Elster – Coswig

Wie verabredet starteten wir gemeinsam mit den vier Berlinern. Da die Strecke nach Coswig nicht all zu weit war liessen wir uns Zeit. Wir wurden sogar in Elster am Bootshaus noch auf eine Tasse Kaffee eingeladen. Der Gegenwind war zwar auch wieder vorhanden, jedoch nicht so stark wie am Vortag. Teilweise hatten wir sogar Rückenwind, den wir versuchten, mit unseren Regenschirmen, zum Segeln zu nutzen. Wir machten auch häufiger mal eine Pause um die Beine zu vertreten, Kajakfahrer haben ja nicht wie wir die Möglichkeit die Sitzposition nach Belieben zu verändern. So war es nicht verwunderlich, dass wir für die 36 Kilometer bis kurz vor 17.00 Uhr unterwegs waren. Es wurden unterwegs von den Jungs auch allerhand Versuche angestellt, Kanadier mit Doppelpaddel im Stehen, oder Kajak mit Stechpaddel zu fahren. Vermeintliche Abkürzungen hinter Sandbänken führten dazu, dass alle aussteigen und laufen mussten …

Das Vereinsgelände in Coswig gefiel mir fast noch besser, als das in Elster. Vor Allem das originelle Bootshaus, eine ehemalige Badeanstalt hatte es mir angetan.

Ruhetag in Elster

Unseren Ruhetag in Elster verbrachten wir damit unseren Besuch zu empfangen und nach einem ausgedehnten Frühstück zu verabschieden, Wäsche zu waschen und nachmittags bei der Gierfähre rumzulungern. Dort setzten 50 Oldtimer, die auf einer Ausfahrt unterwegs waren über. Wir fuhren auch einmal mit der Fähre hin und her, bzw. Lorenz und Thies zweimal.

Da auf der Fähre nur jeweils 12 Fahrzeuge Platz hatten nahm das Übersetzen eine ganze Weile in Anspruch, wir hatten unseren Spaß. Abends kochten wir auf dem Biolite Ofen mit dem man neben bei auch über einen USB Anschluss das Handy laden kann. Die Jungs heizten ordentlich ein, ich denke es gibt auf der Wiese kein trockenes Stöckchen mehr, das nicht verbrannt wurde. Der Ofen weckte auch das Interesse eines Radfahrers, er kam zuerst alleine mit seinem Wasserkessel um sich kochendes Wasser machen zu lassen, später kam er noch mit seiner Frau vorbei, die nicht glauben wollte, dass man das Handy damit laden könne. Als sie es mit eigenen Augen gesehen hatte sagte sie resignierend: „Jetzt müssen wir morgen nach Dresden zum Einkaufen“. 🙂

Torgau – Elster

Für den heutige Tag standen nur 45 Kilometer auf dem Programm. Wir ließen uns Zeit mit dem Aufstehen und dem Packen und waren so gegen 10.00 Uhr auf dem Wasser. Auch der heutige Tag brachte uns Sonnenschein und nur leichten Wind. Auf einem Frachter der uns überholte lagen zwei Rotorblätter einer Windkraftanlage, wohin die wohl unterwegs waren?OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Gegen Nachmittag frischte der Wind auf und kam, wie sollte es anders sein aus Westen, die Richtung in die wir hauptsächlich unterwegs waren. Zwar macht die Elbe immer wieder große Schleifen die uns dann auch hin und wieder Rückenwind bescherten, aber auf den Stücken die direkt im Wind lagen bauten sich schon kleinere Wellen auf, die uns ein klein wenig den Schwung nahmen. Kurz vor unserem Ziel in Elster lag noch eine Gierfähre, die gerade am anderen Ufer beladen wurde. Von unten kam ein Frachtschiff entgegen. Da die Fähre nicht ablegen würde bevor der Lastkahn vorbeigefahren war langten wir ordentlich zu um auch noch an der Fähre vorbei zu kommen. Nach der Fähre war rechts der Schiffsanleger von Elster. Genau als der Frachter auf dessen Höhe war, waren wir es auch. Es waren noch ca. 5 Meter Platz zwischen dem AnlegerFloss und dem Kahn, der gut beladen eine ordentliche Welle schob, und zuvor natürlich erst ein mal das Wasser wegsaugte. Wildwasser auf der Elbe, ich hätte es nicht geglaubt. Wir hatten natürlich auch ordentlich Tempo, da wir ja noch schnell an der Fähre vorbei wollten. Es war ein kurzer wilder Ritt über die Wellen. Der Skipper grinste, wirklich gefährlich war es auch nicht gewesen. Schöpfen mussten wir trotzdem.

