Park and Play

Axel hatte über seinen Stechpaddler und Wildwasserverteiler zu einem Ausflug nach Binzwangen an der Donau eingeladen. Zum vereinbarten Treffpunkt kamen immerhin drei Interessenten. Das machte aber nichts, für drei Personen und drei Boote reicht ein Auto und da wir nicht vorhatten eine Längere Strecke in ein und dieselbe Richtung zu paddeln, mussten wir uns auch wegen der Umsetzterei keine Gedanken machen. So fuhren also Klemens, Axel und ich quer über die Schwäbische Alb nach Binzwangen an der Donau.
Auf dem Parkplatz war schon einiges Los, schliesslich ist das nicht nur die Abstellmöglichkeit für unseren „Playspot“, sondern auch für die hier einsetzen201405Jun_15  06.07.2014 Binzwangen_6429den Leihbootfahrer. Wir ergatterten aber noch ein Plätzchen zwischen zwei Fahrzeugen. Es war schon ziemlich heiß und wir kamen bereits beim Umziehen ins Schwitzen. Bei unserem letzten Besuch war es deutlich frischer, das war allerdings auch im Februar gewesen. Was auch etwas nervig war, waren die vielen Bremsen, allerdings piesackten sie uns nur wenn wir an Land waren. Das fand ich ziemlich anständig von ihnen, erschlagen habe ich aber trotzdem welche. Der Wasserstand war einiges niedriger als beim letzten mal, kein Wunder, woher soll es auch kommen – das Wasser. Ich hatte wie schon im Winter den Prospector mit genommen, eigentlich ein viel zu großes Boot für die vielen kleinen Kehrwässer. L1100354Aber die erste Abfahrt gelang mir ganz gut, ich erreichte jedes Kehrwasser, das ich wollte. Ich musste aber schon ein Bisschen was dafür tun. Klemens und Axel, waren natürlich mit ihren kurzen Dingern erheblich im Vorteil, aber ich hatte es ja so gewollt. Bei der zweiten Runde beschloss ich meine Abfahrt zu Filmen. Ich nahm dann wie zuvor das oberste Kehrwasser, querte die Stromzunge und erreichte das Zweite. Da trödelte ich etwas herum und … na ja, das kann man dann im Film sehen. Auf jeden Fall hatte ich das Boot zwar verlassen, aber nicht losgelassen, das Paddel auch nicht und so setzte ich meine Fahrt relativ schnell wieder fort. Ich verzichtete aber darauf jedes einzelne Kehrwasser anzufahren, sondern fuhr relativ gerade aus durch, so gut es halt ging. Natürlich wollte ich das nicht auf mir sitzen lassen und filmte auch meine dritte Abfahrt. Danach montierten wir die Kamera auf Axels Boot.
Wir hatten ständig Zuschauer, entweder Spaziergänger, oder Kunden des Kanuverleihers die ihre Fahrt hier starteten. Nach der vierten oder fünften Abfahrt verspürten wir Hunger und L1100376legten beim Hochtragen eine Pause ein um zu vespern. Gestärkt ging es dann weiter, jedoch wurden die Arme jetzt beim Boot auf die Schultern laden schon etwas länger. Nach der siebten oder achten Abfahrt musste ich dann unterwegs das Boot noch mal abladen, ich kaschierte diesen Schwächeanfall damit, dass ich die anderen Beiden fotografierte.
Als ich dann nach der nächsten Fahrt bei den beiden ankam, sagte ich dass ich zwar gerne noch ein paar mal Paddeln würde, aber auf keinen Fall mein Boot noch einmal hinauf schleppen. Axel und Klemens ging es ähnlich und so beschlossen wir unser Training zu beenden. Nach dem wir umgezogen waren kochten wir Kaffee und aßen mitgebrachten Kuchen. Gegen 15.15 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück quer über die Alb nach Tübingen. Ein gelungener Paddeltag. Ich war erstaunt wie gut ich die „Slalomstrecke“ hinunter kam und auch die kleine Schwimmeinlage war nicht problematisch. Ich habe mir fest vorgenommen dieses Stück auch mal mit dem kleinen Holzboot zu befahren.

Ach ja, ich bin ja noch den Film schuldig. Also hier bitte schön, die Helden von Binzwangen. 🙂

Das mit der Kenterung war natürlich Absicht, sonst hätte ich das nicht gefilmt! Ich wollte endlich mal eine Kenterung mit Selbstrettung, Bootsleerung und Wiedereinstieg filmisch festhalten. 😉

Nachtrag: Axel hat einen ergänzenden Beitrag auf seinem Paddelblog und ich entsetzliche Nackenschmerzen vom Boot tragen. Vielleicht sollte ich doch einmal über ein ergonomisches Tragejoch nachdenken.

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