blockwurf brauchten wir nicht zu umtragen, der momentane Wasserstand macht eine Befahrung, wenn auch mit gelegentlichem leichten Steinkontakt, möglich.L1110220

Sonniger Nachmittag

Eigentlich sah es heute gar nicht nach Paddeln aus. Vormittags war es wolkig und ich hatte einiges zu erledigen. Irgendwann kam dann eine Whatsapp von Sabine und Charly, die immer noch auf der Suche nach Paddeljacken und Hosen waren. Sie waren auf dem Weg nach Oferdingen zum Kanu-Witt und wollten sich auf dem Rückweg mit mir treffen um noch mal eine Hose von mir zum Probieren auszuleihen. Ich sagte es wäre doch vielleicht eine günstige Gelegenheit eine Runde zu paddeln, „Sonniger Nachmittag“ weiterlesen

Fast schon kitschig

thumb_P1150100_1024Heute hatte es uns auf die Enz gezogen. Axel hatte schon zu Beginn der Woche per Mail kundgetan, dass er den Drang zu paddeln verspüre. Er stellte auch gleich Links zur Ein- bzw. Aussatzstelle zur Verfügung, so dass gleich jeder sehen konnte, was ihn erwartet. Der Flussabschnitt, von Vaihingen bis Bietigheim, den wir uns vorgenommen hatten weist keine spektakulären Passagen aus, die Strömung ist sehr mässig, es gibt zwei leicht zu umtragende Wehre, vor denen sich naturgemäß der Fluss für ein paar Kilometer staut. „Fast schon kitschig“ weiterlesen

Herbstlaub

L1110081Nachdem ich mich heute längere Zeit, notgedrungener Maßen mit unserer Hainbuchhecke auseinandergesetzt hatte, bin ich, als ich dann noch das ausgeliehene Werkzeug zurückgegeben hatte, noch zum Bootshaus geradelt. Ich fuhr hinunter in die Stadt. Es waren noch einige gut besetzte Stocherkähne unterwegs, aber es ging sehr beschaulich zu, nicht so rummelig wie manchmal im Sommer.  „Herbstlaub“ weiterlesen

Gruppen-Poling

Wie letzten November verabredet, trafen wir uns am gestrigen Sonntag um etwas Poling zu betreiben. Es waren nicht nur die „Locals“ vertreten, sondern es hatten sich auch alte und neue Bekannte auf den Weg gemacht. Für Internationalität sorgten Theo und Paul aus der Schweiz. 12115582_1078419912191056_3398003453508786170_nSie waren schon am Vortag angereist und nutzen den recht sonnigen Samstag, um zusammen mit Thomas, den Neckar von Sulz nach Horb zu paddeln und sich dann schon etwas vorzubereiten. Axel, der den Samstag Vormittag auf dem Motorrad verbrachte, erwischte sie beim Üben und machte natürlich gleich Meldung. 🙂  Axel, Ruth (die sich Bereit erklärt hatte das Lager zu hüten), Rolf und ich trafen uns dann am Sonntag um 9.00 Uhr am Bootshaus, luden allerhand Boote und Gestänge auf Axels Anhänger und machten uns auf den Weg zur Pfahljochbrücke bei Neckarhausen.  „Gruppen-Poling“ weiterlesen

Erste Herbsttour „Über Stock und Stein“

Heute hat es dann doch mal geklappt. Nach zwei Versuchen im letzten Jahr die mangels Masse ausgefallen waren, begaben wir uns heute auf die Lauchert. Wir waren zu zehn unterwegs. Axel und Ruth, Sabine und Charly,  Jolanda und ich im Tandem, Eckhard, Rolf und Lorenz im Solokanadier und last but nötig least Michl im Kajak. DSCN2392Wer jetzt aufgepasst hat, hat sicher gemerkt ich war mit beiden Kindern unterwegs, das hat es schon sehr lange nicht mehr gegeben. Mir hat es gut gefallen, den beiden offensichtlich auch. Die Lauchert ist wie ihr Schwesterbach die Lauter ein stark mäandernder Wiesenfluss. Auf einem nicht unerheblich langem Abschnitt wurde die Lauchert einem ökologischen Projekt unterzogen. DSCN2383Auf mehrere Kilometer wurden absichtlich Bäume in den Fluss gefällt, um so einen natürlichen Flusslauf zu simulieren und dadurch dafür zu sorgen, dass sich Biber hier wohlfühlen. Wenn die Biber gesteigerten Wert auf umgesägte Bäume hätten, könnten Sie das ja auch selbst tun. Aber sie fällen nur kleinere Bäume und bauen hier keine Staudämme. Ihre Behausungen sind Höhlen im weichen Ufer, Biberburgen gibt es an der Lauchert keine. Normalerweise stellen die gefällten Bäume für Kanufahrer Hindernisse dar, die umtragen werden müssen, dadurch wird das Ufer betreten. „Erste Herbsttour „Über Stock und Stein““ weiterlesen

