Viele Boote, lange Boote, schnelle Boote …

aber fast nur Kajaks und Surf Skis, sah ich gestern beim 20. Bodensee-Kanu-Marathon. Nein ichL1100152 habe nicht teilgenommen, sondern saß wieder einmal im Kampfgericht, hielt vom Start- und Zielturm Ausschau nach Startnummern, sortierte Zeiten, brachte alles durcheinander und sortierte wieder, druckte Urkunden und schrieb nebenher noch was auf die Website. Das alles in einem Team, dass sich seit Jahren kennt und immer besser harmoniert. Allein die letzte Stunde vor der Preisverleihung ist immer sehr hektisch, das war auch diesmal wieder so. Wir hatten um ständiges Nachfragen zu verhindern eine vorläufige Liste ausgehängt, die, wie sollte es auch anders sein, nicht vollständig war und auch den einen oder anderen Fehler beinhaltete. Das hatte natürlich nicht den gewünschten Effekt, aber die Leute hatten Verständnis, im großen und ganzen. Immerhin hatten wir von den 252 Teilnehmern in 212 Booten die Zeiten zuzuordnen, die Teilnehmer in Klassen einzuteilen, was immer wieder zu den selben Diskussionen führt. Aber wir werden jedes Jahr besser.

Die Stechpaddelfraktion war nicht sehr gut vertreten, immerhin stellte sie mit zwei Sechser-Outrigger-Canoes die größten Boote. Es waren auch Einer Outrigger unterwegs, ein Solo-Canadier auf der Halbmarathonstrecke und zwei Tandemboote. Das eine der beiden Tandem-Teams fuhr die Marathonstrecke in einer Zeit von 04:23:29 Stunden. Eher unter Exoten war ein SUP-Fahrer unterwegs, auch auf der 42 km Strecke, er benötigte 05:11:35 Stunden.  Den ausgefallensten Zieleinlauf absolvierte ein Jugendlicher, der kurz vor der Ziellinie kenterte und diese dann, sein Boot ziehend, schwimmend überquerte. Geschwommen ist auch eine Mannschaft der Sechster-Outrigger. Das muss man erst einmal hinbekommen, ein Boot, das fürs Surfen in Brandungswellen konstruiert ist, auf dem Bodensee bei sehr moderaten Bedingungen umzuschmeißen.
Hier noch ein Film vom Start.

Start zum Bodensee-Kanu-Marathon 2014 from Matthias Zürcher on Vimeo.