Kunststoff versaut den Charakter

VergleichHeute hat mir Charly ein Bild geschickt, was er am 2.11. Vor unserem Start auf der Blau aufgenommen hat. Meine beiden Boote lagen praktischer Weise kieloben auf einem Holzgeländer. Da bot es sich natürlich an, die Gebrauchsspuren zu vergleichen. Dazu muss man sagen, der Prospektor ist etwa zwei Jahre alt, der Gerrish im nächsten Jahr zehn. Klar habe ich den Gerrish schon etwas überarbeitet, aber das war eher Kosmetik. Geschont habe ich beide Boote nicht, ich habe jedoch auch keines von beiden auf der Straße hinter mir hergezogen. Mal über eine Wiese, ja klar. Also ganz normale Gebrauchsspuren. Was soll jetzt dieser Vergleich? Ich habe den Eindruck, dass was Robustheit angeht meine Wood-and Canvas Boote durchaus mit dem Royalex mithalten können. Auf jeden Fall was meine Art der Benutzung angeht. Oder ist es so, dass ich meine Holzboote unbewusst doch mehr schone als das Kunststoffboot? Oder ist es doch so, dass der alte Spruch der Faltbootfahrer stimmt?
„Kunststoff versaut den Charakter!“ Na ja, wie dem auch sei, Royalex wird ja nicht mehr hergestellt. Momentan sind noch Boote lieferbar, aber in absehbarer Zeit wird es keine neuen Royalexboote mehr geben. Vielleicht sollte ich meines dann doch mehr schonen? 😉

Brigach und Breg ..

.. bringen die Donau zu Weg. Das haben wir heute überprüft. Zu acht in sechs Kanadiern waren wir unterwegs, von Donaueschingen bis nach Geisingen. Ruth und Axel, Sabine und Charly in Tandem-Booten, Andreas (der sonst eher im Kajak unterwegs ist), Rolf, Eckhard und ich in Solobooten. Wir setzten etwas oberhalb des Zusammenflüssen der beiden Quellflüsse in die Brigach ein. Die Donauquelle, besser gesagt der Ursprung, denn eine echte Quelle, wie zum Beispiel bei der Blau, ist es ja nicht, ist eher umspektakulär. OLYMPUS DIGITAL CAMERAEin schlichter Stein mit der Zahl 2779 weist darauf hin, wie weit es noch bis zum schwarzen Meer ist. Soweit wollten wir heute nicht, 17 Kilometer waren uns genug. Die ersten paar hundert Meter der Donau waren vor kurzem renaturiert worden. Hinter den neuen Buhnen aus Kalkstein gab es kleine Kehrwässer, die wir eifrig anfuhren. Nach dem Örtchen Pfohren machte sich schon bald der Stau des ersten der beiden Wehre bemerkbar. Nach ca. 7 Kilometer erreichten wir es, rumtrugen und da wir gerade mal aus den Booten draußen waren machten wir bei einer umgestürzten Weide Mittagsrast. OLYMPUS DIGITAL CAMERAWie schon an der Blau hatten wir wieder diverse Kochgelegenheiten dabei. Ich hatte die Pfanne und die Feuerbox dabei. Axel und Rolf hatten Kaffeebereiter und Eckhard seinen Holzvergaserkocher dabei. Die Pause zog sich beträchtlich in die Länge, da Rolfs Espressomaschine erst nicht so recht auf Touren kommen wollte.  Die Donau mäanderte danach durch das breite Tal, mal floss sie ganz flott und machte viele Kehren, mal war sie träger. Wir sahen viele Biberspuren und einen Eingang zu einem Biberbau. Ich dachte eigentlich, Biber legen ihre Eingänge immer unter Wasser an, aber hier im Uferschlamm lag die Höhle darüber.