Sommerende

Zum Abschluss der Schulferien bin ich mit meiner Tochter Jolanda für eine Woche nach Berlin gefahren. Da ich meist unerträglich bin, wenn ich kein Boot in meiner Nähe habe, hatte sie vorgeschlagen den Guide mit zu nehmen und mit diesem auf den Berliner Gewässern auch zu paddeln. Wir hatten uns einen Zeltplatz ausgesucht, auf dem Jolanda schon im letzten Jahr gewesen war, während ich mit Lorenz die Elbe hinunter geschippert bin. Am Teltowkanal gelegen, mit einer Busanbindung nach Wannsee und somit einem S-Bahnanschluss, also fast mitten in Berlin. 🙂 „Sommerende“ weiterlesen

Soča

Nach gut achtstündiger Fahrt kamen wir zusammen mit Ruth und Axel auf unserem Campingplatz in Bovec an. Wir waren nicht zusammen gefahren, hatten uns aber unterwegs drei mal zu kurzen Pausen getroffen und waren die letzten 20 Kilometer dann doch im Konvoi gefahren. Den Rest des Nachmittages verbrachten wir mit Zeltaufbauten und Lager einrichten, dem sich eine gemütliche kleine Wanderung, über mehrere Hängebrücken, über die Koritnica und die Soča anschloss. Als dann die früher Angereisten von ihrer Tagestour zurück kamen, gab es natürlich ein großes Hallo. Lange hielt ich es diesen Abend nicht aus, immerhin waren wir gegen vier Uhr früh gestartet. „Soča“ weiterlesen

Volle Konzentration

Der Titel passt einfach am besten zu diesem Bild. 🙂

Da die Pegel der Flüsse in der näheren Umgebung alle so wenig Wasser führen, dass an Wildwasserfahren nicht zu denken ist und wir die lange Anreise, zum Beispiel zum Vorderrhein, für dieses Wochenende scheuten, blieb uns eigentlich gar nichts anderes übrig, als wieder einmal nach Binzwangen an die Donau zu fahren und uns dort auf der Riegelrampe zu vergnügen. Ich war schon etwas früher als die Anderen losgefahren, da ich die Boote schon am Samstag aufgeladen hatte. Eckhard und Wolfgang waren auch schon da und jede Menge Leihbootfahrer, die unsere Ausstiegsstelle als Einstiegstelle nutzen wollten. „Volle Konzentration“ weiterlesen

Vorderrhein

thumb_P1120891_1024nein nein, ich bin nicht mit einem meiner Holzboote zum Vorderrhein gefahren. Es wären auch genug andere Paddler dabei gewesen, die mich von einer Befahrung damit abgehalten hätten. 🙂

Aber ich hatte ja schon geschrieben, dass ich über das neueste Boot in meiner Flotte, dem kleinen verratzten Wildwasserkanadier berichten würde. Nachdem ich ja mit diesem Boot schon die eine oder andere kleine Ausfahrt unternommen hatte, stand nun am vergangenen Wochenende der Vorderrhein auf dem Programm. „Vorderrhein“ weiterlesen

Sommer

Die letzten Wochen war hier wieder mal Sendepause. Es gibt aber trotzdem ein paar Dinge zu berichten. Wie jedes Jahr Mitte Juni, fand auch Dieses wieder der Bodensee-Kanu-Marathon statt. Nein ich habe wieder nicht teilgenommen, sondern bin den ganzen Tag nur rumgesessen und habe Startnummern aufgeschrieben, Listen erstellt, Urkunden … Bemerkenswert ist ein Film, der von einer Drohne aus gedreht wurde, er Zeigt den Start der 245 Boote.