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Gegen späten Nachmittag kamen auch die kajakfahrenden Nachbern von gestern Abend aus Torgau an. Eine Familie aus Berlin, mit zwei Söhnen Thies und Jost. Lorenz verstand sich auf anhieb gut mit den beiden und auch ich hatte mit den Eltern jede Menge zu quatschen. Lorenz und ich beschlossen hier unseren ersten Ruhetag zu verbringen, es sollte der einzige bleiben und erst Montag mit den Berlinern zusammen weiter zu paddeln. Ach ja und morgen war ja Sonntag, das sollten wir doch Besuch von unserem Shuttleteam bekommen. Per SMS gaben wir unseren genauen Standort durch. Das Gelände der Vereins ist herrlich, eine baumbestandene große Wiese stand uns zur Verfügung.

Nünchritz – Torgau

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie zweite Etappe mit einer Länge über 50 Kilometer stand heute an. Das Wetter war prächtig, die Sonne schien, aber nicht so heiß wie vor zwei Jahren auf der Donau. Es ging immer ein Leichter Wind, der für Kühlung sorgte. Um unsere doch ganz ansehnliche Tagesstrecke zu bewältigen verlegten wir die Mittagsrast stets auf Wasser. Lorenz drehte sich im Boot um, so dass er gut an den Küchensack herankam und richtete Brote oder sonstige Leckerlichkeiten. Ich schaltete einen Gang herunter und beschränkte mich auf Steuerschläge. So kamen wir trotz Mittagspause immer ein Stück voran. Der Schiffsverkehr hielt sich in Grenzen, es scheinen nicht mehr viele Lasten auf dem Wasser transportiert zu werden. Die Touristendampfer von Dresden fahren nur bis Disbar hinter Meißen und Kanu-Verleiher scheint es auf diesem Stück auch wenige zu geben. So waren wir meist ziemlich alleine, von der Elbe, den Tonnen, Schafen und ab und zu einer Gierfähre mal abgesehen. „Nünchritz – Torgau“ weiterlesen

Schmilka – Dresden

IMG_0888Nach dem gemeinsamen Frühstück machten wir uns mit dem Boot auf dem Dach auf den Weg nach Schmilka, unweit der Tschechischen Grenze. Die Fahrt dauerte etwa eine Stunde, da man dort durch die ganzen kleinen Ortschaften zockeln muss. Die letzten Kilometer fuhren wir hinter einem Anhänger eines Dresdner Kanuverleihers her, der uns sicher zu unserer Einsatzstelle lotste. Nachdem wir unser Boot und das Tagesgepäck abgeladen hatten, wir hatten ja Zelt und die meiste Ausrüstung in Dresden gelassen, verabschiedeten wir unsere Damen und alle brachen auf. Wir Flussab und Anke und Jolanda Richtung Berlin. Auf ihrer Rückreise am kommenden Sonntag wollten wir sie nochmals treffen. Es war leicht bewölkt, die Elbe hatte einen guten Wasserstand und strömte flott dahin. OLYMPUS DIGITAL CAMERAWir genossen die Fahrt durch das Elbsandsteingebirge. Wir bewunderten die Berge, fotografierten die Raddampfer und nahmen uns vor den ersten Gierfähren in Acht. Gegen Nachmittag trafen wir einen Vater mit seiner Tochter in einem Faltboot und unterhielten uns eine Weile und paddelten neben einander her. Das Wetter wurde immer sonniger und zahlreiche Paddler in Leihkanus oder Schlauchbooten waren unterwegs. Am späten Nachmittag kamen wir sehr entspannt in Dresden an, machten uns fertig für einen Landgang und gingen in der Nähe des Bootshauses bei einer kleinen Gartengaststätte Abendessen.