Die Größe der Öffnung und die Nähe zum Wasser wies aber schon auf einen Biber hin. Kurz vor dem Ausstieg kamen wir zum zweiten Wehr auf unserer Strecke, welches wir ebenfalls links umtrugen, aber eine Pause machten wir diesmal nicht. Das Stück nach dem Wehr war kurz, unterbrochen von einem kleinen Schwall nach einer Eisenbahnbrücke. Kurz vor unserer Ausstiegstelle kam dann noch ein kleiner Schwall. Das Wetter war nicht so, wie wir es uns erhofft hatten, der gestrige Samstag hatte uns Hoffnung auf viel Sonnenschein gemacht. Aber für Anfang-Mitte November war es ganz in Ordnung, wir jammern auf hohem Niveau.

Hier noch die Links zu Axels und meinem Webalbum und wie immer zu Axels Paddelblog.

Freitags(hochwasser)training

OLYMPUS DIGITAL CAMERADer Regen hatte dem Neckar einen erhöhten Pegel beschert. Mich scherte es wenig, ich wollte etwas Poling betreiben. Da es mittlerweile relativ zeitig dunkelt, machte ich mich um viertel vor vier schon auf den Weg zum Bootshaus. Obwohl eigentlich kein Training mehr ist waren relativ viele Trainingswillige da und machten sich fertig um aufs Wasser zu gehen. Die Kanadierfraktion war schwach vertreten, ausser Rolf und mir war sonst nur noch ein weiterer Kanadier auf dem Wasser. Rolf war schon voraus gefahren und kam mir bereits entgegen als ich noch auf dem Weg zum Blockwurf war. Es herrsche dort kräftige Strömung, er hätte dort nicht zu verrichten, so wie er gekleidet sei. Er wolle noch eine Runde um die Neckarinsel drehen. Ich stocherte weiter zum Blockwurf, sah ein, dass das mit dem Poling nicht so toll werden würde und fuhr ein paar Seilfähren. Dann zerrte ich mein Boot über die Steine den Blockwurf hinauf und begab mich auf eine kurze wilde Abfahrt.

Dann begab ich mich zurück zum Kraftwerkskanal, wo die Jugend am trainieren war. Rolf war dort hängen geblieben und schaute dem Treiben zu. René war auch noch gekommen, aber er war zu Fuss da. Wir plauderten noch eine Weile und machten uns dann auf den Rückweg. Am Bootshaus war es kühl und ungemütlich, es brannte auch kein Feuer. Die Sommesaison scheint wirklich zu Ende zu sein. 🙁

Flussauf – Flussab mit Herbstlaub

Gestern auf der Blau hatten Axel und ich vereinbart, heute auf den Neckar zum Poling zu gehen. Wir hatten schon länger geplant, von der alten Holzbrücke bei Neckarhausen nach Fischingen zu staken.

Eckhard, der beim neulich von Axel angebotenen Polingtraining, keine Zeit hatte, war auch mit von der Partie. Anita und Klemens waren etwas frustriert, da ihnen alle potentiellen Mitpaddler für etwas wilderes abhanden gekommen waren. Axel schlug ihnen vor, von Sulz aus Neckar abwärts zu paddeln und dann von uns zurück zu ihrem Auto gebracht zu werden. So zusagen eine Sternfahrt. So trafen wir uns kurz vor zwei an der Brücke. Eckhard hatte gerade abgeladen und Klemens und Anita waren bereits nach Sulz gefahren. Wir zogen uns um und machten uns auf den Weg. Axel, Eckhard und ich auf dem Fluss, Ruth und Røskwa zu einem Spaziergang.  „Flussauf – Flussab mit Herbstlaub“ weiterlesen