Gefilmt von Sebastian Mattes 

Dann haben diverse Freitags- und Dienstagstrainings stattgefunden, allerdings meist bei sehr wenig Wasser. „Sommer“ weiterlesen

Langes Wochenende an der Bregenzer Ache

Im Laufe des vergangenen Donnerstag Vormittags machte ich mich mit Lorenz auf den Weg nach Doren im Bregenzer Wald. Den Ablass der Bregenzer Ache, wie immer an Fronleichnam, wollten wir nicht mitmachen, so hatten wir keinen Zeitdruck. Wir trafen so gegen 14.00 Uhr ein, richteten uns häuslich ein und machten uns rund zwei Stunden später auf die erste der drei Abfahrten nach Kennelbach. Es war recht warm, die Sonne ging erst spät unter und so viel es gar nicht auf, dass wir erst gegen 20.00 Uhr wieder zurück am Campingplatz waren. Eine Beschreibung unserer Aktivitäten spare ich mir, denn Axel hat schon über alle drei Tage, an denen wir gepaddelt sind berichtet und auch auf der Seite der Paddelfreunde findet sich ein Bericht der Jugendgruppe, der sich Lorenz für einen Tag angeschlossen hatte.

Ich hatte drei Boote mit dabei, meinen neuen alten XL 11, der mir sehr viel Spass machte, Axels ME, den ich am dritten Tag im Tandem mit Lorenz und da der an diesem Tag öfter ausstieg und den Fluss schwimmend bewältigte, auch solo paddelte. Und meinen „Stocherkahn“, den Prospector hatte ich auch mit dabei, der kam aber nur am Abend des zweiten Tages für eine kurze Poling-Aktion vor der Haustüre zum Einsatz.

Wir sind nicht nur gepaddelt und gepolt, sondern sind auch geschwommen, haben Rettungsübungen mit Wurfsack und angeseiltem Schwimmer absolviert. Lorenz hat mit Axels Skeeter und der eingebauten Lenzpumpe mache Leute zum Lachen gebracht, einige hat er auch verärgert. Zum Beispiel die am Ufer Grillenden, denen er versuchte das Feuer zu löschen. Ausserdem hat er noch einen Fussgänger, der in einer Gruppe, an einer seichten Stelle den Fluss queren wollte, über den Haufen gefahren. Er hat gesagt es sei keine Absicht gewesen. Wer´s glaubt .. Ach ja, mutig von Felsen sind wir auch gesprungen.

Der Donnerstag noch sehr überfüllte Zeltplatz leerte sich dann am Samstag Abend, auch die Tübinger Gruppe reduzierte sich etwas. Wir blieben noch, bauten dann in Windeseile, das vorsorglich schon eingepackte Tarp wieder auf und saßen dort in lustiger Runde während des Gewitters. Am Sonntag Morgen schien wieder die Sonne, wir verpackten nach einem ausgedehnten Frühstück unseren Krempel, luden die Boote auf und machten uns auf den Weg nach Hause.

Grüne Boote

Am Freitag beim Après-Training hatten wir uns für Sonntag 9.30 am Bootshaus verabredet. Ein festes Ziel hatten wir noch nicht ins Auge gefasst, das wollten wir spontan entscheiden. So entschieden wir, Ruth und Axel, Sabine und Charly, Jolanda und ich, uns heute früh, wieder ein mal mehr für den Neckar. Zur Disposition hätten noch gestanden die Brenz mit dem Eselsburgber Tal und die Enz, mit dem Bromberg, den es zu übertragen gilt, auf dem es aber eine Grillstelle gibt. Die Enz mit der Grillstelle kam nicht in die engere Wahl, weil wir befürchteten, dass dort zu viel Rummel sei und die Benz, wegen der doch sehr langen Anreise von anderthalb Stunden Autobahnfahrt.  So verbrachten wir einen herrlichen Sonn(en)tag auf dem Neckar und zwar zwischen Sulz und Horb. Der Pegel war niedrig, aber ausreichend.