Reisevorbereitungen

Gepäck

Momentan laufen die Reisevorbereitungen für unsere Elbe-Fahrt. Neben dem normalen Gepäck, wie Zelt, Küche und dem vielen Kleinkram, haben wir uns für diese Fahrt eigene T-Shirt gemacht und eingepackt. Als Vorlage für die Grafik nutzten wir ein Foto von uns, das beim Zieleinlauf des Bodensee-Kanu-Marathons 2010 von uns gemacht wurde. Wir haben vor, von der Tschechischen Grenze aus, soweit wie möglich Richtung Hamburg zu paddeln. Anders als bei unserer Donaufahrt vor zwei Jahren werden wir keine langen Stauseen befahren müssen und auch nicht täglich zwei bis drei mal eine Staustufe überwinden müssen. Die Elbe ist auf ca. 600 km ungehindert bepaddelbar. Wie schon auf der Donau werden wir alle paar Tage einen Ruhetag einbauen, um uns auch etwas die Gegend anschauen zu können und auch ab und zu die Beine zu benutzen.

Marathon 2010

Wir werden mit dem Guide unterwegs sein, unserem Lastesel. Momentan liegt er in Konstanz im Bootshaus, aber nächste Woche werde ich in holen. Im Tausch dagegen werde ich entweder den Gerrish oder den Prospector nach Konstanz bringen.

Fussballabend auf dem Wasser

OLYMPUS DIGITAL CAMERAGestern habe ich mit Lorenz zusammen einen Ausflug nach Konstanz gemacht. Wir hatten einiges zu erledigen und trafen uns, als wir unsere Termine abgearbeitet hatten zum Afterworkpaddeln mit Leonhard. Wir starteten kurz nach dem Anpfiff des Viertelfinales Frankreich gegen Deutschland und fuhren auf der wohl breitesten Fanmile in Konstanz, dem Seerhein Richtung alte Rheinbrücke. Auf der Höhe des Brigantinus, der ersten der Freiluftübertragungsstätten, an der wir vorbei kamen, fiel das erste Tor. Die Druckwelle des Jubelgeschreis hätte uns fast aus dem Boot gepustet! Es war unverkennbar welche Mannschaft das Tor erzielt hatte. 🙂 Die Übertragung war so laut, dass der Ton auch noch bei der nächsten Public Viewing Station, der Strandbar bei der HTWG zu hören war. „Fussballabend auf dem Wasser“ weiterlesen

Unterbodenschutz

L1100076Da ich den Guide am GOC-Treffen im flachen Wasser auf der Nahe, beim Poling nicht besonders zart behandelt habe, lasse ich ihm etwas Pflege angedeihen. Teilweise war der Schellack etwas abgeplatzt und ein paar Kratzer habe ich mir auch reingefahren. Ich habe den vorhanden Schellack runtergeschliffen und einen Anstrich mit Ölfarbe aufgebracht. Wenn dieser trocken ist, werde ich wieder eine Schutzschicht aus Schellack aufbringen. Ich überlege, ob ich nicht dieses Mal einen Versuch machen soll und dem Schellack etwas Graphitpulver beimengen werde, um eine etwas stabilere Abriebschicht zu bekommen. Ich könnte natürlich auch in Zukunft nur noch bei ausreichender Wassertiefe paddeln und mein Boot mehr schonen, aber irgendwie ist das wider meiner Natur. Vermutlich werde ich das Boot aber in den nächsten ein oder zwei Jahren neu bespannen.