Novemberblau

Heute sind wir auf der Blau gepaddelt. Andrea hatte die Tour vorgeschlagen und organisiert. Wie sie das mit dem Wetter hinbekommen hat, weiß ich nicht, ich bin jeden Falls den ganzen Tag im T-Shirt gefahren. Wir waren in neun Booten unterwegs. Drei Tandem Kanadier, zwei Solo Kanadier und vier Kajakfahrer. OLYMPUS DIGITAL CAMERAIch hatte Sabine und Charly meinen Prospector geliehen und die beiden, wie schon vor 14 Tagen, im Auto mitgenommen. Ich selbst hatte das kleine Holzboot dabei. Vor dem Start sind wir in Blaubeuren zum Blautopf gelaufen und haben und haben die enorme Quelle und vor allem die Farbe des Wassers bestaunt. Danach sind wir zur Einsatzstelle, ein paar hundert Meter unterhalb  der Quelle, gefahren, haben die Boote abgeladen und sind dann, die Mit- und Beifahrer zurücklassend zur Aussetztstelle gefahren. „Novemberblau“ weiterlesen

Misslungenes Filmprojekt

Heute Spätnachmittag bin ich, als die Sonne sich kurz noch mal blicken ließ zum Bootshaus geradelt. Ich wollte das mit dem Filmen beim Poling noch mal probieren. Ich nahm diesmal das große Boot. Zum einen, weil sich damit besser staken lässt und zum anderen, weil die Kamera dort weiter von mir entfernt ist und ich mir nicht wie im letzten Video den Kopf abschneide. Ich stakte hinauf zum Blockwurf, montierte die Kamera und legte los. Die Rampe stakend zu überwinden, war mir wie gewöhnlich nicht möglich. Ich stocherte ein wenig im untern Drittel herum und beschloss dann zu umtragen und zum oberen Blockwurf zu fahren. „Misslungenes Filmprojekt“ weiterlesen

Abendliche Polingsession

Heute bin ich kurz bevor die Sonne hinterm Spitzberg verschwunden ist, mit dem Rad zum Bootshaus gefahren. Als ich dann aufs Wasser kam, war sie gerade weg. Ich machte noch schnell ein Foto und fuhr dann hinauf zum Blockwurf. 28.10.2014Ich hatte das kleine Boot genommen und die Polingstange eingepackt. Und ich hatte auch das kleine Klemmstativ und den Foto zum Filmen dabei. Unterhalb der kleinen Stufe montierte ich die Kamera dann am Heck des Bootes und machte meine üblichen kleinen Übungen. Ich war die letzte Zeit mehr mit dem Prospektor und zuletzt mit dem Guide beim Poling gewesen und das Boot fühlte sich sehr gewöhnungsbedürftig an. Es ist ja eh nur bedingt fürs Staken geeingnet, aber man gewöhnt sich dran. Einmal verklemmte sich die Stange zwischen Boot und einem Stein, flussab, was mich kurz in die Bredouille brachte. Ist aber nix passiert. Gekleidet war ich mal wieder nicht fürs Nasswerden und auch die restliche Ausrüstung war lückenhaft.
Entstanden ist ein kleines Filmchen was ich zusammengeschnitten und mit Musik versehen habe.

Poling-28-10-2014 from Matthias Zürcher on Vimeo.

Auf dem Rückweg ließ ich die Kamera noch bis zum Kraftwerkskanal weiterlaufen. Dann sputete ich mich zurück zu kommen, die Jeans war dich ein wenig nass geworden. Am Bootshaus machten sich gerade ein paar Kanu-Polospieler fürs Training bereit. Ob sie, bis sie auf Wasser kamen, noch was gesehen haben weiß ich nicht. 🙂