Es gab genug Möglichkeiten Kehrwässer anzufahren oder in den harmlosen Schwallpassagen Surfversuche zu unternehmen. Die Pause mit ordentlich Trappergedöns wie Firebox, Dutchoven, Cowboy-Kaffee etc., ausgedehnt und ziemlich gechillt. Gegen Ende der Pause machte ich ein paar Lining-Übungen und treidelte mein Boot den kleinen Schwall bei der Holzbrücke hinauf und hinunter. Einmal nahm dann Jolanda Platz im Boot und ließ sich, quasi als Ballast von mir durch das Schwällchen treideln. Unterhaltsam war es auch, konnten wir doch bei verschiedenen Leihboot-Paddlern unterschiedliche Techniken beobachten. Manche kosteten das Angebot voll aus, in dem sie den ganzen Fluss im Zickzack befuhren. Wir waren in drei grünen Prospectoren unterwegs, zwei davon baugleich, der von Charly und Sabine mit noch sehr wenigen Kratzern und einem sehr liebevoll angefertigten Holzsüllrand.

Sonntagsfahrt

Nachdem ich gestern das kleine Holzboot wieder im Bootshaus eingelagert habe, bin ich heute Morgen zum Bootshaus geradelt und habe versucht die Vernachlässigung des Selben, wieder etwas wett zu machen. Ich bin hinunter zum Stadtwehr gepaddelt. Das habe ich schon sehr lange nicht mehr gemacht. Dabei bin ich abwechslungsweise mal den rechten, tieferen Neckararm hinunter und den Linken wieder hinauf gepaddelt. Normaler Weise mache ich das immer umgekehrt, ich weiß aber eigentlich nicht warum. Der neurotische Schwan war auch zugegen, hat aber nur dicke Backen gemacht und mich ansonsten in Ruhe gelassen. Vereinzelt waren auch schon Stocherkähne unterwegs, aber bevor es richtig voll wurde war ich längst wieder am Bootshaus. Dort traf ich niemanden an, aber das ist nicht verwunderlich, schliesslich ist ein langes Wochenende, was viele dazu nutzen wegzufahren.

Update

Ja, ich habe schon lange nichts mehr hier geschrieben, ich weiß. Momentan bin ich mit vielen anderen Dingen beschäftigt, aber trotzdem ein kurzes Update. Meine Holzboote vernachlässige ich in letzter Zeit etwas, ich habe mich momentan mehr den kürzeren Kunststoff-Booten zugewandt. So war ich vor einiger Zeit zusammen mit Lorenz und noch über 20 anderen Tübingern für ein Wochenende in Hüningen auf dem Wildwasserkanal. DSCN0498Zuletzt war ich 2004 dort gewesen, damals noch im Kajak. Beim Ausflug mit Lorenz hatten wir den Probe 14 als Tandem und den Probe 12, als Soloboot mitgenommen. Zu Beginn fuhren wir im Tandem, was aber nur ca. eine halbe Stunde lang gut ging, dann hatten wir bereits Krach miteinander bekommen. Als Lorenz Ärger über mich und meine ständigen Kommentare von hinter verflogen war erklärte er mir, er wolle künftig lieber im Soloboot fahren.

Was er dann auch ziemlich erfolgreich gemacht hat. Anfangs fuhr ich dann noch alleine im 14er, was aber auf dem doch relativ schmalen Gewässer in dem es nur so von Paddlern wimmelte nicht so der Bringer war. Ich beschränkte mich dann aufs Fotografieren und wechselte mich mit Paddeln dann mit Lorenz ab, wenn ihm die Lust verging, was aber relativ selten der Fall war.

Was sonst noch berichtenswert ist, ist der Süllrandworkshop, den wir am Samstag nach dem Vatertag veranstaltet haben. Allerdings gibt es hierüber schon eine sehr ausführlichen Bericht von Axel, auf den ich hier ja immer wieder gerne verweise.