GOC-Treffen

Über die Osterfeiertage bin ich zusammen mit Axel zum GOC-Treffen nach Bad Kreuznach gereist. Ich bin kein Mitglied des GOC (German Open Canoe), wurde aber als Gast sehr freundlich aufgenommen. Das Programm dort sah neben Touren auf den Gewässern vor Ort, verschiedene Workshops, einen Tag der Krämer und Händler und einen Kanu-Slalom-Wettbewerb vor. Am Donnerstag Nachmittag holte ich Axel in Stuttgart von der Arbeit ab. Seinen Anhänger hatte er am Vorabend bei mir deponiert. So zuckelten wir die rund 250 km in die Pfalz. In Bad Kreuznach lagerten wir am Rand des Kurparks beim Bootshaus der Kanuabteilung des VFl. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, standesgemäß jeder in seinem Tipi, paddelten wir die Nahe erst ein Stück flussauf und dann hinunter zum Schrägwehr, um mögliche Poling-Spots zu erkunden. Axel hatte im Programm einen Poling-Workshop angeboten, an dem ich natürlich teilnehmen wollte. Im Unterwasser des Schrägwehrs liegt eine kleine aber feine Slalomstrecke für Kanuten. Über eine Eingangsstufe neben der Fischtreppe erreicht man sie.

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Darüber aber später mehr. Jetzt muss ich erst ein mal das ganze Gerödel auspacken, sortieren und wieder einpacken, da es nächste Woche für ein paar Tage an die Thur geht. „GOC-Treffen“ weiterlesen

Endlich kurze Hose

GuideDas ist der zweite Eintrag für heute. Ich hatte heute Vormittag als ich zum Bootshaus gefahren bin Axel eine SMS geschickt. Als ich vom Paddeln zurück war las ich seine Antwort, dass er Nachmittag zusammen mit seinem Bruder aufs Wasser wollte. Sie planten beim oberen Blockwurf nach Treibholzstücken zu suchen. Axels Bruder braucht diese für Kunstobjekte.

So machte ich mich also am Nachmittag noch mal auf den Weg ans Bootshaus, dank der sommerlichen Temperaturen in kurzer Hose, T-Shirt und Flip-Flops. Ich stakte hinauf zum ersten Blockwurf und überwand diesen watend, das Boot über die bemoosten Steine schiebend. Unterhalb des Blockwurfes traf ich auf Frank, der ein Bierchen geniessend, im Fluss ankerte. Ich schaute mir den Blockwurf genau an und erdachte mir eine mögliche Route für eine eventuelle Abfahrt auf dem Rückweg. Ich polte weiter hinauf zum oberen Blockwurf, wo ich Axel und seinen Bruder traf. Sie waren schon wieder auf dem Rückweg, wollten jedoch noch diverse Schwemmholzhaufen inspizieren. Ich schaute mir die Schwelle unterhalb des großen Blockwurfes an. Ich hatte ja schon öfter hier meine Polingkünste ausprobiert, eher mit keinem bis wenigem Erfolg. Die Schwelle sah auch heute etwas verwinkelt aus. In der Mitte lag ein Stein, rechts davon erschien es mir möglich hinauf zu gelangen. Ich ging die Sache ganz sachte an, versuchte mich eigentlich nur mich in der Strömung zu halten und den Bug zu kontrollieren. Als mir das scheinbar mühelos gelang setzte ich mit ein zwei kräftigen Schüben an und schwups war ich oben. Null Problemo. OLYMPUS DIGITAL CAMERAAlso scheint die Überei in letzter Zeit doch etwas gebracht zu haben. 🙂 Ich fuhr die Stufe auch wieder im Stehen hinunter und gesellte mich wieder zu den Holzsammlern. In einem ziemlich großen Haufen Treibholz fanden wir eine Eichenbohle, sie war ca. zwei Meter lang und 50 cm breit. Die Dicke variierte von rund 12 bis 20 cm. Die Bohle war so schwer, dass wir beschlossen sie nicht im Boot transportieren zu wollen. Wir warfen sie ins Wasser und hoffen, dass sie in ein paar Tagen weiter unten irgendwo angetrieben wird und wir sie wiederfinden. Man könnte gut eine Sitzfläche für eine Bank daraus machen, oder Grillholz.