Kleine Fahrt mit großem Boot

Was ich gestern nicht erwähnt hatte war, dass ich unser großes Boot September, mit nach Tübingen genommen habe. Heute früh habe ich ihn dann ans Bootshaus gebracht und den Juni mit nach Hause genommen. Was ich vergessen hatte, heute fand die große Stocherkahneinlagerei statt. Jeden Herbst werden die Stocherkähne aus dem Wasser genommen und auf einem Teil der Wiese, die zum Bootshausgelände gehört eingelagert.
OLYMPUS DIGITAL CAMERAWas ich nicht nachvollziehen konnte war, dass scheinbar alle Helfer dieser Aktion mit dem Auto kamen und es nicht für möglich hielten auf einem Parkplatz zu parken. Die ganze Straße zum Bootshaus war zugeparkt. Ich mogelte mich durch und fuhr bis zum unteren Tor zum Gelände der Paddelfreunde und stand dort notgedrungen etwas im Weg rum bis ich das eine Boot ab und das andere aufgeladen hatte. Am späten Nachmittag, als ich vermutete dass der meiste Rummel vorüber sei, bin ich dann mit dem Rad zum Bootshaus gefahren. Ich lud mir mein Boot auf die Schultern und schleppte es zum Anleger. Ich weiß nicht woran es liegt, aber ich OLYMPUS DIGITAL CAMERAhabe den Eindruck das Boot wird von Jahr zu Jahr schwerer. Ich mag es trotzdem. Der Neckar war gut eingeschenkt und wie bei Hochwasser üblich braun. Zu erst paddelte ich Richtung Kraftwerkskanal. Als ich in den flachen Bereich auf der Linken Seite kam, legte ich das Paddel weg und nahm die Stange zur Hand. Nach der Einmündung des Kraftwerskanal wird es für ein Stück noch mal richtig tief, so dass ich mit der Stange kaum noch auf den Grund kam. Ich nutzte die Stange daher wie ein Doppelpaddel, was für kurze zu überbrückende Strecken erstaunlich gut funktioniert. Ich stakte hinauf bis zum Blockwurf.
Die untere Schwelle war ziemlich OLYMPUS DIGITAL CAMERAabgesoffen, es herrschte gute Strömung, war aber unproblematisch zu überwinden. Ich legte dann die Stange wieder zur Seite und machte ein paar J-Ferries. In meinem Riesen-Kahn machte das einen Heidenspass und da ich ja alleine war, konnte ich auch niemandem im Weg herumfahren. Ich versuchte während einer Querung Fotos zu machen. Ich hielt die Kamera in der Druckhand und ließ den Finger auf dem Auslöser. Besonders spannend sind die paar scharfen Bilder, die so entstanden sind nicht geworden. Das nächste mal muss ich mal wieder das kleine Stativ mitnehmen und filmen. Als ich genug hatte, begab ich mich zurück zum Kraftwerskkanal und fuhr dort noch ein paar Kehrwassermanöver. Dann ließ ich mich zum Anleger zurück treiben.

Paddeln mit Liveübertragung

Heute habe ich eine sehr schöne Nachmittagstour auf dem Bodensee gemacht.
Erst sah es danach aus, als würden die Wolken Überhand gewinnen, aber nach und nach setzte sich doch die Sonne durch, bevor sie unter ging. Eigentlich wollte ich mich mit Leonhard treffen, aber der Arme musste noch arbeiten. Ich fuhr den Seerhein hinunter Richtung Gottlieben und versorgte ihn mit Handybildern. Nach dem ich ihn mit diversen Impressionen versorgt hatte, kam von ihm ein Bild zurück, ein Schreibtisch mit einem Stapel Ordner. Jetzt hatte ich fast ein schlechtes Gewissen. Ich fuhr weiter bis Triboltingen und eigentlich wäre es nicht mehr weit gewesen bis auf die Reichenau, ich hätte ihn abholen können. Ein zweites Paddel hatte ich dabei. Aber ich musste wieder zurück, den Rest der Familie in der Stadt auflesen und dann wieder nach Hause fahren. Aber ich gebe nicht auf, demnächst werden wir wieder ein mal gemeinsam paddeln gehen. Am Bootshaus habe ich mich dann noch zum ersten mal in das neu installierte elektronische Fahrtenbuch eingetragen. Es geht ganz fix und die Auswertung am Ende des Jahres ist natürlich ein Kinderspiel, vor allem weil man nicht mehr als Hieroglyphenforscher  tätig sein muss. 🙂

Donaufahrt 1989

Motiviert durch den Bericht von Christoph, der in diesem Jahr die gesamte Strecke der TID gepaddelt ist und ein paar aktuellen, eigenen Befahrungen der Donau, habe ich mir meinen Bericht von 1989 noch ein mal vorgenommen.
Ich habe die ein oder andere Ergänzung gemacht, ohne den ursprünglichen Text stark zu verändern.