IMG_0117Ach ja, und weil ich momentan mehr auf kurze, robuste Boote stehe, habe ich mir über Karsten einen ziemlich verratzten Wildwasserkanadier besorgt. Es ist ein XL 11, von Indien Canoe. Ein eher behäbiges Boot, aber ich kam gut damit zurecht.  Mit seinen 11 Fuss, ist er gerade mal 3,35 Meter lang, bzw. kurz. Es hat einen flachen Rundboden, ist also nicht eine so moderne Kiste. Eigentlich also auch ein Klassiker. Mit ein bisschen Phantasie passt er also auch irgendwie zu dieser Seite hier und ich werde über die künftigen Erlebnisse mit ihm berichten.  Jetzt wird er erst ein mal etwas aufgemöbelt. 🙂

Osterferienausklangsausflug zur oberen Donau

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAxel hatte in weiser Voraussicht schon vor Donnerstag zur heutigen Ausfahrt eingeladen und die Berechtigungsscheine für die Strecke der Donau von Hausen im Tal nach Laiz bestellt. Diese Prozedur und das Abfragen des Pegels am Abend vor der geplanten Fahrt gehören jetzt schon seit einigen Jahren zu den Spielregeln, wenn man dieses Stück der Donau befahren will. Lorenz und ich reisten nicht aus Tübingen an, wir waren bei meinen Eltern gewesen und hatten dort übernachtet. So hatten wir nur einen Anreiseweg von knapp einer halben Stunde und waren die ersten in Hausen. Wir mussten aber nicht sehr lange warten da kamen nach und nach alle an. Gerade als wir die Autos nach Laiz bringen wollten kam einer der Donautal-Ranger und wollte unsere Berechtigungsscheine sehen. Er klärte uns noch über eine Sperrung der Straße im Donautal auf und sagte uns eine Umleitung an. Diese Sperrung der Straße im Donautal ging mir dann aber den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf. Zwar war die Umleitung, die wir genommen hatten nicht weit gewesen, jedoch führte sie nicht an der Donau entlang. Für Motorradfahrer schien es die Sperrung jedoch nicht zu geben, schliesslich brausten sie mit enormem Getöse oft neben uns her und wir genossen auf unserer Fahrt immer die Abschnitte besonders, wo wir fern der Straße paddelten.

Wir hatten drei Wehre zu überwinden, das erste in Neumühle OLYMPUS DIGITAL CAMERArumtrugen wir alle, das zweite umtrugen alle, ausser Christian, Axel und ich. Und das letzte in Dietfuhrt rutschten Christian und ich ebenfalls hinunter. Lorenz ist jeweils oberhalb ausgestiegen, wir waren ohne Nässe- und Kälteschutz unterwegs und er hatte keine Lust auf eine nasse Hose. Nicht so Axel, er befuhr das zweite Wehr in Gutenstein, genau dort, wo die Welle unterhalb des Wehres am höchsten war. Seine Jeans flatterte dann in der P1100432folgenden Mittagspause in der Sonne um wieder etwas trockener zu werden. Wir zelebrierten die Pause wieder mit Anfeuern von diversen Kochgeräten und dem Zubereiten von verschiedenem Grillgut und Gemüse, aber auch ganz normale Vesperbrote kamen zum Zuge. Lorenz und ich hatten seit langem mal wieder Eier mit dabei und so habe es bei uns zum Abschluss Spiegeleierbrote. Vollgefressen und etwas träge setzten wir unsere Fahrt fort. Abgesehen von den Wehren ist die Strecke technisch nicht besonders anspruchsvoll, landschaftlich dafür umso reizvoller. Immer wieder treten die Felsen der Schwäbischen Alb dicht an die Ufer das Tal weitet sich zwar ab und zu, doch eigentlich ist die ganze Strecke ein durchgehender Donaudurchbruch, der sich nicht vor seinem größeren Bruder bei Weltenburg, oder seinem noch größeren, den Djerdap, verstecken braucht. Gegen 16.00 Uhr erreichten wir Laiz, verluden die Boote und machten uns auf den Nachhauseweg.

Hier gibt es wie so oft mehr Bilder von Axel und hier auch noch welche von mir. Axels Bericht findet sich hier.

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