Bad kamen wir dann zum untern Blockwurf. Ich stieg aus um die Abfahrt von Axel und Jochen zu dokumentieren. Sie fuhren etwas weiter rechts, als ich mir das beim Hinweg ausgedacht hatte und es rumpelte auch ein Bisschen. Ich bleib bei meiner ersonnen Route und fuhr, wie Axel danach bemerkte, ziemlich geschmeidig, hinunter.
Meine Abfahrt wurde aus unterschiedlichen Blickwinkeln abgelichtet, vielen Dank an Axel und Jochen. 🙂

Angler

Als ich heute zum Anleger am Bootshaus kam war gerade ein Angler dabei seinen Köder auszuwerfen. Er wollte, glaube ich schon das Weite suchen, als ich mit dem Boot auf dem Buckel die Stufen zum Fluss herunter kam, aber ich sagte ihm ich bräuchte eh noch einen Moment, bis ich meinen Kram zusammen hätte.

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Ungewohnte Perspektive

ungewohnte PerspektiveNach der heutigen Mitgliederversammlung der Paddelfreunde Tübingen bin ich zusammen mit Leonhard, der übers Wochenende bei uns zu Besuch ist, eine große Runde um die Neckarinsel gefahren. Wir paddelten zusammen im Guide. Ich saß anders als sonst immer vorne, daher auch der Titel des heutigen Eintrags. Das Wetter war nicht gerade besonders gemütlich. Auf der großen Wasserfläche vor dem Stadtwehr blies ein kühler Wind. Ausserdem drangsalierte uns, der in meinen Augen total gestörte Schwan, der auch im letzten Jahr öfter hier im Blog Erwähnung fand. Der Schwan sieht das vermutlich genau anders herum, damit kann ich leben.
Kurz vor dem Stadtwehr fischten wir noch einen, ziemlich gut erhaltenen, kleinen Handball aus dem Wasser. Dieser müsste vermutlich die Nummer 10, der seit Weihnachten aus irgendeinem Gewässer gefischten Bälle sein.

Fünf Portagen

BildFür den heutigen herrlichen Frühlingstag hatte Axel über seinen Stechpaddelverteiler nochmals für die Lauchert eingeladen. Es zeichnete sich jedoch schon im Vorfeld ab, dass die Fahrt mangels Interesse nicht stattfinden würde. Ich hatte heute auch keine rechte Lust erst mit dem Auto zufahren, um dann paddeln zu können,  hatte mir aber vorgenommen um 9.00 Uhr am Bootshaus zu sein. Für diese Zeit war das Treffen für die Lauchertinteressenten anberaumt. Birte und Karsten planten nach Binzwangen, zur Übungsstrecke an die Donau zu fahren. Ich hatte vor, den Neckar oberhalb des Hirschauer Wehrs zu erkunden. Axel war gekommen um eventuellen Lauchtertfahrern die Ein- und Aussatzstelle zu beschreiben. Es kamen aber keine Interessenten. Doch einer, Lorenz kam auch noch angeradelt, er wollte mich begleiten. Axel machte ein Foto von uns als wir ablegten.