Entstanden war die Idee mit der Donaubefahrung während einer Paddeltour auf dem Rhein, von Konstanz nach Schaffhausen, im Sommer 1988. Helmut Mende ein konstanzer Kanu-Club-Urgestein erzählte mir von der TID. Der Tour International Danubien. Damals gab es ja noch kein Internet und deshalb besorgte ich mir die Unterlagen per Post, las im Kanu-Sport und unterhielt mich mit anderen Paddlern, die die Fahrt schon mitgemacht hatten. Es galt diverse Visa zu beantragen und ich beschäftigte mich schon geraume Zeit vor Beginn der Reise mit „Probepacken“. Da ich in diesem Jahr meinen Zivildienst beendet hatte, hatte ich Zeit und daher beschlossen die Fahrt nicht am offiziellen Startort Ingolstadt zu beginnen, sondern schon ein paar Tage früher und alleine aufzubrechen.

Dieser Reisebericht entstand in den Monaten nach der Fahrt, also vor 25 Jahren. Er wurde von mir im Eigenverlag als kleines Büchlein veröffentlicht.  Das Büchlein ist schon seit langem vergriffen.
Es kommen darin einige Staaten und Währungen vor, die es nicht mehr gibt. Auch einige Personen die erwähnt werden leben nicht mehr.

9. Juni 1989, Laiz, Binzwangen

Vor der Abfahrt in Laiz

Endlich war es soweit. Morgens um 9 Uhr holte mich Heinz ab. Er hatte sich bereit erklärt, mich zum Start meiner Donaufahrt zu bringen. Mein gesamtes Gepäck hatte im Kofferraum seines Autos Platz gefunden. Das Faltboot wurde aufs Dach geladen und ab ging die Post. Zuerst fuhren wir nach Beuron, denn ich wollte versuchen so nah wie möglich dem Ursprung der Donau zu starten. Etwa einen Monat zuvor hatten wir eine Vereinsausfahrt von Beuron bis Laiz gemacht. Doch der Wasserstand machte das Einsetzen dort unmöglich. „Donaufahrt 1989“ weiterlesen

Noch mehr Indian Summer

Letzten Sonntag hatte Rolf den Vorschlag gemacht auf die Donau zu gehen. Ausnahmsweise mal nicht nach Binzwangen zu unserer Spiel- und Übungsstelle, sondern eine Wanderfahrt von Riedlingen nach Rechtenstein. Mir kam das sehr entgegen, nach der Dachdeckaktion beim Bootshaus der Paddelfreunde, stand mir der Sinn nicht nach großer Anstrengung. Um 9.30 Uhr trafen sich alle, die mit wollten am Bootshaus. „Noch mehr Indian Summer“ weiterlesen

Ein wenig wie Indian Summer

Als wir uns gestern am Bootshaus verabschiedet haben (wir sanieren dort gerade das Dach), wurde ein Treffen um 10.00 Uhr am heutigen Sonntag verabredet. Ich sagte meine Teilnahme ab, da ich nachmittags Lorenz von einem SMV Wochenende auf der Alb abholen sollte. Als ich nach Hause kam und rumjammerte, dass ich nicht zum Paddeln mitkönnte sagte meine liebe Frau, geh du nur paddeln, ich hole den Bube. Ich organisierte mir dann natürlich gleich ein Mitfahrgelegenheit bei Axel. Erst hatte ich vor, mit dem Holzboot zu fahren, es lagert momentan im Bootshaus. Mit Axel hatte ich vereinbart, dass ich um 20 vor zehn zu ihm kommen würde. Morgens entschied ich mich dann aber um und wollte doch lieber den Prospector fahren, weil es noch nicht ganz klar war welche Strecke auf welchem Gewässer OLYMPUS DIGITAL CAMERAüberhaupt gepaddelt werden sollte. Da ich den Prospector in der Garage hängen hatte habe ich ihn mir kurzer Hand auf die Schultern geladen und mich auf den Weg zu Axel gemacht. Das sind ungefähr 500 Meter, an der Stuttgarter Straße schaltete die Fußgängerampel gerade auf rot als ich dort ankam. Ich lehnte das Boot gegen die Ampel um meine Schultern, auf denen auch noch mein Rucksack mit den Klamotten hing, zu entlasten. Axel „Ein wenig wie Indian Summer“ weiterlesen

Feiertags-Training

Offiziell war am heutigen Feiertag kein Training. Aber Axel hatte per Mail zu einem speziellen Feiertagstraining eingeladen. Es bestand darin, vom Bootshaus aus Neckar abwärts in die Stadt zu paddeln um dort einen Biergarten aufzusuchen. Wir trafen uns um fünf am Bootshaus. Ich war den ganzen Tag zu Hause geblieben, da mich Halsschmerzen plagten. Aber am Nachmittag war es angenehm warm und ich wollte mich auf jeden Fall etwas bewegen. Wir waren eine ganz stattliche Anzahl von Trainingswilligen. Vier Tandemkanadier, einer davon mit vier Personen, ein Solokanadier und ein Kajakfahrer. Wir entschieden uns für die Lokalität bei der Steinlachmündung, rückten dort Tische und Stühle zurecht und gaben unsere Bestellung auf.

Wir verbrachten dort rund anderthalb Stunden. Als es langsam kühl wurde, machten wir uns auf den Rückweg. Ich aber erst, nach dem ich noch kurz die Steinlach hinauf bis zur zweiten Brücke gestakt hatte. Ich fuhr dann hinter den anderen her, quatschte noch kurz mit Jolanda, die zusammen mit Jonas auf der Mauer oberhalb der Neckarbrücke saß und Pizza aß und sputete mich noch vor Anbruch der Dunkelheit am Bootshaus zu sein. Das letzte Stück von der großen Straßenbrücke bis zum Bootshaus fuhr ich mit der Polingstange und konnte so meinen Rückstand auf die Anderen wieder wettmachen. Axel hat ein etwas unscharfes aber ziemlich cooles Foto von mir gemacht. Sein Bericht und noch mehr Bilder wie immer auf seinem Paddelblog.k-P1060808x

Kurze Feierabendrunde hinauf zum Blockwurf. Der niedrige Pegel lässt die untere Stufe wieder deutlicher werden. Hier zwei Bilder zum Vergleich. Das Erste ist beim Sicherheitstreffen aufgenommen, das Zweite ist von heute Abend. Ich habe etwas Poling betrieben, danach noch ein paar Kehrwasserübungen beim Kanal gefahren. Ein lauer Spätsommerabend mit erstaunlich wenig Leuten auf dem Wasser.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Sonntags Nachmittagskaffee mit Paddeln

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeute sind wir zu sechst nach Binzwangen an unsere Park- and Playstelle gefahren. Axel, seine Frau Ruth, sein Hund Røskwa, Eckhard, Klemens und ich. Klemens war nur mitgekommen um zu fotografieren, Ruth ging mit Røskwa spazieren und genoss die Sonne, als der Nebel sich kurz nach unserer Ankunft auflöste. Das war so ca. 14.00 Uhr. Axel, Eckhard und ich zogen uns um und trugen die Boote für die erste wilde Abfahrt nach oben. Ich hatte wie schon die letzten beiden Male den Prospector gewählt. Axel hatte vor unserer Abfahrt noch versucht mich zu überreden mal doch ein anständiges Wildwasserboot, zum Beispiel die neue Vereins Viper, zu nehmen, aber ich blieb stur. „Sonntags Nachmittagskaffee mit Paddeln“ weiterlesen