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Einsames Polingtraining

Wie gestern angekündigt, wollte ich heute wieder nach dem Pegel am Blockwurf sehen. Es hatten sich für 17.00 Uhr noch andere Paddelwillige angemeldet, als ich jedoch zum Bootshaus kam, waren dort nur Birte und Karsten ihre Wildwasserboote für ihren Urlaub in Griechenland am fitten. Axel kam auch, er wollte aber nur am Anleger etwas das Paddeln auf der rechten Seite testen, da er seit unserer letzten Tour am Mittwoch unter Schmerzen im Ellbogengelenk leidet. UDie Schmerzen kommen von einem Tennisellbogen, dieser rührt allerdings nicht vom Paddeln, wie man hier nachlesen kann. Mich plagt seit Wochen ein sogenannter Golferellbogen, das ist ein Überbleibsel unseres Umzuges und der Renovierungsarbeiten. Vielleicht sollte ich den Arm auch mal etwas schonen. Zum Schluss kam auch noch Gerrit, er kam aber bereits zurück vom Paddeln. – Also stocherte ich alleine los, nach dem ich mich noch etwas verquatsch hatte.

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Pegelbeobachtungen

Der Pegel des Neckars singt immer weiter. Und seit das Kraftwerk seinen Betrieb wieder aufgenommen hat, läuft das wenige Wasser natürlich durch die Turbinen und nicht durch den Restneckar. Ich bin heute gegen vier Uhr zum Bootshaus geradelt, habe mein großes Boot aus dem Bootshaus gezogen und mich per Polingstange auf den Weg hinauf zum Blockwurf gemacht. Unterweg musste ich öfter meine Route ändern und die Seite des Flusses wechseln, da am Ufer einige Angler und Fliegenfischer unterwegs waren. Ich verhielt mich leise und rücksichtsvoll, sie dankten es mir mit Verständnis. So kann man gut miteinander leben. Am Blockwurf angekommen fiel mir auf, dass die untere kleine Stufe immer noch verschwunden ist.

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Flussfahrt mit Tochter

Heute ist seit langem wieder ein mal Jolanda mit zum Paddeln gekommen. Eigentlich hatten wir ja Sonne gebucht, sie machte auch einige zaghafte Versuche, schaffte es aber nicht sich gegen die Wolken durchzusetzen. Der Pegel des Neckars war zwar gesunken, seit vorgestern, aber immer noch leicht erhöht. Aus dem Kraftwerkskanal kam ein sehr kräftiger Stromzug. Es war um die Mittagszeit und die Leute waren anscheinend am Kochen, da braucht es Strom. Auf dem Neckar, Richtung Blockwurf war deutlich weniger Druck, obwohl der Wasserstand auch hier so hoch war, dass die kleine Stufe unterhalb des Blockwurfes immer noch überspült war. Auf dem Stück zwischen Kraftwerkkanal und Blockwurf trieben sich zwei Schwäne herum. Als wir sie überholten starteten sie durch und überflogen den Blockwurf. Gerade als ich den Foto gezückt hatte, flog der zweite Schwan an mir vorbei und ich drückte ab. OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Ich steh ja nicht so auf Bilder von Schwänen, so wie ich eigentlich überhaupt nicht auf Schwäne stehe, aber dieses Foto gefällt mir trotzdem.

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Kurzer Paddelnachmittag

Heute Nachmittag fuhr ich mit dem Rad zum Bootshaus. Ich hatte einen Weg genommen, der mich nicht zuerst am Neckar entlang führte und so war ich einigermaßen überrascht ob des Wasserstandes. Es musste doch kräftig geregnet haben, letzte Nacht.
Aber egal, jetzt schien die Sonne. Ich habe seit dem letzten Sonntag den Guide im Bootshaus liegen. Ich hatte ihm morgens, als wir zur Donau aufgebrochen sind, dort eingelagert und den Prospector mitgenommen, der hängt jetzt in der Garage. Der Gerrish liegt noch im Keller, mal sehen was ich als nächstes für eine Tauschaktion starte. Aber zurück zu heute Nachmittag. Ich machte mich auf den Weg Richtung Kraftwerkskanal, gegen die Strömung. Der Anleger am Bootshaus war satt überspült, also gut eingeschenkt der Neckar. Es ging aber besser als ich zuerst befürchtet hatte, die Kehrwässer am Rand waren so ausgeprägt, dass sich gut gegenan fahren ließ.