Poling für Alle

P9260001Für das heutige Freitagstraining hatte Axel das Angebot gemacht, einen Einführungskurs fürs Canoe-Poling zu belegen. Das Angebot richtete sich an alle potentiellen Teilnehmer des Freitagstraining. Dass dieses Angebot nicht die Wahnsinnsresonanz haben würde hatte sich Axel sicher auch gedacht, aber dass gerade mal vier Interessenten kamen, fand ich auch enttäuschend. Einer der vier war Rolf, der nun alles andere als ein Poling-Einsteiger ist, der zweite war René und ich war auch mit von der Partie. Wir fuhren hinauf zum Blockwurf, vorbei am Kraftwerkskanal, aus dem heute wieder Wasser kam, am Samstag war das Kraftwerk noch abgestellt gewesen. Der Pegel im alten Neckarbett war dem entsprechend niedrig. René experimentierte mit Axels Prospector, den er als gewöhnungsbedürftig bezeichnete. Dafür kam er aber erstaunlich gut zurecht. Wir stocherten im Auslauf des Blockwurfs hin und her. Ich versuchte mich wieder mal darin den Blockwurf zu überwinden. Zuerst legte ich das Boot quer vor einen Stein rechts im Auslauf.

Der Wasserdruck war natürlich geringer und die Geschwindigkeit auch, allerdings kamen auch mehr Steine zum Vorschein. Der zweite Versuch war erfolgreicher. Ich kam relativ gut hinauf, blieb aber das eine oder andere mal an einem Stein hängen. Vor allem der dicke Brocken im oberen Drittel hatte es mir angetan. Ich fiel einmal rückwärts ins Boot, konnte mich aber schnell wieder aufrappeln und hinstellen. Ich kam bis unter die obere Kante des Blockwurfs. Dort fuhr ich mich am linken Ufer fest und bei dem Versuch wieder flott zu kommen wurde ich dann wieder den ganzen Blockwurf nach unten gespült.

Axel probierte auch den Blochkwurf zu meistern, so wie er es im Juni getan hatte, war aber nach einer Woche Krankheit noch nicht Fit genug. k-P1060730Wir saßen dann noch kurze Zeit auf den Steinen unterhalb des Blockwurfs und unterhielten uns, beschlossen dann aber zurück zum Bootshaus zu fahren. Ich tauschte mit René das Boot, er wollte auch meinen Prospector mal testen. Beim Kraftwerkskanal trafen wir auf eine Gruppe Kajaker, die dort Kehrwassertraining betrieben und kurz vor dem Anleger kam uns Wolfgang entgegen, der es nicht rechtzeitig geschafft hatte zum Training zu kommen. Er war der Vierte im Polingtraining, den hatte ich bis her noch unterschlagen. Ich bot ihm an noch mal mit ihm hinauf zu fahren und etwas Poling mit ihm zu üben. Oberhalb des Kraftwerkskanals angekommen, erläuterte ich Wolfgang die Grundtechniken des Polings und er setzte das einwandfrei um. Nach etwa einer halben Stunde hatten wir genug und wir machten uns auf den Weg zum Bootshaus, wo schon das Grillfeuer auf uns wartete.

Hier noch der Link zu Axels Bericht von heute Abend.

3. Sicherheitstreffen in Tübingen

Axel hatte zum 3. Sicherheitstreffen in Tübingen geladen. Das ist kein Kurs mit festem vorgeschriebenen Programm, sondern ein Erfahrungsaustausch von dem möglichst alle Teilnehmer profitieren sollen. Ich hatte schon am ersten und am zweiten Treffen teilgenommen. In der Woche vor der Veranstaltung wollten wir eigentlich noch ein paar Vorbereitungen treffen, jedoch meldete Axel, dass er krank sei und er befürchtete, dass ganze Wochenende auszufallen. „3. Sicherheitstreffen in Tübingen“ weiterlesen

Eyach bis Bieringen

Der Regen die letzten beiden Tage hatte die Pegel in der näheren Umgebung ansteigen lassen. Zu Diskussion standen Fahrten auf der Steinlach oder der Erms. Wenn wir gleich morgens losgefahren wären hätte das auch gereicht. Allerdings stellte sich im Laufe des gestrigen Abends und heute morgen heraus, dass viele der potentiellen Mittpaddler keine oder erst Nachmittags OLYMPUS DIGITAL CAMERAZeit hatten. So wurde es wieder ein mal eine Fahrt auf dem Neckar. Ich holte Axel um 14.00 Uhr von zu Hause ab. Ich hatte das Holzboot schon auf dem Dach. Axel hatte die neue Vereinsviper zu Hause, da er noch daran gearbeitet hatte. Wir fuhren nach Bieringen, wo wir am Parkplatz mit Julia und Roland verabredet waren. „Eyach bis Bieringen“ weiterlesen

Standart-Abendprogramm

OLYMPUS DIGITAL CAMERADa es ab morgen Nachmittag regnen soll, habe ich mich heute um Fünf noch ein mal auf den Weg gemacht zum Bootshaus. Ich paddelte hinauf zum Kanal und wechselte dort das Werkzeug. Der Wasserstand im alten Neckarverlauf ist so niedrig, dass man ständig Grundberührung mit dem Paddel hat. Der Neckar hat sich auch etwas eingetrübt, so dass man die Steine, die dort liegen nicht, oder nur kaum sehen kann. Dann nehme ich lieber gleich die Polingstange. Ich hatte keinen Elan den Blockwurf zu umtragen und versuchte mich wieder darin in hinauf zu staken. Ich probierte erst eine Weile im Auslauf den Bug zu OLYMPUS DIGITAL CAMERAkontrollieren. Als ich das Gefühl hatte, das Boot gut unter Kontrolle zu haben, legte ich vorsichtig zu und stakte ein, zwei Bootslängen nach vorn. Ich kam relativ entspannt hinter einem fetten Stein, links der Mitte in ein Kehrwasser. Dort ist der Schwall relativ eben. Ich versuchte noch weiter zu kommen, das nächste Stück ist dann wieder steiler. Ich kam bis über die Mitte des Blockwurf hinaus und parkte dort dann auf einem Stein, den ich nicht gesehen hatte. Ich brauchte eine Weile bis ich wieder unten war und ließ mich dann rückwärts den Schwall hinunter treiben. Das Spielchen wiederholte ich vier oder fünf mal und blieb aber immer an der gleichen Stelle hängen. Aber immerhin, ich kam ein Stück weiter als sonst.

Herausforderungen

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeute bin ich früher zum Bootshaus gefahren, aber nicht so früh wie Axel.
Am Bootshaus traf ich René, der gerade Richtung oberen Neckar aufbrach. Er hatte das Fahrrad dabei, um zum Auto zurück zu kommen. Ich überlegte kurz, ob ich meine Pläne ändern sollte und mich ihm anschliessen, hatte aber nur eine kleine Flasche Wasser dabei und war auch sonst nicht für eine Tagestour ausgerüstet.  Ausserdem wollte ich noch die Auftriebskörper in den Prospector einbauen, bevor ich lospaddelte. Ich hatte nichts wildes vor, ich finde es nur sinnvoll, wenn sie im Boot sind. Ausserdem bieten sie auch die Möglichkeit, die Paddel zu fixieren, wenn ich das Boot kopfüber zum Wasser trage. Die Iso-Matten auf denen ich knie habe ich schon länger mit doppelseitigem Klebeband fixiert. So bin ich recht schnell auf dem Wasser und muss nicht hin und her laufen bis ich meinen Kram am Wasser habe. Ich packte auch die Polingstange mit ein. Ich ließ die Paddel auch dann gleich an ihrem Ort und stakte vom Anleger aus los. Ich versuchte wie schon am letzten Donnerstag, das Blockwurfwehr zu überwinden. Nach dem zweiten vergeblichen Versuch, entschied ich mich zu laufen und stakte dann oberhalb weiter. Mittlerweile hatte der Akku in meinem Fotoapparat aufgegeben, deshalb gibt es nur dieses eine Bild. „Herausforderungen“ weiterlesen