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Glitzersee

Da wir heute einen Termin in Konstanz hatten, habe ich die Gelegenheit genutzt und mich mit Leonhard zum Paddeln getroffen. L1090803Das Wetter war herrlich: Blauer Himmel, dicke weiße Wolken und der See glitzerte in der Sonne. Alleine den Wind hätte es nicht gebraucht. Er kam von Westen und unter der Schänzlebrücke pfeift es dann immer so durch, dass man erst meint man kommt nicht gegen an. Vor allem wenn man ganz unter dem linken Joch durchfahren will, dort ist das Wasser am flachsten und es lässt sich schlecht manövrieren.

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Tagestour im Munkeland

Am südlichen Rand des Dalsland, Nord-östlich von Uddevalla liegt der Ort Munkedal.
Am Ortsausgang Richtung Ödeborg gibt es einen kleinen Kanuverleih, an einem recht überschaubar scheinendem See. Der kleine See ist über einen schluchtartigen Kanal mit einem Größeren verbunden, dieser über einen kleinen Fluss mit dem nächsten … Wie im Dalsland also üblich ein kleines Seensystem. „Tagestour im Munkeland“ weiterlesen

Schwedenurlaub

Eigentlich wollten wir auf unserer Schwedentour eine Mehrtagesfahrt im Dalsland unternehmen. Deswegen hatte ich auch das große Boot, den September aufgeladen. Aber es sollte anders kommen.
Am fünften Tag unserer Reise, auf einer Wanderung über die Schären in der Gegend um Loftahammar, verlor ich kurz die Wegweiser aus den Augen und wir kamen vom Weg ab.
Bei der Suche nach der Richtung, passte ich dann noch einen Augenblick nicht auf, trat in ein Loch und kam ins Straucheln.
Ergebnis war ein dick anschwellender Knöchel und ein sehr schmerzhafter Rückweg von anderthalb Stunden zum Parkplatz.
An eine Mehrtägige Paddeltour war natürlich nicht mehr zu denken. Zum Glück war nichts gerissen, und nach dem der Knöchel erst blau, grün und fast schwarz wurde schwoll er auch wieder ab.
Nach zwei Tagen saß ich das nächste mal im Boot. Aber nur für eine kurze Runde auf dem Roxensee, nördlich von Linnköpping, an dem wir zwischenzeitlich gelandet waren.
Am problematischsten war das Aufladen des Bootes auf das Dach, die 43 Kilogramm. erst auf die Schultern und dann von hinten aufs Auto geschoben waren die ersten Tage echt schwer zu meistern.
Da wir jedoch alle zwei Tage den Standort wechselten blieb ich jedoch im Training und es ging von mal zu mal besser. Im Dalsland gefiel es uns nicht besonders, woran es lag konnten wir eigentlich nicht recht sagen. Zum Teil sicher an den sehr viel größeren Campingplätzen, am schlechter gewordenen Wetter und an einer relativ großen Anzahl von Menschen. Wir fanden dann aber doch noch einen kleinen sehr idyllischen Platz an einem kleinen See. Einen nonprofit Organisation betrieb den Platz, der um einen Alten Bauernhof angesiedelt war.
Unsere Route führte uns dann über die Westküste, bei Uddevalla nach Alingas in der Nähe von Göteborg und dann zurück noch mal ganz in den Süden bei Höör und zum Abschluss noch nach Malmö.
Bis auf in Malmö bot sich immer die Gelegenheit kleinere oder größere Tagestouren auf einem oder mehreren kleineren Seen zu unternehmen.

Hier nur ein paar unserer vielen Bilder: